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Italien · Capri

Capri

Capri, die Insel der Gegensätze, verbindet den Glamour der Piazzetta mit der tiefen Stille der Felsenpfade über dem Meer. Unten im Hafen von Marina Grande legen die Fähren aus Neapel und Sorrent an, auf der Promenade blitzen Schaufenster und Espressotassen – doch nur wenige Serpentinen höher liegt Anacapri, wo Zitronengärten, weiß getünchte Mauern und das Läuten einer Kirchturmglocke den Takt bestimmen.

Wissenswertes über Capri

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai, Juni, September und Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 2 Stunden
Highlights
  • Faraglioni-Felsen im Meer
  • Blaue Grotte
  • Gassen und Zitronengärten
  • Panoramablick auf den Golf
Überblick

Über Capri

Die Insel ist klein, und gerade das macht ihren Reiz aus. Du erreichst Capri ausschließlich per Schiff, und schon die Anfahrt gehört zu den schönsten Momenten deiner Reise: schroffe Kalksteinwände fallen senkrecht ins Wasser, das Meer schimmert in jenem tiefen Blau, für das die Insel berühmt ist, und vor der Südküste ragen die Faraglioni-Felsen aus den Wellen. Oben angekommen trägt dich die Standseilbahn in wenigen Minuten vom Hafen hinauf nach Capri-Stadt. Von dort führen schmale Gassen zu Aussichtspunkten, Gärten und Treppenwegen, die steil zur Küste hinabführen. Autos spielen hier fast keine Rolle – unterwegs bist du zu Fuß, mit dem kleinen Inselbus oder im offenen Taxi.

Weiterlesen: Capri entdecken

Übernachten kannst du in beiden Inselorten, und die Wahl prägt den Charakter deiner Reise. Rund um Capri-Stadt liegen Häuser wie das Hotel Luna, die Regina Cristina oder die Villa Sarah, in Anacapri und an der Küste etwa das Hotel Bellavista, Carmencita, Della Piccola Marina, Riolinciano14 B&B oder das Relais Maresca direkt über dem Hafen. Wer das Nachtleben und die Boutiquen sucht, bleibt in Capri; wer morgens mit Blick auf Olivenbäume aufwachen will, entscheidet sich für Anacapri.

Eine Capri Reise lebt vom Rhythmus der Insel. Am Vormittag strömen die Tagesgäste an Land, am späten Nachmittag leeren sich die Gassen wieder – und dann beginnt die schönste Zeit. Das Licht wird warm, die Terrassen füllen sich, auf den Tischen stehen Ravioli capresi, gegrillter Fisch, Zitronentorte und ein Glas eisgekühlter Limoncello. Wer länger bleibt, entdeckt die ruhigen Seiten: Badebuchten mit Felsplattformen statt Sandstrand, Wanderwege entlang der Steilküste, den Blick über den Golf von Neapel bis zum Vesuv.

Capri eignet sich für Paare, die ein romantisches Ziel suchen, ebenso für Genießer und für alle, die gern wandern und fotografieren. Zwei bis vier Übernachtungen reichen, um die wichtigsten Orte in Ruhe zu sehen, eine Bootsfahrt um die Insel einzuplanen und doch Zeit für lange Mittagessen zu haben. Pack bequeme Schuhe für die Treppen ein, einen Badeanzug für die Buchten – und etwas Geduld für die Momente, in denen die Insel voll ist. Es lohnt sich.

Anreise

Lage & Anreise

In 2 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 2 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

Entdecken

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Blaue Grotte (Grotta Azzurra)

Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Insel liegt an der Nordwestküste unterhalb von Anacapri und ist eine Meereshöhle, in der das Wasser in einem unwirklichen Leuchtblau strahlt.

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Der Effekt entsteht, weil Sonnenlicht durch eine Unterwasseröffnung in die Höhle dringt, vom hellen Sandboden reflektiert wird und den Raum von unten erhellt – Gegenstände im Wasser wirken dabei silbrig. Der Besuch ist ein kleines Abenteuer: Vom Hafen Marina Grande oder von Anacapri aus erreichst du den Eingang, steigst dort in ein kleines Ruderboot um und musst dich flach hinlegen, weil die Einfahrt so niedrig ist, dass selbst geringer Wellengang sie unpassierbar macht. Deshalb gilt: Erkundige dich vorher, ob die Grotte geöffnet ist, denn bei unruhigem Meer oder starkem Wind bleibt sie geschlossen. Die Fahrt im Inneren dauert nur wenige Minuten, hinterlässt aber einen starken Eindruck. Wer Wartezeiten vermeiden will, kommt früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die meisten Tagesausflügler die Insel wieder verlassen haben. Das Licht ist am intensivsten um die Mittagsstunden, wenn die Sonne hoch steht. Planst du eine komplette Bootsrunde um die Insel, lässt sich die Grotte gut damit verbinden.

02 / 06

Faraglioni-Felsen

Die drei Kalksteinnadeln vor der Südostküste sind das Wahrzeichen Capris und auf jedem Inselfoto zu sehen.

