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Spanien · Festland

Costa Brava

Costa Brava, die „wilde Küste“, trägt ihren Namen zu Recht: Während weiter südlich an der Costa Dorada und der Costa Blanca kilometerlange, flache Sandstreifen dominieren, bricht hier der Fels direkt ins Mittelmeer. Zwischen pinienbewachsenen Klippen liegen kleine Buchten, die du oft nur über einen schmalen Pfad oder vom Boot aus erreichst – türkisgrünes Wasser, helle Kiesel, dahinter dunkles Grün.

Wissenswertes über Costa Brava

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai bis Oktober, ideal Juni und September
Flugzeit ab Frankfurt ca. 1,5 Stunden
Highlights
  • Versteckte Felsbuchten im Pinienwald
  • Küstenpfade über den Klippen
  • Barcelona und Girona in Reichweite
  • Lebendige Badeorte am Meer
Überblick

Über Costa Brava

Der Küstenabschnitt beginnt im Süden bei Blanes und reicht bis zur französischen Grenze. Lloret de Mar ist der bekannteste Ort und verbindet breite Strände mit einem Nachtleben, das bis zum Morgen reicht. Ein paar Kurven weiter nördlich liegt Tossa de Mar mit seiner mittelalterlichen Festungsanlage über dem Strand, dann folgen Sant Feliu de Guíxols, das elegante S'Agaró, Platja d'Aro mit seiner Einkaufsmeile und der Fischerhafen Palamós. Weiter oben locken Begur mit seinen Felsbuchten, L'Estartit als Ausgangspunkt zu den Medes-Inseln, das kanaldurchzogene Empuriabrava und die weite Bucht von Roses. Wer Abwechslung sucht, findet auf kurzer Strecke sehr unterschiedliche Urlaubsorte.

Weiterlesen: Costa Brava entdecken

Eine Costa Brava Reise lebt auch von dem, was hinter der Küstenlinie liegt. Girona mit seiner Kathedrale und dem jüdischen Viertel ist ein klassischer Ausflug, Barcelona erreichst du vom südlichen Küstenabschnitt in überschaubarer Fahrzeit, und Städte wie Mataró oder Badalona liegen direkt auf dem Weg dorthin. Kulinarisch bewegst du dich in einer der spannendsten Regionen Spaniens: katalanische Küche mit Fisch und Meeresfrüchten aus den Häfen, Gemüse aus dem Empordà, Wein aus dem Hinterland, dazu Pa amb tomàquet und Crema Catalana.

Praktisch ist die Anreise: Der Flughafen Girona-Costa Brava liegt mitten in der Region, Barcelona-El Prat bedient den südlichen Teil. Die Hotels reichen vom familienfreundlichen Strandhotel bis zum Apartment mit Küche, sodass du deinen Urlaub flexibel planen kannst. Familien schätzen die flach abfallenden Stadtstrände von Lloret, Blanes oder Platja d'Aro, Aktivurlauber die Wanderwege entlang der Klippen, Taucher die geschützten Gewässer vor L'Estartit.

Was bleibt, ist das Gefühl, an einer Küste zu sein, die sich nicht glattgebügelt hat. Morgens ein Kaffee an der Promenade, mittags eine einsame Bucht, abends Tapas in einer Gasse, in der noch Katalanisch gesprochen wird – die Costa Brava schafft es, Massentourismus und ursprüngliche Ecken auf engem Raum nebeneinander bestehen zu lassen. Du entscheidest selbst, welche Seite du an welchem Tag erleben willst. Und weil die Wege kurz sind, musst du dich gar nicht festlegen.

Anreise

Lage & Anreise

In 1,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 1,5 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

Entdecken

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Vila Vella in Tossa de Mar

Die von einer Wehrmauer umschlossene Altstadt von Tossa de Mar thront auf einem Felsvorsprung direkt über dem Hauptstrand und ist das Wahrzeichen der gesamten Küste.

