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Spanien · Festland

Pyrenäen

Pyrenäen – schon die erste Kurve hinauf ins Tal verändert etwas in dir. Vor dir schieben sich Kalkwände und Dreitausender in den Himmel, darunter liegen Wiesen, Buchenwälder und Bäche, die im Frühsommer randvoll sind.

Wissenswertes über Pyrenäen

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Juni bis September zum Wandern, Dezember bis März für Schnee
Flugzeit ab Frankfurt ca. 1,5 Stunden
Highlights
  • Dreitausender über grünen Hochtälern
  • Gletscherseen in zwei Nationalparks
  • Romanische Kirchen in Bergdörfern
  • Schneesichere Skitage in Baqueira und Formigal
Überblick

Über Pyrenäen

Ein Pyrenäen Urlaub bedeutet aber nie nur Landschaft. In den Tälern warten Orte mit Charakter: Vielha als lebendige Hauptstadt des Val d'Aran, das steinerne Benasque am Fuß des Aneto, das geschichtsträchtige Jaca mit Kathedrale und Zitadelle, La Seu d'Urgell dicht an der andorranischen Grenze und Ainsa mit seiner mittelalterlichen Plaza Mayor. Dazwischen liegen kleinere Dörfer wie Arties, Garós, Villanúa, Biescas oder Escarrilla, in denen Schieferdächer, Steinhäuser und romanische Kirchtürme das Bild bestimmen. In Panticosa sprudeln seit Langem heiße Quellen, Formigal und Rialp sind Ausgangspunkte für Bergtage, Sabiñánigo liegt praktisch als Tor zum Valle de Tena. Übernachten kannst du in familiären Apartments ebenso wie in den historischen Paradores von Vielha, Artíes und La Seu d'Urgell.

Weiterlesen: Pyrenäen entdecken

Eine Pyrenäen Reise lässt sich durch das ganze Jahr planen, weil jede Jahreszeit ihr eigenes Programm mitbringt. Im Sommer wanderst du zu Gletscherseen, kletterst über Bergpfade, fährst Mountainbike oder paddelst auf den Wildwasserflüssen Noguera Pallaresa und Segre. Im Herbst färben sich die Wälder und die Sicht reicht über unzählige Grate. Im Winter zählen Baqueira Beret, Formigal und Cerler zu den schneesichersten Zielen Südeuropas, danach wärmst du dich in einem Thermalbad auf. Und im Frühling, wenn das Schmelzwasser die Wasserfälle anschwellen lässt, gehören dir die Täler fast allein.

Dazu kommt eine Küche, die zum Klima passt: kräftige Eintöpfe, Lammgerichte vom Grill, Wurst und Bergschinken, Käse aus den Tälern, Pilze im Herbst und dazu ein Wein aus dem nahen Somontano. Gegessen wird ohne Eile, oft in kleinen Familienrestaurants, in denen das Menü an der Tafel steht. Genau diese Mischung macht die spanischen Pyrenäen aus – große Natur, alte Dörfer, ehrliche Gastfreundschaft und ein Tempo, das dich schon nach zwei Tagen einholt. Wer einmal morgens auf einer Passhöhe stand und zugesehen hat, wie der Nebel aus dem Tal steigt, versteht, warum diese Berge kein Ziel für einmal, sondern für immer wieder sind.

Anreise

Lage & Anreise

In 1,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido

Der bekannteste Nationalpark der spanischen Pyrenäen liegt in der Provinz Huesca und gehört zu den ältesten Schutzgebieten Spaniens.

