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Spanien · Festland

Costa del Azahar

Costa del Azahar – der Name bedeutet „Orangenblütenküste", und du verstehst sofort, warum: Du stehst frühmorgens auf der Promenade von Peñiscola, hinter dir liegen die Orangenplantagen der Ebene, vor dir die weiß getünchte Altstadt auf ihrem Felsen im Meer, und die ersten Fischerboote laufen in den Hafen ein. Ein Kellner stellt dir einen Café con leche auf den Tisch, das Mittelmeer glitzert, und der Tag hat noch nicht einmal richtig begonnen.

Wissenswertes über Costa del Azahar

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai bis Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 2 Stunden
Highlights
  • Orangenblütenduft im Hinterland
  • Burgfelsen von Peñiscola
  • Naturparks direkt hinter dem Strand
  • Kilometerlange flache Sandstrände
Überblick

Über Costa del Azahar

Der Küstenstreifen gehört zur Provinz Castellón und reicht von Vinaròs und Benicarló ganz im Norden über Peñiscola, Alcocéber, Oropesa del Mar und Benicasim bis nach Castellón de la Plana mit seinem Hafenviertel El Grao. Die Strände sind weit, flach abfallend und oft von Palmen und Promenaden gesäumt, dazwischen findest du bei Oropesa, Alcocéber und entlang der Serra d'Irta auch kleine Felsbuchten. Familien schätzen das ruhige Wasser, Wassersportler den verlässlichen Wind, und wer lieber wandert, hat mit dem Naturpark Desierto de las Palmas ein grünes Bergmassiv direkt im Rücken.

Weiterlesen: Costa del Azahar entdecken

Kulinarisch ist deine Costa del Azahar Reise eine Entdeckung. Die Provinz gehört zur Comunitat Valenciana, der Heimat der Paella, und Reisgerichte stehen entsprechend selbstverständlich auf jeder Karte. Vinaròs ist berühmt für seine Gambas, Benicarló für seine Artischocken, und auf den Märkten von Castellón, Villarreal und Benicarló werden Orangen, Mandeln und Olivenöl aus der Umgebung verkauft. Die Landwirtschaft ist hier kein Folklore-Programm, sondern gelebter Alltag – im Hinterland reihen sich Zitrusplantagen bis an die Ausläufer der Berge.

Auch kulturell hast du mehr Auswahl, als der Strandprospekt vermuten lässt. Das Castillo del Papa Luna in Peñiscola erinnert an einen Gegenpapst, der hier residierte, in Castellón de la Plana ragt der freistehende Glockenturm El Fadrí über die Plaza Mayor, und Benicasim bewahrt mit seinen alten Sommervillen ein Stück Belle Époque. Dazu kommen Naturschätze wie die vorgelagerten Islas Columbretes und die Feuchtgebiete des Prat de Cabanes-Torreblanca.

Die Anreise ist unkompliziert, das Preisniveau angenehm, und die Saison lang: Von Mai bis weit in den Oktober hinein kannst du baden. Ob Strandhotel in Vinaròs, Apartment in Peñiscola oder Familienresort in Oropesa del Mar – du findest hier eine Küste, die dich ohne großes Aufheben empfängt und die du nach dem ersten Besuch meistens nicht zum letzten Mal siehst.

Anreise

Lage & Anreise

In 2 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 2 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Castillo del Papa Luna und Altstadt von Peñiscola

Auf einem Felsvorsprung, der wie eine Faust ins Meer ragt, thront die berühmteste Burg der Costa del Azahar.

