Symbolbild
Jordanien · Amman

Jordanien – Amman

Amman, die weiße Stadt auf ihren Hügeln, ist das ganz andere Jordanien. Während Petra und Wadi Rum vom Schweigen der Felsen leben, ist die Hauptstadt laut, wach und voller Gegenwart: Kalksteinfassaden klettern die Jabals hinauf, aus den Cafés zieht der Duft von Kardamomkaffee, und mitten im Verkehrsgetriebe sitzt ein römisches Theater im Hang, als hätte man es dort nie weggeräumt.

Wissenswertes über Jordanien – Amman

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit März bis Mai und September bis November
Flugzeit ab Frankfurt ca. 4 Stunden
Highlights
  • Sieben Hügel aus weißem Kalkstein
  • Antike Zitadelle über der Altstadt
  • Mezze, Mansaf und Knafeh
  • Tor zu Jerash und Totem Meer
Überblick

Über Jordanien – Amman

Die Stadt erzählt ihre Geschichte in Schichten, und du läufst mitten hindurch. Oben auf dem Zitadellenhügel stehen die Säulen des Herkulestempels über den Mauern eines umayyadischen Palastbezirks, unten im Tal – die Ammaner sagen einfach Al-Balad dazu – drängen sich Gewürzhändler, Goldsouks, Saftstände und Falafelbuden aneinander. Ein paar Serpentinen weiter beginnt Jabal Amman mit Galerien, Buchläden und Dachterrassen: Hier trinkst du Limonade mit Minze und schaust zu, wie das Abendlicht über die Hügel wandert und der Ruf der Muezzine von einer Kuppe zur nächsten springt. Diese kurzen Wege zwischen Jahrtausenden und Alltag machen den Reiz einer Amman Reise aus.

Weiterlesen: Jordanien – Amman entdecken

Gastfreundschaft ist hier kein Werbeversprechen, sondern Gewohnheit. Wer nach dem Weg fragt, bekommt oft gleich einen Tee dazu, und wer sich abends an eine Mezze-Tafel setzt, versteht schnell, warum jordanisches Essen so viel Geduld verlangt: Hummus, Mutabbal, Fattoush und gegrilltes Fleisch kommen nach und nach, dazu warmes Fladenbrot. Zum Abschluss gehört Knafeh – heißer Teigfaden-Käsekuchen in Zuckersirup, den man im Stehen aus der Pappschale löffelt. Auch das Nachtleben überrascht: Zwischen Weinbars, Jazzkellern und Shisha-Terrassen ist Amman weit moderner, als viele erwarten.

Praktisch ist die Stadt außerdem der ideale Ausgangspunkt für dein ganzes Jordanien-Erlebnis. Von Amman aus lassen sich die Säulenstraßen von Jerash, die Mosaikkirchen von Madaba, das Tote Meer und die Wüstenschlösser im Osten ansteuern – und wer Zeit mitbringt, hängt Petra und Wadi Rum an. Die Auswahl an Unterkünften reicht vom familiären Stadthotel bis zur Apartmentsuite mit Blick über die Dächer, viele davon in ruhigen Wohnvierteln mit Bäckerei und Kaffeeröster gleich um die Ecke.

Am schönsten ist Amman im Frühling und im Herbst, wenn die Temperaturen mild bleiben und die Höhenlage der Stadt für angenehm trockene Luft sorgt. Bring feste Schuhe mit – zwischen den Hügeln geht es ständig treppauf und treppab –, plane Zeit für lange Gespräche ein und lass dich vom scheinbaren Chaos nicht schrecken. Amman ist eine Stadt, die man nicht abhakt, sondern die einen langsam für sich einnimmt: mit Staub, Sonne, Sesam und einem Ausblick, der bei jeder Kurve wieder anders aussieht.

Anreise

Lage & Anreise

In 4 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 4 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

Entdecken

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Zitadelle von Amman (Jabal al-Qal'a)

Auf dem höchsten Hügel der Stadt liegt das archäologische Herz Ammans – ein Plateau, auf dem sich römische, byzantinische und islamische Epochen buchstäblich übereinanderstapeln.

