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Frankreich · La Réunion

La Réunion

La Réunion ist die Insel, auf der du morgens im warmen Lagunenwasser zwischen Korallenfischen schnorchelst und wenige Stunden später in dicker Jacke über erkaltete Lavafelder stapfst. Dieser Gegensatz zwischen tropischem Meer und fast alpiner Hochgebirgswelt prägt jeden La Réunion Urlaub: Das französische Übersee-Département östlich von Madagaskar ist nicht größer als ein kleiner Landkreis, türmt sich aber bis auf 3070 Meter zum Piton des Neiges auf.

Wissenswertes über La Réunion

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai bis November, besonders September und Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 11,5 Stunden
Highlights
  • Aktiver Vulkan Piton de la Fournaise
  • Drei Bergkessel zum Wandern
  • Geschützte Lagune am Korallenriff
  • Kreolische Gewürzküche
Überblick

Über La Réunion

Das Herz der Insel bilden die drei Bergkessel Cilaos, Salazie und Mafate – gigantische Einbruchskrater, die zusammen mit den Gipfeln und Steilwänden zum UNESCO-Welterbe gehören. Nach Mafate führt bis heute keine Straße, Nachschub kommt per Helikopter, und wer die winzigen Dörfer sehen will, muss laufen. Genau das macht eine La Réunion Reise für dich so besonders: Über 1000 Kilometer markierte Wanderwege erschließen Nebelwälder mit mächtigen Tamarinden, Bergseen und Aussichtspunkte, an denen die Wolken unter dir hängen. Im Süden wartet mit dem Piton de la Fournaise einer der aktivsten Vulkane der Welt, dessen Mondlandschaft Plaine des Sables aussieht wie ein anderer Planet.

Weiterlesen: La Réunion entdecken

An der Westküste zeigt die Insel ihre sanfte Seite. Vor Saint-Gilles-les-Bains, L'Hermitage und La-Saline-les-Bains schützt ein Korallenriff eine flache, türkise Lagune, in der du gefahrlos baden und schnorcheln kannst. Hier reihen sich Strände unter Filao-Bäumen, Strandbuden mit Samoussas und Hotels mit Blick auf den Indischen Ozean. Von Juni bis Oktober ziehen Buckelwale vor der Küste vorbei – Bootstouren starten direkt aus dem Hafen von Saint-Gilles. Im Inselinneren lohnt ein Abstecher nach Entre-Deux, einem Dorf mit liebevoll gepflegten Kreolenhäusern, das als Ausgangspunkt für die Wanderung zum Dimitile dient.

Die Hauptstadt Saint-Denis im Norden ist dein Ankunftsort und ein eigenes Erlebnis: Hindutempel, Moschee und katholische Kathedrale stehen hier dicht beieinander, in der Rue de Paris reihen sich prächtige Villen aus der Kolonialzeit. Diese Mischung schmeckst du auch auf dem Teller. Die kreolische Küche verbindet französische Technik mit indischen, afrikanischen und chinesischen Einflüssen – Cari mit Reis, Rougail Saucisse, Vanille aus dem Osten und Rum mit eingelegten Früchten.

Praktisch ist La Réunion für dich entspannt: Es wird Euro bezahlt, Französisch gesprochen, Leitungswasser ist in der Regel trinkbar, und die medizinische Versorgung entspricht europäischem Standard. Mit dem Mietwagen umrundest du die Insel auf gut ausgebauten Straßen, für die Kessel und den Vulkan solltest du allerdings Zeit und Kurvenfestigkeit mitbringen. Wer Strandurlaub und echtes Bergabenteuer in einer Reise verbinden will, findet kaum ein passenderes Ziel.

Anreise

Lage & Anreise

In 11,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Piton de la Fournaise

Der 2632 Meter hohe Schildvulkan im Südosten ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und bricht in manchen Jahren mehrfach aus.

