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Kroatien · Nord-Dalmatien (Zadar)

Nord-Dalmatien (Zadar)

Zadar vereint zwei Gegensätze, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen wollen: In der Altstadt auf der schmalen Halbinsel stehen römische Säulenreste, frühmittelalterliche Kirchen und enge, blank gelaufene Marmorgassen dicht beieinander – und nur wenige Schritte weiter spielen die Wellen an der Uferpromenade eine moderne Klanginstallation. Genau dieses Nebeneinander von jahrtausendealter Geschichte und selbstbewusster Gegenwart macht deinen Zadar Urlaub so besonders.

Wissenswertes über Nord-Dalmatien (Zadar)

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai bis Oktober, ideal Juni und September
Flugzeit ab Frankfurt ca. 1,5 Stunden
Highlights
  • Altstadt auf der Halbinsel
  • Inselhüpfen im Archipel
  • Lichtspiel am Gruß an die Sonne
  • Nationalparks in Reichweite
Überblick

Über Nord-Dalmatien (Zadar)

Rund um die Stadt öffnet sich Nord-Dalmatien in seiner ganzen Breite. Nördlich der Altstadt reihen sich die Badeorte entlang der Küste, mit Kiesbuchten und Pinien, die bis fast ans Wasser reichen – etwa bei Petrčane oder im Stadtteil Borik, wo Häuser wie der Falkensteiner Club Funimation Borik oder das Falkensteiner Premium Camping Zadar direkt am Meer liegen. Wer es ruhiger mag, findet in Biograd na Moru eine entspannte Hafenstadt mit großer Marina und Hotels wie dem Hotel Ilirija oder dem Hotel Kornati. Zentrumsnah wohnst du im Hotel Kolovare, nur einen Spaziergang von der Altstadt entfernt.

Weiterlesen: Nord-Dalmatien (Zadar) entdecken

Was eine Zadar Reise so abwechslungsreich macht, ist die Nähe von Meer und Bergen. Vor der Küste liegt ein Archipel aus unzähligen Inseln und Inselchen, zu denen Fähren und Ausflugsboote ablegen; im Süden lockt die karge, bizarre Inselwelt der Kornaten. Landeinwärts erhebt sich das Velebit-Massiv mit den Schluchten des Nationalparks Paklenica, und am Vrana-See brüten in weiten Schilfgürteln Reiher und Seeschwalben. So kannst du Badetage, Wanderungen, Bootstouren und Stadtbummel völlig frei kombinieren – oft alles innerhalb einer Woche.

Dazu kommt die dalmatinische Küche, die hier noch bodenständig und ehrlich daherkommt: Fisch vom Grill mit Blitva, also Mangold mit Kartoffeln und Olivenöl, geschmortes Rindfleisch als Pašticada, Schafskäse von der Nachbarinsel Pag und zum Abschluss ein Gläschen Maraschino, der Kirschlikör, für den Zadar seit Generationen bekannt ist. Abends füllen sich die Plätze der Altstadt, Straßenmusiker spielen zwischen antiken Mauern, und die Lichtkreise am Ufer leuchten, sobald die Sonne im Meer verschwunden ist.

Ob du mit der Familie ein Hotel mit Pool und Strand suchst, als Paar romantische Sonnenuntergänge erleben willst oder als Aktivurlauber Schluchten, Radwege und Segelreviere im Blick hast – Zadar ist ein Ziel, das sich dir nicht aufdrängt, sondern dich Stück für Stück für sich einnimmt. Und spätestens, wenn du zum ersten Mal barfuß auf der klingenden Promenade stehst, verstehst du, warum so viele Gäste wiederkommen.

Anreise

Lage & Anreise

In 1,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 1,5 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

Entdecken

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Meeresorgel und Gruß an die Sonne

Am westlichen Ende der Uferpromenade Riva liegt Zadars bekannteste Attraktion buchstäblich unter deinen Füßen.