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Errichtet wurde sie vom Templerorden, ihren Beinamen verdankt sie aber Papa Luna – Benedikt XIII., dem Gegenpapst des Abendländischen Schismas, der hier seine letzten Lebensjahre verbrachte und die Anlage zur päpstlichen Residenz machte. Anders als viele Prunkburgen ist das Castillo schlicht und wehrhaft: dicke Mauern, nüchterne Säle, eine Kapelle mit kahlem Gewölbe. Der eigentliche Star ist die Aussicht. Von den Zinnen siehst du auf der einen Seite den Hafen mit den Fischerbooten, auf der anderen den langen Sandstrand, der Richtung Benicarló verläuft. Rund um die Burg schmiegt sich die weiß getünchte Altstadt an den Fels, ein Gewirr aus steilen Gassen, Treppen, Souvenirläden und Tapasbars, umgeben von der alten Stadtmauer. Am Abend, wenn die Tagesbesucher weg sind und die Fassaden angestrahlt werden, ist der Bummel durch die Gassen am schönsten. Peñiscola diente außerdem als Kulisse für internationale Film- und Serienproduktionen, was du an manchen Ecken auf Hinweistafeln nachlesen kannst. Plane genug Zeit ein: Zwischen Burgbesichtigung, Altstadt, Hafen und einem Teller Fisch am Wasser vergeht schnell ein ganzer Tag.

02 / 06

Naturpark Desierto de las Palmas bei Benicasim

Direkt hinter der Küste bei Benicasim steigt ein bewaldetes Bergmassiv auf, das trotz seines Namens alles andere als eine Wüste ist.

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Der Begriff „Desierto" geht auf den Rückzugsort der Karmelitermönche zurück, die sich hier in die Einsamkeit begaben und ein Kloster gründeten. Heute ist das Gebiet Naturpark: Kiefernwälder, Macchia, Felsrücken und schmale Pfade, dazwischen die Ruinen des alten Klosters und das jüngere Kloster, das noch bewohnt ist. Für dich bedeutet das Wandern mit Meerblick. Mehrere markierte Routen führen zu Aussichtspunkten, von denen du bei klarer Sicht die gesamte Küste von Oropesa bis Castellón überblickst – an sehr klaren Tagen zeichnen sich sogar die Umrisse der Columbretes-Inseln am Horizont ab. Die Wege sind unterschiedlich anspruchsvoll, von gemütlichen Rundwegen bis zu steileren Anstiegen auf die Gipfel. Ein Besucherzentrum informiert über Flora und Fauna, darunter Greifvögel, die über den Hängen kreisen. Besonders angenehm ist der Park im Frühling, wenn alles blüht, und im Herbst, wenn die Hitze nachlässt. Weil das Gebiet direkt an den Badeorten liegt, lässt sich eine Wanderung am Vormittag perfekt mit einem Strandnachmittag verbinden – ein Kontrastprogramm, das die Costa del Azahar besonders macht.

03 / 06

Islas Columbretes vor der Küste von Castellón

Weit draußen im Mittelmeer, sichtbar nur an klaren Tagen, liegt eine kleine vulkanische Inselgruppe, die zu den spannendsten Naturzielen der spanischen Ostküste zählt.

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Die Columbretes sind Reste erloschener Vulkane, und die größte Insel, Illa Grossa, ist im Grunde ein halb versunkener Krater, dessen Rand einen natürlichen Hafen bildet. Auf ihrer Kuppe steht ein Leuchtturm, zu dem ein gepflasterter Weg hinaufführt. Die Inseln stehen unter strengem Schutz: Sie sind Naturpark und Meeresreservat, unbewohnt bis auf Parkpersonal, und die Zahl der Besucher pro Tag ist begrenzt. Genau deshalb ist die Unterwasserwelt so intakt – Taucher und Schnorchler treffen hier auf Zackenbarsche, Muränen, Barrakudaschwärme und dichte Seegraswiesen. An Land leben endemische Eidechsen, und die Felsen sind ein wichtiger Brutplatz für Seevögel. Ausflugsboote starten je nach Saison von Häfen wie El Grao de Castellón, Oropesa del Mar oder Peñiscola; die Überfahrt dauert mehrere Stunden, sodass du einen ganzen Tag einplanen solltest. Baden ist nur in bestimmten Zonen erlaubt, geführte Spaziergänge über die Insel gehören meist zum Programm. Wer sich für Natur, Geologie und Meer interessiert, erlebt hier den ungewöhnlichsten Ausflug seines Costa del Azahar Urlaubs.

04 / 06

Naturpark Serra d'Irta zwischen Peñiscola und Alcocéber

Zwischen den Badeorten Peñiscola und Alcocéber hat sich ein Stück Küste erhalten, wie es an der spanischen Mittelmeerküste selten geworden ist: unbebaut, felsig, von Macchia, Zwergpalmen und Kiefern überzogen.

