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Seychellen

Seychellen

Seychellen – der Tag beginnt barfuß am Beau Vallon, wenn das Licht noch flach über die Bucht fällt und Fischer ihre Boote vor Bel Ombre ins Wasser schieben. Der Sand ist kühl, das Meer türkis und flach, und weiter hinten schiebt sich der grüne Rücken des Morne Seychellois in die Wolken.

Wissenswertes über Seychellen

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit April, Mai, Oktober und November
Flugzeit ab Frankfurt ca. 9,5 Stunden
Highlights
  • Granitfelsen im türkisen Wasser
  • Coco de Mer im Vallée de Mai
  • Riesenschildkröten hautnah
  • Inselhüpfen zwischen Mahé und La Digue
Überblick

Über Seychellen

Die Inselgruppe im Indischen Ozean lebt von ihren Kontrasten. Auf Mahé, der Hauptinsel, reihen sich Buchten wie Baie Lazare, Anse Royale, Anse La Mouche, Anse aux Pins und Grand Anse an eine Küstenstraße, die sich zwischen Granitfelsen und Palmen hindurchwindet. Praslin ist ruhiger, grüner, langsamer: Anse Volbert an der Côte d’Or, Anse Kerlan im Westen und dazwischen das Vallée de Mai, in dem die Coco de Mer wächst. La Digue schließlich erreichst du per Fähre nach La Passe, und dort übernimmt das Fahrrad – zwischen Anse Réunion und den berühmten Felsformationen im Süden brauchst du kein Auto mehr. Eine Seychellen Reise ist deshalb fast immer eine Inselkombination.

Weiterlesen: Seychellen entdecken

Unter Wasser geht es genauso weiter. Der Sainte-Anne-Meeresnationalpark vor Victoria mit der Île au Cerf lässt sich schon mit Schnorchel und Maske erkunden, Riffhaie, Adlerrochen und Papageifische inklusive. Wer tauchen möchte, findet rund um Granitblöcke, die steil ins Blau abfallen, einige der schönsten Reviere der Region. An Land begegnest du Riesenschildkröten, die auf mehreren Inseln frei umherlaufen, und endemischen Vögeln, die es sonst nirgends auf der Welt gibt.

Kulinarisch ist die kreolische Küche ein eigener Grund zu kommen: Fisch vom Grill mit Chili und Limette, Curry mit Kokosmilch, Brotfrucht, tropische Früchte vom Markt in Victoria. Übernachten kannst du sehr unterschiedlich – vom kleinen Guesthouse und den familiengeführten Bungalows abseits der Hauptstraße bis zum Resort direkt an der Bucht. Gerade die kleinen Häuser bringen dich näher an den Alltag der Seychellois, als es jede Hotelanlage könnte.

Ein Seychellen Urlaub eignet sich für Paare genauso wie für Familien und Naturfans, denn die Wege sind kurz, das Klima ganzjährig warm und die Inseln sicher und entspannt zu bereisen. Du brauchst keinen vollen Terminplan: Ein Strand am Vormittag, eine Wanderung im Nationalpark am Nachmittag, ein Sonnenuntergang über dem Wasser – mehr Programm verlangt hier niemand. Und wenn du abends barfuß durch den warmen Sand zurück zur Unterkunft läufst, verstehst du, warum so viele Gäste wiederkommen.

Anreise

Lage & Anreise

In 9,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 9,5 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Vallée de Mai auf Praslin

Das Vallée de Mai im Herzen von Praslin ist UNESCO-Weltnaturerbe und der wohl außergewöhnlichste Wald, den du auf einer Insel dieser Größe finden kannst.

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Auf gut angelegten Pfaden gehst du durch einen Palmenwald, der weitgehend so geblieben ist, wie er vor der Besiedlung der Seychellen war. Der Star ist die Coco de Mer, eine Palme, die ausschließlich auf Praslin und der Nachbarinsel Curieuse natürlich vorkommt und den größten Samen der gesamten Pflanzenwelt hervorbringt – ein zweigelapptes Gebilde von beeindruckendem Gewicht, das früher legendenumwoben an fernen Küsten angeschwemmt wurde. Über dir schließen sich riesige Wedel zu einem Dach, das Licht wird grünlich, und bei Wind rauscht es über dir wie Regen. Mit etwas Geduld entdeckst du den Schwarzen Papagei, den seltenen Nationalvogel der Seychellen, der hier eines seiner letzten Rückzugsgebiete hat. Dazu kommen endemische Geckos, Chamäleons und Schnecken. Die Rundwege sind unterschiedlich lang und auch ohne Wanderausrüstung machbar, festes Schuhwerk und Wasser solltest du trotzdem dabeihaben. Am besten kommst du früh am Morgen, wenn es kühler und ruhiger ist und die Vögel aktiv sind. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Strandnachmittag an der Anse Volbert oder der Anse Kerlan verbinden.

