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Türkei · Zypern Nord (türkischer Teil)

Zypern Nord (türkischer Teil)

Zypern Nord (türkischer Teil) beginnt mit einem Geruch: Zitrusblüten und Jasmin, die abends durch die schmalen Gassen von Girne ziehen, dazu das leise Knarren der Bootstaue im alten Hafen und Möwenrufe über den warmen Mauern der Burg. Dahinter steigt das Beşparmak-Gebirge auf, dessen Kämme im Abendlicht kupferrot leuchten.

Wissenswertes über Zypern Nord (türkischer Teil)

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit April bis Juni sowie September bis November
Flugzeit ab Frankfurt ca. 3,5 Stunden
Highlights
  • Kreuzritterburgen im Beşparmak-Gebirge
  • Antikes Salamis am Meer
  • Hafenidylle in Girne
  • Sandstrände bei Bafra
Überblick

Über Zypern Nord (türkischer Teil)

Die Landschaft wechselt auf kurzer Strecke. Im Westen reihen sich Lapta und Alsancak an den Hang, mit Olivenhainen, Johannisbrotbäumen und kleinen Buchten unterhalb der Küstenstraße. Östlich von Girne liegen Çatalköy und Agios Amvrosios, dahinter zieht sich die Küste Richtung Famagusta, wo bei Bafra breite Sandstrände beginnen und die Halbinsel Karpaz immer einsamer wird. Im Landesinneren teilt sich Nikosia in zwei Hälften – Nord-Nikosia mit Basar, Karawanserei und Minaretten ist ein eigenes Kapitel, Gönyeli und die Dörfer der Mesaoria-Ebene zeigen das Alltagsleben abseits der Hotels.

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Was diese Zypern Nord (türkischer Teil) Reise trägt, ist die Dichte an Geschichte. Antike Griechen und Römer, Byzantiner, Kreuzritter, Venezianer und Osmanen haben hier gebaut, gekämpft und weitergenutzt: Eine gotische Kathedrale wird zur Moschee, eine byzantinische Bergfestung zur Ritterburg, ein Kloster zur Ruine mit Blick über das Zitronental. Du brauchst keine langen Anfahrten – die meisten großen Sehenswürdigkeiten erreichst du von Girne oder Famagusta aus in Tagesausflügen, oft mit einer Badepause dazwischen.

Kulinarisch bekommst du eine Mischung aus türkischer und zyprischer Küche: Meze in vielen kleinen Schalen, Halloumi vom Grill, Şeftali Kebab, Fisch am Hafen, dazu starker Kaffee und Baklava. Übernachtet wird vom kleinen Stadthotel wie dem Novel Centre Point Hotel oder dem Lapida Hotel über Strandhäuser wie das Hotel Sempati und Topset Hotel bis zu großen Resorts wie Riverside Garden Resort, Grand Sapphire City oder Crown Salamis Hotel nahe den antiken Ruinen. Wer mag, mietet einen Wagen – Linksverkehr, aber wenig Verkehr – und fährt einfach los.

Zwischen Trikomo, Agios Sergios und Agios Georgios im Osten und den Bergdörfern über Girne findest du das, was viele hier suchen: viel Platz, klares Wasser, Ruinen ohne Menschenmassen und Gastgeber, die sich Zeit nehmen. Wenn du abends auf einer Terrasse sitzt, unten die Lichter der Küste, hinter dir die dunkle Silhouette der Berge, verstehst du schnell, warum viele Gäste wiederkommen.

Anreise

Lage & Anreise

In 3,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 3,5 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Burg und Hafen von Girne (Kyrenia)

Der halbmondförmige Naturhafen von Girne gehört zu den schönsten Ansichten der Insel.