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Die Serra d'Irta ist Naturpark zu Land und Meeresschutzgebiet zu Wasser, und die Bergkette fällt hier stellenweise direkt ins Meer ab. Für dich heißt das: schmale Pisten und Wanderwege statt Promenaden, kleine Kies- und Felsbuchten statt Strandbars, und immer wieder Ausblicke, bei denen du außer Wasser, Fels und Himmel nichts siehst. Entlang der Küste stehen alte Wachtürme, die einst vor Piratenüberfällen warnten, darunter der markante Torre Badum hoch über dem Wasser. Im Hinterland thront die Burgruine von Xivert auf einem Bergrücken, eine ehemals maurische, später vom Templerorden ausgebaute Anlage mit weitem Blick über die Ebene bis zum Meer. Mehrere Routen sind ausgeschildert, viele lassen sich zu Halbtagestouren verbinden; feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz gehören ins Gepäck, denn Schatten ist knapp. Am schönsten ist der Park im Frühjahr und Herbst. Wer im Sommer kommt, startet früh und belohnt sich anschließend mit einem Sprung ins Meer an einer der stillen Buchten.

05 / 06

Castellón de la Plana und El Grao

Die Provinzhauptstadt ist keine Kulissenstadt für Touristen, sondern eine lebendige spanische Mittelstadt – und genau das macht den Reiz aus.

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Im Zentrum liegt die weite Plaza Mayor mit der Konkathedrale Santa María, dem Rathaus und dem achteckigen Glockenturm El Fadrí, der als freistehender Turm neben der Kirche steht und zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Gleich daneben verkauft der Mercado Central Fisch, Gemüse und Zitrusfrüchte aus der Umgebung, ringsum reihen sich Bars, in denen mittags Menú del día und abends Tapas serviert werden. Wer Kunst mag, findet im Museu de Belles Arts eine sehenswerte Sammlung mit Keramik, Archäologie und Malerei – die Region rund um Castellón und Villarreal ist bis heute für ihre Keramikindustrie bekannt. Ein paar Kilometer weiter östlich liegt El Grao de Castellón, der Hafen der Stadt: Fischereihafen, Yachthafen, eine breite Strandpromenade, Fischrestaurants und ein Planetarium. Von hier starten auch Ausflugsboote. Castellón eignet sich damit hervorragend für einen Tag, an dem du dem Strand einmal den Rücken kehren willst, und die Anfahrt von Benicasim oder Oropesa ist kurz.

06 / 06

Oropesa del Mar mit Torre del Rey und Vía Verde

Oropesa del Mar besteht im Grunde aus zwei Welten.

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Oben, etwas landeinwärts auf einem Hügel, liegt der alte Ortskern mit engen Gassen, der Kirche und den Resten der Burg, von wo aus du einen weiten Blick über die Küste und das Hinterland hast. Unten am Wasser dehnen sich moderne Ferienanlagen, breite Sandstrände wie die Playa de la Concha und ein Yachthafen aus – Oropesa ist einer der ausgebauten Familienbadeorte der Küste, mit Wasserparks und Promenaden in Fußnähe. Zwischen beiden steht die Torre del Rey, ein wuchtiger Küstenwehrturm aus dem 16. Jahrhundert, der zum Schutz vor Piraten errichtet wurde und heute zu den markantesten Bauwerken der Provinz zählt. Besonders beliebt ist die Vía Verde del Mar, ein autofreier Rad- und Wanderweg auf der Trasse der alten Eisenbahnlinie, der Oropesa mit Benicasim verbindet: durch Tunnel, an Felsküste und kleinen Buchten entlang, mit Bänken und Aussichtspunkten über dem Wasser. Zu Fuß oder mit dem Leihrad ist das eine der entspanntesten Arten, diesen Küstenabschnitt kennenzulernen – und unterwegs lädt fast jede Bucht zum Baden ein.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai bis Oktober

