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Frankreich · Languedoc-Roussillon

Languedoc-Roussillon

Languedoc-Roussillon beginnt für dich vielleicht an einem Morgen in Carcassonne: Du stehst auf dem Pont Vieux über der Aude, über dir wächst die Cité mit ihrem doppelten Mauerring und ihren Türmen in den Himmel, und während die Sonne den hellen Stein golden färbt, riecht es aus den Gassen der Unterstadt nach Kaffee und frischem Brot. Wenige Stunden später sitzt du mit salzigen Haaren am weiten Sandstrand von Cap d'Agde, das Mittelmeer liegt flach und lauwarm vor dir, und ein Glas kühler Picpoul steht neben dir im Sand.

Wissenswertes über Languedoc-Roussillon

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai bis September, ideal Mai/Juni und September
Flugzeit ab Frankfurt ca. 1,5 Stunden
Highlights
  • Festungsstadt Carcassonne
  • Lange Sandstrände am Golfe du Lion
  • Canal du Midi unter Platanen
  • Römisches Erbe am Pont du Gard
Überblick

Über Languedoc-Roussillon

Die Region zieht sich im Süden Frankreichs von der Rhône bis zur spanischen Grenze und legt dabei fast alles nebeneinander, was du dir vom Midi wünschst. Im Osten stehen die römischen Zeugen: der Pont du Gard über dem Gardon, das antike Nîmes, dahinter die Salzgärten und Flamingolagunen rund um Aigues-Mortes. In der Mitte reihen sich Weinberge, Olivenhaine und Garrigue zwischen Montpellier, Béziers und Narbonne, durchzogen vom Canal du Midi, dessen Platanenreihen Schatten über das Wasser legen. Und im Süden fällt die Côte Vermeille bei Collioure in felsigen Buchten ins Meer, während hinter den Rebterrassen die Pyrenäen aufragen. Dazwischen liegt eine lange, sanft geschwungene Küste am Golfe du Lion mit breiten Sandstränden, Lagunen und Hafenstädtchen.

Weiterlesen: Languedoc-Roussillon entdecken

Gegessen und getrunken wird hier mit Hingabe. Austern und Muscheln kommen aus dem Étang de Thau, Tielle und Fischsuppe aus Sète, Brandade aus Nîmes, Cassoulet aus dem Hinterland von Carcassonne. Die Weinnamen klingen wie eine Landkarte: Corbières, Minervois, Faugères, Picpoul de Pinet, der süße Banyuls vom Meer. Auf den Wochenmärkten stapeln sich Aprikosen, Ziegenkäse und Kräuter, und am Abend füllen sich die Plätze unter den Platanen.

Praktisch ist eine Languedoc-Roussillon Reise angenehm unkompliziert: Flughäfen in Montpellier, Béziers, Carcassonne, Nîmes und Perpignan liegen nah, die A9 führt parallel zur Küste, und mit einem Mietwagen erreichst du Berge, Weingüter und Strände am selben Tag. Als Standorte bieten sich die Festungsstadt Carcassonne an – etwa mit dem SOWELL HÔTELS Les Chevaliers – oder die Badeorte um Agde mit Häusern wie SOWELL Family Cap d'Agde, SOWELL HÔTELS Les Jardins du Cap und den SOWELL RESIDENCES Les Lauriers Roses, ideal, wenn du Strandtage mit Ausflügen verbinden willst.

Was bleibt, sind Bilder, die du nicht mehr loswirst: Zikaden in der Mittagshitze, ein Hausboot, das langsam durch eine Schleuse sinkt, rosa schimmernde Salzbecken, Anchovis und ein Glas Wein am Hafen von Collioure. Languedoc-Roussillon drängt sich nicht auf – es nimmt dich einfach mit.

Anreise

Lage & Anreise

In 1,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Cité de Carcassonne

Die Cité ist die bekannteste Festungsstadt Frankreichs und seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe.

