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Italien · Toskana

Toskana – Toskanische Küste

Toskanische Küste – kurz nach acht Uhr morgens stehst du barfuß im flachen Wasser von Castiglione della Pescaia, hinter dir riecht es nach warmem Pinienharz, vor dir liegt das Tyrrhenische Meer noch spiegelglatt da, und der einzige Lärm kommt von einem Fischer, der seine Netze sortiert. Zwei Stunden später sitzt du auf einer Piazza in Siena vor einem Espresso.

Wissenswertes über Toskana – Toskanische Küste

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai bis Juni und September bis Anfang Oktober; Hochsaison Juli und August
Flugzeit ab Frankfurt ca. 1,5 Stunden
Highlights
  • Weite Sandstrände am Tyrrhenischen Meer
  • Kunststädte als Tagesausflug
  • Pinienwälder und Maremma-Natur
  • Toskanische Küche und Weingüter
Überblick

Über Toskana – Toskanische Küste

Im Norden liegt die Versilia mit Viareggio, Lido di Camaiore, Marina di Pietrasanta und Forte dei Marmi: breite, feinsandige Strände, gepflegte Strandbäder mit ihren typischen Sonnenschirmreihen, dazu eine Promenade im Liberty-Stil und im Rücken die schroffen Apuanischen Alpen, aus denen der Carrara-Marmor kommt. Weiter südlich wird es ruhiger und ursprünglicher. An der Etruskischen Küste bei Cecina und San Vincenzo wachsen Steineichen und Pinien bis fast an den Sand heran, in Follonica und Castiglione della Pescaia beginnt die Maremma mit ihren Weiden, Lagunen und einsamen Buchten. Familien finden hier flach abfallende Strände, Aktivurlauber Radwege, Reitwege und Wanderungen, Genießer Weingüter, Fischrestaurants und Wochenmärkte.

Weiterlesen: Toskana – Toskanische Küste entdecken

Das Besondere an einer Toskanische Küste Reise ist die kurze Distanz zwischen Meer und Kunst. Pisa mit dem Schiefen Turm, Florenz mit Dom und Uffizien, Siena mit der muschelförmigen Piazza del Campo und Arezzo mit seiner mittelalterlichen Altstadt sind allesamt Tagesausflüge – du kannst vormittags Fresken anschauen und nachmittags wieder ins Wasser springen. Wer es entspannter mag, fährt nach Montecatini Terme oder Chianciano Terme, zwei traditionsreiche Thermalorte, in denen Wellness seit Generationen zum Alltag gehört.

Auch beim Wohnen hast du die Wahl: Du kannst dich in einem Agriturismo zwischen Olivenbäumen einquartieren, in einem Ferienresort mit Pool direkt hinter den Dünen, in einer Residence an der Promenade oder in einem Camping Village, in dem die Kinder morgens allein zum Strand laufen. Abends gehört die Zeit dann der toskanischen Küche: Cacciucco, der kräftige Fischeintopf der Küste, gegrillter Wolfsbarsch, Pici mit Wildragout aus dem Hinterland, Pecorino, dazu ein Glas Vermentino oder ein Rotwein von den Hügeln über dem Meer.

Toskanische Küste heißt: Sonnenaufgang über dem Wasser, mittags Schatten unter Pinien, nachmittags Marmorstaub und Renaissance, abends ein langer Tisch mit Blick aufs Meer. Kaum eine andere italienische Region packt so viel Abwechslung auf so wenig Raum – und genau deshalb kommen viele Gäste Jahr für Jahr an denselben Strandabschnitt zurück.

Anreise

Lage & Anreise

In 1,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Pisa – Piazza dei Miracoli

Der wohl bekannteste Tagesausflug von der toskanischen Küste führt nach Pisa, das nur wenige Kilometer landeinwärts vom Meer liegt.

