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Italien · Italienische Riviera

Italienische Riviera

Italienische Riviera – diese Küste hat ihre Kultur aus dem Platzmangel geboren. Fast überall treten die Berge bis ans Wasser heran, im Westen die Ausläufer der Seealpen, im Osten der Ligurische Apennin, und zwischen Fels und Meer blieb den Menschen nie viel Raum.

Wissenswertes über Italienische Riviera

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai, Juni, September und Anfang Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 1 Stunden
Highlights
  • Pastellfarbene Fischerdörfer
  • Cinque Terre am Steilhang
  • Pesto und Focaccia
  • Küstenwege über dem Meer
Überblick

Über Italienische Riviera

Was diese Küste so besonders macht, sind die Terrassen. Über Generationen haben Bauern die Steilhänge mit Trockenmauern gebändigt, um Reben, Olivenbäume und Zitronen anzubauen. In den Cinque Terre stapeln sich diese Mauern so dicht übereinander, dass die Landschaft zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Aus diesen Gärten kommt alles, was die ligurische Küche ausmacht: Basilikum für das Pesto, Olivenöl aus der Taggiasca-Olive, Sardellen aus Monterosso al Mare, Kräuter für die gefüllte Teigtasche. Essen ist hier kein Beiwerk, sondern das direkte Ergebnis harter Arbeit am Berg – und du schmeckst das in jedem Teller Trofie al pesto.

Weiterlesen: Italienische Riviera entdecken

Ein Italienische Riviera Urlaub lässt sich wunderbar in Etappen denken. Im Osten, der Riviera di Levante, liegen Portofino, Santa Margherita Ligure, Camogli und Sestri Levante mit seinen beiden Buchten, dazu Chiavari mit seinen Laubengängen und La Spezia als Tor zu den Cinque Terre. Portovenere bewacht den Golfo dei Poeti, im Hinterland warten Sarzana und Ameglia mit ihren Festungen und Flusstälern. Im Westen, der Riviera di Ponente, geht es sonniger und sandiger zu: Alassio und San Bartolomeo al Mare haben die langen Strände, Savona die Hafenatmosphäre und die alte Festung über der Stadt. Weil die Bahnlinie der Küste folgt, brauchst du für eine Italienische Riviera Reise nicht einmal ein Auto – Dorf für Dorf erreichst du bequem mit dem Zug oder per Boot.

Und dann sind da die Momente, für die du eigentlich kommst: der erste Blick auf Portofinos Hafenrund, wenn das Boot um die Landzunge biegt. Der Duft von frisch gebackener Focaccia am Morgen, noch warm aus dem Blech. Die Stille in der Baia del Silenzio, wenn die Tagesgäste abgereist sind. Ein Glas Vermentino auf einer Terrasse, während die Sonne hinter der Halbinsel verschwindet und die Fassaden noch einmal aufleuchten. Die Italienische Riviera ist keine laute Küste – sie ist eine, die dich leise festhält und nicht mehr loslässt.

Anreise

Lage & Anreise

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Portofino

Kaum ein Ort an der Italienischen Riviera wird so oft fotografiert und bleibt dabei so klein.

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Der Hafen ist eine Bucht von wenigen hundert Metern, umstanden von schmalen Häusern in Ocker, Rosé und Terrakotta, deren Fassaden sich im Wasser spiegeln. Auf der Piazzetta direkt am Kai reihen sich die Cafés, dahinter steigt das Dorf in Treppengassen den Hügel hinauf. Oben steht die Kirche San Giorgio auf einer Terrasse mit Blick über die Dächer, ein Stück weiter das Castello Brown, eine ehemalige Festungsanlage, die heute als Museum und als einer der schönsten Aussichtspunkte der Küste dient. Der Weg führt weiter zum Leuchtturm an der Punta del Capo, wo nur noch Felsen, Pinien und offenes Meer bleiben – ein Spaziergang von wenigen Minuten, der den Rummel der Piazzetta sofort vergessen lässt. Hinter dem Dorf beginnt der Parco Naturale Regionale di Portofino mit markierten Wanderwegen über die ganze Halbinsel. Von Santa Margherita Ligure und Camogli fahren regelmäßig Boote herüber, und das ist die schönste Anreise, weil sich der Ort vom Wasser aus genau so zeigt, wie du ihn von Bildern kennst. Für einen Besuch reicht ein halber Tag, am ruhigsten ist es früh morgens oder am späten Nachmittag.

