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Spanien · Festland

Costa del Sol

Costa del Sol, dieser sonnenverwöhnte Küstenstreifen im Süden Andalusiens, empfängt dich mit einem Bild, das sich sofort einprägt: Im Rücken die schroffen Kalksteinkämme der Sierra de Mijas und der Sierra Blanca, davor sanft abfallende Hügel voller Olivenbäume und Pinien, und ganz unten das Mittelmeer, das je nach Tageszeit türkis, stahlblau oder silbern schimmert. Diese Staffelung aus Berg, Hügel und Wasser sorgt für ein Gefühl von Weite, das dich beim ersten Blick von der Küstenstraße herab spürbar entspannt.

Wissenswertes über Costa del Sol

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai, Juni, September und Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 2,5 Stunden
Highlights
  • Weiße Dörfer über dem Meer
  • Espetos vom Chiringuito
  • Sonne fast das ganze Jahr
  • Golfplätze am Mittelmeer
Überblick

Über Costa del Sol

Ein Costa del Sol Urlaub bedeutet, dass du zwischen sehr unterschiedlichen Welten wählen kannst, ohne weite Wege zurücklegen zu müssen. Málaga, die pulsierende Hauptstadt der Provinz, verbindet Hafenpromenade, Museen und eine Altstadt voller Tapasbars. Torremolinos, Benalmádena und Fuengirola stehen für lange Sandstrände, lebendige Promenaden und familienfreundliche Ferienanlagen. Marbella und Estepona zeigen die elegante Seite der Küste mit gepflegten Altstadtgassen, Blumenschmuck an weiß gekalkten Fassaden und der Yachtwelt rund um Puerto Banús und San Pedro de Alcántara. Weiter westlich liegt Sotogrande mit seinen Golfplätzen, im Hinterland wartet Benahavís, das als Feinschmeckerdorf der Region gilt.

Weiterlesen: Costa del Sol entdecken

Im Osten wird die Küste schmaler und dramatischer. Nerja klettert auf einen Felsvorsprung über dem Meer, Torre del Mar breitet sich flach an der Axarquía aus, und hinter der Provinzgrenze schließen sich Almuñécar und La Herradura mit ihren Kies- und Sandbuchten an. Das Bergdorf Mijas Pueblo thront weiß getüncht über der Küste und bietet einen Ausblick, der an klaren Tagen bis nach Afrika reicht. Wer eine Costa del Sol Reise plant, sollte diese Mischung bewusst nutzen: vormittags am Strand, nachmittags durch ein Bergdorf, abends bei Espetos, den über Olivenholz gegrillten Sardinen, die in den Strandlokalen der ganzen Küste zur Institution gehören.

Kulinarisch bewegst du dich zwischen frittiertem Fisch, kalter Mandelsuppe Ajoblanco, süßem Wein aus der Axarquía und Bergküche mit Ziegenkäse und Wildgerichten. Dazu kommt eine Infrastruktur, die vieles einfach macht: Der Flughafen Málaga liegt direkt an der Küste, ein Vorortzug verbindet ihn mit Torremolinos, Benalmádena und Fuengirola, und die Küstenautobahn bringt dich in überschaubarer Zeit nach Marbella oder Nerja. So bleibt mehr Zeit für das, was diese Küste ausmacht: lange Abende auf dem Chiringuito, das Rauschen der Brandung und diese besondere andalusische Gelassenheit, die schneller ansteckt, als dir lieb ist.

Anreise

Lage & Anreise

In 2,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 2,5 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Alcazaba und Castillo de Gibralfaro in Málaga

Über der Altstadt von Málaga erhebt sich eine der besterhaltenen maurischen Festungsanlagen Spaniens.