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Auf einem Hügel über der Aude liegt eine komplette mittelalterliche Stadt hinter zwei konzentrischen Mauerringen mit zahlreichen Türmen – von weitem wirkt sie wie aus einem Bilderbuch, von innen wie ein Labyrinth aus Kopfsteingassen, Innenhöfen und Treppen. Du betrittst sie meist durch die wuchtige Porte Narbonnaise und stehst dann mitten in einer Mischung aus Geschichte und Leben: Werkstätten, Restaurants mit Cassoulet auf der Karte, Buchläden, Eisdielen. Herzstücke sind das Château Comtal, von dem aus du über den Wehrgang laufen und weit über die Weinberge und die Dächer der Unterstadt blicken kannst, und die Basilique Saint-Nazaire mit ihren farbigen Glasfenstern, die den Innenraum an sonnigen Tagen in tiefes Blau und Rot tauchen. Zwischen den beiden Mauerringen liegen die Lices, ein breiter Zwischenraum, in dem du den Mauern ganz nah kommst. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Cité einer umfassenden Restaurierung im 19. Jahrhundert unter Eugène Viollet-le-Duc, der die spitzen Turmdächer ergänzte. Schön ist der Besuch früh am Morgen oder am Abend, wenn die Tagesgäste weg sind und die Beleuchtung angeht. Vom Pont Vieux aus hast du den klassischen Fotoblick auf die gesamte Silhouette.

02 / 06

Canal du Midi und die Schleusentreppe von Fonseranes

Der Canal du Midi gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eines der großartigsten Ingenieurwerke des alten Europa.

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Im 17. Jahrhundert unter Pierre-Paul Riquet angelegt, verbindet er Toulouse mit dem Étang de Thau am Mittelmeer und schuf damit einen Wasserweg zwischen Atlantik und Mittelmeer. Was ihn so besonders macht, ist nicht nur die Technik, sondern die Atmosphäre: ein stilles, grünes Band aus Wasser, gesäumt von Alleebäumen, die Schatten auf die Oberfläche werfen, dazu alte Schleusenhäuser, Aquädukte und runde Schleusenbecken. Du kannst den Kanal auf ganz unterschiedliche Weise erleben – als Hausbootkapitän, der sich selbst durch die Schleusen manövriert, auf dem Rad entlang des Treidelpfads, bei einer kurzen Ausflugsfahrt oder einfach picknickend am Ufer. Eindrucksvollster Einzelpunkt ist die Schleusentreppe von Fonseranes bei Béziers, wo mehrere Kammern hintereinander die Boote stufenweise anheben; von oben sieht man die Kathedrale Saint-Nazaire über der Stadt. In Agde liegt zudem die berühmte runde Schleuse, die Boote in drei Richtungen verteilen kann. Rundherum: Weingüter, Dörfer mit Platanenplätzen und Cafés, in denen man den Nachmittag verlieren kann.

03 / 06

Agde und Cap d'Agde

Agde ist eine der ältesten Städte der französischen Mittelmeerküste und wurde einst von griechischen Seefahrern gegründet.

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Erkennbar ist die Stadt sofort an ihrer Farbe: Viele Häuser, Gassen und besonders die Kathedrale Saint-Étienne bestehen aus dunklem Basalt, der vom nahen Mont Saint-Loup stammt, einem erloschenen Vulkan. Die Kathedrale wirkt dadurch fast wie eine Festung – schwer, wehrhaft, mit massiven Mauern über dem Fluss Hérault. In den Gassen der Altstadt findest du Markthallen, kleine Läden und Blick auf die Flussufer, an denen Hausboote und Fischerboote liegen. Im Musée de l'Éphèbe wird eine antike Bronzestatue gezeigt, die im Hérault gefunden wurde und zu den bedeutendsten Funden der Region zählt. Wenige Kilometer weiter am Meer liegt Cap d'Agde, einer der größten Ferienorte Frankreichs: ein weitläufiges Feriengebiet mit großem Yachthafen, Promenaden, Restaurants, Freizeitparks und langen, breiten Sandstränden, die flach ins Wasser abfallen – ideal für Familien mit Kindern. Dazu gehört auch ein international bekanntes Naturistenviertel als eigener, abgetrennter Ortsteil. Wer Abwechslung sucht, wandert auf den Mont Saint-Loup, von dessen Gipfel sich die Küste, die Lagunen und das Hinterland überblicken lassen.

04 / 06

Pont du Gard

Der Pont du Gard ist das römische Wahrzeichen der Region und seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe.