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Der erste Felsen hängt noch mit dem Land zusammen, der zweite wird von einem natürlichen Durchlass durchbrochen, durch den Ausflugsboote hindurchfahren – eine kleine Mutprobe, bei der Verliebte sich traditionell küssen –, und der dritte, äußerste Fels steht frei im Meer. Am eindrucksvollsten wirken sie von oben: Vom Belvedere Tragara in Capri-Stadt fällt der Blick direkt auf die Formation, und wer möchte, steigt von dort über Treppen und Serpentinen hinab zu den Badeplattformen am Fuß der Felsen. Der Abstieg ist gut machbar, der Rückweg jedoch anstrengend – alternativ nimmst du von der Marina Piccola ein Boot. Unten erwarten dich keine Sandstrände, sondern Felsen, Stege und ausgesprochen klares Wasser, ideal zum Schnorcheln. Zum Fotografieren lohnt sich das Licht des späten Nachmittags, wenn die Felsen warm leuchten und sich das Meer dunkel färbt. Eine Bootstour um die Insel bringt dich besonders nah heran und zeigt die Felsen in ihrer ganzen Höhe vom Wasser aus.

03 / 06

Villa San Michele in Anacapri

Hoch über dem Meer liegt das ehemalige Wohnhaus des schwedischen Arztes und Schriftstellers Axel Munthe, der hier auf alten Fundamenten sein Haus errichtete und es mit antiken Fundstücken ausstattete.

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Heute ist die Anlage ein Museum mit weißen Räumen, Mosaikböden, Marmorbüsten und Säulengängen, doch der eigentliche Höhepunkt ist der Garten. Von der Loggia und der Panoramaterrasse überblickst du den Golf von Neapel, Marina Grande, Capri-Stadt und bei klarem Wetter den Vesuv – es ist einer der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Insel. Eine ägyptische Sphinx aus Granit sitzt auf der Brüstung und schaut hinaus aufs Meer; der Legende nach bringt es Glück, sie mit der linken Hand zu berühren. Zwischen Zypressen, Pergolen und Blumenbeeten findest du schattige Bänke, auf denen sich die Hitze des Tages gut aushalten lässt. Der Weg zur Villa ist kurz und führt vom Zentrum Anacapris leicht bergauf, sodass sich der Besuch gut mit einem Bummel durch die ruhigen Gassen des Ortes verbinden lässt. Im Sommer finden auf dem Gelände gelegentlich Konzerte statt.

04 / 06

Monte Solaro mit Sessellift

Der höchste Punkt der Insel erhebt sich über Anacapri und ist über einen offenen Einsitzer-Sessellift erreichbar, der vom Ortsrand gemächlich über Gärten, Weinreben und Felsterrassen hinaufschwebt.

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Die Fahrt selbst gehört zum Erlebnis: Du sitzt frei in der Luft, unter dir gleiten Zitronenbäume und weiße Häuschen vorbei, und der Blick öffnet sich mit jedem Meter weiter. Oben erwartet dich ein Rundumpanorama, das an klaren Tagen den gesamten Golf von Neapel, die Halbinsel von Sorrent, den Vesuv und die vorgelagerten Inseln umfasst – von hier aus begreifst du die Geografie Capris auf einen Blick, inklusive der Faraglioni-Felsen weit unten im Meer. Eine kleine Bar sorgt für Erfrischung, und wer möchte, geht ein Stück über die Höhenwege weiter. Statt mit dem Sessellift zurückzufahren, kannst du zu Fuß absteigen, vorbei an der Einsiedelei Santa Maria a Cetrella, die malerisch an den Hang geschmiegt liegt. Nimm eine Jacke mit, denn auf dem Gipfel weht meist ein kräftiger Wind, und die Temperaturen liegen deutlich unter denen am Hafen.

05 / 06

Piazzetta und die Gassen von Capri-Stadt

Die Piazza Umberto I., von allen nur Piazzetta genannt, ist das Herz der Insel – ein kleiner Platz mit Uhrturm, umgeben von vier Cafés, deren Stuhlreihen sich bis in die Mitte schieben.

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Hier trifft sich alles: Tagesgäste auf dem Weg vom Hafen, Insulaner beim Espresso, Urlauber beim Aperitivo am Abend. Ein Kaffee kostet hier mehr als sonst in Italien, doch du zahlst für die beste Bühne der Insel. Von der Piazzetta aus führen enge Gassen in alle Richtungen: die Via Camerelle mit Boutiquen internationaler Marken, die Via Le Botteghe mit kleinen Läden und Lebensmittelgeschäften, dazu immer wieder Treppen, Torbögen und Innenhöfe mit Bougainvillea an weiß gekalkten Mauern. Direkt am Platz steht die barocke Kirche Santo Stefano, von deren Vorplatz du über die Dächer schaust. Am Abend, wenn die letzte Fähre abgelegt hat, wird es ruhiger und die Insel gehört wieder ihren Gästen. Das ist der richtige Moment für einen Spaziergang ohne Ziel – fast jede Gasse endet an einem Aussichtspunkt über dem Meer.

06 / 06

Gärten des Augustus und Via Krupp

Nur wenige Minuten von der Piazzetta entfernt liegen die Giardini di Augusto, terrassenförmig angelegte Gartenanlagen, die sich in Stufen über der Steilküste ausbreiten.