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Die Anfahrt über die Route du Volcan ist bereits ein Erlebnis: Von Bourg-Murat steigt die Straße durch Weideland und Nebelwald hinauf zur Plaine des Sables, einer rot-schwarzen Ascheebene, die an eine Marslandschaft erinnert. Am Aussichtspunkt Pas de Bellecombe endet die Straße, und vor dir öffnet sich der Enclos Fouqué, der riesige Einbruchkessel, in dem der aktive Krater liegt. Über eine lange Treppe steigst du auf den Kraterboden hinab und wanderst über erstarrte Lavaströme zum Formica Leo, einem kleinen, perfekt geformten Schlackenkegel, und weiter zum Gipfelkrater Dolomieu. Für die gesamte Tour solltest du einen ganzen Tag, viel Wasser, feste Schuhe und warme Kleidung einplanen – morgens ist es hier oft kalt, mittags brennt die Sonne auf dem dunklen Gestein. Wichtig: Bei Eruptionen oder dichtem Nebel wird der Zugang gesperrt, informiere dich deshalb am Reisetag über den aktuellen Status. Wer nicht wandern möchte, bekommt schon von den Aussichtspunkten entlang der Straße ein eindrucksvolles Bild vom Zusammenspiel aus Vulkanasche, Flechten und erkalteter Lava.

02 / 06

Cirque de Mafate

Der wildeste der drei Bergkessel ist bis heute nicht an das Straßennetz angeschlossen – und genau das macht ihn zu einem der außergewöhnlichsten Orte des Indischen Ozeans.

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Umgeben von bis zu tausend Meter hohen Felswänden liegen auf Hochplateaus und Geländerücken kleine Siedlungen, die Îlets heißen: La Nouvelle, Marla, Roche Plate, Aurère, Îlet à Bourse. Ihre Bewohner leben von Landwirtschaft und vom Wandertourismus, Versorgungsgüter werden per Helikopter eingeflogen. Du erreichst Mafate nur zu Fuß, etwa über den Col des Bœufs vom Cirque de Salazie aus oder entlang der Rivière des Galets. Die Wege sind gut markiert, aber anspruchsvoll: Es geht ständig auf und ab, durch Flussbetten und über schmale Grate. Unterwegs übernachtest du in einfachen Gîtes, in denen abends Cari und Rhum Arrangé serviert werden und das Gespräch mit den Gastgebern zum eigentlichen Highlight wird. Zwei bis drei Tage sind das Minimum, viele Wanderer bleiben eine Woche. Wenn dir die Zeit fehlt, bieten Rundflüge per Hubschrauber einen Blick von oben in den Kessel – spektakulär, aber kein Ersatz für die Stille zwischen den Felswänden am frühen Morgen.

03 / 06

Cirque de Cilaos

Die Straße von Saint-Louis hinauf nach Cilaos gilt als eine der aufregendsten Gebirgsstrecken der Insel und windet sich in zahllosen Kehren und engen Tunneln durch die Schlucht des Bras de Cilaos.

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Oben, auf rund 1200 Metern Höhe, liegt das gleichnamige Bergdorf in einem Amphitheater aus Felswänden. Cilaos ist berühmt für seine Thermalquellen, für feine Handstickerei, für Wein aus kleinen Lagen und vor allem für seine Linsen, die in fast jedem Restaurant der Insel auf der Karte stehen. Von hier startet der klassische Aufstieg zum Piton des Neiges, dem mit 3070 Metern höchsten Gipfel des Indischen Ozeans: Vom Wanderparkplatz Le Bloc geht es zur Berghütte Caverne Dufour, wo Übernachtungsgäste lange vor Sonnenaufgang aufbrechen, um den Gipfel im ersten Licht zu erreichen. Deutlich entspannter ist der kurze Weg zum Aussichtspunkt Roche Merveilleuse direkt über dem Dorf, der einen weiten Blick über den Kessel freigibt. Auch die Wanderung zum Wasserfall Bras Rouge und die Bergseen der Umgebung sind gut an einem Tag machbar. Abends wird es in Cilaos merklich kühl – ein Pullover gehört hier selbst im Südsommer ins Gepäck.

04 / 06

Lagune von Saint-Gilles-les-Bains und L'Hermitage

An der geschützten Westküste liegt der Badeabschnitt der Insel.

