Sümela-Kloster
Kein Bauwerk verkörpert die Schwarzmeerregion so sehr wie dieses Felsenkloster im Altındere-Tal südlich von Trabzon.
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Wie an die Wand geklebt sitzt die mehrgeschossige Anlage in einer senkrechten Steilwand, umgeben von dichtem Nadelwald, aus dem oft Nebelschwaden aufsteigen. Der Name geht auf das griechische Wort für schwarz zurück und bezieht sich auf das dunkle Gestein des Berges. Das der Gottesmutter geweihte Kloster war über Jahrhunderte ein bedeutendes geistliches Zentrum des griechisch-orthodoxen Christentums am Schwarzen Meer und wurde in den 1920er-Jahren im Zuge des Bevölkerungsaustauschs zwischen Griechenland und der Türkei aufgegeben. Heute führt ein Weg durch den Nationalpark hinauf zum Eingang; Shuttlefahrzeuge verkürzen den steilen Anstieg. Im Inneren beeindrucken vor allem die Felskirche und die angrenzenden Mauern mit ihren farbigen Fresken, die biblische Szenen zeigen und stellenweise übereinanderliegende Malschichten erkennen lassen. Dazu kommen Mönchszellen, eine Küche, Gästezimmer und ein in den Stein geführtes Wasserleitungssystem. Vom Balkon des Klosters blickst du über das grüne Tal, ein Panorama, das an Meteora oder tibetische Bergklöster erinnert. Weil Teile der Anlage immer wieder zur Sicherung gesperrt werden, lohnt sich vorab ein Blick auf die aktuelle Zugänglichkeit. Plane den Besuch möglichst früh am Tag ein, bevor die Reisebusse kommen.
