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Curaçao · Curacao

Curacao

Curacao begrüßt dich mit einem Moment, den du so schnell nicht vergisst: Du stehst am Morgen auf der Königin-Emma-Brücke in Willemstad, unter dir schwappt das Wasser der Sint-Anna-Bucht, und plötzlich setzt sich die ganze Pontonbrücke in Bewegung und schwingt zur Seite, weil ein Frachter einlaufen will. Du wartest mit ein paar Einheimischen am Ufer, während vor dir die pastellfarbene Häuserzeile der Handelskade in Gelb, Türkis und Rosa in der Sonne leuchtet.

Wissenswertes über Curacao

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Ganzjährig, besonders Januar bis Juni
Flugzeit ab Frankfurt ca. 10 Stunden
Highlights
  • Pastellfarbene Handelskade in Willemstad
  • Hausriffe direkt vom Strand aus
  • Kalksteinbuchten im wilden Westen
  • Flamingos an den Salzpfannen
Überblick

Über Curacao

Curacao ist eine Insel der Gegensätze, und genau das macht einen Curacao Urlaub so besonders. Auf der einen Seite die geschützte Südküste mit ruhigem, glasklarem Wasser, kleinen Kalksteinbuchten und Riffen, die oft schon wenige Meter hinter der Brandungslinie beginnen. Auf der anderen Seite die raue Nordküste, wo der Atlantik gegen zerklüftete Felsen donnert und die Gischt meterhoch aufspritzt. Dazwischen liegt ein trockenes, von Kakteen und windschiefen Divi-Divi-Bäumen geprägtes Hinterland, das eher an eine Wüste erinnert als an die klassische Karibik. Du kannst morgens im Christoffel Nationalpark wandern, mittags an der Boca St. Michiel frischen Fisch essen und nachmittags in Piscadera Bay oder Jan Thiel schnorcheln – alles an einem einzigen Tag, denn die Insel ist angenehm überschaubar.

Weiterlesen: Curacao entdecken

Was dich auf einer Curacao Reise außerdem erwartet, ist eine Mischung aus Kulturen, die es so kaum ein zweites Mal gibt. Niederländische Giebelhäuser in karibischen Farben, Papiamentu als Alltagssprache neben Niederländisch, Englisch und Spanisch, dazu eine Küche, die afrikanische, südamerikanische und europäische Einflüsse verbindet. In den Gassen von Punda und Otrobanda findest du Boutiquen, Straßenkunst und kleine Lokale, in denen dir Keshi Yena oder frisch gegrillter Fisch serviert wird. Abends füllt sich das Viertel Pietermaai, und die Terrassen am Wasser werden zum Treffpunkt.

Für Taucher und Schnorchler gehört die Insel ohnehin zu den ersten Adressen der Karibik. Viele Hausriffe erreichst du direkt vom Strand aus, ohne Boot, ohne lange Anfahrt – bunte Korallen, Papageifische und Schildkröten inklusive. Wer es ruhiger mag, fährt in den Westen rund um Westpunt, wo die Buchten kleiner, die Felsen höher und die Strände oft fast leer sind. Und wer einfach nur die Seele baumeln lassen will, sucht sich eine Strandbar, bestellt ein kaltes Getränk und schaut zu, wie die Sonne hinter dem Meer versinkt.

Curacao ist kein Ziel für einen einzigen Urlaubstyp. Ob Familie, Tauchbegeisterte, Kulturfans oder Paare auf der Suche nach Ruhe – die Insel hat für jeden einen eigenen Platz. Und weil sie außerhalb des klassischen Hurrikangürtels liegt, kannst du dein Reisedatum das ganze Jahr über recht frei wählen.

Anreise

Lage & Anreise

In 10 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Willemstad mit Handelskade und Königin-Emma-Brücke

Die Hauptstadt ist das Herz der Insel und steht mit ihrer historischen Innenstadt auf der UNESCO-Welterbeliste.

