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Spanien · Festland

Navarra & La Rioja

Navarra & La Rioja beginnen für dich an einem Morgen in Briñas: Nebel liegt noch über dem Ebro, die Rebzeilen am Hang glänzen feucht, und auf der Terrasse deines Hotels dampft der erste Café con leche. Unten im Tal rollt ein Traktor zwischen den Weinstöcken, über dir kreisen Greifvögel, und am Horizont zeichnet sich die Sierra de Cantabria ab.

Wissenswertes über Navarra & La Rioja

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai, Juni, September und Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 2 Stunden
Highlights
  • Weinkeller der Rioja Alta
  • Pilgerwege des Camino
  • Pinchos in Logroño
  • Halbwüste Bardenas Reales
Überblick

Über Navarra & La Rioja

Ein Navarra & La Rioja Urlaub führt dich durch zwei Regionen, die sich wunderbar ergänzen. Navarra reicht von den grünen Pyrenäentälern im Norden über das lebendige Pamplona bis zur trockenen Halbwüste der Bardenas Reales. La Rioja südlich des Ebro ist das Herz des spanischen Weinbaus: Bodegas, Rebhänge in Reihen bis zum Horizont, Dörfer aus warmem Sandstein. Dazwischen verläuft der Camino de Santiago, der Pilger seit Jahrhunderten durch Orte wie Viana und Santo Domingo de la Calzada führt. Du wohnst in Häusern mit Geschichte: im Parador de Santo Domingo de la Calzada direkt neben der Kathedrale, im Parador Bernardo de Fresneda im ehemaligen Kloster desselben Städtchens, im Hotel Palacio de Pujadas in Viana oder im Señorío de Briñas zwischen den Weinbergen über dem Ebro.

Weiterlesen: Navarra & La Rioja entdecken

Was eine Navarra & La Rioja Reise besonders macht, ist das Tempo. Morgens eine Kellerführung mit Verkostung, mittags ein langes Menú del día, nachmittags ein Spaziergang durch eine Altstadt aus Sandstein, abends die Calle del Laurel in Logroño, wo du dich von Bar zu Bar durch die Pinchos probierst: gegrillte Champiñones, Patatas bravas, Lammrippchen vom Rost. Dazu ein Glas Tempranillo, das hier selten mehr als ein paar Euro kostet. Niemand drängt, niemand hetzt – du isst, trinkst und redest, bis es dunkel wird.

Kulturell hat die Region erstaunlich viel zu bieten. In San Millán de la Cogolla stehen zwei Klöster, die zum UNESCO-Welterbe gehören und als Wiege der kastilischen Schriftsprache gelten. Pamplonas Altstadt lebt von engen Gassen, weiten Plätzen und der Erinnerung an San Fermín. In Viana, einer alten Grenzfeste Navarras am Jakobsweg, erinnert eine Platte vor der Kirche Santa María an César Borgia, der hier starb. Und in Logroño gehört die Kathedrale Santa María de la Redonda mit ihren Zwillingstürmen genauso zum Stadtbild wie die steinerne Brücke über den Ebro, über die früher alle Pilger in die Stadt kamen.

Auch landschaftlich wird es nie langweilig. Die Bardenas Reales wirken wie eine Westernkulisse mitten in Spanien, die Hochtäler Navarras sind grün und angenehm kühl, und entlang des Ebro wechseln sich Felsengen und Rebterrassen ab. Wanderer, Radfahrer und Genießer bewegen sich hier im selben Gelände, nur in unterschiedlichem Tempo. Dass beide Regionen überschaubar groß sind, macht die Planung einfach: Meist genügt eine kurze Fahrt, um von den Weinbergen in die Berge oder in die nächste Altstadt zu wechseln.

Ob Weinliebhaber, Pilger, Kulturreisende oder Familie: Navarra & La Rioja nehmen dich auf, wie du bist – mit gutem Essen, ehrlichen Menschen und Bildern, die lange bleiben.

Anreise

Lage & Anreise

In 2 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 2 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Altstadt von Pamplona

Navarras Hauptstadt trägt ihr historisches Zentrum wie einen Ring aus Stein.

