Calanques-Nationalpark
Zwischen Marseille und Cassis zerschneiden schmale, fjordartige Buchten das weiße Kalksteinmassiv – die Calanques.
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Steilwände fallen hier bis zu mehrere hundert Meter fast senkrecht ins Meer, dazwischen liegen winzige Kies- und Sandstrände, an denen das Wasser in einem fast unwirklichen Türkis leuchtet. Das gesamte Gebiet ist als Nationalpark geschützt, an Land wie im Meer, und genau das macht seinen Reiz aus: Es gibt kaum Bebauung, keine Strandbars, keine Liegenreihen. Am bekanntesten sind Sormiou und Morgiou, die noch zum Stadtgebiet von Marseille gehören und über kleine Fischerhütten, die Cabanons, verfügen, sowie En-Vau und Port-Pin bei Cassis mit ihren berühmten Felsnadeln. Erreichen kannst du die Buchten zu Fuß über markierte Wanderwege durch Macchia und Pinien, per Boot ab dem Vieux-Port in Marseille oder ab Cassis. Feste Schuhe, viel Wasser und ein früher Start sind Pflicht, denn Schatten ist rar und im Hochsommer wird der Zugang bei Waldbrandgefahr zeitweise gesperrt. Kletterer schätzen den Kalkstein der Calanque d'En-Vau, Taucher die klaren Steilwände unter Wasser. Wer nur einen einzigen Ausflug an dieser Küste macht, sollte ihn hier machen – es ist die spektakulärste Landschaft der gesamten französischen Mittelmeerküste.
