Aphaia-Tempel
Hoch auf einem pinienbewachsenen Hügel im Nordosten der Insel, oberhalb von Agia Marina, steht der Tempel der Göttin Aphaia – und er gehört zu den eindrucksvollsten dorischen Bauwerken, die in Griechenland erhalten geblieben sind.
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Anders als bei vielen antiken Stätten musst du hier nicht viel Fantasie aufbringen: Ein großer Teil der Säulen steht noch, Architrave liegen auf, und du erkennst sofort den Grundriss des Heiligtums. Rundherum duftet es nach Harz, Zikaden sägen in der Hitze, und zwischen den Bäumen hindurch öffnet sich der Blick über den Saronischen Golf. Bei klarer Luft siehst du bis zum Festland. Der Tempel wird gern in einem Atemzug mit der Akropolis von Athen und dem Poseidontempel von Sounion genannt, weil die drei Heiligtümer einander über das Meer hinweg gegenüberliegen. Teile des berühmten Giebelschmucks, der hier gefunden wurde, befinden sich heute in der Glyptothek in München – vor Ort erfährst du im kleinen Informationsbereich, wie die Figuren einst angeordnet waren. Nimm Wasser und Sonnenschutz mit und komm möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn das Licht die Steine warm färbt und sich die Besuchergruppen verlaufen haben.