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Willemstad teilt sich in zwei Hälften, die durch die schmale Sint-Anna-Bucht getrennt werden: Punda auf der einen, Otrobanda auf der anderen Seite. Verbunden werden sie durch die Königin-Emma-Brücke, eine schwimmende Pontonbrücke, die zur Seite schwingt, sobald ein Schiff in den Hafen einlaufen will. Die Einheimischen nennen sie liebevoll die schwingende alte Dame, und das Schauspiel gehört zu den Bildern, die du garantiert mit nach Hause nimmst. Direkt am Wasser reiht sich die berühmte Häuserzeile der Handelskade aneinander: niederländische Kaufmannshäuser mit geschwungenen Giebeln, aber in kräftigem Gelb, Türkis, Ocker und Rosa gestrichen. In Punda schlenderst du durch enge Gassen mit Boutiquen, Souvenirläden und kleinen Cafés, besuchst den überdachten Markt und den Floating Market, an dem Händler ihre Waren direkt von den Booten verkaufen. Otrobanda wirkt rauer und authentischer, mit verwinkelten Straßen, Wandmalereien und dem Rif Fort am Hafeneingang. Am Abend zieht es Gäste und Einheimische ins Viertel Pietermaai, wo restaurierte Kolonialhäuser Restaurants, Bars und Terrassen direkt am Meer beherbergen. Wer die Insel verstehen will, beginnt hier.

02 / 06

Christoffel Nationalpark und Christoffelberg

Im Nordwesten der Insel liegt der größte Nationalpark Curacaos, ein weites, trockenes Naturschutzgebiet, das dich mit der klassischen Karibik-Vorstellung erst einmal überrascht.

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Statt Palmen wachsen hier meterhohe Säulenkakteen, dornige Sträucher und die windschiefen Divi-Divi-Bäume, deren Kronen dauerhaft vom Passatwind in eine Richtung gebogen sind. Mittendrin erhebt sich der Christoffelberg, mit 372 Metern die höchste Erhebung der Insel. Der Aufstieg ist kurz, aber durchaus fordernd: Der Weg wird im oberen Abschnitt steil und felsig, teilweise musst du dich mit den Händen abstützen. Je nach Kondition brauchst du ein bis zwei Stunden nach oben. Belohnt wirst du mit einem Rundumblick über die gesamte Insel bis zu beiden Küsten. Wichtig: Starte möglichst früh am Morgen, denn später wird es sehr heiß, und die Wege werden am Vormittag geschlossen. Neben dem Gipfelweg gibt es mehrere markierte Routen und Fahrstrecken durch den Park, auf denen du Leguane, Kolibris, Eulen und mit etwas Glück auch die scheuen Weißwedelhirsche der Insel beobachten kannst. Feste Schuhe, viel Wasser und Sonnenschutz gehören unbedingt ins Gepäck, Schatten gibt es unterwegs kaum.

03 / 06

Shete Boka Nationalpark an der Nordküste

Während der Süden Curacaos für ruhiges, türkisfarbenes Badewasser steht, zeigt der Shete Boka Nationalpark die wilde Seite der Insel.

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Der Name bedeutet sinngemäß sieben Buchten, und genau darum geht es hier: eine Reihe zerklüfteter Einschnitte in der Kalksteinküste, in die der offene Atlantik mit voller Wucht hineindrückt. Der bekannteste Punkt ist Boka Tabla, eine Felsenhöhle, in die du über einen kurzen Weg hinabsteigen kannst. Von einem geschützten Vorsprung aus siehst und hörst du, wie die Wellen unter dir in die Grotte krachen und die Gischt aufspritzt – ein beeindruckendes Erlebnis, das den Gegensatz zur ruhigen Südküste greifbar macht. Weiter östlich liegt Boka Pistol, wo das Wasser bei starkem Seegang wie ein Schuss aus einer Felsspalte schießt. Zwischen den einzelnen Buchten führen Wanderpfade über die karge, windgepeitschte Felslandschaft entlang der Küste. An einigen Stränden des Parks legen Meeresschildkröten ihre Eier ab, weshalb bestimmte Bereiche geschützt sind. Baden ist hier ausdrücklich nicht möglich, die Strömung und die Brandung sind lebensgefährlich. Nimm dir Zeit, gute Schuhe und eine Kamera mit.