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Drei mächtige Rundtürme und die zinnenbewehrte Mauer stammen aus dem Mittelalter, als die Bewohner sich vor Angriffen vom Meer her schützen mussten. Innerhalb der Mauern windet sich ein Netz aus kopfsteingepflasterten Gassen den Hang hinauf, gesäumt von weiß getünchten Häusern, Blumenkübeln und kleinen Restaurants, deren Terrassen den Blick über die Bucht freigeben. Ganz oben stehen der Leuchtturm und die Reste der alten Kirche. Der Aufstieg ist kurz, aber er lohnt sich zu jeder Tageszeit: Am Vormittag liegt das Wasser der Platja Gran in klarem Türkis unter dir, am Abend färbt die Sonne die Mauern warm ein. Rund um die Altstadt führt ein Spazierweg an der Felskante entlang, von dem aus du das Panorama der Bucht mit den bunten Fischerbooten am Strand siehst. Unterhalb der Mauern liegen die Sandstrände von Tossa, sodass sich Kultur und Badetag mühelos verbinden lassen. Der Eintritt in die Gassen ist frei, lediglich für einzelne Museen und Ausstellungen wird ein kleiner Betrag verlangt. Feste Schuhe sind wegen des unebenen Pflasters empfehlenswert.

02 / 06

Camí de Ronda – der Küstenwanderweg

Der Camí de Ronda ist kein einzelner Weg, sondern ein Netz alter Küstenpfade, die einst von Wachposten und Zollbeamten genutzt wurden, um die Buchten im Blick zu behalten.

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Heute ist er die schönste Art, die Costa Brava kennenzulernen. Der Pfad folgt der Küstenlinie dicht am Wasser: über Felsstufen, durch Pinien- und Korkeichenwälder, über Holzstege und immer wieder hinunter zu Buchten, die von der Straße aus gar nicht zu sehen sind. Etappen gibt es entlang der gesamten Küste, viele davon sind gut markiert und in wenigen Stunden zu schaffen. Besonders beliebt sind die Abschnitte zwischen Sant Feliu de Guíxols und S'Agaró, wo der Weg an eleganten Villen vorbeiführt, sowie die Strecken rund um Blanes, Lloret de Mar und Begur. Unterwegs kommst du an kleinen Stränden vorbei, an denen sich ein Bad anbietet, und an Aussichtspunkten mit Blick auf steil abfallende Klippen. Die meisten Etappen sind ohne besondere Kondition machbar, allerdings gibt es viele Treppen und felsige Passagen – Turnschuhe oder Wanderschuhe sind Pflicht, Flip-Flops ungeeignet. Nimm ausreichend Wasser mit, denn Schatten ist nicht durchgehend garantiert. Im Frühjahr und Herbst ist die Temperatur zum Wandern am angenehmsten.

03 / 06

Jardí Botànic Marimurtra in Blanes

Hoch über dem Meer am Ortsrand von Blanes liegt einer der bekanntesten botanischen Gärten des Mittelmeerraums.

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Das Gelände zieht sich über einen steilen Hang, sodass du beim Rundgang ständig zwischen Pflanzen und Panorama wechselst. Angelegt wurde der Garten von dem deutschen Unternehmer Karl Faust, dessen Ziel es war, Pflanzen aus aller Welt für die Forschung zusammenzubringen. Entsprechend vielfältig sind die Bereiche: mediterrane Macchia, subtropische Arten, eine große Sammlung von Kakteen und Sukkulenten sowie schattige Abschnitte mit Palmen und Bambus. Beschilderte Wege führen dich durch die Abteilungen, immer wieder öffnen sich Aussichten auf die Felsküste. Das bekannteste Motiv ist ein von Säulen gerahmter Pavillon, von dem aus der Blick senkrecht auf eine tiefblaue Bucht fällt – eines der meistfotografierten Motive der Costa Brava. Für den Rundgang solltest du ein bis zwei Stunden einplanen, es geht durchgehend bergauf und bergab. Der Besuch eignet sich gut für den Vormittag, bevor die Mittagshitze einsetzt, und lässt sich mit einem Bummel durch Blanes und einem Besuch des Fischmarkts am Hafen verbinden. Für Familien mit Kinderwagen ist das Gelände wegen der Stufen allerdings nur eingeschränkt geeignet.