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Auf der weiten Rasenfläche der Piazza dei Miracoli stehen vier Bauwerke zusammen, die gemeinsam zum UNESCO-Welterbe zählen: der Dom Santa Maria Assunta mit seiner gestreiften Marmorfassade, das kreisrunde Baptisterium, in dem Aufseher regelmäßig einige Töne singen, um die berühmte Akustik vorzuführen, der Friedhof Camposanto Monumentale mit seinen Arkadengängen und Fresken – und natürlich der Campanile, den alle Welt nur als Schiefen Turm kennt. Wer ein Zeitfenster bucht, darf über die schmale Wendeltreppe hinaufsteigen und spürt dabei körperlich, wie stark der Turm sich neigt; oben wartet ein Rundblick über die Dächer der Stadt bis zu den Apuanischen Alpen. Pisa hat aber mehr zu bieten als seine Postkartenpiazza. Die Lungarni, die Uferstraßen entlang des Arno, sind besonders am Abend stimmungsvoll, die Arkadengasse Borgo Stretto lädt zum Bummeln ein, und die Piazza dei Cavalieri mit ihrem reich verzierten Palazzo della Carovana gehört zu den elegantesten Plätzen der Toskana. Weil Pisa eine große Universitätsstadt ist, findest du hier viele bodenständige Trattorien und Bars, in denen Studierende statt Reisegruppen sitzen.

02 / 06

Florenz – Dom, Uffizien und Ponte Vecchio

Florenz ist das kulturelle Herz der Toskana und von der Küste aus gut mit Auto oder Zug zu erreichen.

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Über der Altstadt, die als Ganzes UNESCO-Welterbe ist, erhebt sich der Dom Santa Maria del Fiore mit Brunelleschis gewaltiger Kuppel und Giottos Glockenturm – wer die Stufen hinaufsteigt, blickt über ein Dächermeer aus Terrakotta. Gegenüber liegt das Baptisterium mit seinen berühmten Bronzetüren. Die Uffizien beherbergen eine der wichtigsten Gemäldesammlungen der Welt, darunter Botticellis „Geburt der Venus" und Werke von Leonardo da Vinci, Michelangelo und Tizian; ein Zeitfenster solltest du unbedingt vorab reservieren, sonst verbringst du wertvolle Urlaubszeit in der Schlange. Nur ein paar Schritte weiter überquert der Ponte Vecchio den Arno, dicht an dicht besetzt mit Goldschmiedeläden, die dem Brückenbild seit Jahrhunderten ihren Charakter geben. Auf der anderen Flussseite warten der Palazzo Pitti und die weitläufigen Boboli-Gärten, in denen du dem Trubel entkommst. Der schönste Abschluss eines Florenz-Tages ist der Aufstieg zum Piazzale Michelangelo: Von dort siehst du bei Sonnenuntergang die ganze Stadt mit Kuppel, Türmen und Flussbögen auf einen Blick.

03 / 06

Siena – Piazza del Campo und der Dom

Siena liegt in den Hügeln des toskanischen Hinterlands und wirkt wie eine mittelalterliche Stadt, die nie ganz aus ihrer Zeit herausgetreten ist.

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Zentrum ist die Piazza del Campo, ein muschelförmig abfallender Platz aus rotem Backstein, der von Palästen gerahmt wird und an dem du fast automatisch stehen bleibst. Über allem thront der Palazzo Pubblico mit dem schlanken Torre del Mangia; der Aufstieg über die enge Treppe ist anstrengend, belohnt aber mit einem grandiosen Blick über Ziegeldächer und die umliegenden Weinberge. Zweimal im Jahr, am 2. Juli und am 16. August, verwandelt sich der Platz in eine Rennbahn: Beim Palio treten die Contraden, die traditionsreichen Stadtviertel, in einem Pferderennen gegeneinander an – ein Ereignis, das die Stadt das ganze Jahr über beschäftigt. Nicht weniger beeindruckend ist der Dom mit seiner Fassade aus schwarz-weiß gestreiftem Marmor, dem kunstvollen Fußboden aus eingelegten Marmorbildern und der farbenprächtigen Piccolomini-Bibliothek. Rund um das Zentrum ziehen sich steile Gassen mit Werkstätten, Weinbars und Enoteche, in denen du Chianti und Brunello aus der Umgebung probieren kannst. Die Altstadt von Siena gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe.

04 / 06

Viareggio – Promenade, Liberty-Architektur und Karneval

Viareggio ist der klassische Badeort der Versilia und ein Ort mit ausgeprägtem eigenen Stil.