04 / 06

Grote Knip und die Buchten rund um Westpunt

Der äußerste Westen der Insel ist die Region der schönsten Badebuchten.

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Allen voran Grote Knip, auf Papiamentu Playa Kenepa Grandi, deren Bild man aus fast jedem Prospekt kennt: ein heller Sandbogen, eingerahmt von grünen Felsklippen, davor Wasser in einem Türkis, das fast unwirklich leuchtet. Von der Klippe oberhalb hast du den besten Blick, und mutige Springer nutzen den Felsvorsprung als Sprungbrett. Direkt nebenan liegt die kleinere Schwesterbucht Kleine Knip, ruhiger, schattiger und mit Manzanillabäumen gesäumt, unter denen du allerdings nicht sitzen solltest. Beide Strände eignen sich hervorragend zum Schnorcheln, da die Riffkanten an den Felsen beginnen und du dort Papageifische, Sergeant Majors und Korallen findest. Rund um den Ort Westpunt gibt es weitere kleine Buchten, dazu einfache Fischrestaurants, in denen frisch gefangener Fisch auf den Tisch kommt. An der Playa Piskado kannst du regelmäßig Meeresschildkröten beobachten, die sich in Ufernähe aufhalten, wo die Fischer ihre Boote versorgen. Der Weg in den Westen lohnt sich besonders unter der Woche, wenn die Strände deutlich leerer sind als am Wochenende.

05 / 06

Jan Thiel und das Spaanse Water

Südöstlich von Willemstad liegt mit Jan Thiel einer der beliebtesten Strandabschnitte der Insel und zugleich ein Beispiel dafür, wie entspannt Curacao sein kann.

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Der Strand ist als Beach Club organisiert, mit Liegen, Sonnenschirmen, Duschen, Restaurants und Bars direkt am Wasser. Das Meer ist hier ruhig, flach abfallend und dadurch auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Wer schnorcheln möchte, findet an den seitlichen Felsformationen ein lebendiges Riff und muss dafür kein Boot nehmen. Am Abend verwandelt sich der Strandabschnitt in einen Treffpunkt mit Musik, gutem Essen und Blick auf den Sonnenuntergang. Ganz in der Nähe liegt das Spaanse Water, eine weit verzweigte Binnenbucht mit ruhigem Wasser, die als geschützter Naturhafen dient. Segler und Katamarane ankern hier, Stand-up-Paddler und Kajakfahrer erkunden die Mangrovenränder. Von der angrenzenden Caracasbaai starten viele Tauch- und Schnorchelausflüge, unter anderem zum bekannten Wrack eines gesunkenen Schleppers, das in geringer Tiefe liegt und deshalb auch ohne Flasche gut zu sehen ist. Rund um Jan Thiel findest du zudem zahlreiche Unterkünfte, Supermärkte und Mietwagenstationen, was die Gegend zu einem praktischen Ausgangspunkt macht.

06 / 06

Sint Willibrordus, Playa Porto Mari und die Salzpfannen

Das Dorf Sint Willibrordus im Westen der Insel ist klein, ruhig und wird von einer auffällig gelb gestrichenen Kirche geprägt, die schon von weitem über die trockene Landschaft grüßt.

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Der eigentliche Grund für einen Abstecher liegt jedoch direkt daneben: die flachen Salzpfannen, die Salinas. In den seichten, salzigen Becken stehen regelmäßig Flamingos und suchen im Wasser nach Nahrung. Am frühen Morgen oder in den Abendstunden hast du die besten Chancen, sie zu beobachten – bitte immer aus Abstand und vom Weg aus, damit die scheuen Vögel nicht auffliegen. Nur wenige Minuten weiter erreichst du die Playa Porto Mari, einen ruhigen Sandstrand mit einem Steg, Liegen und einem kleinen Strandlokal. Berühmt ist die Bucht bei Schnorchlern und Tauchern für ihr Doppelriff: Zwei parallel verlaufende Riffbänder liegen hintereinander im Wasser, du erreichst sie direkt vom Ufer aus. Bunte Korallen, Schwärme kleiner Fische und gelegentlich Rochen gehören zum Programm. Eine Besonderheit sind die frei laufenden Schweine, die sich hier gerne am Strand blicken lassen und für Gäste längst zum Fotomotiv geworden sind.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Ganzjährig, besonders Januar bis Juni

