Apartheid Museum
Kein anderer Ort erklärt Südafrikas jüngste Geschichte so eindringlich wie dieses Museum im Süden Johannesburgs, direkt neben dem Freizeitpark Gold Reef City.
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Schon der Einstieg setzt den Ton: Mit deinem Ticket wirst du per Zufall einer Gruppe zugewiesen und betrittst das Gebäude entweder durch den Eingang für Weiße oder für Nicht-Weiße – eine simple Geste, die dir die Willkür der Rassentrennung sofort körperlich vermittelt. Danach führt dich der Rundgang chronologisch durch die Entstehung des Systems, den Alltag der Zwangsumsiedlungen, den Widerstand der Befreiungsbewegungen, die Gewalt der Sicherheitskräfte und schließlich den Weg zu den ersten freien Wahlen. Fotografien, Filmaufnahmen, Zeitungsseiten, Originaldokumente und Tonaufnahmen wechseln sich ab, dazwischen stehen bedrückende Objekte wie Gefängnisgitter oder ein Panzerwagen. Eine große Dauerausstellung ist dem Leben Nelson Mandelas gewidmet. Plane mindestens zweieinhalb bis drei Stunden ein, besser einen halben Tag, denn die Menge an Material ist enorm und du wirst zwischendurch Pausen brauchen. Die Innenhöfe mit Wasserbecken und Blick über die Bergbauhalden sind genau dafür gedacht. Ein Besuch lohnt sich am besten gleich zu Beginn deiner Reise, weil vieles, was du danach in Soweto oder in der Innenstadt siehst, dadurch einen ganz anderen Zusammenhang bekommt.
