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Jordanien · Totes Meer

Jordanien – Totes Meer

Totes Meer – kaum ein Ort trägt einen so lebensfeindlichen Namen und fühlt sich doch so belebend an. Im Wasser, in dem kein Fisch überleben kann, treibst du mühelos an der Oberfläche, als hätte die Schwerkraft für einen Moment Pause.

Wissenswertes über Jordanien – Totes Meer

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Oktober bis April, ideal März bis Mai und Oktober bis November
Flugzeit ab Frankfurt ca. 4 Stunden
Highlights
  • Schwerelos im Salzwasser treiben
  • Tiefster Punkt der Erde
  • Heilschlamm und Wüsten-Spas
  • Biblische Stätten ringsum
Überblick

Über Jordanien – Totes Meer

Das Zentrum für Reisende ist Sweimeh am jordanischen Nordostufer. Hier reihen sich Resorts wie das Mövenpick Resort & Spa Dead Sea, das Hilton Dead Sea Resort & Spa, das Dead Sea Marriott Resort & Spa, das Crowne Plaza Jordan – Dead Sea Resort & Spa, das Holiday Inn Resort Dead Sea, das Dead Sea Spa Resort und das Grand East Hotel Resort & SPA entlang der Uferstraße. Terrassenpools, Palmengärten, Privatstrände mit Zugang zum Salzwasser und Spa-Bereiche mit Schlammpackungen, Salzpeelings und Thermalbecken gehören zum Standard. Wer es ruhiger und höher gelegen mag, findet in den Bergen von Ma'In Hot Springs mit dem Ma'in Hot Springs Resort & Spa eine Alternative direkt an heißen Quellen.

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Der Reiz liegt in der Mischung aus Faulenzen und Entdecken. Morgens treibst du mit einer Zeitung in der Hand im Wasser, reibst dir schwarzen Mineralschlamm auf Arme und Schultern und spülst ihn unter der Dusche ab – die Haut fühlt sich danach ungewohnt glatt an. Mittags, wenn die Sonne über dem Becken flimmert, ziehst du dich in den Schatten oder ins Spa zurück. Und am späten Nachmittag öffnet sich das Umland: biblische Aussichtsberge, Mosaikstädte, Canyons mit Wasserfällen. Die Luft hier unten ist sauerstoffreicher und stärker gefiltert als an der Küste, das Licht weicher – ein Grund, warum Menschen mit Haut- und Atemwegsbeschwerden seit Jahrzehnten herkommen.

Eine Totes Meer Reise lässt sich leicht mit dem restlichen Jordanien verbinden. Amman und der Flughafen liegen in überschaubarer Fahrdistanz, der Weg nach Süden führt Richtung Petra und Wadi Rum. Praktisch sind Mietwagen oder Transfer, weil die Strecken landschaftlich spektakulär und die Ziele über die Hügel verteilt sind. Nimm Badeschuhe mit, denn die Salzkristalle am Ufer sind scharfkantig, und verzichte am Tag des Bades auf Rasieren – Salz in kleinen Schnitten brennt beachtlich. Trinke mehr als gewohnt, creme konsequent nach und nimm dir Zeit: Das Totes Meer belohnt die, die langsam machen, mit Sonnenuntergängen hinter den Hügeln des Westjordanlands, die man nicht so schnell vergisst.

Anreise

Lage & Anreise

In 4 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 4 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

Entdecken

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Das Totmeer-Ufer bei Sweimeh

Sweimeh ist das touristische Herz des jordanischen Totmeer-Ufers und der Ort, an dem du das berühmte Schwebeerlebnis hast.

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Der Salzgehalt liegt bei etwa 30 Prozent und damit rund zehnmal höher als im offenen Meer – du musst dich nicht anstrengen, das Wasser trägt dich von selbst. Am besten legst du dich vorsichtig zurück, hältst den Kopf oben und vermeidest spritzende Bewegungen, denn Salz in den Augen ist unangenehm. Die Hotelstrände der großen Resorts sind mit Stufen, Duschen und Schlammstationen ausgestattet; daneben gibt es öffentliche Strandanlagen mit Pools und Umkleiden. Der schwarze Mineralschlamm wird direkt am Ufer in Eimern bereitgestellt: auftragen, antrocknen lassen, abspülen. Rund um die Badestellen siehst du bizarre Salzformationen, weiße Krusten auf Steinen und knöchrige Treibholzstücke, die wie Skulpturen aussehen. Weil der Wasserspiegel seit Jahrzehnten sinkt, führen manche Strände über neu entstandenes Terrain hinunter zum Wasser – ein sichtbares Zeugnis des ökologischen Wandels. Plane dein Bad für den Morgen oder den späten Nachmittag ein, bleibe nicht länger als etwa 15 bis 20 Minuten im Wasser und spüle anschließend gründlich ab. Danach wirkt eine Ruhephase auf der Liege fast wie eine kleine Kur.