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Die Meeresorgel, kroatisch Morske orgulje, besteht aus breiten Steinstufen, die zum Wasser hinabführen. Darunter verlaufen Rohre, durch die jede Welle Luft presst – so entstehen tiefe, orgelähnliche Töne, die sich mit dem Seegang ständig verändern. Bei ruhiger See klingt es wie ein leises Atmen, bei auffrischendem Wind wie ein ganzes Orchester. Entworfen hat die Installation der kroatische Architekt Nikola Bašić, der auch den benachbarten Gruß an die Sonne gestaltet hat: einen großen, in den Boden eingelassenen Kreis aus Glasplatten mit Solarzellen darunter. Tagsüber sammeln sie Energie, nach Sonnenuntergang beginnen sie in wechselnden Farben zu leuchten, während Kinder und Erwachsene über die Lichtfelder laufen. Beide Werke zusammen haben das Westende der Halbinsel zum beliebtesten Treffpunkt der Stadt gemacht. Komm rund eine Stunde vor Sonnenuntergang, suche dir eine Stufe mit Blick aufs offene Meer und auf die Silhouetten der vorgelagerten Inseln, und bleibe sitzen, bis die Lichter angehen. Ein Eis oder ein Getränk aus einem der Cafés an der Riva gehört für viele Gäste genauso dazu wie das Fotomotiv.

02 / 06

Römisches Forum und Kirche des Heiligen Donatus

Mitten in der Altstadt liegt das antike Forum frei – ein weitläufiges Areal aus Pflaster, Säulenstümpfen, Kapitellen und Steinblöcken, auf denen heute Einheimische sitzen und Kinder zwischen den Fundamenten umherlaufen.

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Zadar war in der Antike eine römische Stadt, und das Forum bildete ihr Zentrum; eine hohe, freistehende Säule am Rand des Platzes gehört zu den markantesten Überresten. Direkt daneben erhebt sich die Kirche des Heiligen Donatus, auf Kroatisch Sveti Donat, ein mächtiger Rundbau aus dem Frühmittelalter und das Wahrzeichen der Stadt. Innen überrascht sie durch radikale Schlichtheit: nackter Stein, ein Rundgang in zwei Geschossen, kaum Schmuck – und eine Akustik, die so gut ist, dass der Raum regelmäßig für Konzerte genutzt wird. Beim Bau wurden antike Säulen und Steinblöcke aus dem Forum wiederverwendet, die du im Fundamentbereich noch erkennen kannst. Genau hier wird das Gegensatzpaar Zadars greifbar: römische Stadtplanung und mittelalterlicher Kirchenbau, direkt übereinandergeschichtet. Nimm dir Zeit, langsam einmal um den Rundbau herumzugehen, und schau dann in das Archäologische Museum gegenüber, das Fundstücke aus der Region zeigt und die Geschichte verständlich einordnet.

03 / 06

Kathedrale der Heiligen Anastasia mit Glockenturm

Die Kathedrale Sveta Stošija ist die größte Kathedrale Dalmatiens und steht nur wenige Schritte vom Forum entfernt.

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Ihre breite romanische Westfassade mit den beiden übereinanderliegenden Rosetten und den feinen Blendarkaden gehört zu den schönsten Kirchenfassaden an der kroatischen Küste. Innen führen zwei Säulenreihen das Auge durch das lange Mittelschiff zum Altarbereich; im Seitenschiff steht der steinerne Sarkophag, der der heiligen Anastasia gewidmet ist, der Stadtpatronin. Der große Reiz für Besucher ist jedoch der freistehende Glockenturm neben der Kirche. Über eine enge Treppe und mehrere Zwischenebenen steigst du hinauf – und wirst oben mit dem besten Rundblick Zadars belohnt: unter dir das Dächermeer der Altstadt mit dem hellen Rundbau von Sveti Donat, dahinter der Hafen, die Kanäle zwischen den Inseln, das offene Meer und bei klarer Luft die graue Wand des Velebit-Gebirges am Horizont. Der Aufstieg ist gegen ein kleines Entgelt möglich und lohnt sich besonders im Licht des späten Nachmittags. Festes Schuhwerk und ein wenig Geduld bei Gegenverkehr auf der Treppe helfen; oben hast du dann in aller Ruhe Zeit für Fotos.

04 / 06

Nationalpark Kornati und Bootsausflüge in den Archipel

Vor Zadar liegt eines der inselreichsten Küstengebiete des Mittelmeers, und die spektakulärste Gruppe darin ist der Nationalpark Kornati.