Curacao lässt sich das ganze Jahr über bereisen, denn die Temperaturen liegen konstant zwischen etwa 28 und 32 Grad und das Meer kühlt nie unter rund 26 Grad ab. Als beste Reisezeit gelten die Monate Januar bis Juni: Dann fällt am wenigsten Regen, die Luftfeuchtigkeit ist angenehm und der Passatwind sorgt für spürbare Abkühlung. Februar bis Mai sind die trockensten und für viele Gäste angenehmsten Monate. Zwischen Oktober und Dezember fällt der meiste Niederschlag, allerdings meist in Form kurzer, kräftiger Schauer, auf die schnell wieder Sonne folgt – ganze Regentage sind selten. Wichtig für die Planung: Die Insel liegt weit im Süden der Karibik und damit außerhalb des klassischen Hurrikangürtels, schwere Wirbelstürme sind hier sehr ungewöhnlich. September und Oktober sind die schwülsten Monate mit dem schwächsten Wind. Wer Karneval erleben möchte, sollte im Februar reisen, dann feiert die Insel wochenlang mit Umzügen und Musik. Taucher finden ganzjährig gute Bedingungen mit hoher Sichtweite, besonders ruhig ist das Wasser an der geschützten Südküste.

Frühling

März bis Mai gehören zu den trockensten und angenehmsten Monaten.

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Die Tagestemperaturen liegen bei 29 bis 31 Grad, nachts kühlt es auf etwa 24 bis 25 Grad ab. Es regnet kaum, die Sonne scheint an den meisten Tagen fast durchgehend, und der Passatwind sorgt für eine spürbare Brise, die die Hitze erträglich macht. Die Wassertemperatur liegt bei rund 26 bis 27 Grad, die Sicht unter Wasser ist ausgezeichnet. Ideal für Wanderungen im Christoffel Nationalpark, allerdings möglichst am frühen Morgen.

Sommer

Von Juni bis August wird es mit 31 bis 33 Grad am Tag deutlich wärmer, nachts bleibt es bei etwa 26 Grad schwül.

Mehr zum Sommer

Regen fällt weiterhin selten und meist nur als kurzer Schauer. Die Sonne ist intensiv, Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser sind Pflicht. Das Meer erreicht mit 28 bis 29 Grad seine wärmsten Werte und fühlt sich fast wie eine Badewanne an. Der Passatwind weht weiterhin und macht die Temperaturen an der Küste angenehmer, als die Zahlen vermuten lassen.

Herbst

September bis November ist die feuchteste und schwülste Phase des Jahres.

Mehr zum Herbst

Die Tageswerte liegen bei 31 bis 32 Grad, nachts bei rund 26 Grad. Im September lässt der Passatwind spürbar nach, wodurch die Luft drückender wirkt. Ab Oktober nehmen die Niederschläge zu, allerdings meist als kurze, kräftige Schauer am Nachmittag oder in der Nacht, nach denen die Sonne rasch zurückkehrt. Das Wasser bleibt mit etwa 28 Grad sehr warm. Schwere Wirbelstürme sind hier aufgrund der südlichen Lage sehr selten.

Winter

Dezember bis Februar bringt die angenehmsten Bedingungen für Gäste aus Europa.

Mehr zum Winter

Tagsüber werden 28 bis 30 Grad erreicht, nachts sinken die Werte auf rund 24 Grad. Im Dezember und Januar fallen noch vereinzelte kurze Regenschauer, ab Februar wird es deutlich trockener. Der Passatwind weht in diesen Monaten am kräftigsten und sorgt für angenehme Abkühlung, an der Nordküste kann es dadurch rau werden. Die Wassertemperatur liegt bei etwa 26 Grad und ist ganzjährig badetauglich.

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