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Fischerboote und Ausflugsschiffe liegen dicht an dicht, dahinter reihen sich Tavernen und Cafés in alten Lagerhäusern, und über allem wachen die wuchtigen Mauern der Burg. Die Festung wurde über Jahrhunderte immer wieder umgebaut: byzantinische Grundmauern, Erweiterungen aus der Zeit der Lusignan-Könige und massive venezianische Bastionen liegen hier übereinander. Du läufst über breite Rampen und Wehrgänge, steigst in dunkle Kasematten hinab und blickst von den Türmen über das Meer auf der einen und das Beşparmak-Gebirge auf der anderen Seite. Im Inneren wartet das Schiffswrackmuseum, das Herzstück der Anlage: Gezeigt wird ein antikes griechisches Handelsschiff, das vor der Küste sank und geborgen wurde, zusammen mit Teilen seiner Ladung wie Amphoren, Mandeln und Mühlsteinen. Es zählt zu den ältesten geborgenen Wracks überhaupt und liegt in einem eigenen, klimatisierten Saal, in dem du dem uralten Holz sehr nahe kommst. Plane genug Zeit ein – mit Museum, Kapelle und Rundgang über die Mauern bist du gut zwei Stunden beschäftigt. Am schönsten ist der Besuch am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht, der Stein warm leuchtet und du danach unten am Hafen bei einem Meze-Teller sitzen bleiben kannst.

02 / 06

St.-Hilarion-Burg

Hoch über der Küstenebene, auf einem zerklüfteten Felsgrat des Beşparmak-Gebirges, klebt die St.-Hilarion-Burg an den Klippen – aus der Ferne wirkt sie wie aus dem Fels gewachsen.

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Ursprünglich als byzantinische Klosteranlage und Beobachtungsposten entstanden, wurde sie unter den Lusignan-Herrschern zu einer Festung und zeitweise zur Sommerresidenz des Hofes ausgebaut. Der Besuch ist ein Aufstieg in mehreren Etappen: Vom unteren Burghof führen Treppen und Pfade über eine mittlere Ebene mit Zisternen, Küchentrakten und einer Kirche bis zum oberen Burgbereich mit den berühmten gotischen Fenstern, durch die du direkt in den Himmel und auf die Küste bei Girne schaust. Festes Schuhwerk ist Pflicht, denn die Stufen sind unregelmäßig und teils steil; wer schwindelfrei ist, wird mit einem der spektakulärsten Panoramen Zyperns belohnt – an klaren Tagen reicht der Blick weit über das Meer. Rund um die Burg ranken sich Legenden von einer Königin, die im Fels gewohnt haben soll, und die märchenhafte Silhouette hat schon viele Besucher an ein Bilderbuchschloss erinnert. Nimm Wasser mit, starte lieber am Vormittag und rechne mit ein bis zwei Stunden für den kompletten Aufstieg und Abstieg. Die Anfahrt über die Passstraße von Girne ist kurz, kurvig und selbst schon ein Erlebnis.

03 / 06

Abtei Bellapais

Oberhalb von Girne, im Dorf Beylerbeyi/Bellapais, liegt eine der stimmungsvollsten Ruinen des Mittelmeerraums.

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Die Abtei wurde von Augustiner-Chorherren errichtet und in der Zeit der Lusignan-Könige zu einer weitläufigen gotischen Anlage ausgebaut. Erhalten sind die Kirche, ein Kreuzgang mit filigranen Spitzbögen, der große Refektoriumssaal mit hohen Fenstern und die Reste des Kapitelsaals. Der Saal ist der Höhepunkt: Durch die Fensteröffnungen fällt der Blick über Zypressen, Zitronen- und Olivenhaine hinunter zum Meer, und die Akustik ist so gut, dass hier regelmäßig Konzerte stattfinden. Im Kreuzgang wachsen Feigenbäume aus dem Boden, Katzen dösen auf warmen Steinplatten, und im Frühling stehen die Wiesen ringsum voller Blumen. Bekannt wurde das Dorf auch durch den britischen Schriftsteller Lawrence Durrell, der hier lebte und seine Zypern-Erinnerungen schrieb; im Ort erinnert der berühmte Baum der Faulheit auf dem Dorfplatz an diese Zeit. Ringsum haben sich kleine Restaurants und Cafés mit Terrassen angesiedelt, in denen du nach der Besichtigung sitzen und die Aussicht auf die Küste genießen kannst. Bellapais liegt nur wenige Kilometer über Girne und lässt sich gut mit einem Ausflug nach St. Hilarion oder einem Nachmittag am Strand verbinden.

04 / 06

Antikes Salamis

Nördlich von Famagusta, direkt hinter einem flachen Sandstrand, liegt das größte antike Ruinenfeld Zyperns.