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Sein Herzstück ist das Ordesa-Tal, ein von Gletschern ausgeschliffenes U-Tal, dessen senkrechte Kalkwände hunderte Meter hoch aufragen und im Herbst von leuchtend gelben Buchen gerahmt werden. Vom Parkplatz Pradera de Ordesa führt der klassische Wanderweg am Fluss Arazas entlang durch Wald, vorbei an Kaskaden mit klingenden Namen wie Gradas de Soaso, bis zum Wasserfall Cola de Caballo, dem Pferdeschweif, am Talschluss. Es ist eine lange, aber technisch einfache Tour, die dir das Gebirge in seiner ganzen Wucht zeigt. Über allem thront der Monte Perdido, mit 3.355 Metern einer der höchsten Gipfel der Pyrenäen und Namensgeber des grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbes Pyrénées-Mont Perdu. Zum Park gehören außerdem die Schluchten von Añisclo und Escuaín sowie das wilde Pineta-Tal. Wer Zeit mitbringt, wandert auf die Faja-Wege, schmale Felsbänder in halber Wandhöhe mit spektakulärem Tiefblick. Gämsen, Murmeltiere und Bartgeier gehören hier zum Alltag. In der Hochsaison wird die Zufahrt geregelt, dann bringen dich Shuttlebusse von Torla aus in den Park hinein.

02 / 06

Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici

Kataloniens einziger Nationalpark liegt im Herzen der Pyrenäen und ist eine einzige Feier des Wassers.

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Mehr als zweihundert Bergseen, Bäche, Moore und Wasserfälle verteilen sich über Granit- und Schiefergelände, das die Eiszeit geformt hat. Der Name Aigüestortes bedeutet gewundene Wasser und beschreibt genau die mäandernden Bachläufe in den flachen Hochtälern. Das Postkartenmotiv des Parks ist der Estany de Sant Maurici, ein dunkelgrüner See, hinter dem die markante Doppelspitze Els Encantats aufragt, umgeben von Kiefern- und Tannenwald. Rundherum spannt sich ein dichtes Netz markierter Wege, dazu bewirtschaftete Berghütten, die Mehrtagestouren wie die klassische Hüttenrunde Carros de Foc möglich machen. Der Zugang erfolgt im Osten über Espot, im Westen über Boí, jeweils per Allradtaxi oder zu Fuß, denn Privatfahrzeuge müssen draußen bleiben. Von Rialp und dem Pallars Sobirà aus ist der Park gut erreichbar. Wer nicht weit laufen möchte, macht die kurze Runde um den See, wer mehr will, steigt zu höher gelegenen Seen wie dem Estany Negre auf. Im Winter verwandelt sich dieselbe Landschaft in ein Ziel für Schneeschuh- und Skitourengeher.

03 / 06

Val d'Aran und Vielha

Das Val d'Aran ist das einzige Tal der spanischen Pyrenäen, das sich nach Norden zum Atlantik hin öffnet.

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Das erklärt sein sattes Grün, die häufigen Wolken und die üppigen Wiesen. Hier entspringt die Garonne, hier wird mit dem Aranesischen eine eigene, offiziell anerkannte Sprache gesprochen, und die Architektur mit Schieferdächern und Steinfassaden wirkt eher alpin als mediterran. Hauptort ist Vielha, ein lebendiges Städtchen an der Talsohle mit Geschäften, Restaurants und dem Parador oberhalb des Ortes. In der Kirche Sant Miquèu bewahrt Vielha den Crist de Mijaran auf, ein bedeutendes romanisches Holzkreuz. Rund um den Hauptort reihen sich Dörfer wie Arties mit seinen Thermalquellen und dem eigenen Parador, Garós, Salardú oder Bagergue, viele davon mit romanischen Kirchen und alten Wehrtürmen. Der Tunnel de Vielha macht das Tal ganzjährig erreichbar, auch wenn die Pässe geschlossen sind. Im Winter zieht das Skigebiet Baqueira Beret Gäste aus ganz Spanien an, im Sommer starten von hier Wanderungen in die Circos und Hochtäler des Gebirges. Aranesische Küche mit Olla aranesa, Wild und Bergkäse rundet den Aufenthalt ab.

04 / 06

Jaca mit Kathedrale und Zitadelle

Jaca liegt im aragonesischen Vorland der Pyrenäen und ist die historische Hauptstadt der Region.