02 / 06

Ma'In Hot Springs (Hammamat Ma'in)

In den Bergen oberhalb des Totmeer-Grabens liegt eine der ungewöhnlichsten Oasen Jordaniens: Ma'In Hot Springs.

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Heißes Thermalwasser tritt hier aus dem Fels und stürzt als dampfender Wasserfall über eine Felsstufe in Becken darunter – ein Bild, das viele Besucher nicht erwarten, wenn sie durch die karge, felsige Schlucht anreisen. Das Wasser ist stark mineralisiert und wird traditionell bei Muskel-, Gelenk- und Hautbeschwerden genutzt. Du kannst dich unter den warmen Fall stellen, in den Becken sitzen oder im angeschlossenen Ma'in Hot Springs Resort & Spa das Thermalwasser in Wannen, Saunen und Behandlungen nutzen; dort gibt es auch Familien- und getrennte Badezeiten, die du vorab erfragen solltest. Die Anfahrt selbst ist Teil des Erlebnisses: Die Straße windet sich in Serpentinen durch eine Mondlandschaft aus ockerfarbenen Hängen, mit Blicken, die bei klarer Luft weit über den Grabenbruch reichen. Weil die Anlage tief eingeschnitten liegt, bleibt es hier im Sommer sehr heiß – Frühjahr, Herbst und Winter sind deutlich angenehmer. Nimm Badeschuhe mit, denn die Felsen sind rutschig und das Wasser teils sehr warm. Für einen Halbtagesausflug vom Totmeer-Ufer ist Ma'In eine der lohnendsten Optionen.

03 / 06

Berg Nebo

Der Berg Nebo ist einer der stillsten und eindrücklichsten Orte der Region.

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Nach biblischer Überlieferung blickte Mose von hier aus auf das Gelobte Land, das er selbst nicht mehr betreten durfte. Auf dem Gipfel steht heute die Mose-Gedenkkirche, ein modern überdachter Bau, der die Überreste einer frühchristlichen Kirche und ihrer Klosteranlage schützt. Im Inneren sind bemerkenswerte Bodenmosaike zu sehen, darunter Darstellungen von Jagd- und Hirtenszenen sowie Tieren, die in erstaunlich lebendigen Farbtönen erhalten sind. Vor der Kirche erhebt sich das weithin sichtbare Schlangenkreuz des Künstlers Giovanni Fantoni, eine Skulptur, die die Bronzeschlange des Mose mit dem Kreuz verbindet. Der eigentliche Höhepunkt ist jedoch der Blick: Von der Aussichtsterrasse fällt das Land in Stufen ab zum Jordangraben, und bei guter Sicht erkennst du das Totes Meer, das Jordantal und die Hügel dahinter. Früh morgens oder am späten Nachmittag ist das Licht am schönsten und der Andrang geringer. Der Ort ist gut erschlossen, barrierearm erreichbar und lässt sich ideal mit einem Besuch der Mosaikstadt Madaba verbinden. Nimm dir Zeit, einfach an der Brüstung zu stehen – die Weite erklärt mehr als jede Beschreibung.

04 / 06

Madaba – Stadt der Mosaike

Madaba ist die Mosaikstadt Jordaniens und ein lebendiger Kontrast zur stillen Wüstenlandschaft am Totmeer-Ufer.

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Berühmt ist der Ort für die Mosaikkarte in der griechisch-orthodoxen St.-Georgs-Kirche: ein byzantinisches Bodenmosaik, das das Heilige Land mit Städten, Flüssen und Landschaften darstellt und unter anderem eine detaillierte Ansicht von Jerusalem zeigt. Es gilt als eine der ältesten erhaltenen Kartendarstellungen der Region und ist auch für Laien überraschend gut lesbar. Doch Madaba hat mehr zu bieten: Im Archäologischen Park und in der Kirche der Apostel sind weitere große Mosaikböden zu sehen, darunter kunstvolle Tier-, Pflanzen- und Figurendarstellungen. In den Werkstätten und Mosaikschulen der Stadt kannst du Handwerkern beim Setzen der Steinchen zusehen und Stücke direkt kaufen. Die Altstadtgassen sind voller kleiner Läden mit Keramik, Teppichen und Gewürzen, dazwischen Cafés, in denen du Minztee oder arabischen Kaffee trinkst. Madaba ist zudem eine Stadt mit großer christlicher Gemeinde, was sich in Kirchtürmen neben Minaretten zeigt – ein gutes Beispiel für das religiöse Nebeneinander Jordaniens. Für einen Ausflug vom Totmeer-Ufer reicht ein halber Tag; in Kombination mit dem Berg Nebo wird es ein voller, abwechslungsreicher Tag.