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Salamis war über Jahrhunderte eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt, wurde von Erdbeben schwer getroffen, wieder aufgebaut und schließlich aufgegeben – heute stehen die Reste weitläufig zwischen Akazien, Sanddünen und niedrigem Buschwerk. Der Rundgang beginnt meist beim Gymnasion mit seinem eindrucksvollen Säulenhof und den Statuen, führt weiter zu den römischen Thermen mit Resten von Mosaiken und Heizsystemen und endet im großen Theater, dessen Ränge teilweise rekonstruiert wurden und auf dessen Stufen du selbst Platz nehmen kannst. Weiter im Gelände verstreut findest du eine Agora, Zisternen, eine frühchristliche Basilika und Reste von Wasserleitungen. Wer möchte, fährt anschließend die kurze Strecke weiter zum Barnabas-Kloster mit seinem Ikonen- und Archäologiemuseum. Nimm unbedingt Sonnenschutz, Kopfbedeckung und viel Wasser mit: Das Areal ist groß, weitgehend schattenlos und im Hochsommer sehr heiß – Vormittag oder später Nachmittag sind die besten Zeiten. Für einen entspannten Rundgang solltest du ein bis zwei Stunden einplanen. Der Strand direkt nebenan macht Salamis zum idealen Halbtagesausflug: erst Ruinen, dann Abkühlung im Meer. Hotels wie das Crown Salamis Hotel liegen ganz in der Nähe.

05 / 06

Altstadt von Famagusta

Famagusta gehört zu den beeindruckendsten Städten des östlichen Mittelmeers.

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Die Altstadt wird von gewaltigen venezianischen Befestigungsmauern umschlossen, die stellenweise begehbar sind und den Ort wie eine steinerne Insel wirken lassen. Im Zentrum steht die Lala-Mustafa-Pascha-Moschee, die ursprünglich als gotische Kathedrale des heiligen Nikolaus errichtet wurde – die hohe Westfassade mit ihrem Maßwerk erinnert an französische Kathedralen, seit osmanischer Zeit ergänzt durch ein Minarett. Davor breitet sich ein Platz mit Palmen, Cafés und einem uralten Feigenbaum aus, gleich daneben liegen Reste des venezianischen Palasts. Am Hafen erhebt sich die Zitadelle mit dem Othello-Turm, benannt nach Shakespeares Drama, das in einem Hafen auf Zypern spielt; von oben schaust du über Hafenbecken, Mauern und Dächer. Beim Bummel durch die Gassen stößt du immer wieder auf Ruinen mittelalterlicher Kirchen, die zwischen Wohnhäusern und Werkstätten stehen – Famagusta hatte im Mittelalter außergewöhnlich viele Gotteshäuser. Nimm dir Zeit für einen Kaffee im Schatten und lauf die Mauern entlang, um ein Gefühl für die Dimensionen zu bekommen. Von Famagusta aus sind Salamis, die Strände bei Bafra sowie die Orte Trikomo, Agios Sergios und Agios Georgios schnell erreichbar.

06 / 06

Nord-Nikosia mit Büyük Han und Selimiye-Moschee

Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt Europas, und genau das macht den Besuch im nördlichen Teil so besonders.

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Herzstück ist der Büyük Han, eine osmanische Karawanserei mit zweistöckigem Innenhof, umlaufenden Arkaden und einer kleinen Moschee mitten im Hof. Früher stiegen hier Händler mit ihren Tieren ab, heute findest du Werkstätten, Kunsthandwerk, Buchläden und Cafés unter den Bögen – ein idealer Ort für eine Pause bei türkischem Kaffee. Wenige Schritte entfernt steht die Selimiye-Moschee, die einst als gotische Sophienkathedrale gebaut wurde: hohe Bündelpfeiler, Spitzbögen und Maßwerkfenster, dazu zwei schlanke Minarette und ein heller, teppichbelegter Innenraum. Rundherum liegt der Basar mit Gewürzen, Textilien und Süßigkeiten, dazu die Bedesten-Ruine und der überdachte Markt. Wer bis zur Ledra-Straße läuft, steht am bekanntesten Übergang zwischen Nord und Süd, an dem du mit gültigem Ausweis die Seite wechseln kannst. Achte beim Moscheebesuch auf angemessene Kleidung und meide die Gebetszeiten. Vom Ledra-Museum oder von Aussichtspunkten aus lässt sich die Stadt gut überblicken. Nikosia ist von Girne aus in kurzer Fahrt erreichbar und lohnt sich als Tagesausflug – am besten außerhalb der heißen Mittagsstunden im Hochsommer.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