02 / 06

Cinque Terre und Monterosso al Mare

Fünf Dörfer, die sich an eine Steilküste klammern – Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore.

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Zusammen mit den Terrassenlandschaften, die sie umgeben, bilden sie UNESCO-Welterbe und einen Nationalpark. Die Häuser sind in Pastelltönen übereinandergestapelt, dazwischen führen Treppen, Tunnel und schmale Gassen, Autos haben hier kaum Platz. Monterosso al Mare ist das westlichste und flächenmäßig größte der fünf und das einzige mit einem richtigen Sandstrand: Im Ortsteil Fegina liegt die breite Bucht, an deren Felsen die mächtige Figur des Gigante lehnt. Die Altstadt dahinter ist ein Gewirr aus Gassen mit Zitronenbäumen in den Hinterhöfen, und von hier kommen die Sardellen, für die die Riviera berühmt ist. Zwischen den Dörfern verlaufen Wanderwege, die immer wieder den Blick auf das Meer freigeben – manche Abschnitte sind je nach Zustand gesperrt, informiere dich also vor Ort über die aktuell offenen Routen. Entspannter ist die Bahnlinie, die alle fünf Orte von La Spezia aus in wenigen Minuten verbindet, oder die Linienboote, von denen aus sich die Steilküste in ganzer Höhe zeigt. Zum Essen gehört ein Glas des örtlichen Weißweins von den Terrassen, zum Abschluss der süße Sciacchetrà.

03 / 06

Portovenere und der Golfo dei Poeti

Am südlichen Ende des Golfs von La Spezia schiebt sich eine Landzunge ins Meer, und auf ihrer Spitze steht die Kirche San Pietro – schwarz-weiß gestreift, direkt über der Brandung, mit einem Bogengang, durch den der Wind pfeift.

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Dahinter zieht sich Portovenere als geschlossene Häuserzeile die Bucht hinauf, die sogenannte Palazzata, deren bunte, auffallend hohe Fassaden einst Teil der Verteidigung waren. Über dem Ort thront das Castello Doria, von dessen Terrassen du den gesamten Golf überblickst, den Dichter und Reisende den Golfo dei Poeti nannten. Unterhalb der Kirche öffnet sich eine Felsgrotte am Wasser, die Grotta Byron, benannt nach dem englischen Dichter, der hier geschwommen sein soll. Gegenüber liegt die Insel Palmaria, nur eine kurze Bootsfahrt entfernt, mit Badebuchten, einem Rundweg und steilen Klippen auf der Meerseite; zusammen mit den kleineren Inseln Tino und Tinetto gehört sie mit Portovenere und den Cinque Terre zum UNESCO-Welterbe. Die Gassen des Orts sind eng und steil, es gibt Trattorien mit Blick aufs Wasser und kleine Werkstätten. Als Basis liegt La Spezia nebenan, von wo aus Boote und Busse regelmäßig herüberfahren.

04 / 06

Camogli und die Abtei San Fruttuoso

Camogli war einmal eine der bedeutendsten Reederstädte Liguriens, und man sieht es noch: Die Häuser am Hafen sind ungewöhnlich hoch und schmal, Stockwerk auf Stockwerk, mit gemalten Fenstern und Simsen, weil echter Stein zu teuer war.

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Davor liegt ein langer Kiesstrand, dahinter die Basilica Santa Maria Assunta und die Reste des Castello della Dragonara auf einem Felsvorsprung im Wasser. Der Ort lebt vom Fischfang und feiert das auch – beim traditionellen Fischfest im Mai wird in einer riesigen Pfanne am Hafen frittiert. Camogli ist außerdem der Ausgangspunkt zu einem der eindrucksvollsten Orte der Riviera: der Abtei San Fruttuoso di Capodimonte, die in einer winzigen, von Steilhängen umschlossenen Bucht liegt. Es gibt keine Straße dorthin, du kommst entweder mit dem Boot oder über einen anspruchsvollen Wanderweg durch den Naturpark von Portofino. Das mittelalterliche Gebäude mit seinen Rundbögen steht unmittelbar am Kiesstrand, und in der Bucht davor liegt in einigen Metern Tiefe der Cristo degli Abissi, eine Christusfigur am Meeresgrund, zu der Taucher hinunterschwimmen. Von San Fruttuoso aus fahren Boote weiter nach Portofino, was sich gut zu einem Tagesausflug kombinieren lässt.

