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Spanien · Festland

Valencia & Umgebung

Valencia trägt seine Geschichte offen zur Schau: römische Gründung, maurische Prägung, mittelalterliche Handelsmacht – all das steckt in den Gassen der Altstadt, im gotischen Seidenbörsengebäude und in den Bewässerungsgräben der umliegenden Huerta, die bis heute vom Wassergericht verwaltet werden, das jeden Donnerstag vor der Kathedrale tagt. Dazu kommt eine Stadt, die sich nach der Umleitung des Turia-Flusses neu erfunden hat: Wo einst Wasser floss, zieht sich heute ein neun Kilometer langer Park quer durch das Zentrum.

Wissenswertes über Valencia & Umgebung

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Beste Reisezeit April bis Juni und September bis Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 2 Stunden
Highlights
  • Altstadt mit Orangenduft
  • Heimat der Paella
  • Turia-Park statt Flussbett
  • Albufera-Lagune im Süden
Überblick

Über Valencia & Umgebung

Die Altstadt rund um Barrio del Carmen ist zum Bummeln gemacht: enge Gassen, Orangenbäume, Innenhöfe, Bars mit Vermut am Nachmittag. Am Mercado Central kaufst du zwischen Jugendstilsäulen ein, was das Umland liefert – Gemüse aus der Huerta, Fisch aus dem Mittelmeer, Reis aus der Albufera. Genau dieser Reis macht Valencia zur Heimat der Paella, und wer sie hier probiert, merkt schnell, dass die Original-Variante mit Huhn und Kaninchen wenig mit den Touristenversionen anderswo zu tun hat. Abends verschiebt sich das Leben auf die Plätze, und im März verwandeln die Fallas die ganze Stadt in ein lautes, funkensprühendes Fest.

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Wenige Kilometer weiter beginnt der Strand: Malvarrosa und Las Arenas mit breiter Promenade und Restaurantzeile, dahinter der Hafen. Fährst du südwärts, erreichst du den Naturpark Albufera mit seiner Lagune, den Reisfeldern und Booten, die bei Sonnenuntergang hinausfahren. Nördlich und im Landesinneren wird es ruhiger: Orte wie Paterna, Manises mit seiner Keramiktradition, Aldaia oder Silla gehören zum Alltag der Region, weiter draußen liegen Onda, Alcoy, Elda und Crevillente. Wer Natur sucht, findet sie in Montanejos, wo türkisfarbene Flussbecken zwischen Felswänden liegen, oder in den Bergen um Sella.

Praktisch ist Valencia dazu unkompliziert. Der Flughafen liegt bei Manises direkt vor der Stadt, Hotels wie das B&B Hotel Valencia Aeropuerto oder das Travelodge Valencia Aeropuerto machen frühe Flüge entspannt, während du im Zentrum vom kompakten Capsule Inn Valencia bis zu klassischen Stadthotels alles findest. Innerorts kommst du mit Metro, Bus und vor allem mit dem Rad überall hin – die Stadt gilt als eine der fahrradfreundlichsten Spaniens. Eine Valencia Reise lässt sich deshalb gut kombinieren: ein paar Tage Kultur und Tapas, ein paar Tage Strand, dazu ein Ausflug ins Hinterland. Und weil die Sonne hier fast ganzjährig scheint, funktioniert das im Frühling genauso wie im goldenen Herbst.

Anreise

Lage & Anreise

In 2 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 2 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Ciudad de las Artes y las Ciencias

Am südlichen Ende des Turia-Parks liegt Valencias auffälligstes Wahrzeichen – ein Ensemble aus weiß schimmernden Betonschalen, Glas und flachen Wasserbecken, entworfen von Santiago Calatrava und Félix Candela.

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Schon der Spaziergang zwischen den Gebäuden lohnt sich, weil sich die geschwungenen Formen im Wasser spiegeln und je nach Tageszeit völlig anders wirken. Das Hemisfèric mit seiner augenförmigen Kuppel beherbergt ein Großbildkino, das Museu de les Ciències Príncipe Felipe ist ein Wissenschaftsmuseum zum Anfassen, in dem Kinder Experimente selbst ausprobieren dürfen. Der Palau de les Arts Reina Sofía dient als Opernhaus, und der Umbracle bildet eine begehbare Pflanzengalerie mit Blick über die gesamte Anlage. Größter Publikumsmagnet ist das Oceanogràfic, eines der größten Aquarien Europas, mit Becken für Haie, Belugas, Pinguine und einem Mittelmeerbereich, der die heimische Unterwasserwelt zeigt. Plane für das Aquarium allein einen halben Tag ein, für die gesamte Anlage gern einen ganzen. Wer fotografieren will, kommt am besten früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht die weißen Flächen weich färbt und deutlich weniger Menschen unterwegs sind.

02 / 06

Kathedrale und Plaza de la Virgen

Das religiöse Herz Valencias steht auf einem Platz, der schon zu römischer Zeit Mittelpunkt der Stadt war.