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Ein Korallenriff hält den offenen Ozean auf Distanz und schafft eine flache, türkisfarbene Lagune, in der du in ruhigem Wasser schwimmen und schnorcheln kannst. Die Strände von Saint-Gilles-les-Bains, L'Hermitage-les-Bains und La-Saline-les-Bains ziehen sich unter schattigen Filao-Bäumen entlang, an Wochenenden breiten hier ganze Familien ihre Picknicks aus und grillen am Strand. Das Riff gehört zur Réserve Naturelle Marine, in der Fischerei und Ankern streng geregelt sind – entsprechend dicht sind die Schwärme von Papageienfischen, Doktorfischen und Rochen über den Korallenköpfen. Boucan Canot und Roches Noires sind die bekanntesten Badebuchten, bewacht und mit klaren Markierungen der erlaubten Zonen, die du unbedingt beachten solltest. Vom Hafen von Saint-Gilles starten Katamaran- und Bootstouren, die zwischen Juni und Oktober zur Buckelwalbeobachtung hinausfahren; Delfine zeigen sich das ganze Jahr. Rund um die Promenade reihen sich Cafés, Eisdielen und Restaurants mit Blick auf die Masten, und am frühen Abend versammeln sich alle für den Sonnenuntergang über dem Wasser – ein ruhiger Gegenpol zu den Bergtouren im Inselinneren.

05 / 06

Forêt de Bébour-Bélouve und Trou de Fer

Östlich der Plaine-des-Palmistes beginnt einer der schönsten Wälder der Insel.

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Durch die Forêt de Bébour-Bélouve führt eine Forststraße in ein Hochmoor- und Nebelwaldgebiet, in dem mächtige Tamarins des Hauts mit flechtenbehangenen Ästen stehen und Baumfarne den Boden überwachsen. Von der Berghütte Gîte de Bélouve blickst du bei klarem Wetter tief in den Cirque de Salazie hinab, wo die Dörfer wie hingestreut unter den Felswänden liegen. Das eigentliche Ziel vieler Wanderer ist der Aussichtspunkt über dem Trou de Fer, einer tief eingeschnittenen Schlucht, in die Wasserfälle über mehrere hundert Meter hinabstürzen. Der Weg dorthin verläuft größtenteils über Holzbohlen durch sumpfigen Wald und ist technisch einfach, dafür fast immer feucht und rutschig – Regenjacke und Schuhe mit Profil sind Pflicht. Brich möglichst früh am Morgen auf, denn in dieser Region zieht sich der Himmel im Tagesverlauf regelmäßig zu und die Aussicht verschwindet im Nebel. Wer Glück mit dem Wetter hat, erlebt einen der eindrucksvollsten Blicke La Réunions; wer in Wolken steht, bekommt immerhin eine beinahe mystische Waldstimmung mit Moos, Tropfen und absoluter Stille.

06 / 06

Saint-Denis

Die Hauptstadt im Norden ist für die meisten Gäste der Ankunftsort und verdient mehr als einen schnellen Transfer.

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Entlang der Rue de Paris reihen sich prächtige Kreolenvillen aus der Kolonialzeit mit filigranen Veranden, Lambrequins und schattigen Gärten; die Straße endet am Jardin de l'État, einem botanischen Garten mit altem Baumbestand, in dem auch das Naturhistorische Museum untergebracht ist. Wie vielfältig die Inselgesellschaft ist, siehst du nirgends besser: Die Kathedrale, die Moschee Noor-e-Islam mit ihrem weißen Minarett, Hindutempel und chinesische Gebetsstätten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Am Barachois, der Uferpromenade mit alten Kanonen, treffen sich abends Jogger, Angler und Familien zum Spaziergang am tosenden Meer – gebadet wird hier allerdings nicht. Auf dem Petit Marché stapeln sich Vanille, Kurkuma, Chilis, Litschis und Mangos, dazu Körbe, Vetiver und Souvenirs aus Raffia. In den Seitenstraßen findest du kleine kreolische Restaurants, in denen mittags Cari Poulet oder Rougail Saucisse serviert werden, sowie Bäckereien mit französischem Gebäck. Als Basis für die ersten und letzten Urlaubstage ist Saint-Denis praktisch: kurze Wege zum Flughafen Roland Garros und guter Anschluss an die Küstenstraße nach Westen.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai bis November, besonders September und Oktober