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Zwischen Blumenbeeten, Palmen und Mauern aus hellem Stein führen Wege zu Aussichtsbalkonen, von denen du in beide Richtungen schaust: links auf die Faraglioni-Felsen, rechts hinunter auf die Marina Piccola mit ihren Badebuchten. Für viele Gäste ist das der schönste Blick der Insel, und er kostet nur einen kleinen Eintritt. Unterhalb der Gärten windet sich die Via Krupp in engen Serpentinen durch den Fels zum Meer hinab – ein in den Hang geschlagener Fußweg, dessen Kehren so dicht übereinander liegen, dass er von oben wie ein gezeichnetes Band wirkt. Wegen Steinschlaggefahr ist der Weg immer wieder gesperrt, weshalb du den aktuellen Stand vor Ort erfragen solltest; der Blick von oben darauf bleibt in jedem Fall. Komm am besten am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang, dann sind die Terrassen leer und das Licht über der Bucht besonders weich.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai, Juni, September und Oktober

Die angenehmste Zeit für einen Capri Urlaub sind das späte Frühjahr und der Frühherbst. Im Mai und Juni ist die Insel grün, die Zitronenbäume und der Ginster blühen, die Temperaturen liegen im angenehmen Bereich für Wanderungen, und das Meer erwärmt sich langsam. Der September gilt als Idealmonat: Das Wasser ist nach dem Sommer am wärmsten, die größten Besucherströme haben sich verabschiedet, und die Abende sind noch lang und mild. Der Oktober bringt ruhigere Tage, klare Fernsicht und gute Bedingungen für Küstenwanderungen, allerdings bei zunehmender Regenwahrscheinlichkeit. Juli und August sind heiß und die Insel ist dann am stärksten besucht – wenn du in dieser Zeit reist, lohnt es sich, Ausflüge in die frühen Morgenstunden zu legen und die Mittagszeit am Wasser oder im Schatten zu verbringen. Von November bis März ist Capri sehr ruhig, viele Hotels und Restaurants schließen, und Bootsausflüge sowie die Blaue Grotte können wetterbedingt ausfallen. Wer die Insel ohne Gedränge erleben will, kommt im Frühjahr oder Herbst und plant Besichtigungen bewusst außerhalb der Ankunftszeiten der Tagesfähren.

Frühling

Von März bis Mai klettern die Tageswerte von rund 15 Grad auf etwa 21 bis 23 Grad, nachts bleibt es mit 9 bis 14 Grad frisch.

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Die Insel ist jetzt besonders grün, es blüht überall, und Regenschauer werden im Laufe des Frühjahrs seltener. Das Meer liegt noch bei etwa 15 bis 18 Grad und ist für die meisten zu kühl zum längeren Baden. Perfekte Bedingungen für Wanderungen, Gartenbesuche und Spaziergänge, dazu oft klare Luft mit weiter Sicht über den Golf. Eine leichte Jacke für die Abende und die windigen Höhenlagen gehört ins Gepäck.

Sommer

Juni bis August bringen Tageshöchstwerte von etwa 26 bis 30 Grad, in Hitzephasen darüber, mit warmen Nächten um 20 bis 23 Grad.

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Niederschlag fällt kaum, die Sonne scheint fast täglich, und die Luftfeuchtigkeit kann sich in den engen Gassen schwer anfühlen. Das Meer erreicht angenehme 24 bis 27 Grad – ideal zum Baden an den Felsplattformen und für Bootsausflüge. Die Insel ist in diesen Monaten am lebhaftesten und am stärksten besucht. Sonnenschutz, Hut und ausreichend Wasser sind Pflicht, besonders bei Aufstiegen über die vielen Treppen.

Herbst

Der September bleibt sommerlich mit etwa 26 Grad am Tag und dem wärmsten Meerwasser des Jahres um 25 Grad.

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Im Oktober sinken die Werte auf angenehme 22 Grad, im November auf rund 17 Grad, während die Regentage deutlich zunehmen und erste Herbststürme über den Golf ziehen können. Die Nächte werden kühler, dafür ist die Luft oft besonders klar und die Fernsicht vom Monte Solaro ausgezeichnet. Der Frühherbst verbindet warmes Wasser mit entspannter Atmosphäre und ist bei Wiederkehrern die beliebteste Reisezeit.

Winter

Von Dezember bis Februar liegen die Tageswerte bei milden 13 bis 15 Grad, nachts bei etwa 8 bis 10 Grad.

Mehr zum Winter

Frost und Schnee sind praktisch unbekannt, dafür ist es die regenreichste Zeit des Jahres mit kräftigen Schauern und häufigem Wind vom Meer. Das Wasser kühlt auf rund 14 bis 15 Grad ab. Viele Hotels, Restaurants und Bootsbetriebe machen Winterpause, Fährverbindungen werden reduziert, und die Blaue Grotte ist oft wegen Seegang geschlossen. Wer dennoch kommt, erlebt eine stille, fast private Insel mit dramatischem Licht über der Steilküste.

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