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Die Kathedrale vereint mehrere Bauepochen in einem einzigen Gebäude: romanische, gotische, Renaissance- und barocke Elemente treffen an den drei sehr unterschiedlichen Portalen sichtbar aufeinander. Im Inneren wird in einer eigenen Kapelle ein Achatkelch verwahrt, der nach lokaler Überlieferung der Heilige Gral sein soll – für viele Besucher der eigentliche Grund des Besuchs. Wer die Stufen des achteckigen Glockenturms El Miguelete erklimmt, wird oben mit einem Rundblick über die Ziegeldächer der Altstadt, das Meer und die Huerta belohnt; der Aufstieg ist eng und windet sich in einer Spirale nach oben, ist aber ohne besondere Kondition machbar. Vor dem Portal der Apostel tagt donnerstags mittags das Wassergericht, das Streitigkeiten der Bewässerungsbauern mündlich verhandelt – ein kurzer, aber sehenswerter Termin. Auf der angrenzenden Plaza de la Virgen mit ihrem Brunnen reihen sich Cafés unter Sonnenschirmen, und abends wird der Platz zu einem der stimmungsvollsten Orte der Stadt.

03 / 06

Mercado Central

Die zentrale Markthalle Valencias gehört zu den größten frischen Lebensmittelmärkten Europas und ist weit mehr als eine Einkaufsadresse.

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Der Jugendstilbau mit Eisenkonstruktion, farbigen Kacheln, Buntglasfenstern und einer hohen Kuppel lässt Tageslicht bis auf die Stände fallen – allein die Architektur rechtfertigt den Besuch. Unter dem Dach reihen sich hunderte Stände: Obst und Gemüse aus der Huerta rund um die Stadt, Fisch und Meeresfrüchte in eigenen Bereichen, Schinken, Käse, Oliven, Gewürze und natürlich Reissorten für die Paella. Für Besucher ist der Markt der beste Ort, um sich einen Überblick über die regionale Küche zu verschaffen, ehe man sie im Restaurant probiert. Zwischen den Ständen laden kleine Bars zum Frühstück oder zu einer Zwischenmahlzeit ein, häufig mit einem Glas Wein oder dem lokalen Erfrischungsgetränk Horchata. Vormittags herrscht Hochbetrieb, gegen Mittag wird es ruhiger, und am späten Nachmittag sowie sonntags bleibt geschlossen. Direkt gegenüber stehen die gotische Seidenbörse und die Kirche der Heiligen Johannes, sodass sich mehrere Höhepunkte der Altstadt in wenigen Schritten verbinden lassen.

04 / 06

La Lonja de la Seda

Die frühere Seidenbörse gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der Zivilgotik in Europa und trägt den Titel UNESCO-Welterbe.

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Von außen wirkt der Bau mit Zinnen und Wasserspeiern beinahe wie eine Festung; im Inneren öffnet sich dagegen der Säulensaal, in dem gedrehte Säulen wie steinerne Palmen nach oben streben und sich im Gewölbe verzweigen. Hier wurde einst Handel getrieben, als Valencia zu den wichtigsten Handelsplätzen des Mittelmeerraums zählte – eine Inschrift, die umlaufend an der Wand verläuft, mahnt die Kaufleute zu ehrlichem Geschäft. Zum Komplex gehören außerdem der Konsulatssaal mit einer aufwendig geschnitzten und vergoldeten Kassettendecke sowie ein kleiner Orangenhof, in dem es selbst an heißen Tagen angenehm kühl bleibt. Der Rundgang ist überschaubar und in etwa einer Stunde zu schaffen, hinterlässt aber einen starken Eindruck davon, welchen Wohlstand die Stadt in ihrer Blütezeit erreichte. Weil die Lonja unmittelbar gegenüber dem Mercado Central liegt, lässt sie sich problemlos mit einem Marktbesuch am selben Vormittag verbinden.

05 / 06

Turia-Park und Barrio del Carmen

Nach einer verheerenden Überschwemmung wurde der Fluss Turia um die Stadt herum geleitet – das alte Flussbett blieb zurück und wurde zu einem langgezogenen Grünzug umgestaltet, der sich rund neun Kilometer durch Valencia zieht.

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Heute joggen, radeln und picknicken die Einheimischen hier zwischen Palmen, Pinien, Sportplätzen und Brunnen, überspannt von historischen Steinbrücken. Der Park ist die bequemste Verbindung zwischen Altstadt und Ciudad de las Artes y las Ciencias, und ein Mietrad ist die naheliegendste Art, ihn zu erkunden. Für Familien lohnt der Gulliver-Spielplatz, eine begehbare Riesenfigur mit Rutschen. Am nördlichen Rand schließt das Barrio del Carmen an, das älteste Viertel der Stadt, in dem noch zwei mittelalterliche Stadttore stehen: die Torres de Serranos und die Torres de Quart, beide begehbar und mit gutem Ausblick. Dazwischen liegen enge Gassen mit Street-Art, kleine Plätze, Weinbars und Tapaslokale. Tagsüber wirkt das Viertel verschlafen, abends wird es zum Ausgehzentrum – ein Kontrast, den man am besten an ein und demselben Tag erlebt.