02 / 06

Anse Source d’Argent und L’Union Estate auf La Digue

Kaum ein Strand ist so oft fotografiert worden wie die Anse Source d’Argent im Südwesten von La Digue.

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Riesige, vom Wasser rund geschliffene Granitblöcke stehen im flachen, geschützten Wasser, dazwischen liegt heller Sand, und das vorgelagerte Riff hält die Wellen zurück, sodass die Lagune oft spiegelglatt und sehr flach ist – ideal zum Planschen und für Fotos, weniger zum Schwimmen bei Ebbe. Der Zugang führt über das L’Union Estate, eine ehemalige Kokosplantage, für die Eintritt fällig wird. Das lohnt sich, denn auf dem Gelände siehst du die alte Kopra-Mühle, ein Kolonialhaus, Vanillepflanzen und ein Gehege mit Aldabra-Riesenschildkröten, die sich geduldig am Hals kraulen lassen. Von La Passe, dem Hauptort und Fährhafen, kommst du am besten mit dem Fahrrad her; Autos gibt es auf La Digue kaum, und das Radeln zwischen Anse Réunion, Palmen und kleinen kreolischen Häusern ist Teil des Erlebnisses. Am späten Nachmittag wird das Licht warm und die Tagesgäste sind zurück auf den Fähren – dann hast du die Felsen fast für dich. Bring Bargeld, Sonnenschutz und genug Zeit mit, denn hier bleibt man länger als geplant.

03 / 06

Beau Vallon auf Mahé

Die weite Bucht von Beau Vallon an der Nordwestküste von Mahé ist der bekannteste und geselligste Strand der Seychellen – und trotzdem weit entfernt von Massentourismus.

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Der Sand ist hell und fein, das Wasser fällt sanft ab, und weil die Bucht gut geschützt liegt, kannst du hier meist unbeschwert schwimmen, was längst nicht an jedem Strand der Inseln gilt. Rund um die Bucht reihen sich Resorts, kleine Guesthouses und Bungalowanlagen, dazu Tauchbasen, Bootsanbieter und Restaurants, sodass du alles fußläufig erreichst. Im benachbarten Bel Ombre liegt ein kleiner Fischerhafen, von dem Ausflugsboote zu vorgelagerten Inseln und Tauchplätzen starten. Am Strandmarkt Bazar Labrin verwandelt sich die Promenade regelmäßig in eine Reihe von Ständen mit Grillfisch, Currys, Ladob und frischem Obst, dazu spielt kreolische Musik – die beste Gelegenheit, günstig und authentisch zu essen. Zum Sonnenuntergang färbt sich der Himmel über der Silhouette von Silhouette Island, und Einheimische kommen zum Schwimmen und Fußballspielen an den Strand. Von Beau Vallon aus bist du schnell in Victoria und ebenso schnell in den Bergen des Morne-Seychellois-Nationalparks, was die Bucht zu einem praktischen Standort für die ganze Insel macht.

04 / 06

Morne-Seychellois-Nationalpark auf Mahé

Der Morne-Seychellois-Nationalpark bedeckt einen großen Teil des bergigen Inneren von Mahé und zeigt dir die Seychellen von ihrer wilden Seite.

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Namensgeber ist der Morne Seychellois, mit rund 905 Metern der höchste Berg des Archipels. Von der Küstenstraße windet sich die Sans-Souci-Road in Serpentinen hinauf durch Nebelwald, Zimt- und Mahagonibestände; unterwegs liegen ein Teegarten und mehrere Aussichtspunkte, von denen der Blick über die Westküste bis zu den vorgelagerten Inseln reicht. Am bekanntesten ist der Aussichtsplatz bei der ehemaligen Missionsstation Venn’s Town, wo einst befreite Sklavenkinder unterrichtet wurden und heute nur noch Mauerreste zwischen mächtigen Bäumen stehen. Für Wanderer gibt es markierte Trails unterschiedlicher Länge, darunter den beliebten Weg zum Copolia mit seiner kahlen Granitkuppe und dem Panoramablick auf Victoria und den Sainte-Anne-Meeresnationalpark. Unterwegs begegnest du fleischfressenden Kannenpflanzen, endemischen Vögeln und oft nur wenigen anderen Menschen. Die Pfade sind teils steil, wurzelig und nach Regen rutschig, also lohnen sich Trekkingschuhe, viel Wasser und ein früher Start, bevor die Mittagshitze einsetzt. Als Kontrastprogramm zu Stranddtagen an der Anse La Mouche oder Baie Lazare ist der Nationalpark unschlagbar.