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Die dreistöckige Bogenbrücke überspannt das Tal des Gardon in einer Höhe von fast fünfzig Metern und war Teil einer langen Wasserleitung, die Quellwasser aus der Gegend von Uzès bis in die römische Stadt Nîmes führte. Beeindruckend ist weniger die Größe als die Präzision: Die massiven Kalksteinblöcke der unteren Stockwerke wurden ohne Mörtel verbaut, nur durch exakte Passung und Gewicht gehalten, und das minimale Gefälle der Leitung musste über die gesamte Strecke eingehalten werden. Du kommst über ein modernes Besucherzentrum mit Museum, das Bau, Wasserversorgung und Alltag der Römer anschaulich erklärt, und spazierst dann über die Uferwege auf beiden Seiten des Flusses. Besonders schön ist der Blick vom Kiesstrand unten: Im Sommer kannst du im Gardon schwimmen oder mit dem Kanu unter den Bögen hindurchpaddeln – ein Perspektivwechsel, der die Dimensionen erst richtig deutlich macht. Rundherum liegt eine typisch mediterrane Landschaft aus Steineichen, Garrigue und Olivenbäumen mit markierten Wanderwegen. Am frühen Morgen oder zur Abendbeleuchtung ist der Besuch am stimmungsvollsten und deutlich ruhiger.

05 / 06

Aigues-Mortes und die Camargue gardoise

Aigues-Mortes liegt im Osten der Region mitten in einer flachen Welt aus Lagunen, Kanälen und Salzgärten – und wirkt darin wie ein Fremdkörper aus Stein.

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Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert unter König Ludwig IX. als Hafen angelegt, von dem aus Kreuzzüge starteten, und ist von einer vollständig erhaltenen, fast rechteckigen Stadtmauer mit Türmen und Tore umgeben. Du kannst auf den Mauern entlanggehen und von oben auf das schachbrettartige Gassenraster und die Plätze mit ihren Cafés schauen. Markanter Eckpunkt ist die Tour de Constance, ein mächtiger Rundturm, der später als Gefängnis diente. Direkt vor der Stadt beginnt das Salin d'Aigues-Mortes, ein großes Salinengebiet, in dem das Wasser durch Mikroorganismen rosa schimmert und weiße Salzberge in der Sonne leuchten – Führungen gehen mit kleinen Zügen oder Geländewagen hinein. Die umliegende Camargue gardoise ist ein Paradies für Naturfreunde: Flamingos, Reiher und unzählige Zugvögel, dazu weiße Camargue-Pferde und schwarze Stiere auf den Weiden. Nahe liegen der Fischer- und Badeort Le Grau-du-Roi mit seinem Kanalhafen und die ungewöhnliche moderne Pyramidenarchitektur von La Grande-Motte.

06 / 06

Collioure und die Côte Vermeille

Im äußersten Süden, dort wo die Pyrenäen ins Mittelmeer stürzen, löst sich die lange Sandküste in felsige Buchten auf – das ist die Côte Vermeille.

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Ihr schönster Ort ist Collioure, ein Hafenstädtchen mit bunten Häusern, schmalen Gassen und einer kleinen Kiesbucht, die von zwei Wahrzeichen gerahmt wird: dem wuchtigen Château Royal direkt am Wasser und dem runden Glockenturm der Kirche Notre-Dame-des-Anges, der früher als Leuchtturm diente und heute halb im Meer zu stehen scheint. Das besondere Licht dieses Ortes zog Anfang des 20. Jahrhunderts Maler wie Henri Matisse und André Derain an, deren Arbeiten hier zur Geburtsstunde des Fauvismus gehören; an mehreren Stellen im Ort hängen Reproduktionen genau dort, wo die Bilder entstanden sind. Berühmt ist Collioure außerdem für seine Sardellen, die traditionell gesalzen und in kleinen Manufakturen verarbeitet werden. Rund um den Ort steigen Weinterrassen die Hänge hinauf, auf denen die süßen Weine von Banyuls und Collioure wachsen. Wanderwege führen über die Klippen nach Port-Vendres, Banyuls-sur-Mer und zum Cap Béar, mit Blick auf tiefblaue Buchten und, bei klarer Luft, auf den Canigou.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai bis September, ideal Mai/Juni und September