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Die Kathedrale San Pedro gilt als eines der frühesten Beispiele romanischer Baukunst auf der Iberischen Halbinsel und beeindruckt mit klaren Rundbögen, kraftvollen Kapitellen und dem Schachbrettfries, der als Ajedrezado jaqués sogar zum Stilmerkmal einer ganzen Region wurde. Im angeschlossenen Diözesanmuseum siehst du romanische und gotische Wandmalereien aus Bergkirchen der Umgebung, die hier vor dem Verfall gerettet wurden. Das zweite Wahrzeichen ist die Ciudadela, eine sternförmige Festung aus der Zeit der spanischen Renaissancebefestigungen, umgeben von Graben und Wällen, in dem heute Hirsche grasen. Jaca liegt am aragonesischen Jakobsweg, der über den Somport-Pass aus Frankreich kommt, und war jahrhundertelang Etappenort für Pilger. Die Altstadt lädt zum Bummeln ein, mit Tapasbars, Arkaden und der mittelalterlichen Brücke San Miguel am Ortsrand. Weil Jaca verkehrsgünstig liegt, eignet es sich hervorragend als Standort für Ausflüge ins Valle de Tena, ins Valle de Hecho oder zum berühmten Felsenkloster San Juan de la Peña. Auch die Bergdörfer Villanúa und Sabiñánigo sind rasch erreicht.

05 / 06

Benasque und das Aneto-Massiv

Benasque gilt vielen Bergsteigern als Hauptstadt der spanischen Hochpyrenäen.

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Der Ort im gleichnamigen Tal hat sich seinen Charakter mit engen Gassen, Steinhäusern und Wappen über den Türen bewahrt und liegt inmitten des Naturparks Posets-Maladeta. Dort stehen die höchsten Gipfel der gesamten Pyrenäen: der Aneto mit 3.404 Metern und der Posets, dazu eine ganze Reihe weiterer Dreitausender. Am Aneto liegt der Maladeta-Gletscher, einer der letzten Gletscherreste des Gebirges, dessen Rückgang eindrücklich zeigt, wie sich das Hochgebirge verändert. Wanderer starten meist im Talschluss beim Hospital de Benasque oder an der Besucherzone La Besurta und ziehen weiter zum Ibón de Cregüeña, zum Plan d'Aigualluts oder zum berühmten Forau de Aigualluts, wo ein Bach im Fels verschwindet. Für hochalpine Touren wie die Aneto-Besteigung brauchst du Erfahrung, Ausrüstung und im Zweifel einen Bergführer. Wer es ruhiger mag, wandert durch Wälder und Almen, badet in Bergseen oder besucht die kleinen Nachbardörfer Cerler und Anciles. Im Winter ist das Skigebiet Cerler mit seiner Höhenlage besonders schneesicher, und nach dem Bergtag warten deftige Bergküche und Kaminfeuer.

06 / 06

La Seu d'Urgell und die Kathedrale Santa Maria

La Seu d'Urgell liegt im katalanischen Pyrenäenvorland, dort wo die Flüsse Segre und Valira zusammentreffen, und nur wenige Kilometer von der Grenze zu Andorra entfernt.

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Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale Santa Maria, die als einzige vollständig erhaltene romanische Kathedrale Kataloniens gilt. Ihre strenge Steinfassade, der lombardisch geprägte Bauschmuck und vor allem der Kreuzgang mit seinen individuell gestalteten Kapitellen machen den Besuch lohnend. Im angeschlossenen Diözesanmuseum wird der Beatus von Urgell aufbewahrt, eine berühmte illuminierte Handschrift. Rund um die Kathedrale erstreckt sich eine mittelalterliche Altstadt mit langen Laubengängen, unter denen Cafés und Geschäfte liegen, dazu ein Markt, auf dem Käse aus der Umgebung angeboten wird. Am Stadtrand befindet sich der Parc Olímpic del Segre, eine künstliche Wildwasserstrecke, die bei den Olympischen Spielen von Barcelona 1992 Austragungsort der Kanuwettbewerbe war und heute für Rafting und Kajakkurse offensteht. Für Ausflüge ist die Lage ideal: Andorra mit seinen Bergstraßen liegt gleich nebenan, ebenso der Naturpark Cadí-Moixeró und das Tal des Segre. Der örtliche Parador nutzt Teile eines historischen Klosterbaus mit romanischem Innenhof.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Juni bis September zum Wandern, Dezember bis März für Schnee