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Die Alcazaba wurde in maurischer Zeit als Palastfestung angelegt und besteht aus verschachtelten Mauerringen, Toren, Innenhöfen und Gärten, durch die Wasserrinnen plätschern. Beim Aufstieg durch die gepflasterten Rampen öffnen sich immer wieder Durchblicke auf den Hafen und die Dächer der Stadt. Direkt unterhalb liegt das römische Theater, das erst im 20. Jahrhundert wieder freigelegt wurde und heute als offene Ausgrabungsstätte zu besichtigen ist. Ein befestigter Verbindungsweg, der sogenannte Coracha, führt hinauf zum Castillo de Gibralfaro, der Burg auf dem Hügel über der Stadt. Von deren Wehrgang hast du den wohl besten Rundblick der Costa del Sol: die Stierkampfarena La Malagueta direkt unter dir, dahinter der Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen, der Strand und an klaren Tagen die Berge der Axarquía. Plane für beide Anlagen zusammen zwei bis drei Stunden ein und geh möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag, weil es auf den Mauern kaum Schatten gibt. Festes Schuhwerk hilft, denn das alte Pflaster ist stellenweise glatt und die Steigung durchaus spürbar.

02 / 06

Cueva de Nerja

Die Tropfsteinhöhle bei Nerja ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Andalusiens und ein perfektes Ziel für heiße Tage, denn im Inneren herrschen konstant kühle Temperaturen.

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Entdeckt wurde die Höhle 1959 von Jugendlichen aus dem benachbarten Maro, die durch eine schmale Felsspalte in ein gewaltiges unterirdisches System vordrangen. Heute ist ein Teil davon über gesicherte Wege und Treppen zugänglich. Die Säle sind riesig und bemerkenswert hoch, dezent ausgeleuchtet und voller Stalaktiten und Stalagmiten, die über Jahrtausende gewachsen sind. Herzstück ist eine mächtige, aus Boden und Decke zusammengewachsene Säule, die zu den größten ihrer Art zählt und den Maßstab der Halle erst richtig begreifbar macht. In den Höhlensälen finden regelmäßig Konzerte statt, die Akustik ist außergewöhnlich. Neben den Tropfsteinen sind auch prähistorische Funde und Malereien dokumentiert, die belegen, dass Menschen die Höhle schon vor sehr langer Zeit nutzten. Der Rundgang dauert etwa 45 Minuten und umfasst zahlreiche Stufen, weshalb er für Kinderwagen ungeeignet ist. Zieh eine leichte Jacke an, auch wenn draußen 35 Grad herrschen, und kombiniere den Besuch am besten mit einem Spaziergang durch Nerja.

03 / 06

Balcón de Europa in Nerja

Die Aussichtsterrasse im Zentrum von Nerja ist der Ort, an dem die Costa del Sol ihre östliche, felsige Seite zeigt.

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Auf einem Felsvorsprung, der weit ins Meer hinausragt, liegt eine palmengesäumte Promenade mit weißer Balustrade, von der aus der Blick über das Mittelmeer und die Steilküste schweift. Nach links und rechts erkennst du die kleinen Buchten von Nerja, im Rücken erheben sich die Berge der Sierra Almijara. Der Balcón entstand an der Stelle einer alten Festungsanlage, von der noch Kanonen an der Brüstung erinnern. Rundherum drängen sich Cafés, Eisdielen und Restaurants mit Terrassen, Straßenmusiker spielen am Abend, und die Andalusier selbst kommen hierher zum Paseo, dem abendlichen Spaziergang. Von der Terrasse führen Treppen hinunter zu den Stadtstränden Calahonda und Playa El Salón, die von Felsen eingerahmt sind und deutlich intimer wirken als die weiten Sandflächen weiter westlich. Am schönsten ist der Balcón kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht die Felsen warm färbt. Von Nerja aus lohnt außerdem ein Abstecher zu den Buchten von Maro und in die Schlucht des Río Chíllar.

04 / 06

Caminito del Rey

Der Caminito del Rey ist ein spektakulärer Steg, der sich in der Schlucht Desfiladero de los Gaitanes bei Ardales im Hinterland von Málaga an senkrechten Felswänden entlangzieht.