06 / 06

Naturpark Albufera und die Strände

Südlich der Stadt liegt die Albufera, eine große Süßwasserlagune, die durch einen schmalen Streifen aus Dünen und Pinienwald vom Meer getrennt ist.

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Rund um das Wasser erstrecken sich Reisfelder, die je nach Jahreszeit spiegelglatt geflutet sind oder in sattem Grün stehen – hier wächst der Reis, aus dem die Paella entsteht. Vom Ort El Palmar starten flache Boote zu Rundfahrten über die Lagune, besonders beliebt am späten Nachmittag, wenn sich der Himmel im Wasser spiegelt. Für Vogelbeobachter ist das Gebiet ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel, entsprechend gut ausgebaut sind Wege und Beobachtungspunkte. Die Restaurants in El Palmar haben sich auf Reisgerichte spezialisiert und servieren neben der klassischen Paella auch den dunklen Arròs a Banda oder Allipebre mit Aal. Näher an der Stadt liegen die Strände Malvarrosa und Las Arenas: breiter, feiner Sand, eine lange Promenade mit Restaurants und flach abfallendes Wasser, das sich gut für Familien eignet. Mit Metro und Bus bist du vom Zentrum in kurzer Zeit dort.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

April bis Juni und September bis Oktober

Die angenehmsten Monate für einen Valencia Urlaub sind das späte Frühjahr und der Frühherbst. Von April bis Juni liegen die Temperaturen in einem Bereich, in dem Stadtbummel, Radtouren durch den Turia-Park und Ausflüge ins Hinterland mühelos möglich sind, während das Meer ab Juni langsam badewarm wird. September und Oktober gelten bei vielen als beste Zeit überhaupt: Das Wasser ist von den Sommermonaten aufgeheizt, die Strände sind deutlich leerer und die Abende bleiben lange mild. Juli und August sind heiß und schwül, dafür ist Strandsaison mit voller Infrastruktur – wer dann kommt, plant Besichtigungen am besten für den Vormittag oder den späten Nachmittag. Der Winter eignet sich für Städtereisen ohne Hitze, mit milden Tagen und günstigeren Preisen. Ein besonderer Termin ist Mitte März, wenn die Fallas gefeiert werden: Die Stadt ist dann voll, laut und ausgebucht, bietet aber ein Erlebnis, das es so kein zweites Mal gibt.

Frühling

Im März steigen die Tageswerte meist auf etwa 18 bis 20 Grad, im Mai häufig auf 23 bis 25 Grad, nachts bleibt es mit 9 bis 15 Grad frisch.

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Es gibt viele Sonnenstunden und nur vereinzelte Regentage. Das Meer ist im März und April noch kühl und wird erst gegen Ende Mai für längere Bäder angenehm. Ideal für Sightseeing, Radtouren und Wanderungen im Hinterland.

Sommer

Von Juni bis August liegen die Höchstwerte meist zwischen 29 und 32 Grad, in Hitzephasen auch darüber, dazu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit an der Küste.

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Nachts kühlt es kaum unter 20 bis 23 Grad ab. Regen fällt so gut wie nie, die Sonne scheint täglich viele Stunden. Das Mittelmeer erreicht rund 25 bis 27 Grad – beste Badezeit. Im Landesinneren, etwa um Montanejos, wird es tagsüber noch heißer, die Nächte fallen dort aber kühler aus.

Herbst

Der September bleibt mit 28 bis 29 Grad sommerlich, der Oktober liegt bei angenehmen 24 bis 25 Grad, der November bei etwa 19 bis 20 Grad.

Mehr zum Herbst

Das Meer hält seine Wärme bis in den Oktober hinein. Gleichzeitig ist der Herbst die niederschlagsreichste Zeit des Jahres: Kurze, kräftige Regengüsse sind möglich, meist gefolgt von wieder klarem Himmel. Insgesamt eine sehr angenehme Reisezeit mit wenig Andrang.

Winter

Von Dezember bis Februar werden tagsüber meist 16 bis 18 Grad erreicht, nachts sinken die Werte auf 6 bis 9 Grad.

Mehr zum Winter

Frost ist an der Küste die absolute Ausnahme. Es gibt viele klare, sonnige Tage, dazwischen einzelne Regentage. Zum Baden ist das Meer mit rund 14 bis 15 Grad zu kalt, für Städtereisen, Museumsbesuche und lange Spaziergänge an der Promenade ist die Jahreszeit dagegen ideal. In den Bergen des Hinterlands liegen die Temperaturen deutlich niedriger.

Unterwegs

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