Die Badesaison an der Costa del Azahar reicht von Ende Mai bis Anfang Oktober, wobei das Meer im Juli, August und September mit rund 25 bis 27 Grad am wärmsten ist. Wenn du Strand und Sightseeing verbinden willst, sind Mai, Juni und September die angenehmsten Monate: Es ist warm genug zum Baden, aber nicht so heiß, dass eine Wanderung im Desierto de las Palmas oder in der Serra d'Irta zur Anstrengung wird, und die Strände sind deutlich leerer. Juli und August sind Hochsaison – dann füllen sich vor allem Peñiscola, Oropesa del Mar und Benicasim mit spanischen Familien, die Stimmung ist lebhaft, die Preise sind höher und Unterkünfte sollten früh gebucht sein. Der Oktober bleibt oft noch sehr mild und eignet sich gut für Aktivurlaub, Radfahren und Ausflüge, allerdings können dann kräftige Regenfälle auftreten. Frühling und Spätwinter sind ideal für Wanderer, Radfahrer und alle, die die Orangenblüte erleben möchten: Rund um Februar und März duften die Plantagen im Hinterland, und die Temperaturen liegen angenehm im Bereich für längere Touren. Bootsausflüge zu den Islas Columbretes werden hauptsächlich in den Sommermonaten angeboten.

Frühling

Im März liegen die Tagestemperaturen meist bei 16 bis 19 Grad, im April bei 19 bis 21 Grad und im Mai bereits bei 22 bis 25 Grad.

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Die Nächte bleiben mit 8 bis 14 Grad frisch, eine Jacke für den Abend gehört ins Gepäck. Es gibt viele sonnige Tage, gelegentlich ziehen kurze Regenschauer durch. Das Meer erwärmt sich nur langsam und liegt im März noch bei etwa 14 Grad, Ende Mai bei rund 19 bis 20 Grad – zum Baden also eher etwas für Hartgesottene, zum Wandern, Radfahren und Sightseeing dafür die beste Zeit des Jahres. Im Hinterland blühen die Orangenbäume und die Berge sind grün.

Sommer

Von Juni bis August ist es zuverlässig warm und trocken.

Mehr zum Sommer

Die Tageswerte liegen im Juni bei 26 bis 28 Grad, im Juli und August meist bei 29 bis 32 Grad, an Hitzetagen auch darüber. Die Nächte bleiben mild bei 20 bis 23 Grad, die Luftfeuchtigkeit an der Küste ist spürbar, doch der Seewind macht die Hitze am Strand erträglich. Regen fällt kaum, die Sonne scheint oft elf bis zwölf Stunden am Tag. Das Mittelmeer erreicht 25 bis 27 Grad und ist damit angenehm warm. Für Ausflüge ins Landesinnere oder in die Naturparks solltest du den frühen Vormittag oder den späten Nachmittag nutzen.

Herbst

Der September ist praktisch ein zweiter Sommer – 27 bis 29 Grad am Tag, ein Meer mit rund 25 Grad und angenehm laue Abende.

Mehr zum Herbst

Im Oktober sinken die Werte auf 22 bis 25 Grad, im November auf 17 bis 19 Grad. Gleichzeitig ist der Herbst die niederschlagsreichste Zeit an dieser Küste: Zwischen September und November können kräftige Gewitter und ergiebige Regenfälle auftreten, die oft nur wenige Stunden dauern und danach wieder klarem Himmel weichen. Zum Baden reicht das Meer bis in den Oktober hinein mit etwa 21 bis 22 Grad, und für Wanderungen, Städtetouren und Radausflüge ist der Herbst wegen der milden Temperaturen ideal.

Winter

Die Winter sind mild. Von Dezember bis Februar liegen die Tagestemperaturen meist bei 15 bis 17 Grad, nachts kühlt es auf 5 bis 9 Grad ab; Frost kommt direkt an der Küste kaum vor, im bergigen Hinterland dagegen schon.

Mehr zum Winter

Es gibt viele klare, sonnige Tage mit fünf bis sechs Sonnenstunden, dazwischen einzelne Regentage. Baden ist bei Wassertemperaturen um 14 Grad kein Thema, dafür sind die Strände und Promenaden leer, die Preise niedrig und die Orte ruhig. Für Spaziergänge, Wandertouren, Radfahren und Kulturausflüge nach Peñiscola oder Castellón ist die Jahreszeit sehr angenehm – und ab Februar beginnt die Orangenblüte.

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