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Das Casco Viejo ist ein dichtes Netz aus engen Gassen, Innenhöfen und Plätzen, und mittendrin liegt die Plaza del Castillo, der große Platz mit Arkaden, Cafés und dem legendären Café Iruña, in dem Ernest Hemingway seine Pamplona-Tage verbrachte. Von hier führt die Calle Estafeta nach Norden – im Juli die berühmteste Gasse Spaniens, wenn bei den Fiestas de San Fermín die Stiere durch die abgesperrten Straßen zur Arena laufen. Wer außerhalb der Festwoche kommt, erlebt die Stadt entspannt: Du kannst der Strecke des Encierro zu Fuß folgen, die gotische Kathedrale Santa María la Real mit ihrem stillen Kreuzgang besuchen und danach in einer der vielen Pinchos-Bars anstehen. Beeindruckend sind auch die Befestigungen. Die sternförmige Zitadelle mit ihren Bastionen ist heute ein Park, in dem Einheimische joggen und Ausstellungen besucht werden, und der grüne Gürtel der Vuelta del Castillo umschließt sie. Im nahen Parque de la Taconera leben Hirsche und Pfauen in den alten Wehrgräben. Pamplona ist außerdem eine wichtige Etappe des Camino Francés, weshalb du jeden Morgen Pilger mit Rucksack durch die Gassen Richtung Westen ziehen siehst.

02 / 06

Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada

Der kleine Ort in La Rioja verdankt seinen Namen dem Heiligen Domingo, der sich dem Wohl der Jakobspilger verschrieb: Er baute eine Brücke über den Río Oja, befestigte den Pilgerweg und errichtete ein Hospital für Reisende.

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Genau dieses historische Pilgerhospital beherbergt heute den Parador de Santo Domingo de la Calzada, direkt gegenüber der Kathedrale – man schläft also im Gebäude, in dem Pilger seit Jahrhunderten unterkamen. Wenige Schritte entfernt liegt mit dem Parador Bernardo de Fresneda ein zweites historisches Haus, untergebracht in einem früheren Kloster. Die Kathedrale selbst ist eine der schönsten des Jakobswegs: ein früher gotischer Bau mit romanischen Resten, mächtigem Chorgestühl, einem prunkvollen Renaissance-Retabel und einem freistehenden barocken Glockenturm, der die Dachlandschaft des Städtchens überragt. Die größte Besonderheit hängt im Querschiff: ein kunstvoll vergitterter Hühnerkäfig, in dem tatsächlich ein lebendes Huhn und ein Hahn gehalten werden. Sie erinnern an die Legende vom unschuldig gehängten Pilger, den der Heilige retten soll, während gebratenes Geflügel auf dem Tisch des Richters zu neuem Leben erwachte. Rund um die Kathedrale lohnt ein Bummel durch die Calle Mayor mit ihren alten Pilgerherbergen, Bäckereien und Bars.

03 / 06

Calle del Laurel und Altstadt von Logroño

Logroño, die Hauptstadt von La Rioja, ist für Genießer eine Pflichtstation – und zwar vor allem abends.

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In der Calle del Laurel und den angrenzenden Gassen drängen sich Dutzende kleine Bars, und fast jede hat sich auf ein einziges Gericht spezialisiert: gefüllte Champiñones mit Knoblauch und Öl, Patatas bravas, Lammrippchen, Blutwurst, gegrillte Paprika, Schinken-Baguettes. Der Ablauf ist einfach: eine Bar, ein Pincho, ein Glas Rioja, dann weiter zur nächsten. Du bezahlst wenig, stehst draußen auf der Gasse und kommst unweigerlich mit Einheimischen ins Gespräch. Tagsüber zeigt sich die andere Seite der Stadt. Die Kathedrale Santa María de la Redonda mit ihren markanten barocken Zwillingstürmen prägt die Plaza del Mercado, die Arkaden der Calle Portales laden zum Flanieren ein, und am Ebro erinnert die Puente de Piedra daran, dass der Jakobsweg mitten durch Logroño verläuft. Pilgerstempel, Muschelzeichen im Pflaster und Bronzetafeln begleiten dich durch die Altstadt. Wer im September kommt, erlebt die Fiestas de San Mateo, das Weinlesefest der Stadt, bei dem Trauben traditionell mit den Füßen getreten werden. Der Parque del Ebro bietet danach die ruhige Gegenbewegung mit Blick aufs Wasser.