04 / 06

Altstadt von Girona

Girona liegt im Hinterland der Costa Brava und ist der klassische Ausflug für einen Tag ohne Strand.

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Die Altstadt drängt sich an einen Hügel über dem Fluss Onyar, dessen Ufer von ockerfarbenen, rot und gelb gestrichenen Häuserfronten gesäumt wird – ein Motiv, das du von den Fußgängerbrücken aus am besten siehst. Über der Stadt erhebt sich die Kathedrale, zu der eine breite Barocktreppe hinaufführt; ihr Kirchenschiff gilt als eines der breitesten gotischen Gewölbe überhaupt. Gleich daneben beginnt El Call, das ehemalige jüdische Viertel, ein Labyrinth aus engen, teils überdachten Gassen und Treppen, das zu den besterhaltenen seiner Art in Europa zählt. Auf der alten Stadtmauer kannst du ein gutes Stück oberhalb der Dächer entlanggehen und dabei bis in die umliegenden Hügel schauen. Wer Serien mag, erkennt einige Ecken wieder: Teile von Game of Thrones wurden hier gedreht. Rund um die Rambla de la Llibertat reihen sich Cafés, Feinkostläden und Tapasbars, in denen sich die Pause gut aushalten lässt. Girona ist von den südlichen Küstenorten in überschaubarer Fahrzeit erreichbar, Busverbindungen bestehen von den größeren Ferienorten aus regelmäßig. Ein halber Tag reicht für einen ersten Eindruck, ein ganzer Tag wird nicht langweilig.

05 / 06

Ausgrabungsstätte Empúries

An der Bucht von Roses liegt eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Spaniens – und eine der wenigen, an denen eine griechische und eine römische Stadt direkt nebeneinander freigelegt wurden.

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Empúries war ein antiker Handelshafen, über den Waren und Einflüsse aus dem östlichen Mittelmeer auf die Iberische Halbinsel kamen. Beim Rundgang läufst du zunächst durch die tiefer gelegene griechische Siedlung mit Resten von Straßenzügen, Tempelfundamenten, Zisternen und Lagerhäusern, teilweise nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Oberhalb schließt sich die weitläufigere römische Stadt an, mit Mosaikböden, den Grundmauern großer Wohnhäuser, Teilen des Forums und der Stadtmauer. Ein Museum auf dem Gelände ordnet die Funde ein und zeigt Keramik, Münzen und Skulpturen. Was den Besuch besonders macht, ist die Lage: Zwischen den Mauerresten hindurch siehst du auf das Meer, und direkt an die Ausgrabung grenzt ein Strandabschnitt. Vom Camí de Ronda aus lässt sich die Anlage zu Fuß erreichen, etwa von L'Escala aus. Plane für den Rundgang etwa zwei Stunden ein und komm möglichst nicht in der Mittagshitze, denn Schatten gibt es auf dem Gelände kaum. Ein Hut und Wasser gehören ins Gepäck, ebenso feste Schuhe.

06 / 06

Begur und seine Felsbuchten

Begur liegt etwas zurückgesetzt auf einem Hügel und gilt als einer der stimmungsvollsten Orte der Küste.

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Über dem Ortskern stehen die Reste einer Burganlage, von der aus du bei klarer Sicht weit über das Empordà und die Küstenlinie blickst. Im Ort selbst fallen die herrschaftlichen Häuser auf, die einst von Auswanderern erbaut wurden, die in Übersee zu Vermögen gekommen waren – ihre Kolonialarchitektur mit Veranden und Palmen prägt bis heute das Straßenbild. Der eigentliche Reiz liegt jedoch unterhalb: Zu Begur gehören mehrere kleine Buchten, darunter Sa Riera, Aiguablava und Sa Tuna. Sie sind von Felsen und Pinien eingerahmt, das Wasser ist außergewöhnlich klar, und an einigen liegen noch die traditionellen Bootshäuser der Fischer. Zwischen den Buchten verlaufen Abschnitte des Camí de Ronda, sodass sich mehrere von ihnen zu Fuß verbinden lassen. Die Zufahrtsstraßen sind eng und kurvig, Parkplätze im Sommer knapp – wer früh kommt, hat es leichter. Für einen ruhigen Badetag abseits der großen Strandpromenaden ist Begur eine der besten Adressen der Costa Brava. Restaurants direkt an den Buchten servieren Fisch und Reisgerichte, oft mit Blick auf das Wasser.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai bis Oktober, ideal Juni und September

