Zitadelle von Amman (Jabal al-Qal'a)
Auf dem höchsten Hügel der Stadt liegt das archäologische Herz Ammans – ein Plateau, auf dem sich römische, byzantinische und islamische Epochen buchstäblich übereinanderstapeln.
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Weithin sichtbar sind die aufgerichteten Säulen des Herkulestempels aus römischer Zeit, daneben liegen die berühmten Fragmente einer überlebensgroßen Steinhand, die eine Ahnung davon geben, wie gewaltig die zugehörige Statue einmal gewesen sein muss. Nur wenige Schritte weiter beginnt der umayyadische Palastbezirk mit seinem markanten Kuppelbau, dessen Audienzhalle noch immer beeindruckend proportioniert wirkt, dazu Reste einer Moschee, einer Kolonnadenstraße und einer riesigen, in den Fels geschlagenen Zisterne. Auch die Grundmauern einer byzantinischen Kirche und Abschnitte der antiken Stadtmauer sind zu sehen. Ein kleines archäologisches Museum auf dem Gelände zeigt Funde aus ganz Jordanien und ordnet die Schichten ein. Der eigentliche Höhepunkt aber ist der Rundblick: Von der Brüstung schaust du direkt hinunter auf das römische Theater und das dicht bebaute Tal von Al-Balad, während sich ringsum die Wohnhügel in blassem Kalkstein staffeln. Besonders schön ist der späte Nachmittag, wenn das Licht warm wird und die Rufe der Muezzine von allen Seiten über das Plateau ziehen. Feste Schuhe und Sonnenschutz gehören dazu, Schatten gibt es oben kaum.