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Ursprünglich wurde der Weg Anfang des 20. Jahrhunderts für Arbeiter der Wasserkraftanlagen angelegt und verfiel später so stark, dass er als einer der gefährlichsten Wanderwege der Welt galt. Nach einer aufwendigen Sanierung wurde er 2015 als gesicherte Route mit Geländern, Helmpflicht und Zeitfenster-Tickets wiedereröffnet. Die Strecke verläuft überwiegend in eine Richtung, ist rund acht Kilometer lang und kombiniert Waldpfade mit den berühmten Holzstegen, die hoch über dem Fluss Guadalhorce in der Wand hängen. Höhepunkt ist eine Hängebrücke über die Schlucht, unter der das Wasser in der Tiefe türkis leuchtet. Schwindelfreiheit ist von Vorteil, technisch anspruchsvoll ist der Weg dagegen nicht. Tickets sind stark limitiert und sollten unbedingt im Voraus online gebucht werden, oft Wochen vorher. Nimm ausreichend Wasser, Sonnenschutz und feste Schuhe mit; Rucksäcke dürfen nur klein sein. Als Tagesausflug ab der Küste ist der Caminito bequem mit dem Mietwagen erreichbar.

05 / 06

Mijas Pueblo

Hoch über der Küste, auf einem Balkon der Sierra de Mijas, liegt das weiß gekalkte Bergdorf Mijas Pueblo und bildet den Gegenpol zum Trubel der Strandorte.

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Enge Gassen, blau bepflanzte Blumentöpfe an den Fassaden, schmiedeeiserne Gitter und Bougainvillea prägen das Bild, während sich zwischen den Häusern immer wieder der Blick auf das weit unten liegende Mittelmeer öffnet. An klaren Tagen erkennst du von den Aussichtspunkten die Küstenlinie bis Fuengirola und die Umrisse der nordafrikanischen Berge. Sehenswert sind die in den Fels gehauene Kapelle Ermita de la Virgen de la Peña, die terrassierten Gärten der Muralla, die alte Stadtmauer, sowie eine der kleinsten Stierkampfarenen Spaniens mit ungewöhnlich ovalem Grundriss. In den Werkstätten und Läden findest du Keramik, Lederwaren und Olivenöl der Region. Bekannt ist der Ort auch für seine Eselstaxis, die im Zentrum warten. Für Ruhesuchende lohnt der Weg hinauf in den Pinienwald der Sierra, wo Wanderwege durch duftende Aleppokiefern führen. Von Fuengirola aus ist Mijas Pueblo über eine kurvige Straße in kurzer Zeit zu erreichen und eignet sich gut für einen Nachmittag mit anschließendem Abendessen.

06 / 06

Altstadt von Marbella mit Puerto Banús

Marbella wird oft auf Luxus reduziert, doch der historische Kern ist ein überraschend beschaulicher Ort.

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Rund um die Plaza de los Naranjos, den Orangenplatz aus dem 15. Jahrhundert, gruppieren sich weiße Häuser mit Holzbalkonen, Restaurants stellen ihre Tische unter die Bäume, und ein Brunnen plätschert in der Mitte. Von hier führen verwinkelte Gassen an Resten der maurischen Stadtmauer und der Burganlage vorbei zur Kirche Iglesia de la Encarnación. Zum Meer hin schließt sich die Avenida del Mar an, ein Boulevard mit Palmen und mehreren Bronzeskulpturen von Salvador Dalí, der direkt auf die kilometerlange Strandpromenade führt. Wenige Kilometer westlich liegt der Yachthafen Puerto Banús, wo weiße Motoryachten, Designerboutiquen und Strandclubs das komplett andere Gesicht der Stadt zeigen. Der Kontrast an einem einzigen Tag ist das eigentlich Reizvolle: vormittags Altstadtgassen und Tapas, nachmittags Bummel am Hafen, abends Sonnenuntergang am Strand. Marbella liegt geschützt vor der Sierra Blanca, was dem Ort ein besonders mildes Klima beschert. Nach Osten führt die Promenade über mehrere Kilometer Richtung San Pedro de Alcántara.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai, Juni, September und Oktober