Mehr erfahren

Weithin sichtbar sind die aufgerichteten Säulen des Herkulestempels aus römischer Zeit, daneben liegen die berühmten Fragmente einer überlebensgroßen Steinhand, die eine Ahnung davon geben, wie gewaltig die zugehörige Statue einmal gewesen sein muss. Nur wenige Schritte weiter beginnt der umayyadische Palastbezirk mit seinem markanten Kuppelbau, dessen Audienzhalle noch immer beeindruckend proportioniert wirkt, dazu Reste einer Moschee, einer Kolonnadenstraße und einer riesigen, in den Fels geschlagenen Zisterne. Auch die Grundmauern einer byzantinischen Kirche und Abschnitte der antiken Stadtmauer sind zu sehen. Ein kleines archäologisches Museum auf dem Gelände zeigt Funde aus ganz Jordanien und ordnet die Schichten ein. Der eigentliche Höhepunkt aber ist der Rundblick: Von der Brüstung schaust du direkt hinunter auf das römische Theater und das dicht bebaute Tal von Al-Balad, während sich ringsum die Wohnhügel in blassem Kalkstein staffeln. Besonders schön ist der späte Nachmittag, wenn das Licht warm wird und die Rufe der Muezzine von allen Seiten über das Plateau ziehen. Feste Schuhe und Sonnenschutz gehören dazu, Schatten gibt es oben kaum.

02 / 06

Römisches Theater

Mitten im Zentrum von Al-Balad schneidet sich ein gewaltiger Halbkreis aus Sitzstufen in den Hang – das römische Theater aus der Zeit, als Amman unter dem Namen Philadelphia zu den Städten der Dekapolis zählte.

Mehr erfahren

Rund 6.000 Zuschauer fanden hier Platz, und die Anlage ist so geschickt nach Norden ausgerichtet, dass die Ränge einen großen Teil des Tages im Schatten liegen. Wer die steilen, ungewöhnlich hohen Stufen bis ganz nach oben erklimmt, wird mit einem herrlichen Blick über die Bühne, den vorgelagerten Säulenplatz und die Hügel der Altstadt belohnt – der Aufstieg verlangt allerdings Trittsicherheit, ein Geländer gibt es nicht. Die Akustik ist bis heute verblüffend: Ein normal gesprochenes Wort auf der Orchestra trägt bis in die obersten Reihen, was Besucher regelmäßig zu kleinen Experimenten verleitet. In den Gewölben links und rechts der Bühne sind zwei sehenswerte kleine Museen untergebracht, die Trachten, Schmuck, Alltagsgegenstände und Handwerkstraditionen Jordaniens zeigen. Direkt nebenan liegt das kleinere Odeon, das einst für Musikaufführungen genutzt wurde, sowie Reste des Forums mit seiner Säulenreihe. Der weite Platz davor ist abends ein beliebter Treffpunkt: Familien sitzen auf den Stufen, Kinder jagen Tauben, Straßenhändler verkaufen Kaffee und geröstete Nüsse – Antike als Wohnzimmer der Stadt.

03 / 06

Jordan Museum

Das moderne Nationalmuseum im Viertel Ras al-Ain ist der beste Ort, um Jordanien in seiner ganzen Tiefe zu verstehen, bevor du zu den großen Stätten des Landes aufbrichst.

Mehr erfahren

Die Ausstellung führt chronologisch durch die Jahrtausende, von den ersten Jägern und Sammlern über die Bronzezeit bis in die islamische Epoche und die Moderne, und sie tut das mit klaren Texten auf Arabisch und Englisch, guten Modellen und angenehm viel Platz. Zu den bedeutendsten Exponaten gehören die Kalkstatuen von Ain Ghazal, gefunden am Rand von Amman – schmale Figuren mit großen, umrandeten Augen, die zu den ältesten bekannten Menschendarstellungen dieser Größe zählen und einen fast unheimlichen Blick haben. Ebenfalls hier zu sehen sind Stücke aus dem Fundkomplex der Schriftrollen vom Toten Meer, darunter die berühmte Kupferrolle, deren eingeritzter Text von verborgenen Schätzen berichtet. Dazu kommen nabatäische Funde aus Petra, römische Skulpturen, Mosaiken und Alltagsgegenstände, die zeigen, wie sehr diese Region immer Durchgangsland und Drehscheibe war. Die Räume sind klimatisiert, was an heißen Tagen ein echtes Argument ist, und die Wege bleiben überschaubar. Zwei bis drei Stunden solltest du einplanen, mit Kindern eher weniger – dann lohnt der Fokus auf die Statuen und die Mosaikabteilung.

04 / 06

King-Abdullah-I.-Moschee

Die blaue Kuppel dieser Moschee ist eines der Wahrzeichen Ammans und schon von weitem über den Dächern des Stadtteils Al-Abdali zu erkennen.