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Dutzende überwiegend unbewohnte Inseln, Felsriffe und Klippen liegen hier wie hingestreut im Wasser – fast baumlos, von Trockenmauern durchzogen, in Grau, Ocker und Olivgrün, umgeben von einem Meer in allen Blau- und Türkistönen. An der Außenseite brechen die Inseln in steilen Felswänden, den sogenannten Kronen, ins offene Meer ab. Tagesausflüge starten im Sommer von Zadar und von Biograd na Moru aus und verbinden meist eine Fahrt durch die Inselgassen mit Badestopps in geschützten Bu��hten und einem Fischessen an Bord. Viele Touren kombinieren die Kornaten mit dem Naturpark Telašćica auf der Insel Dugi Otok, wo ein Salzsee und hohe Klippen auf engem Raum zusammenkommen. Wer selbst segelt, findet in der Region eines der beliebtesten Chartergebiete Europas. Auch ohne Nationalpark lohnt der Archipel: Linienfähren bringen dich vom Hafen Gaženica oder vom Stadthafen zu Inseln wie Ugljan, Pašman oder Dugi Otok, wo Olivenhaine, kleine Häfen und ruhige Badeplätze auf dich warten.

05 / 06

Nationalpark Paklenica im Velebit

Nördlich von Zadar fällt das Velebit-Massiv steil zum Meer ab, und genau dort hat sich der Nationalpark Paklenica in den Kalk geschnitten.

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Zwei Schluchten prägen ihn: die breitere Velika Paklenica, deren bequemer Hauptweg bei Starigrad Paklenica beginnt und tief zwischen senkrechten Wänden hindurchführt, und die wildere, engere Mala Paklenica. Schon ein kurzer Spaziergang in die Velika Paklenica hinein lohnt sich, denn der Weg ist gut gepflegt und auch mit Kindern machbar. Hoch über dem Eingang ragt die mächtige Felswand des Anića kuk auf, ein berühmtes Ziel für Kletterer aus ganz Europa – im Frühjahr siehst du von unten oft winzige Gestalten in der Wand. Wanderwege führen weiter hinauf zu Berghütten, in Buchen- und Schwarzkiefernwälder und auf Aussichtspunkte mit Blick über die Inseln. Ein besonderes Ziel ist die Tropfsteinhöhle Manita peć, die zu festgelegten Zeiten und nur mit Führung geöffnet ist. Nimm Wasser mit, feste Schuhe und im Sommer einen frühen Start, weil die Schlucht gegen Mittag aufheizt. Für Gäste in Zadar oder Petrčane ist Paklenica ein klassischer Tagesausflug und der perfekte Kontrast zum Strandtag.

06 / 06

Biograd na Moru und der Vrana-See

Südlich von Zadar liegt Biograd na Moru, eine kompakte Küstenstadt auf einer kleinen Halbinsel, die im Mittelalter Krönungsort kroatischer Könige war.

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Heute prägen eine große Marina, eine belebte Uferpromenade mit Palmen und Cafés, Kiesstrände und der Blick auf die vorgelagerten Inseln das Bild. Vom Hafen legen Boote zu den Inseln Pašman und Vrgada sowie zu den Kornaten ab, und am Abend bummelst du zwischen Eisdielen, Konobas und Souvenirständen durch die Gassen. Hotels wie das Hotel Ilirija, das Hotel Kornati oder das Hotel In machen den Ort zu einem beliebten Standort für Familien und Segler. Nur ein kurzes Stück landeinwärts beginnt der Naturpark Vransko jezero, der größte natürliche See Kroatiens – ein flaches, schilfgesäumtes Gewässer, das durch einen schmalen Landstreifen vom Meer getrennt ist. Ein ornithologisches Reservat am Nordwestufer schützt die Brutplätze vieler Wasservögel; Beobachtungsstände und Lehrpfade machen sie zugänglich. Rund um den See führt eine beliebte Radstrecke, und vom Aussichtspunkt Kamenjak schaust du gleichzeitig auf den See, die Küste und die Inselwelt. Angler, Vogelfreunde und Radfahrer kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai bis Oktober, ideal Juni und September

