Markusplatz und Markusdom
Der Markusplatz ist der einzige Platz Venedigs, der offiziell Piazza heißen darf – alle anderen sind schlicht Campi.
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Er öffnet sich wie ein großer Salon zwischen den langen Arkadengängen der Prokuratien und endet an der Fassade der Basilica di San Marco, die aussieht, als hätte man den Orient nach Italien verpflanzt. Fünf Kuppeln, goldene Mosaike über den Portalen, Marmorsäulen aus aller Herren Länder: Der Markusdom ist ein byzantinisch geprägter Bau, in dem sich Jahrhunderte venezianischer Handelsmacht materialisiert haben. Im Inneren erwarten dich rund 8.000 Quadratmeter Goldgrundmosaik, die bei eingeschaltetem Licht regelrecht zu glühen beginnen, dazu der wellige Steinboden und die Pala d'Oro, ein mit Emails und Edelsteinen besetztes Altarretabel hinter dem Hochaltar. Auf der Loggia über dem Hauptportal stehen Kopien der berühmten bronzenen Pferdequadriga; die Originale sind im Museum des Doms zu sehen. Nebenan ragt der Campanile knapp hundert Meter auf – mit dem Aufzug erreichst du die Glockenstube und siehst die Lagune, die Dächer und bei klarer Sicht sogar die Alpen. Komm früh am Morgen oder spät am Abend: Dann ist der Platz fast leer, die Musik der Café-Kapellen verstummt, und du hörst nur Möwen und deine eigenen Schritte.