04 / 06

Haro und die Weinberge um Briñas

Haro gilt als Hauptstadt des Rioja-Weins, und das merkt man schon am Ortsrand.

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Im Barrio de la Estación, dem Viertel rund um den alten Bahnhof, liegen mehrere historische Bodegas Wand an Wand – sie entstanden dort, weil der Wein per Zug nach Frankreich und an die Küste ging. Zu ihnen gehört auch die traditionsreiche Kellerei López de Heredia mit ihren Viña-Tondonia-Weinen. Heute kannst du hier Führungen durch kilometerlange Kellergänge machen, zwischen gestapelten Eichenfässern stehen, etwas über Crianza, Reserva und Gran Reserva lernen und anschließend verkosten. Im Zentrum von Haro wartet die Plaza de la Paz mit Arkaden und Bänken, dazu die Kirche Santo Tomás mit ihrem fein gearbeiteten Portal und eine ganze Reihe von Tapas-Bars in der Herradura, der sogenannten Hufeisen-Runde. Ende Juni feiert die Stadt die Batalla del Vino, bei der sich die Teilnehmer in Weiß kleiden und gegenseitig mit Wein übergießen. Das benachbarte Briñas ist das stille Gegenstück: ein kleines Dorf am Ebro mit herrschaftlichen Steinhäusern, von denen eines das Hotel Señorío de Briñas beherbergt. Ringsum ziehen sich Rebhänge bis zu den Felswänden der Sierra, und der Fluss drängt sich durch eine enge Schlucht.

05 / 06

Klöster von San Millán de la Cogolla

In einem grünen Seitental am Fuß der Sierra de la Demanda liegen zwei Klöster, die gemeinsam zum UNESCO-Welterbe zählen und für Spanien eine besondere Bedeutung haben.

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San Millán de Suso, das obere Kloster, ist der ältere Teil: Es schmiegt sich halb in den Hang, vereint westgotische, mozarabische und romanische Bauformen und bewahrt das Grab des Einsiedlers Millán, nach dem der Ort benannt ist. Hier wurden die Glosas Emilianenses geschrieben, Randnotizen in einer lateinischen Handschrift, die zu den frühesten schriftlichen Zeugnissen der kastilischen Sprache gehören – deshalb spricht man von der Wiege des Spanischen. Der Zugang zu Suso erfolgt in geführten Gruppen, meist mit kleinem Zubringerbus, da die Zahl der Besucher begrenzt ist. Weiter unten im Tal liegt das viel größere San Millán de Yuso, ein mächtiger Komplex aus Renaissance und Barock mit Kreuzgang, prächtiger Klosterkirche, einer historischen Bibliothek und kostbaren Elfenbeinreliquiaren. Ein Flügel des Klosters dient heute als Hotel, sodass man im Gemäuer selbst übernachten kann. Hier wirkte auch Gonzalo de Berceo, der erste namentlich bekannte Dichter in kastilischer Sprache. Ringsum laden Wanderwege durch Eichen- und Buchenwälder ein.

06 / 06

Bardenas Reales

Im Südosten Navarras öffnet sich eine Landschaft, die man in Spanien nicht erwartet: eine baumlose Halbwüste aus Ton, Gips und Sandstein, von Erosion in Tafelberge, Rinnen und frei stehende Nadeln zerschnitten.

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Die Bardenas Reales sind als UNESCO-Biosphärenreservat geschützt und praktisch unbewohnt – statt Dörfern gibt es Schafherden, alte Triftwege und Hirtenhütten. Das bekannteste Motiv ist Castildetierra, ein einzeln aufragender Lehmkegel mit flachem Deckel aus hartem Gestein, der auf fast jedem Foto der Region zu sehen ist. Grob gliedert sich das Gebiet in die helle, stark erodierte Bardena Blanca und die höher gelegene, mit Kiefern und Buschwerk bewachsene Bardena Negra. Vom Informationszentrum bei Arguedas führen markierte Routen hinein, die du mit dem Auto, dem Mountainbike oder zu Fuß erkunden kannst; die Hauptpiste ist gut befahrbar, Abkürzungen quer durchs Gelände sind nicht erlaubt. Ornithologisch ist das Gebiet erstklassig: Gänsegeier, Schmutzgeier, Greifvögel und Steppenvögel sind regelmäßig zu beobachten. Plane früh morgens oder am späten Nachmittag ein, dann ist das Licht am besten und die Hitze erträglich – Schatten gibt es nämlich kaum, und Wasser musst du selbst mitbringen. Immer wieder dienten die Bardenas auch als Filmkulisse.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai, Juni, September und Oktober