05 / 06

Al-Maghtas – Taufstelle Bethanien jenseits des Jordan

Am Ostufer des Jordan liegt Al-Maghtas, die als Taufstelle Jesu verehrte Stätte Bethanien jenseits des Jordan – heute UNESCO-Welterbe und ein Ziel, das Pilger und kulturell Interessierte gleichermaßen anzieht.

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Der Besuch erfolgt geführt, da das Gelände im sensiblen Grenzgebiet liegt: Vom Besucherzentrum bringt dich ein Shuttle zum Rundweg, der über Holzstege durch Tamarisken- und Schilfbewuchs führt. Unterwegs siehst du Ausgrabungen früher Kirchen, Kapellen, Taufbecken und Pilgerherbergen aus byzantinischer Zeit, deren Grundrisse und Mosaikreste noch deutlich erkennbar sind. Am Ende des Weges erreichst du das Flussufer selbst, wo der Jordan hier überraschend schmal und lehmbraun dahinfließt; am gegenüberliegenden Ufer liegt die israelische Seite, sodass du Pilgergruppen beider Seiten gleichzeitig beobachten kannst. Viele Besucher berühren das Wasser oder lassen sich segnen, andere stehen einfach still. Oberhalb der Stätte stehen moderne Kirchen verschiedener Konfessionen, die in den vergangenen Jahren errichtet wurden. Nimm Sonnenschutz, Hut und Wasser mit, denn das Jordantal ist heiß und schattenarm; die frühen Morgenstunden sind am angenehmsten. Vom Totmeer-Ufer bei Sweimeh ist Al-Maghtas einer der am einfachsten erreichbaren Ausflugspunkte.

06 / 06

Wadi Mujib und das Mujib-Biosphärenreservat

Das Wadi Mujib ist der spektakulärste Canyon am Ostufer des Toten Meeres und wird wegen seiner Tiefe gern als Grand Canyon Jordaniens bezeichnet.

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Das vom Naturschutzverband RSCN betreute Mujib-Biosphärenreservat reicht von den Hochebenen hinunter bis unter den Meeresspiegel und schützt eine überraschend reiche Tier- und Pflanzenwelt, darunter Steinböcke, Vögel und seltene Pflanzen an den Wasserläufen. Bekannteste Tour ist der Siq Trail, der direkt von der Besucherstation in Wadi-Mujib-Nähe durch die enge, wasserführende Schlucht führt: Du wandest flussaufwärts durch knietiefes bis hüfttiefes Wasser, kletterst mit Seilen über kleine Wasserfälle und stehst zwischen glatt geschliffenen, rot schimmernden Felswänden, die hoch über dir nur einen Streifen Himmel freilassen. Der Weg verlangt keine Vorerfahrung, aber Trittsicherheit und Bereitschaft, nass zu werden – Schwimmschuhe, wasserfester Beutel und Schwimmkenntnisse sind sinnvoll. Wichtig: Die Wassertrails sind nur in der wärmeren Jahreshälfte geöffnet und werden bei Regen- oder Hochwassergefahr gesperrt; prüfe die Öffnungszeiten also vorab. Für Nichtwanderer lohnt bereits die Fahrt entlang der Panoramastraße am Ufer, die immer wieder Blicke in die Schluchtmündungen und über das salzige Becken freigibt.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Oktober bis April, ideal März bis Mai und Oktober bis November