05 / 06

Sestri Levante mit Baia del Silenzio

Sestri Levante liegt auf einer Halbinsel, die wie ein Daumen ins Meer ragt, und hat deshalb etwas, das sonst kaum ein Ort an der Riviera bietet: zwei völlig verschiedene Buchten, nur ein paar Gehminuten voneinander entfernt.

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Die Baia del Silenzio ist die kleinere und berühmtere – eine geschwungene Bucht, in der die alten Fischerhäuser direkt bis an den Strand treten, mit ruhigem, flach abfallendem Wasser und Booten, die am Kies liegen. Auf der anderen Seite der Landzunge liegt die größere und offenere Baia delle Favole, die Bucht der Märchen, benannt nach Hans Christian Andersen, der sich in Sestri Levante aufhielt. An ihn erinnert heute ein eigenes Festival, das die Stadt jeden Sommer veranstaltet. Zwischen den Buchten verläuft die Altstadt mit ihrer langen Einkaufsgasse, Palazzi mit gemalten Fassaden und Eisdielen. Hinauf auf die Halbinsel führt ein schattiger Weg zur Kirche San Nicolò dell'Isola, der ältesten des Orts, mit Blicken über beide Buchten und die Küste bis Punta Manara. Sestri Levante ist dadurch ein entspannter Standort: Strandurlaub und Dorfcharme in einem, mit guter Bahnverbindung nach Chiavari, Portofino und in die Cinque Terre.

06 / 06

Alassio, Savona und die Riviera di Ponente

Westlich von Genua ändert die Küste ihren Charakter – die Hänge treten zurück, die Strände werden breit und sandig, die Orte sind gewachsene Badeorte statt Fischerdörfer am Fels.

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Alassio hat einen mehrere Kilometer langen Sandstrand mit flachem Einstieg, dahinter zieht sich der Budello hin, eine schmale, lange Gasse voller Läden und Bars. Die bekannteste Sehenswürdigkeit des Orts ist ein Mauerstück: Am Muretto di Alassio hängen bunte Keramikfliesen mit den Signaturen prominenter Gäste, Stück für Stück über Jahrzehnte gesammelt. Vor der Küste liegt die unbewohnte Isola Gallinara, heute Naturschutzgebiet. Wenige Kilometer weiter ist San Bartolomeo al Mare ein ruhigerer, familienfreundlicher Badeort an derselben Küste. Savona dagegen ist Hafenstadt mit Werften und Kreuzfahrtterminal, überragt von der mächtigen Festung Priamàr am Wasser; die Altstadt dahinter hat Arkaden, Türme und eine Kathedrale. Und wer ins Hinterland fährt, findet in Sarzana am östlichen Ende der Riviera eine Stadt mit Festungsmauern, Antiquitätenläden und einer lebendigen Piazza, während das nahe Ameglia ruhig über dem Magra-Tal liegt. Die Riviera di Ponente ist damit die praktische, sonnige Seite der Küste – weniger Postkarte, mehr Alltag.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai, Juni, September und Anfang Oktober

Die angenehmste Zeit für einen Urlaub an der Italienischen Riviera sind das späte Frühjahr und der Frühherbst. Im Mai und Juni blüht die Küste, die Wanderwege über den Terrassen sind noch nicht überhitzt, die Dörfer noch nicht überfüllt, und die Temperaturen liegen tagsüber in einem Bereich, in dem sich Spaziergänge, Bootsfahrten und erste Badetage gut verbinden lassen. Im September und in der ersten Oktoberhälfte ist das Meer nach dem Sommer am wärmsten, das Licht wird weicher, und in den Weinbergen beginnt die Lese – für viele die schönste Zeit überhaupt. Juli und August sind die klassischen Badewochen mit warmem Wasser und langen Abenden, dafür aber auch die teuersten und belebtesten Monate: Portofino, Monterosso al Mare und die Cinque Terre sind dann stark besucht, Strände und Züge entsprechend voll. Wer in dieser Zeit reist, sollte Ausflüge auf den frühen Morgen legen und abseits der Hotspots in Chiavari, Sestri Levante, Alassio oder San Bartolomeo al Mare übernachten. Von November bis März ist es ruhig und mild, viele Strandbetriebe haben geschlossen, dafür lassen sich Städte wie La Spezia, Savona und Sarzana ohne Gedränge erleben.

