Burg und Hafen von Girne (Kyrenia)
Der halbmondförmige Naturhafen von Girne gehört zu den schönsten Ansichten der Insel.
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Fischerboote und Ausflugsschiffe liegen dicht an dicht, dahinter reihen sich Tavernen und Cafés in alten Lagerhäusern, und über allem wachen die wuchtigen Mauern der Burg. Die Festung wurde über Jahrhunderte immer wieder umgebaut: byzantinische Grundmauern, Erweiterungen aus der Zeit der Lusignan-Könige und massive venezianische Bastionen liegen hier übereinander. Du läufst über breite Rampen und Wehrgänge, steigst in dunkle Kasematten hinab und blickst von den Türmen über das Meer auf der einen und das Beşparmak-Gebirge auf der anderen Seite. Im Inneren wartet das Schiffswrackmuseum, das Herzstück der Anlage: Gezeigt wird ein antikes griechisches Handelsschiff, das vor der Küste sank und geborgen wurde, zusammen mit Teilen seiner Ladung wie Amphoren, Mandeln und Mühlsteinen. Es zählt zu den ältesten geborgenen Wracks überhaupt und liegt in einem eigenen, klimatisierten Saal, in dem du dem uralten Holz sehr nahe kommst. Plane genug Zeit ein – mit Museum, Kapelle und Rundgang über die Mauern bist du gut zwei Stunden beschäftigt. Am schönsten ist der Besuch am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht, der Stein warm leuchtet und du danach unten am Hafen bei einem Meze-Teller sitzen bleiben kannst.