05 / 06

Victoria, die Hauptstadt auf Mahé

Victoria gilt als eine der kleinsten Hauptstädte der Welt und lässt sich bequem an einem Vormittag zu Fuß erkunden – gerade das macht ihren Charme aus.

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Im Zentrum steht der silberne Uhrenturm, den alle nur Little Ben nennen, ein Nachbau des Londoner Vorbilds und der klassische Treffpunkt der Stadt. Nur ein paar Schritte weiter liegt der Sir Selwyn Selwyn-Clarke Market, das lebendigste Stück Seychellen: Stände mit frisch gefangenem Fisch, Bergen von Mangos, Bananen und Papayas, Vanilleschoten, Zimtrinde, Chilipasten und bunten Pareos. Am Morgen ist der Trubel am größten, dann kaufen auch die Einheimischen ein. In den Straßen ringsum mischen sich Kolonialgebäude mit Wellblechdächern, moderne Verwaltungsbauten und der farbenprächtige Hindu-Tempel Arul Mihu Navasakthi Vinayagar, dessen verzierter Turm die Vielfalt der Inselbevölkerung sichtbar macht. Wer mehr Ruhe sucht, geht in den Botanischen Garten am Stadtrand, wo Coco-de-Mer-Palmen, Gewürzpflanzen, Flughunde in den Bäumen und ein Gehege mit Riesenschildkröten warten. Victoria ist außerdem Verkehrsdrehscheibe: Hier legen die Fähren nach Praslin und La Digue ab, hier starten Bootstouren in den Meeresnationalpark, und von hier fahren die Busse in praktisch jede Bucht der Insel.

06 / 06

Sainte-Anne-Meeresnationalpark und Île au Cerf

Direkt vor Victoria liegt der Sainte-Anne-Meeresnationalpark, das erste Meeresschutzgebiet des Indischen Ozeans.

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Zu ihm gehören mehrere Inseln, unter anderem Sainte Anne, Moyenne, Round, Long und die Île au Cerf – alle nur eine kurze Bootsfahrt von Mahé entfernt und damit ein perfekter Tagesausflug ohne langes Anreisen. Die geschützten Riffe zwischen den Inseln sind flach und meist ruhig, ideal auch für ungeübte Schnorchler: Papageifische, Sergeant Majors, Falterfische, Seesterne und mit etwas Glück Meeresschildkröten sind praktisch garantiert. Viele Anbieter fahren mit Glasbodenbooten hinaus, sodass auch Kinder und Nichtschwimmer etwas sehen. Ein üblicher Programmpunkt ist der Stopp auf der Île au Cerf, wo es einen ruhigen Strand unter Takamaka-Bäumen, ein paar kreolische Restaurants und schattige Wege gibt – oft wird ein Barbecue mit Grillfisch, Reis und Salaten serviert. Die Insel ist bewohnt und teilweise privat, der öffentliche Strandbereich aber leicht zugänglich. Weil das Gebiet unter Schutz steht, gelten Regeln: keine Korallen berühren, nichts mitnehmen, Sonnencreme möglichst riffverträglich wählen. Kombiniert mit einem Bummel durch Victoria ergibt sich ein abwechslungsreicher Tag, der Stadt, Meer und Inselnatur in wenigen Stunden zusammenbringt.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