Frühling

März bis Mai bringen an der Italienischen Riviera einen zügigen Übergang vom milden Winter in die Badesaison.

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Im März liegen die Tageswerte meist bei etwa 14 bis 17 Grad, im April bei 17 bis 20 Grad, im Mai schon bei rund 21 bis 24 Grad; nachts kühlt es spürbar ab, mit etwa 8 bis 14 Grad. Die Sonnenstunden nehmen schnell zu, es gibt aber im März und April noch Regentage, oft als kräftige, kurze Schauer mit Wind von den Bergen. Die Luft ist klar, die Hänge sind grün, Ginster, Zitrusblüten und Oleander setzen die ersten Farbtupfer. Das Meer hinkt der Luft hinterher und erreicht im Mai erst rund 17 bis 19 Grad – zum Baden für die meisten noch zu frisch, für Küstenwanderungen und Bootstouren dagegen ideal. Wer im Frühjahr kommt, sollte leichte Kleidung mit einer windfesten Jacke und festen Schuhen kombinieren.

Sommer

Von Juni bis August herrscht an der Küste beständiges Mittelmeerwetter mit viel Sonne und sehr wenig Regen.

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Die Tageshöchstwerte liegen im Juni bei etwa 25 bis 27 Grad, im Juli und August meist bei 27 bis 30 Grad, nachts bleibt es mit 19 bis 23 Grad warm. Durch die Nähe zum Wasser ist die Luft oft schwül, doch am Nachmittag setzt an der Küste regelmäßig eine Brise ein, die die Hitze erträglich macht. Das Meer erwärmt sich auf angenehme 24 bis 26 Grad, in geschützten Buchten wie der Baia del Silenzio auch darüber. In den Steilhängen der Cinque Terre und auf der Halbinsel von Portofino wird es beim Wandern mittags sehr heiß – plane Touren für den frühen Morgen und nimm reichlich Wasser mit. Gelegentlich entladen sich am späten Nachmittag kurze Gewitter über den Bergen im Hinterland.

Herbst

Der September gehört noch fast ganz zum Sommer: 24 bis 27 Grad am Tag, lange helle Abende und ein Meer, das mit rund 23 bis 25 Grad seine wärmste Phase hat.

Mehr zum Herbst

Im Oktober sinken die Tageswerte auf etwa 20 bis 22 Grad, im November auf 14 bis 16 Grad, die Nächte werden mit 9 bis 15 Grad merklich kühler. Gleichzeitig ist der Herbst die regenreichste Zeit an der Italienischen Riviera: Oktober und November bringen immer wieder kräftige, teils stundenlange Niederschläge, wenn feuchte Luft vom Meer auf die Berghänge trifft. Zwischen den Fronten liegen aber oft strahlende, glasklare Tage mit intensivem Licht – die schönste Zeit zum Fotografieren. In den Terrassenweinbergen läuft die Lese, die Olivenernte beginnt, und in den Küchen tauchen Pilze und Kastanien aus dem Hinterland auf.

Winter

Von Dezember bis Februar bleibt es an der Küste mild, weil die Berge im Rücken die kalte Luft aus dem Po-Becken weitgehend abhalten.

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Tagsüber werden meist 11 bis 14 Grad erreicht, nachts 5 bis 8 Grad; Frost ist direkt am Wasser selten, Schnee praktisch ausgeschlossen, auch wenn die Gipfel im Hinterland weiß sein können. Es gibt regelmäßig Regentage und zeitweise kräftigen Wind aus Nord, dazwischen aber immer wieder sonnige, windstille Tage, an denen man draußen im Café sitzen kann. Das Meer kühlt auf rund 13 bis 15 Grad ab. Viele Strandbäder, Hotels und Bootslinien in den kleinen Orten machen Winterpause, während größere Städte wie La Spezia, Savona, Chiavari und Sarzana normal weiterlaufen – mit Weihnachtsmärkten, Antiquitätenmärkten und leeren Gassen in Portovenere oder Camogli.

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