Museo Nacional del Prado
Der Prado zählt zu den bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt und ist für viele der eigentliche Grund, überhaupt nach Madrid zu kommen.
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Die Sammlung geht auf den königlichen Kunstbesitz der spanischen Krone zurück, und genau das macht sie so außergewöhnlich: Über Jahrhunderte kauften Habsburger und Bourbonen mit ausgesprochen gutem Geschmack ein. Das Ergebnis ist eine Dichte an Meisterwerken, die anderswo kaum zu finden ist. Diego Velázquez ist hier mit den 'Las Meninas' vertreten, jenem rätselhaften Gruppenporträt, vor dem sich zu jeder Tageszeit Menschen sammeln und über Perspektive und Blickrichtung diskutieren. Francisco de Goya bekommt gleich mehrere Säle, darunter die verstörenden 'Schwarzen Gemälde' aus seinem späten Werk, die er ursprünglich direkt auf die Wände seines Hauses malte. Dazu kommen El Greco mit seinen langgestreckten, flackernden Figuren, Tizian, Rubens und Hieronymus Boschs 'Garten der Lüste', ein Triptychon voller absurder Details, vor dem du dich gut und gerne eine halbe Stunde verlieren kannst. Plane mindestens drei Stunden ein, besser einen halben Tag. Wer wenig Zeit hat, sucht sich vorab fünf Werke aus und arbeitet sich gezielt durch – das funktioniert besser, als jeden Saal abzuhaken. In den letzten beiden Öffnungsstunden ist der Eintritt regulär kostenfrei, entsprechend lang sind dann die Schlangen.
