Palazzo Ducale in Urbino
Der Herzogspalast thront über den Ziegeldächern von Urbino und gilt vielen Kunsthistorikern als schönster Fürstensitz der italienischen Renaissance.
Mehr erfahren
Federico da Montefeltro ließ ihn im 15. Jahrhundert zu einer Residenz ausbauen, die weniger Festung als Manifest sein sollte: ein Ort, an dem Mathematik, Architektur und Malerei zusammenkommen. Die berühmte Westfassade mit ihren beiden schlanken Rundtürmen, den Torricini, siehst du schon von weitem beim Anfahren der Stadt. Innen führt dich der Rundgang durch den lichten Ehrenhof und dann durch die Säle der Galleria Nazionale delle Marche. Hier hängen Werke, für die andere Museen weite Reisen wert wären – darunter Gemälde von Piero della Francesca und Raffael, der in Urbino geboren wurde und dessen Elternhaus du ein paar Gassen weiter besichtigen kannst. Das eigentliche Kleinod ist jedoch das Studiolo des Herzogs, ein winziger Arbeitsraum, dessen Wände vollständig mit Holzintarsien verkleidet sind: gemalte Bücherregale, halb geöffnete Schranktüren, Musikinstrumente, alles reine Täuschung des Auges. Plane mindestens zwei bis drei Stunden ein und nimm dir danach Zeit für die Altstadt, die als Ganzes zum UNESCO-Welterbe gehört. Steile Gassen, Studentenkneipen und ein Panoramablick von der Festung Albornoz runden den Besuch ab.