Mehr erfahren

Errichtet wurde der Bau zum Gedenken an König Abdullah I., den Gründer des modernen Jordanien, und er fällt durch seine klare, fast geometrische Formensprache auf: ein achteckiger Grundriss, schlanke Minarette und eine mit tiefblauen Mosaiken verkleidete Kuppel, die im Sonnenlicht regelrecht leuchtet. Im Inneren spannt sich der Raum ohne Stützen unter der Kuppel auf, deren Innenseite mit kalligrafischen Bändern geschmückt ist; das gedämpfte Licht, der dicke Teppich und die Stille wirken nach dem Lärm der Straße wie ein Gegenpol. Für Reisende ist die Moschee besonders interessant, weil sie als eines der wenigen Gotteshäuser der Stadt auch nicht-muslimische Besucher außerhalb der Gebetszeiten empfängt. Am Eingang werden Umhänge und Kopftücher für Frauen bereitgestellt, Schuhe bleiben draußen, Schultern und Knie sollten bedeckt sein – ein kurzer Moment der Umsicht, der überall geschätzt wird. Im Untergeschoss gibt es einen kleinen Ausstellungsbereich sowie Läden mit Kunsthandwerk und Büchern. Wer möchte, verbindet den Besuch mit einem Bummel durch das umliegende Viertel, in dem sich moderne Bürotürme und traditionelle Bäckereien direkt gegenüberstehen.

05 / 06

Rainbow Street und Jabal Amman

Auf dem Hügel Jabal Amman, rund um den ersten Kreisverkehr, liegt das Viertel, in dem die Stadt am entspanntesten atmet.

Mehr erfahren

Die Rainbow Street zieht sich als schmale Achse den Kamm entlang, gesäumt von alten Stadthäusern aus hellem Kalkstein mit hohen Fensterbögen, Innenhöfen und schmiedeeisernen Balkonen – Architektur aus einer Zeit, als Amman noch eine überschaubare Kleinstadt war. Heute stecken darin Cafés, Buchläden, Kunsthandwerksgeschäfte und Restaurants mit Dachterrassen, von denen aus du über die Altstadt bis hinauf zur Zitadelle schaust. Zu den bekanntesten Adressen gehört Duke's Diwan, ein historisches Haus, das als kulturelle Begegnungsstätte offensteht und mit alten Möbeln, Fotografien und knarrenden Dielen ein Stück Stadtgeschichte konserviert. In den Sommermonaten verwandelt der Markt Souk Jara ein angrenzendes Areal in einen fröhlichen Handwerks- und Streetfood-Basar mit Musik, Seifen, Keramik und Olivenholz. Abends füllen sich die Bürgersteige: Familien schlendern, Jugendliche sitzen auf Mauern, aus den Shisha-Cafés zieht Apfeltabak. Von hier führen Treppengassen steil hinunter nach Al-Balad – ein Abstieg, den man unbedingt einmal zu Fuß machen sollte, weil sich zwischen Wäscheleinen und Katzen ständig neue Ausblicke öffnen.

06 / 06

Al-Balad – die Altstadt mit Souks und Nymphäum

Al-Balad, das Tal zwischen den Hügeln, ist das älteste und lebendigste Stück Amman und ein Erlebnis für alle Sinne.

Mehr erfahren

In den engen Straßen reihen sich Gewürzhändler mit kegelförmig aufgetürmtem Sumach und Za'atar, Goldsouks mit funkelnden Auslagen, Läden für Kaffee und Kardamom, Stoffhändler und Werkstätten aneinander; dazwischen rufen Verkäufer, hupen Taxis und dampfen Falafelpfannen. Mittendrin steht die König-Hussein-Moschee mit ihrer rosa-weiß gestreiften Fassade an der Stelle des historischen Stadtzentrums, und nur ein paar Gassen weiter liegen die Reste des Nymphäums, eines monumentalen römischen Brunnenhauses, dessen Bögen heute etwas verloren zwischen den modernen Häusern aufragen und gerade deshalb so eindrücklich wirken. Ein Muss ist der Zwischenstopp bei einem der bekannten Knafeh-Läden der Altstadt: heißer Käsekuchen mit Teigfäden und Zuckersirup, im Stehen gegessen, umgeben von Einheimischen. Wer es ruhiger mag, steigt zur Kunststiftung Darat al Funun am Hang hinauf, wo alte Villen mit Garten Ausstellungen zeitgenössischer arabischer Kunst beherbergen und ein Café mit Aussicht wartet. Der beste Zeitpunkt für den Bummel ist der späte Vormittag oder der frühe Abend – dann ist der Trubel groß, aber die Hitze erträglich.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