Für Badeurlaub ist die Zeit von Juni bis September die sicherste Wahl: Das Meer erwärmt sich bis in den Spätsommer, Regen ist selten und die Strände von Cap d'Agde bis zur Côte Vermeille sind bewirtschaftet. Die angenehmsten Wochen liegen aber am Rand der Hauptsaison. Im Mai und Juni blüht die Garrigue, die Temperaturen sind warm statt heiß, die Cité de Carcassonne und der Pont du Gard sind deutlich ruhiger, und auf dem Canal du Midi findest du leichter einen Liegeplatz. Der September ist für viele die beste Zeit überhaupt: Das Mittelmeer ist nach dem Sommer am wärmsten, die Weinlese beginnt, und in den Dörfern finden Feste statt. Juli und August bringen die höchsten Temperaturen, die meisten Gäste und die höchsten Preise – dafür volles Programm in den Badeorten. Für Städtereisen, Weingüter und Wanderungen in den Vorpyrenäen eignen sich April, Oktober und selbst die milden Wintermonate gut. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, sollte den Tramontane einplanen: Dieser kräftige Nordwestwind kann besonders im Winter und Frühjahr für klare Luft, aber auch für kühle, zugige Tage sorgen.

Frühling

Der Frühling ist mild und wechselhaft, aber überwiegend sonnig.

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Im März liegen die Tageswerte meist bei 14 bis 17 Grad, im April bei 17 bis 20 Grad, im Mai schon bei 21 bis 24 Grad. Die Nächte bleiben frisch und können im März noch um 5 Grad liegen. Es gibt einzelne Regentage, dazwischen aber lange, klare Abschnitte mit kräftigem Licht. Der Tramontane weht in dieser Jahreszeit häufig und lässt die Temperaturen kühler wirken, als das Thermometer zeigt. Das Meer ist mit etwa 14 bis 18 Grad noch kalt zum Baden, perfekt ist die Zeit dafür zum Wandern, Radeln am Canal du Midi und für Besuche in Carcassonne, Nîmes oder auf den Weingütern.

Sommer

Der Sommer ist heiß, trocken und sehr sonnig.

Mehr zum Sommer

Von Juni bis August steigen die Tagestemperaturen meist auf 27 bis 31 Grad, in Hitzephasen im Landesinneren rund um Carcassonne und Nîmes auch darüber. An der Küste bei Agde mildert die Seebrise die Hitze, die Nächte bleiben mit 18 bis 21 Grad warm. Regen fällt selten, meist als kurzes Gewitter am Abend. Die Sonne scheint oft zehn bis zwölf Stunden am Tag. Das Mittelmeer erreicht 22 bis 25 Grad und ist damit angenehm warm. Für Besichtigungen empfiehlt sich der frühe Morgen oder der Abend, die Mittagsstunden gehören dem Strand, dem Schatten der Platanen und einem kühlen Glas Picpoul.

Herbst

Der Frühherbst ist eine der schönsten Zeiten der Region.

Mehr zum Herbst

Im September liegen die Tageswerte noch bei 24 bis 27 Grad, im Oktober bei 19 bis 22 Grad, im November bei 13 bis 16 Grad. Das Meer hält seine Wärme lange und lädt im September und oft noch Anfang Oktober zum Baden ein. Gleichzeitig nehmen die Niederschläge zu: Typisch sind kräftige, aber kurze Regenfronten im Oktober und November, zwischen denen wieder strahlende Tage stehen. Die Luft ist klar, die Weinberge färben sich, und in den Dörfern wird die Lese gefeiert. Abends wird es deutlich frischer, eine Jacke gehört ab Oktober ins Gepäck.

Winter

Der Winter ist mild, oft überraschend sonnig und nie wirklich kalt am Meer.

Mehr zum Winter

Von Dezember bis Februar liegen die Tagestemperaturen meist bei 10 bis 14 Grad, nachts bei 3 bis 6 Grad; Frost kommt vor allem im Hinterland und in den Tälern der Vorpyrenäen vor. Schnee fällt in der Ebene so gut wie nie, in den Bergen dagegen regelmäßig, sodass Skigebiete in den Pyrenäen erreichbar sind. Prägend ist der Tramontane, der die Wolken vertreibt und für tiefblauen Himmel sorgt, zugleich aber beißend kalt sein kann. Die Badeorte sind ruhig, Städte wie Montpellier, Perpignan und Carcassonne dafür angenehm leer und gut zu erkunden.

Unterwegs

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