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Die Passeggiata, die kilometerlange Uferpromenade, wird von Palmen, Cafés, Boutiquen und einer Reihe von Gebäuden im Liberty- und Art-déco-Stil gesäumt – geschwungene Fassaden, farbige Keramik, verspielte Türmchen. Das bekannteste Beispiel ist das Gran Caffè Margherita mit seinen Kuppeln, ein Wahrzeichen des Ortes. Vor der Promenade reihen sich die Stabilimenti balneari aneinander, die traditionellen Strandbäder mit ihren akkurat aufgestellten Sonnenschirmen, Umkleidekabinen und Strandbars; der Sand ist fein und fällt flach ab, was Viareggio zu einem entspannten Ziel für Familien macht. Berühmt ist die Stadt für ihren Karneval: Riesige, bewegliche Figuren aus Pappmaché, oft mit politischem oder satirischem Augenzwinkern, rollen dann über die Promenade, begleitet von Musik und Tanzgruppen. In der Darsena, dem Hafenviertel, wird bis heute im Bootsbau gearbeitet, und die Fischrestaurants dort servieren, was morgens angelandet wurde. Wer Ruhe sucht, spaziert in die Pineta, den ausgedehnten Pinienwald am Ortsrand. Im Rücken der Stadt zeichnen sich die hellen Gipfel der Apuanischen Alpen ab – ein Kontrast, den es so nur hier gibt.

05 / 06

Castiglione della Pescaia – Borgo, Hafen und Maremma

Castiglione della Pescaia gilt vielen als der schönste Küstenort der Maremma.

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Über dem modernen Ortsteil und dem Kanalhafen liegt der mittelalterliche Borgo auf einem Hügel: eine gut erhaltene Wehrmauer mit Türmen, dahinter enge Gassen, Treppen, kleine Läden und Restaurants mit Terrassen, von denen aus du über die Dächer hinweg aufs Meer blickst. Der Aufstieg lohnt sich vor allem am späten Nachmittag, wenn das Licht warm wird und die Hitze nachlässt. Unten schaukeln Fischerboote und Segelyachten im Kanal, an dessen Ufern sich abends halb der Ort zur Passeggiata trifft. Die Strände ziehen sich in beide Richtungen: nach Norden lange, flache Sandabschnitte mit Pinienwald im Rücken, nach Süden in Richtung Rocchette und Punta Ala felsigere, von Macchia gesäumte Buchten mit klarem Wasser. Gleich hinter dem Ort beginnt die Maremma mit ihren Weiden, Olivenhainen und Feuchtgebieten; die Riserva Naturale Diaccia Botrona ist ein wichtiges Vogelschutzgebiet, in dem sich mit etwas Geduld Reiher und Flamingos beobachten lassen. Auf den Tellern landen hier Fisch, Wildschwein und kräftige Maremma-Weine – bodenständiger und weniger mondän als in der Versilia.

06 / 06

Forte dei Marmi – Pontile, Markt und Apuanische Alpen

Forte dei Marmi ist die elegante Adresse der Versilia und trägt seine Geschichte im Namen: Über den Ort wurde einst der Marmor aus den Steinbrüchen von Carrara zum Meer gebracht und verschifft.

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Daran erinnert der Pontile, der lange hölzerne Steg, der weit ins Meer hinausführt. Ein Spaziergang darauf gehört zum Pflichtprogramm, besonders bei Sonnenuntergang, wenn sich hinter dem Ort die Apuanischen Alpen rosa färben und ihre marmorweißen Bruchkanten wie Schneefelder aussehen. Im Zentrum steht auf der Piazza Garibaldi die kleine Festung, die dem Ort den Namen gab und heute den Platz prägt. Rund um sie herum findet regelmäßig der Wochenmarkt statt, der weit über die Region hinaus bekannt ist – Kaschmir, Leder, Stoffe und Schuhe zu deutlich zivileren Preisen als in den Boutiquen der Hauptstraßen. Der Strand ist breit, feinsandig und fast durchgehend in gepflegte Strandbäder aufgeteilt, viele davon seit Generationen in Familienhand. Hinter dem Ort liegen ruhige Villenviertel unter Pinien, ideal zum Radfahren. Ein lohnender Abstecher führt ins nahe Pietrasanta, wo Bildhauer bis heute in Marmorwerkstätten arbeiten und Skulpturen die Plätze der Altstadt schmücken.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai bis Juni und September bis Anfang Oktober; Hochsaison Juli und August