Die angenehmsten Monate für einen Navarra & La Rioja Urlaub sind Mai und Juni sowie September und Oktober. Im Frühling sind die Weinberge frisch ausgetrieben, die Hügel grün und die Städte noch nicht überlaufen – ideal für Wanderungen, Pilgeretappen auf dem Camino und Fahrten in die Bardenas Reales. Der Herbst ist die Zeit der Weinlese: In den Bodegas rund um Haro, Briñas und Logroño herrscht Hochbetrieb, viele Betriebe bieten dann besondere Führungen an, und die Rebhänge färben sich gelb und rot. Im September feiert Logroño die Fiestas de San Mateo mit dem traditionellen Traubentreten. Wer die großen Feste erleben will, kommt im Juli zu den Fiestas de San Fermín nach Pamplona oder Ende Juni zur Batalla del Vino nach Haro – dann solltest du Hotels allerdings sehr früh buchen. Der Hochsommer eignet sich vor allem für die kühleren Bergtäler im Norden Navarras; im Ebrotal und in den Bardenas kann es dann sehr heiß werden. Der Winter ist ruhig, günstig und gut für Städtetrips, Museen und lange Mittagessen.

Frühling

Im März liegen die Tageswerte meist bei 12 bis 16 °C, im April bei 15 bis 19 °C und im Mai bei 19 bis 23 °C, nachts kühlt es noch auf 4 bis 10 °C ab.

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Es ist die wechselhafteste Jahreszeit mit Sonnentagen, kräftigen Schauern und frischem Wind im Ebrotal; im Norden Navarras und in den Vorpyrenäen fällt deutlich mehr Regen als im Weinland um Logroño. Die Landschaft steht in vollem Grün, die Reben treiben aus, und zum Wandern oder Radfahren ist es angenehm kühl. Eine Regenjacke und eine wärmere Schicht für die Abende gehören ins Gepäck.

Sommer

Von Juni bis August ist es warm bis heiß und meist sonnen­sicher.

Mehr zum Sommer

Im Juni werden tagsüber etwa 25 bis 28 °C erreicht, im Juli und August 29 bis 33 °C, im Ebrotal und in den Bardenas Reales sind auch Tage über 35 °C keine Seltenheit. Nachts kühlt es auf 15 bis 18 °C ab, was das Schlafen erträglich macht. Regen fällt selten, am ehesten als kurzes Gewitter über den Bergen. Für Touren in die Halbwüste oder durch die Weinberge sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag die beste Wahl; in den Hochtälern Navarras bleibt es spürbar kühler.

Herbst

Der September ist oft noch sommerlich mit 24 bis 27 °C, im Oktober sinken die Werte auf 18 bis 21 °C und im November auf 12 bis 14 °C.

Mehr zum Herbst

Die Nächte werden von rund 13 °C auf 4 bis 6 °C kühler. Morgens liegt häufig Nebel über dem Ebro, der sich im Lauf des Vormittags auflöst und klare, goldene Nachmittage freigibt. Niederschläge nehmen vor allem im Spätherbst zu. Es ist die Zeit der Weinlese mit vollen Bodegas, Festen und farbigen Rebhängen – landschaftlich die schönste Phase des Jahres.

Winter

Von Dezember bis Februar liegen die Höchstwerte meist bei 8 bis 12 °C, nachts sind 0 bis 3 °C und leichter Frost normal.

Mehr zum Winter

Im Ebrotal halten sich zähe Nebelfelder und graue Hochdrucklagen, dazu weht gelegentlich der kalte Cierzo. In den Weinbergen fällt nur selten Schnee, in den Sierras und in den Pyrenäentälern Navarras dagegen regelmäßig – dort sind die Pässe zeitweise winterlich. Für Städtetouren durch Pamplona und Logroño, Museumsbesuche, Kellerführungen und ausgiebige Mittagessen ist die ruhige Nebensaison trotzdem gut geeignet, warme Kleidung vorausgesetzt.

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