März bis Mai und September bis November

Die angenehmste Zeit für einen Amman Urlaub sind der Frühling von März bis Mai und der Herbst von September bis November. Dann liegen die Tagestemperaturen meist im angenehmen Bereich zwischen 20 und 28 Grad, die Luft ist trocken, und die vielen Treppen und Hügel der Stadt lassen sich ohne Anstrengung erkunden. Im Frühling ist die Umgebung zusätzlich grün, was Ausflüge nach Jerash oder Umm Qais besonders lohnend macht; der Herbst punktet mit stabilem, klarem Wetter und warmen Abenden auf den Dachterrassen. Der Hochsommer von Juni bis August ist wegen der Höhenlage von rund 1.000 Metern deutlich erträglicher als am Toten Meer oder in Aqaba, mittags aber trotzdem heiß und grell – Sightseeing verlegt man dann besser in die frühen Morgenstunden und den späten Nachmittag. Der Winter ist kühl, wechselhaft und die einzige nennenswerte Regenzeit; dafür sind die Sehenswürdigkeiten leer und die Preise niedrig. Wer während des Ramadan reist, sollte beachten, dass tagsüber viele Restaurants geschlossen bleiben, dafür aber die Abende mit dem Fastenbrechen eine ganz besondere Atmosphäre entfalten.

Frühling

Von März bis Mai zeigt sich Amman von seiner freundlichsten Seite.

Mehr zum Frühling

Die Tageswerte steigen von rund 18 Grad im März auf etwa 26 bis 28 Grad im Mai, nachts kühlt es auf angenehme 8 bis 14 Grad ab. Die Sonne scheint überwiegend, Regen wird von Woche zu Woche seltener, und die Hügel rund um die Stadt sind noch grün. Vereinzelt können im Frühjahr heiße, staubige Wüstenwinde (Khamsin) für ein paar diesige Tage sorgen. Eine leichte Jacke für die Abende ist wegen der Höhenlage empfehlenswert.

Sommer

Von Juni bis August ist es heiß und ausgesprochen trocken, mit Tageswerten meist zwischen 30 und 34 Grad und viel Sonnenschein – Regen fällt praktisch nicht.

Mehr zum Sommer

Dank der Lage auf rund 1.000 Metern Höhe bleibt die Luftfeuchtigkeit niedrig, sodass die Hitze weniger drückend wirkt als an den Küsten oder am Toten Meer. Besonders angenehm sind die Nächte, die häufig auf 18 bis 20 Grad zurückgehen und Terrassenabende möglich machen. Für die Mittagsstunden gilt: Schatten suchen, Kopfbedeckung tragen und viel trinken.

Herbst

Der September fühlt sich mit etwa 30 Grad noch sommerlich an, bevor der Oktober mit rund 26 Grad und der November mit etwa 20 Grad angenehm mild werden.

Mehr zum Herbst

Die Nächte sinken von rund 17 Grad im September auf etwa 9 Grad im November. Die Luft ist klar, die Sicht über die Hügel oft hervorragend, und ab Ende Oktober fallen die ersten Regenschauer, die den Staub aus der Stadt waschen. Insgesamt eine ideale Zeit für lange Stadtspaziergänge und Tagesausflüge ins Umland.

Winter

Von Dezember bis Februar ist es in Amman kühl und wechselhaft – die Höhenlage macht sich deutlich bemerkbar.

Mehr zum Winter

Tagsüber werden meist 11 bis 14 Grad erreicht, nachts sinken die Werte auf 3 bis 5 Grad und können in klaren Nächten an den Gefrierpunkt heranreichen. In diesen Monaten fällt der meiste Niederschlag des Jahres, es gibt graue, regnerische Tage im Wechsel mit strahlendem Sonnenschein, und alle paar Jahre legt sich sogar Schnee über die weißen Hügel. Warme Kleidung, wasserfeste Schuhe und ein Blick auf die Heizmöglichkeiten der Unterkunft sind sinnvoll.

Unterwegs

Mietwagen für Jordanien – Amman

Tagesaktuelle Preise von Sunny Cars ab Amman Flughafen für Abholung am 2. Dezember 2026, Mietdauer eine Woche, Vollkasko mit Erstattung der Selbstbeteiligung. Für deinen Zeitraum zeigen wir dir den genauen Preis.

Persönliche Beratung

Lass uns deinen Jordanien – Amman-Urlaub planen

Wir beraten dich gerne persönlich – schnell, ehrlich und ohne Buchungs-Chaos. Such dir aus, wie:

Lieber gleich sprechen? 03445 7107740

Persönliche Beratung

Wir helfen dir, deinen Traumurlaub nach Jordanien – Amman zu planen!

Oder ruf uns direkt an:

03445 7107740

Wichtige Filter

Maximaler Reisepreis pro Person beliebig

100 €× Entfernen3.000 €

Beliebte Filter

Hotel-Einstellungen

Hotelkategorie

★★★★★
beliebig

Verpflegung

Beliebig Ohne Frühstück Halbpension Vollpension All Inclusive

Weiterempfehlung

Beliebig ab 75% ab 80% ab 85% ab 90% ab 95%

Sortierung

Weitere Filter

♥ Deine Merkliste

Cookie-Einstellungen