Bonifacio
An der äußersten Südspitze Korsikas thront Bonifacio auf einem schmalen Grat aus weißem Kalkstein, der senkrecht ins Meer abfällt.
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Die Häuser der Oberstadt stehen so dicht an der Abbruchkante, dass sie über dem Abgrund zu schweben scheinen – ein Anblick, der zu den bekanntesten Motiven des Mittelmeers gehört. Die Altstadt erreichst du über steile Gassen und Treppen; oben empfangen dich massive Befestigungsmauern, enge Straßenzüge mit hohen Steinhäusern und Aussichtspunkte über die Straße von Bonifacio, an deren Horizont bei klarer Sicht Sardinien auftaucht. Berühmt ist die in den Fels gehauene Treppe des Aragonesen, die in zahlreichen Stufen zur Wasserlinie hinabführt und Schwindelfreiheit verlangt. Unterhalb der Klippen liegt der Naturhafen, ein tief eingeschnittener Meeresarm, in dem Segelyachten und Ausflugsboote ankern. Von hier starten Bootstouren entlang der Steilküste zu Grotten und Felsformationen sowie zu den vorgelagerten Lavezzi-Inseln, einem Naturschutzgebiet mit glasklarem Wasser und rund geschliffenen Granitblöcken. Restaurants und Cafés säumen das Hafenbecken, während oben in der Zitadelle die Ruhe der alten Gassen überwiegt. Wer im Sommer kommt, sollte früh am Tag oder gegen Abend aufsteigen – dann ist das Licht auf den Kalkfelsen am eindrucksvollsten und die Besucherströme sind überschaubar.