April bis Juni sowie September bis November

Die angenehmsten Monate für deinen Urlaub sind das Frühjahr von April bis Juni und der Herbst von September bis November. Im Frühling ist die Insel grün, die Blumenwiesen rund um Bellapais und in der Mesaoria-Ebene blühen, und die Temperaturen sind ideal für Burgbesuche, Wanderungen im Beşparmak-Gebirge und lange Tage in Famagusta oder Salamis. Ab Mitte Mai wird das Meer richtig warm, sodass sich Sightseeing und Baden gut kombinieren lassen. Der Herbst ist die beste Zeit für einen reinen Badeurlaub: Das Meer hat im September und Oktober noch Sommerwärme, die Luft ist milder als im Hochsommer, und die Strände bei Bafra, Alsancak oder Lapta sind deutlich ruhiger. Juli und August sind sehr heiß und trocken – gut für alle, die pure Sonnengarantie und Poolurlaub möchten, weniger geeignet für ausgedehnte Ruinenbesuche ohne Schatten. Der Winter ist mild und günstig, eignet sich für Städtetrips, Wanderungen und Kulturreisen, allerdings musst du mit einzelnen Regentagen rechnen und viele Strandhotels laufen im reduzierten Betrieb.

Frühling

Von März bis Mai steigen die Tageswerte von rund 18 bis 21 Grad im März auf 26 bis 28 Grad im Mai, nachts bleibt es mit 9 bis 15 Grad frisch.

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Es ist die grünste Zeit des Jahres, mit blühenden Wiesen, Orchideen und Zitrusblüten, dazu meist klarer Sicht bis in die Berge. Regen fällt im März noch gelegentlich, ab Ende April kaum noch. Das Meer erwärmt sich von etwa 17 Grad im März auf 21 bis 22 Grad im Mai – ab Mai gut zum Baden, davor eher etwas für Hartgesottene. Perfekt für Wandern, Burgen und Ausgrabungsstätten.

Sommer

Von Juni bis September ist es heiß und praktisch niederschlagsfrei.

Mehr zum Sommer

Die Tageshöchstwerte liegen bei 32 bis 36 Grad, im Landesinneren rund um Nikosia und in der Mesaoria-Ebene sind Spitzen von 38 bis 40 Grad möglich, während es an der Küste bei Girne, Lapta und Alsancak durch den Seewind angenehmer bleibt. Nachts kühlt es nur auf etwa 21 bis 24 Grad ab. Die Sonne scheint über zwölf Stunden am Tag, das Meer erreicht warme 26 bis 28 Grad. Ausflüge zu schattenlosen Ruinen wie Salamis planst du am besten früh morgens oder am späten Nachmittag.

Herbst

Der Oktober ist einer der schönsten Monate: Tagsüber 26 bis 29 Grad, nachts noch milde 17 bis 19 Grad und ein Meer, das mit rund 25 bis 26 Grad wärmer ist als in vielen europäischen Sommern.

Mehr zum Herbst

September fühlt sich noch sommerlich an, im November gehen die Werte auf 20 bis 23 Grad zurück und die ersten Regenfälle setzen ein, meist als kurze, kräftige Schauer mit anschließendem Sonnenschein. Die Landschaft ist trocken und goldbraun, die Luft klar, die Strände und Sehenswürdigkeiten deutlich leerer als im Hochsommer.

Winter

Von Dezember bis Februar bleibt es mild, aber wechselhaft.

Mehr zum Winter

Tagsüber werden meist 15 bis 18 Grad erreicht, nachts sinken die Werte auf 8 bis 10 Grad, in den Bergen kann es spürbar kühler und windiger sein. Der Winter ist die Regenzeit der Insel: Es gibt mehrere feuchte Tage pro Monat mit teils kräftigen Schauern, dazwischen aber immer wieder strahlend sonnige Abschnitte. Die Landschaft ergrünt, die Berghänge des Beşparmak leuchten frisch. Das Meer kühlt auf etwa 17 bis 18 Grad ab und ist zum Baden zu frisch – ideal dagegen für Städtetouren, Kultur und Wanderungen.

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