Die Hauptsaison für einen Badeurlaub in Zadar reicht von Juni bis September, wenn das Meer verlässlich warm und das Wetter stabil sonnig ist. Juli und August sind die heißesten und lebhaftesten Monate – perfekt für lange Strandtage, Festivals und Bootsausflüge, aber auch am stärksten besucht und preislich am höchsten. Richtig entspannt wird es in der Nebensaison: Im Juni ist das Wasser schon angenehm, die Strände sind noch nicht voll, und abends lässt sich die Altstadt ohne Gedränge erkunden. Der September gilt bei vielen Stammgästen als schönster Monat, weil das Meer nach dem Sommer am wärmsten ist und du bis in den Oktober hinein baden kannst. Mai und Oktober eignen sich besonders für Städtereisen, Wanderungen in der Paklenica, Radtouren am Vrana-See und Ausflüge in die Nationalparks, weil es dann nicht zu heiß ist – zum Baden braucht man in diesen Monaten jedoch etwas Mut oder ein beheiztes Hotelpool. Von November bis März ist das touristische Angebot deutlich reduziert, viele Ausflugsboote fahren nicht, und einige Saisonhotels sind geschlossen; dafür erlebst du Zadar als ruhige, authentische Hafenstadt.

Frühling

Im März liegen die Höchstwerte meist bei 13 bis 16 Grad, im April bei rund 18 bis 20 Grad und im Mai schon bei 22 bis 25 Grad.

Mehr zum Frühling

Die Nächte bleiben mit 5 bis 13 Grad frisch. Das Frühjahr ist eine grüne, blütenreiche Jahreszeit mit vielen Sonnenstunden, aber auch gelegentlichen Regentagen und dem kalten Fallwind Bura, der die Luft klar und das Meer kabbelig macht. Die Wassertemperatur steigt langsam von etwa 13 bis 14 Grad im März auf 18 bis 19 Grad Ende Mai – zum Baden ist das nur für Abgehärtete etwas, für Wanderungen, Radtouren und Besichtigungen jedoch ideal.

Sommer

Juni bis August bringen trockenes, sonniges Mittelmeerklima mit Höchstwerten von 27 bis 31 Grad, in Hitzewellen auch darüber.

Mehr zum Sommer

Die Nächte bleiben mild bei 18 bis 22 Grad, Regen fällt selten und meist als kurzes Gewitter. Die Sonne scheint oft zehn bis zwölf Stunden täglich, und der auflandige Nachmittagswind Maestral sorgt an der Küste für angenehme Abkühlung und beste Segelbedingungen. Das Meer erreicht im Juni etwa 22 bis 23 Grad und klettert im Juli und August auf 24 bis 27 Grad – badewannenwarm und bis in den Abend hinein angenehm. Sonnenschutz, Kopfbedeckung und viel Wasser gehören bei Ausflügen ins Landesinnere unbedingt ins Gepäck.

Herbst

Der September ist oft noch ein Sommermonat mit 25 bis 27 Grad am Tag, viel Sonne und einem Meer von rund 24 Grad, das die gespeicherte Wärme lange hält.

Mehr zum Herbst

Im Oktober sinken die Höchstwerte auf 20 bis 22 Grad, das Wasser liegt noch bei etwa 20 bis 21 Grad, und die Zahl der Regentage nimmt zu. Der November ist mit 14 bis 17 Grad mild, aber deutlich wechselhafter und der nasseste Monat des Jahres mit kräftigen Schauern und Gewittern. Typisch für den Herbst ist der Wechsel aus warmem, feuchtem Südwind Jugo und klarer, kühler Bura. Für Städtebummel, Wein- und Olivenernte sowie Wanderungen ist das eine wunderbare Zeit.

Winter

Von Dezember bis Februar bleibt es für mitteleuropäische Verhältnisse mild, mit Tageswerten von 9 bis 13 Grad und Nachttemperaturen um 3 bis 6 Grad.

Mehr zum Winter

Frost ist selten, Schnee in der Stadt eine Ausnahme – anders als im nahen Velebit-Gebirge, das häufig weiß gepudert ist. Prägend ist die Bura, ein böiger, kalter Nordostwind, der vom Gebirge herabfällt, die Luft glasklar werden lässt und die Temperaturen gefühlt stark drückt; bei starker Bura werden Fährverbindungen und Küstenstraßen zeitweise eingeschränkt. Dazwischen liegen sonnige, windstille Tage, an denen man gut draußen sitzen kann. Das Meer kühlt auf 12 bis 14 Grad ab. Advent und Jahreswechsel werden in der Altstadt mit Lichterschmuck und Märkten gefeiert.

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