Alberobello und die Trulli
Alberobello ist das Wahrzeichen Apuliens schlechthin und gehört mit seinen Trulli zum UNESCO-Welterbe.
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Die kleinen, weiß gekalkten Rundhäuser mit den grauen Kegeldächern aus Kalkstein wurden ohne Mörtel errichtet – Stein auf Stein, in Trockenbauweise, sodass sich die Dächer bei Bedarf wieder abtragen ließen. Zwei Stadtviertel prägen den Ort: der Rione Monti, in dem sich die Trulli dicht an dicht einen Hang hinaufziehen und heute viele Läden, Werkstätten und Cafés beherbergen, und die ruhigere Aia Piccola, in der noch überwiegend gewohnt wird und du das ursprüngliche Ortsbild spürst. Ein Blick lohnt sich nach oben: Auf zahlreichen Dächern erkennst du weiß aufgemalte Symbole, mal christlich, mal magisch oder heidnisch gedeutet, und obenauf sitzt jeweils ein steinerner Aufsatz, der Pinnacolo, in ganz unterschiedlichen Formen. Der Trullo Sovrano ist der einzige zweigeschossige Trullo des Ortes und heute als kleines Museum eingerichtet, das dir zeigt, wie eng und pragmatisch hier gelebt wurde. Am schönsten ist Alberobello früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Reisebusse weg sind und das Licht die Kalksteinmauern weich zeichnet. Von hier aus erschließt du außerdem die ganze Valle d'Itria mit ihren Trockenmauern, Olivenhainen und verstreuten Trulli in der offenen Landschaft.