April, Mai, Oktober und November

Die Seychellen sind ein Ganzjahresziel – warm ist es immer, es geht eher um Wind und Wasserqualität. Am angenehmsten sind die beiden Übergangsmonate April/Mai und Oktober/November: Dann liegt kaum Wind über den Inseln, das Meer ist ruhig und glasklar, die Sicht beim Tauchen und Schnorcheln am besten und die Strände sind frei von Seegras. Von Juni bis September bringt der Südostpassat frischere Luft und weniger Regen, dafür Wellen und Wind an den Süd- und Ostküsten – gut für Segler, Wanderer und alle, die es nicht ganz so schwül mögen; Strände an der Nord- und Westseite wie Beau Vallon oder Anse Volbert sind dann meist besser geschützt. Von Dezember bis März weht der Nordwestmonsun, es ist am wärmsten und feuchtesten, mit kurzen, kräftigen Schauern, zwischen denen die Sonne zuverlässig zurückkommt. Ein reiner Regentag ist selten. Da die Seychellen außerhalb des Zyklongürtels liegen, musst du dir um Wirbelstürme kaum Sorgen machen. Hauptreisezeit sind die europäischen Weihnachts-, Oster- und Sommerferien, dann solltest du Flüge, Fähren und Unterkünfte früh buchen. Wer Ruhe und günstigere Preise sucht, reist in den Wochen davor oder danach.

Frühling

Der März bildet noch das schwüle Ende des Nordwestmonsuns mit Tageswerten um 30 bis 31 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und kräftigen, aber kurzen Schauern, oft am Nachmittag.

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Im April dreht das Wetter: Der Wind flaut fast völlig ab, das Meer wird spiegelglatt und die Unterwassersicht erreicht ihr Jahresmaximum – für viele der schönste Monat auf den Inseln. Die Temperaturen liegen tagsüber bei rund 29 bis 31 Grad, nachts kaum unter 25 Grad, das Wasser ist mit etwa 28 bis 29 Grad angenehm badewannenwarm. Der Mai leitet allmählich zum Südostpassat über, bleibt aber meist noch ruhig und wird spürbar trockener. Sonnenschutz ist ganzjährig Pflicht, denn die Sonne steht nahezu senkrecht.

Sommer

Von Juni bis August herrscht der Südostpassat, die trockenste und für viele europäische Gäste angenehmste Zeit.

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Die Tageswerte sinken leicht auf etwa 27 bis 29 Grad, nachts kühlt es auf rund 23 bis 24 Grad ab, und der ständige Wind macht die Wärme deutlich erträglicher. Es regnet weniger und meist nur kurz. Dafür bringt der Passat Wellen und Strömung an die Süd- und Ostküsten, an manchen Stränden wird Seegras angespült und die Sicht unter Wasser ist nicht so klar wie in den Übergangsmonaten. Geschützte Buchten im Nordwesten von Mahé wie Beau Vallon oder die Côte d’Or auf Praslin bleiben in der Regel gut badbar. Ideale Zeit zum Wandern, Segeln und für Ausflüge ins Inselinnere.

Herbst

Der September gehört noch zur Passatzeit mit Wind und angenehmen 28 bis 29 Grad, bevor sich im Oktober alles beruhigt.

Mehr zum Herbst

Oktober und November zählen wie der April zu den besten Reisemonaten: kaum Wind, ruhige See, hervorragende Sicht beim Schnorcheln und Tauchen, Wassertemperaturen um 28 Grad. Tagsüber werden 29 bis 31 Grad erreicht, nachts bleibt es bei etwa 24 bis 25 Grad. Gegen Ende November nimmt die Luftfeuchtigkeit zu und die ersten Monsunschauer kündigen sich an, meist als kurze, heftige Regengüsse mit anschließendem Sonnenschein. Die Vegetation ist üppig grün, und in dieser Zeit sind auch die Strände besonders sauber und frei von Seegras.

Winter

Von Dezember bis Februar bestimmt der Nordwestmonsun das Wetter.

Mehr zum Winter

Es ist die wärmste und feuchteste Jahreszeit mit Tageshöchstwerten um 30 bis 31 Grad und Nachttemperaturen selten unter 25 Grad; das Meer erreicht bis zu 29 Grad. Die Luft ist schwül, es gibt die höchsten Niederschlagsmengen des Jahres, allerdings fast immer in Form kurzer, kräftiger Schauer und Gewitter, nach denen schnell wieder die Sonne durchkommt – Tage mit Dauerregen sind die Ausnahme. Der Wind kommt aus Nordwest, sodass jetzt die Süd- und Ostküsten ruhiger sind. Weil die Seychellen außerhalb des Zyklongürtels liegen, bleiben tropische Wirbelstürme praktisch aus. Für Sonnenhungrige aus Europa ist es die klassische Wintersonnenzeit mit entsprechend hoher Nachfrage.

Unterwegs

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