Universität Coimbra und Biblioteca Joanina
Hoch über dem Mondego thront die Universität von Coimbra, 1290 gegründet und damit eine der ältesten durchgehend bestehenden Hochschulen Europas.
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Seit 2013 gehört das Ensemble aus Paço das Escolas, Alta und Sofia-Straße zum UNESCO-Welterbe. Du betrittst den weiten Innenhof durch die Porta Férrea, blickst vom Balkon über die roten Ziegeldächer der Altstadt und stehst dann vor dem eigentlichen Höhepunkt: der Biblioteca Joanina, einer barocken Bibliothek aus der Zeit von König João V. Drei Säle voller vergoldeter Regale, exotischer Hölzer und trompe-l'œil-Decken, in denen zehntausende Bände lagern. Damit Insekten das Papier nicht zerfressen, lebt in der Bibliothek eine kleine Fledermauskolonie – nachts jagt sie, tagsüber schützen Lederdecken die Tische. Nebenan liegen die Kapelle São Miguel mit ihrer prachtvollen Orgel und der Prüfungssaal Sala dos Capelos. Der Besuch ist zeitlich getaktet, buche dein Zeitfenster also früh. Danach lohnt der Abstieg durch die steilen Gassen der Alta zur Sé Velha, der romanischen alten Kathedrale, die eher wie eine Festung wirkt. Am Abend hörst du in einem der Fadohäuser den Fado de Coimbra, der ausschließlich von Männern gesungen wird und melancholischer, gelehrter klingt als sein Lissabonner Gegenstück.