Die Badesaison an der Costa Brava reicht von Mai bis in den Oktober hinein. Im Mai und Juni ist die Küste grün, die Temperaturen liegen angenehm bei etwa 22 bis 27 Grad, und die Strände sind noch nicht überfüllt – ideal, wenn du wandern, Girona besichtigen oder den Camí de Ronda erkunden willst. Juli und August sind die wärmsten und lebhaftesten Monate mit Wassertemperaturen um 24 bis 26 Grad, vollem Programm in den Badeorten und entsprechend hohen Preisen; in dieser Zeit lohnt eine frühzeitige Buchung. Der September gilt für viele als beste Reisezeit überhaupt: Das Meer ist noch warm, die Luft angenehm, und der große Andrang lässt spürbar nach. Auch der Oktober eignet sich gut für Städtetrips, Wanderungen und ruhige Tage am Wasser, wobei einzelne Betriebe zum Saisonende schließen. Von November bis März ist es an der Küste ruhig und mild, aber nicht badetauglich – dann ist die Region eher etwas für Wanderer, Radfahrer und Golfer.

Frühling

Im März liegen die Tageswerte bei etwa 15 bis 17 Grad, bis Mai steigen sie auf angenehme 21 bis 23 Grad.

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Die Nächte bleiben mit 8 bis 13 Grad noch frisch, eine Jacke gehört ins Gepäck. Es gibt viele sonnige Tage, gelegentlich ziehen Regenschauer durch, besonders im April. Das Meer ist mit 14 bis 18 Grad noch kühl zum Baden, dafür ist die Landschaft grün und blühend – die beste Zeit für Wanderungen auf dem Camí de Ronda und für Ausflüge nach Girona ohne Hitze.

Sommer

Von Juni bis August erreichen die Tagestemperaturen 26 bis 30 Grad, bei Hitzewellen auch darüber.

Mehr zum Sommer

Nachts kühlt es kaum unter 19 bis 22 Grad ab. Regen fällt selten, die Sonne scheint an den meisten Tagen zehn Stunden und mehr. Das Mittelmeer erwärmt sich auf 22 bis 26 Grad und lädt zu langen Badetagen ein. Die Luftfeuchtigkeit ist spürbar, an der Küste sorgt der Seewind für Abkühlung. Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser sind bei Ausflügen ins Landesinnere wichtig.

Herbst

Der September bleibt mit 25 bis 27 Grad hochsommerlich, im Oktober sind es noch 21 bis 23 Grad, im November etwa 16 bis 18 Grad.

Mehr zum Herbst

Das Meer hält die Sommerwärme lange und liegt im September oft bei 23 bis 24 Grad, sodass Baden bis in den Oktober möglich ist. Gleichzeitig nimmt die Regenwahrscheinlichkeit zu, Oktober und November gehören zu den niederschlagsreicheren Monaten, teils mit kräftigen, aber kurzen Schauern. Zwischen den Regentagen zeigt sich die Küste von ihrer ruhigsten und mildesten Seite.

Winter

Von Dezember bis Februar bleibt es mild, tagsüber werden meist 13 bis 15 Grad erreicht, nachts sinken die Werte auf 3 bis 7 Grad.

Mehr zum Winter

Frost ist an der Küste selten, Schnee praktisch ausgeschlossen. Es gibt viele klare, sonnige Tage, dazwischen Regenphasen und den kalten Nordwind Tramuntana, der besonders im nördlichen Küstenabschnitt kräftig wehen kann. Das Meer kühlt auf 13 bis 15 Grad ab, Baden ist keine Option. Viele Hotels und Restaurants in den Badeorten haben Winterpause, Girona und das Hinterland bleiben ganzjährig lebendig.

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