Die beste Reisezeit für einen Pyrenäen Urlaub hängt davon ab, was du vorhast. Zum Wandern sind Juni bis September ideal: Ab Ende Juni sind die meisten Hochwege schneefrei, die Bergseen erreichbar und die Hütten geöffnet. Juli und August bringen das stabilste Wetter und lange Tage, sind aber auch die vollsten Wochen, vor allem im Ordesa-Nationalpark, wo dann Zufahrtsbeschränkungen und Shuttlebusse gelten. September ist für viele der schönste Monat: warme Tage, kühle Nächte, klare Fernsicht und deutlich weniger Betrieb. Der Oktober lockt mit Herbstfärbung in den Buchen- und Lärchenwäldern, oberhalb von 2.000 Metern kann dann aber schon der erste Schnee liegen. Von Dezember bis März dreht sich alles um den Wintersport: Baqueira Beret im Val d'Aran, Formigal im Valle de Tena und Cerler bei Benasque bieten dank ihrer Höhenlage lange und schneesichere Saisons, dazu kommen Schneeschuh- und Skitouren sowie Thermalbäder in Panticosa und Arties. April und Mai sind Übergangsmonate mit Schmelzwasser, tosenden Wasserfällen und blühenden Talwiesen, ideal für Kultur, Dorfbesuche und Wanderungen in mittlerer Höhe. Wer Ruhe und günstige Preise sucht, reist im Frühherbst oder späten Frühjahr.

Frühling

In den Tälern zwischen etwa 700 und 1.200 Metern steigen die Tageswerte im März von rund 10 bis 13 Grad auf 16 bis 20 Grad im Mai, während die Nächte lange frostig bleiben können.

Mehr zum Frühling

Es ist die Zeit des Schmelzwassers: Bäche und Wasserfälle führen viel Wasser, die Wiesen blühen, und die Wälder werden innerhalb weniger Wochen grün. Über 1.800 Metern liegt oft bis in den Juni hinein Schnee, Hochtouren sind dann nur mit Ausrüstung möglich. Das Wetter wechselt rasch, Regenschauer und kühle Tage sind einzuplanen, besonders im atlantisch geprägten Val d'Aran.

Sommer

Die wärmste und stabilste Zeit im Gebirge.

Mehr zum Sommer

In den Talorten wie Jaca, Vielha oder Benasque liegen die Tageshöchstwerte meist zwischen 22 und 28 Grad, in tieferen Lagen im Vorland sind auch über 30 Grad möglich. Die Nächte bleiben angenehm frisch, oft nur 10 bis 15 Grad, was das Schlafen leicht macht. Pro 1.000 Höhenmeter kühlt es spürbar ab, auf 2.500 Metern ist es selbst im August erfrischend. Typisch sind sonnige Vormittage und Wärmegewitter am Nachmittag, deshalb starten Bergtouren hier früh. Sonnenschutz und eine warme Schicht im Rucksack gehören immer dazu.

Herbst

Der September bleibt mit 20 bis 25 Grad in den Tälern oft sommerlich mild und bietet besonders klare Sicht.

Mehr zum Herbst

Im Oktober sinken die Werte auf etwa 14 bis 19 Grad, im November auf 8 bis 12 Grad, nachts wird es regelmäßig frostig. Buchen, Birken und Lärchen färben sich leuchtend gelb und orange, die Wälder ziehen Pilzsammler an, und die Wanderwege sind angenehm leer. Ab Ende Oktober können die ersten Schneefälle die Höhenlagen weiß färben, während es unten noch mild ist. Nebel im Tal und Sonne auf den Graten ergeben dann eindrucksvolle Stimmungen.

Winter

In den Tälern liegen die Tageswerte meist zwischen 2 und 8 Grad, nachts sind minus 5 bis minus 10 Grad keine Seltenheit.

Mehr zum Winter

Ab etwa 1.500 Metern bleibt der Schnee liegen, in den Skigebieten Baqueira Beret, Formigal und Cerler ist die Schneelage von Dezember bis März in der Regel gut. Kalte, sonnige Hochdrucktage wechseln sich mit Schneefällen ab, die von Norden oder aus dem Mittelmeerraum herangeführt werden. Pässe können vorübergehend gesperrt sein, wichtige Verbindungen wie der Tunnel de Vielha bleiben offen. Winterreifen oder Ketten sind Pflicht im Gepäck.

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