Ksar Aït Ben Haddou
Wenige Kilometer von Ouarzazate entfernt liegt eines der eindrucksvollsten Bauwerke ganz Marokkos.
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Der Ksar Aït Ben Haddou ist eine befestigte Lehmsiedlung, die sich in Stufen einen Hügel über dem Flusstal des Ounila hinaufzieht – ein Gewirr aus Wohntürmen, Speicherbauten und Wehrmauern, alles aus Stampflehm und Stroh errichtet und in genau dem Ockerton gehalten, den auch der Boden ringsum hat. Die Siedlung gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als Musterbeispiel für die südmarokkanische Lehmarchitektur, die einst die Karawanenwege zwischen der Sahara und Marrakesch säumte. Du überquerst den Fluss, folgst den engen Gassen bergauf und stehst schließlich oben am ehemaligen Kornspeicher, von dem aus du das ganze Tal überblickst: Palmenhaine, das trockene Flussbett, dahinter die kahlen Bergketten. Am schönsten ist der frühe Morgen oder der späte Nachmittag, wenn das Licht die Mauern zum Leuchten bringt und die Reisebusse noch nicht da oder schon wieder weg sind. Aït Ben Haddou ist außerdem eine der bekanntesten Filmkulissen Nordafrikas – zahlreiche internationale Produktionen haben hier gedreht, was auch die Filmstudios im nahen Ouarzazate erklärt. Ein paar Familien wohnen noch im alten Ksar, andere sind ins moderne Dorf am anderen Ufer gezogen.