Die angenehmsten Monate für einen Costa del Sol Urlaub sind Mai, Juni, September und Oktober. Dann liegen die Tagestemperaturen meist zwischen 22 und 28 Grad, das Meer ist im September und Oktober nach dem Sommer am wärmsten, und Strände wie Ausflugsziele sind deutlich weniger überlaufen als in der Hochsaison. Juli und August sind ideal für alle, die Badeurlaub mit Gewissheit auf Sonne verbinden wollen; dafür musst du mit Hitze, vollen Stränden und höheren Preisen rechnen. Wanderungen wie der Caminito del Rey oder Touren in die Sierra planst du besser im Frühjahr oder Herbst. Von November bis März ist die Küste ein klassisches Ziel für Wintersonne, Golf und Städtetrips nach Málaga, auch wenn das Baden im Meer dann nur für Hartgesottene infrage kommt. Ostern lohnt sich wegen der eindrucksvollen Semana-Santa-Prozessionen, allerdings sind Unterkünfte dann früh ausgebucht.

Frühling

Von März bis Mai steigen die Tageswerte von rund 18 auf 24 Grad, nachts kühlt es auf 10 bis 14 Grad ab.

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Die Landschaft ist nach dem Winterregen grün, Zitrusbäume und Wildblumen blühen, und die Sonne scheint bereits kräftig. Einzelne Regentage sind vor allem im März und April möglich. Das Meer hat mit etwa 16 bis 18 Grad noch Frischecharakter, dafür ist es die beste Zeit zum Wandern, Radfahren, Golfen und für Ausflüge in die Bergdörfer.

Sommer

Von Juni bis August herrscht trockene Hitze mit Tageswerten von 28 bis 32 Grad an der Küste, im Landesinneren Richtung Málaga-Becken auch deutlich darüber.

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Nachts bleibt es mit 20 bis 23 Grad mild. Regen fällt so gut wie nicht, die Sonne scheint fast durchgehend. Das Mittelmeer erreicht 22 bis 25 Grad und ist ideal zum Baden. Eine leichte Meeresbrise macht die Küstenorte erträglicher als das Hinterland; für Wanderungen sind dann nur die frühen Morgenstunden zu empfehlen.

Herbst

September und Oktober gehören zu den schönsten Monaten der Küste.

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Die Tageswerte gehen von rund 28 auf 23 Grad zurück, nachts bleibt es lange mild bei 15 bis 19 Grad. Das Meer ist mit 22 bis 24 Grad nach dem Sommer am wärmsten und lädt oft bis in den Oktober hinein zum Baden ein. Im November kühlt es auf etwa 19 Grad ab, und die ersten ergiebigen Regenfälle setzen ein, meist als kurze, kräftige Schauer zwischen sonnigen Tagen. Ideal für Strand, Städtetouren und Wanderungen in einem Urlaub.

Winter

Von Dezember bis Februar bleibt es an der Küste mild mit Tageswerten um 16 bis 18 Grad und Nachtwerten von 7 bis 10 Grad.

Mehr zum Winter

Frost gibt es am Meer praktisch nicht, viele Tage sind sonnig und klar, dazwischen ziehen Regenphasen durch – der Winter ist die niederschlagsreichste Zeit des Jahres. Im Bergland direkt hinter der Küste, in der Sierra de Mijas, der Sierra Blanca und der Sierra de las Nieves, liegen die Temperaturen spürbar niedriger, und auf den höchsten Kämmen der Sierra de las Nieves kann zeitweise Schnee fallen. Zum Baden ist das Meer mit 15 bis 16 Grad zu kühl, dafür ist die Zeit perfekt für Golf, Wanderungen, Mandelblüte ab Februar und Städtetrips nach Málaga.

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