Die angenehmste Zeit für einen Toskanische Küste Urlaub sind Mai, Juni und September. Es ist warm genug zum Baden, die Strände sind noch nicht überfüllt, und die Kunststädte im Hinterland lassen sich bei erträglichen Temperaturen erkunden. Der Juni bringt bereits Wassertemperaturen um 22 bis 24 Grad, im September ist das Meer nach dem Sommer sogar am wärmsten und das Licht besonders schön. Juli und August sind die klassischen Ferienmonate: heiß, lebhaft und gut gebucht – ideal, wenn du Strandleben, Feste und volle Promenaden magst, aber weniger geeignet für ausgedehnte Städtetouren, weil Florenz und Siena dann sehr heiß und stark besucht sind; hier lohnt es sich, früh am Morgen zu starten. April und Oktober eignen sich hervorragend für Kultur, Wandern in den Apuanischen Alpen, Radtouren durch die Maremma und Wellness in Montecatini Terme oder Chianciano Terme, auch wenn zum Baden dann meist nur noch Hartgesottene ins Wasser gehen. In den Wintermonaten sind viele Strandbetriebe geschlossen, die Städte dafür angenehm ruhig und günstig.

Frühling

Im März liegen die Tagestemperaturen meist zwischen 14 und 17 Grad, im April bei 17 bis 20 Grad, im Mai schon bei 22 bis 25 Grad.

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Die Nächte bleiben mit 8 bis 14 Grad frisch, eine Jacke gehört ins Gepäck. Es gibt noch Regentage, dazwischen aber viele klare, sonnige Abschnitte mit ausgezeichneter Fernsicht bis zu den Apuanischen Alpen. Die Landschaft steht in voller Blüte, Ginster und Mohn färben die Maremma, und das Meer ist mit rund 15 bis 19 Grad noch kühl. Perfekte Bedingungen für Städtetrips, Wanderungen und Radtouren ohne Hitzestress.

Sommer

Von Juni bis August wird es richtig warm.

Mehr zum Sommer

Die Tageshöchstwerte liegen im Juni bei 27 bis 29 Grad, im Juli und August häufig bei 30 bis 33 Grad, bei Hitzewellen im Landesinneren – etwa in Florenz oder Siena – auch darüber. An der Küste sorgt der Seewind am Nachmittag für Abkühlung, während die Nächte bei 18 bis 22 Grad mild bleiben. Regen fällt kaum, meist nur in Form kurzer Gewitter am späten Nachmittag. Das Meer erreicht im August angenehme 25 bis 27 Grad. Sonnenschutz, Siesta in der Mittagshitze und Ausflüge am frühen Morgen sind jetzt die beste Strategie.

Herbst

Der September ist ein zweiter Sommer mit 25 bis 28 Grad am Tag und Wassertemperaturen um 24 Grad – ideal für einen entspannten Badeurlaub ohne Gedränge.

Mehr zum Herbst

Im Oktober kühlt es auf 20 bis 23 Grad ab, es gibt mehr Wolken und die ersten kräftigen Regenschauer. Der November bringt mit 14 bis 17 Grad und häufigeren Niederschlägen die feuchteste Phase des Jahres, dafür leuchten die Weinberge und Wälder des Hinterlands in warmen Farben. Herbst ist Erntezeit: Weinlese, Oliven, Kastanien und Trüffel bestimmen die Speisekarten und die Dorffeste.

Winter

Von Dezember bis Februar bleibt es an der Küste mild, aber feucht.

Mehr zum Winter

Tagsüber werden 10 bis 14 Grad erreicht, nachts sinken die Werte auf 3 bis 7 Grad. Frost kommt direkt am Meer selten vor, im Hinterland und in den Hügeln rund um Siena und Arezzo dagegen schon; auf den Apuanischen Alpen liegt regelmäßig Schnee. Regentage wechseln sich mit klaren, sonnigen Tagen ab, an denen die Sicht besonders weit reicht. Viele Strandbetriebe haben geschlossen, die Kunststädte und Thermalorte sind dafür ruhig und angenehm zu besuchen.

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