Am Toten Meer ist Reisezeit fast ganzjährig möglich, weil es hier unten im Grabenbruch außergewöhnlich mild und extrem trocken ist. Die angenehmsten Monate sind März bis Mai und Oktober bis November: Dann liegen die Tagestemperaturen meist zwischen 25 und 33 Grad, das Wasser ist warm, und Ausflüge zum Berg Nebo, nach Madaba, nach Al-Maghtas oder in die Schluchten sind gut machbar. Der Winter von Dezember bis Februar ist die wärmste Zeit im Vergleich zum übrigen Jordanien und ideal für Sonnenhungrige, die Hitze meiden: Tagsüber sind es angenehme 18 bis 23 Grad, abends wird es kühl, und ein Pullover gehört ins Gepäck. Juli und August sind sehr heiß mit Werten um und über 40 Grad – dann sind Spa-Aufenthalte, früh- oder spätabendliche Bäder und schattige Resortanlagen klar im Vorteil, Wanderungen dagegen anstrengend. Für die Wassertrails im Mujib-Reservat eignet sich die wärmere Jahreshälfte, da diese Routen im Winter geschlossen sind; prüfe die aktuellen Öffnungszeiten vor der Reise. Wer religiöse Stätten besucht, sollte die Ramadan-Zeiten beachten, weil sich dann Öffnungs- und Restaurantzeiten verschieben. Sonnenschutz, Hut und viel Trinkwasser sind in jeder Jahreszeit Pflicht.

Frühling

März bis Mai gilt als eine der besten Reisezeiten.

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Die Tagestemperaturen steigen von rund 25 Grad im März auf 33 bis 36 Grad im Mai, die Nächte bleiben mit 15 bis 21 Grad mild. Regen fällt kaum noch, die Luft ist klar, und die Sicht über den Grabenbruch bis zu den Hügeln auf der Westseite ist oft ausgezeichnet. Das Wasser des Toten Meeres erreicht angenehme 23 bis 27 Grad. In den Hochlagen bei Madaba und am Berg Nebo blüht es kurzzeitig grün, bevor die Sommerhitze alles ausdörrt. Nur im Frühjahr kann es nach seltenen Regenfällen in den Wadis zu kurzfristigen Sturzfluten kommen – Canyon-Touren daher nur mit aktueller Auskunft starten.

Sommer

Juni bis September ist am Toten Meer ausgesprochen heiß und extrem trocken.

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Die Tageswerte liegen meist zwischen 37 und 42 Grad, in Hitzeperioden auch darüber, nachts kühlt es nur auf etwa 25 bis 29 Grad ab. Regen fällt praktisch nicht, die Sonne scheint fast durchgehend, und die Luftfeuchtigkeit ist niedrig, was die Hitze trockener und erträglicher macht als an feuchten Küsten. Die Wassertemperatur steigt auf rund 30 bis 33 Grad – das Bad erfrischt also kaum. Plane Aktivitäten auf den frühen Morgen und den Abend, verbringe die Mittagsstunden im Schatten, Pool oder Spa und trinke deutlich mehr als gewohnt. Dafür sind Resortpreise in dieser Zeit häufig attraktiver.

Herbst

Oktober und November gehören zu den schönsten Monaten.

Mehr zum Herbst

Die Tagestemperaturen sinken von etwa 33 bis 35 Grad im Oktober auf angenehme 26 bis 29 Grad im November, nachts wird es mit 18 bis 23 Grad mild. Die Luft bleibt trocken, erste leichte Regenschauer sind ab Spätnovember möglich, aber selten und kurz. Das Wasser hält sich mit 27 bis 30 Grad lange warm, sodass Baden, Schlammpackungen und Strandtage perfekt kombinierbar sind. Gleichzeitig ist es kühl genug für Ausflüge nach Madaba, zum Berg Nebo, nach Al-Maghtas und für Touren in die Schluchten. Das Licht wird weicher, die Sonnenuntergänge über den Hügeln des Westjordanlands besonders farbintensiv.

Winter

Dezember bis Februar ist die kühlste, aber am Toten Meer immer noch milde Jahreszeit.

Mehr zum Winter

Tagsüber werden meist 18 bis 23 Grad erreicht, nachts kühlt es auf 10 bis 14 Grad ab – spürbar wärmer als in Amman oder auf den Hochebenen, wo es frieren und selbst schneien kann. Der größte Teil des ohnehin geringen Jahresniederschlags fällt in diesen Monaten, meist als kurze Schauer zwischen vielen Sonnenstunden. Das Wasser bleibt mit rund 21 bis 23 Grad badbar, und Thermalquellen wie Ma'In Hot Springs entfalten jetzt ihren größten Reiz. Für Besichtigungen ist der Winter ideal, weil die Hitze fehlt; packe aber eine Jacke für Abende und die höher gelegenen Ausflugsziele ein. Wassertrails im Mujib-Reservat sind in dieser Zeit geschlossen.

Unterwegs

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