Die beste Reisezeit für La Réunion liegt in der kühleren und trockeneren Jahreshälfte von Mai bis November. Dann ist die Luft klar, die Wolken über den Bergen reißen häufiger auf, und die Wanderwege in Cilaos, Salazie und Mafate sowie der Aufstieg zum Piton des Neiges sind am besten machbar. September und Oktober gelten als Idealmonate: angenehm warme Küste, stabile Bergwetterlagen und blühende Hochebenen. Von Juni bis Oktober ziehen zudem Buckelwale an der Westküste vorbei, Bootstouren starten aus Saint-Gilles-les-Bains. Wer vor allem baden möchte, findet von November bis April das wärmste Meerwasser, muss aber mit hoher Luftfeuchtigkeit, kräftigen Nachmittagsschauern und – zwischen Dezember und März – mit der Zyklonsaison rechnen. In dieser Zeit sind Bergwege häufiger gesperrt. Beachte außerdem die französischen Schulferien im Juli, August und um Weihnachten: Dann sind Flüge, Mietwagen und Berghütten deutlich stärker gebucht, und eine frühzeitige Reservierung lohnt sich besonders. Unabhängig von der Jahreszeit gilt: Zwischen Küste und Hochgebirge liegen schnell 15 Grad Unterschied, deshalb gehören Regenjacke und warme Schicht immer ins Gepäck.

Frühling

Frühling (März bis Mai): Die Übergangszeit nach dem Südsommer bringt an der Küste tagsüber rund 26 bis 29 Grad, nachts etwa 20 bis 23 Grad.

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Im März sind Luftfeuchtigkeit und Regenrisiko noch hoch, vor allem an der Ostküste rund um Sainte-Rose und Saint-Benoît; bis Mai wird es spürbar trockener, klarer und abends angenehm frisch. Das Meer ist mit etwa 26 bis 27 Grad noch sehr warm, die Vegetation nach den Regenmonaten üppig grün. In den Höhenlagen von Cilaos und auf der Plaine-des-Cafres liegen die Tageswerte bei rund 18 bis 22 Grad, nachts kann es unter 10 Grad fallen. Ab April beginnt die gute Wandersaison.

Sommer

Sommer (Juni bis August): In den europäischen Sommermonaten herrscht auf La Réunion Südwinter – die trockenste und angenehmste Zeit des Jahres.

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An der Küste liegen die Tageswerte bei etwa 23 bis 26 Grad, nachts bei 16 bis 19 Grad, die Luft ist trocken und der Himmel oft weit. Das Meer kühlt auf rund 23 bis 24 Grad ab, Baden ist weiter gut möglich. In den Bergen wird es deutlich kühler: In Cilaos sind tagsüber 15 bis 20 Grad normal, am Piton des Neiges und am Vulkan sinken die Temperaturen in klaren Nächten auf oder unter den Gefrierpunkt, Frost und Reif sind möglich. Ideal für Wanderungen und Walbeobachtung.

Herbst

Herbst (September bis November): Die stabilste und bei Wanderern beliebteste Phase.

Mehr zum Herbst

An der Küste steigen die Tagestemperaturen von rund 25 Grad im September auf 28 bis 29 Grad im November, nachts bleibt es mit 18 bis 22 Grad mild. Niederschläge sind selten und meist kurz, die Fernsicht von Aussichtspunkten wie Roche Merveilleuse oder Bélouve ist jetzt am besten. Das Meerwasser erwärmt sich von etwa 24 auf 27 Grad. In den Hochlagen sind tagsüber 17 bis 23 Grad üblich, nachts noch kühl. Im Oktober und November blühen Jacaranda und Flamboyant, und bis Oktober sind Buckelwale vor der Westküste unterwegs.

Winter

Winter (Dezember bis Februar): Jetzt ist auf La Réunion Südsommer – heiß, feucht und tropisch.

Mehr zum Winter

An der Küste werden tagsüber 28 bis 31 Grad erreicht, nachts kühlt es kaum unter 23 Grad ab. Das Meerwasser ist mit 27 bis 28 Grad badewannenwarm. Dafür ist es die regenreichste Zeit: Am Nachmittag bauen sich über den Bergen mächtige Wolken auf, und die Ostseite der Insel bekommt sehr große Niederschlagsmengen ab. Diese Monate fallen in die Zyklonsaison, Flüge und Wanderwege können kurzfristig betroffen sein. In den Bergkesseln bleibt es mit 20 bis 25 Grad erträglicher, allerdings häufig neblig und schwül.

Unterwegs

Mietwagen für La Réunion

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