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Indien · Goa

Indien – Goa

Goa, wo jahrhundertelange portugiesische Prägung und indische Lebensart untrennbar miteinander verwoben sind, ist die kleinste Region Indiens und zugleich die wohl entspannteste. Kirchen mit barocken Fassaden stehen hier neben Hindu-Tempeln, katholische Feiertage werden ebenso ausgelassen gefeiert wie Diwali, und in den Küchen treffen Kokosmilch, Tamarinde und Chili auf Rezepte, die einst über See ihren Weg hierher fanden.

Wissenswertes über Indien – Goa

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit November bis März
Flugzeit ab Frankfurt ca. 8,5 Stunden
Highlights
  • Weite Strände an der Arabischen See
  • Portugiesisches Erbe in Old Goa
  • Kokoshaine und Gewürzgärten
  • Nachtmarkt in Arpora
Überblick

Über Indien – Goa

Der Norden rund um Calangute, Baga, Candolim und Arpora ist der lebendige Teil. Hier reihen sich Strandschacks aneinander, in denen du barfuß im Sand Tigerprawns und Fischcurry isst, während die Sonne in der Arabischen See versinkt. In Anjuna und Vagator hält sich der freigeistige Ruf, den Goa seit den Tagen der Aussteiger genießt, in Morjim und Mandrem wird es ruhiger, weiter und familiärer. Wer den Süden bevorzugt, findet in Betalbatim, Benaulim, Varca und Cavelossim endlos lange Sandstrände, an denen du morgens oft nur den Fischern begegnest, die ihre Boote durch die Brandung schieben.

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Zwischen den Stränden liegt ein Hinterland, das viele Gäste unterschätzen. Reisfelder, Kokoshaine und Cashewplantagen ziehen sich bis an die Ausläufer der Westghats, dazwischen liegen weiß getünchte Dorfkirchen und Gewürzgärten, in denen Pfeffer, Vanille und Muskat wachsen. Panaji, die Hauptstadt, überrascht mit dem Altstadtviertel Fontainhas, dessen ocker- und indigofarbene Häuser mit Azulejos geschmückt sind. Und in Old Goa erinnern gewaltige Kirchenbauten daran, dass hier einst eine der reichsten Städte Asiens stand.

Ein Goa Urlaub lässt sich dabei ganz nach deinem Tempo gestalten. Du kannst dich auf einer Sonnenliege in Bardez treiben lassen, mit dem Roller die Küstenstraßen entlangfahren, auf dem Mittwochsmarkt in Anjuna feilschen oder samstags über den Nachtmarkt in Arpora schlendern. Ayurveda-Anwendungen und Yoga gehören ebenso zum Angebot wie Bootstouren, bei denen du Delfine vor der Küste beobachtest. Abends wird aus einer Strandbar schnell ein langer Abend mit Livemusik und Feni, dem lokalen Cashewbrand.

Für Familien, Paare und Alleinreisende gleichermaßen geeignet, ist Goa ein Ziel mit kurzen Wegen und viel Abwechslung: Von deinem Hotel in Calangute erreichst du die Sehenswürdigkeiten in Old Goa, die Wasserfälle im Landesinneren und die stillen Buchten des Südens problemlos an einem Tag. Dazu kommt eine Gastfreundschaft, die sich nicht aufdrängt, sondern einfach da ist – in der Schack-Küche, im Gewürzladen, am Bootssteg. Genau diese Mischung aus Strand, Kultur und Leichtigkeit macht Goa zu einem Ziel, an das viele Gäste immer wieder zurückkehren.

Anreise

Lage & Anreise

In 8,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 8,5 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Basilika Bom Jesus in Old Goa

Die Basilika Bom Jesus ist das bekannteste Bauwerk Goas und gehört gemeinsam mit den übrigen Kirchen und Klöstern von Old Goa zum UNESCO-Welterbe.

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Ihre Fassade aus rotem Lateritstein blieb bewusst unverputzt und wirkt dadurch massiv und schlicht, während dich im Inneren ein reich vergoldeter Hauptaltar erwartet. Berühmt ist die Kirche vor allem als Ruhestätte des heiligen Franz Xaver, dessen sterbliche Überreste in einem silbernen Schrein in einer Seitenkapelle aufbewahrt werden. Für Katholiken in ganz Asien ist die Basilika deshalb ein bedeutender Wallfahrtsort, und du wirst hier regelmäßig auf Pilgergruppen treffen, die von weit her anreisen. Der Kontrast zwischen der kühlen, hallenartigen Weite des Kirchenschiffs und der tropischen Hitze draußen ist eindrucksvoll. Old Goa liegt östlich von Panaji am Mandovi und lässt sich von den Stränden in Bardez unkompliziert mit Taxi oder Roller erreichen. Plane deinen Besuch möglichst am Vormittag ein, dann sind Licht und Temperaturen angenehmer und die Reisebusse noch nicht eingetroffen. Als Gotteshaus gilt eine angemessene Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien. Direkt gegenüber liegt die Sé-Kathedrale, sodass du beide Hauptattraktionen des historischen Zentrums in einem einzigen Spaziergang verbinden kannst.

02 / 06

Sé-Kathedrale in Old Goa

Nur wenige Schritte von der Basilika entfernt steht die Sé-Kathedrale, die der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht ist und als eine der größten Kirchen Asiens gilt.

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Schon von außen beeindruckt der weiß getünchte Bau mit seiner breiten, streng gegliederten Fassade im toskanischen Stil. Auffällig ist, dass nur ein Glockenturm erhalten geblieben ist – der zweite stürzte ein und wurde nie wieder aufgebaut. In dem verbliebenen Turm hängt die sogenannte Goldene Glocke, deren tiefer Klang weit über das flache Land am Mandovi hinaus zu hören ist und die zu den bekanntesten Glocken Indiens zählt. Im Inneren öffnet sich ein gewaltiges Kirchenschiff mit vergoldetem Hauptaltar und mehreren Seitenkapellen, darunter jene mit dem Kreuz der Wunder, dem viele Gläubige besondere Kräfte zuschreiben. Die schiere Dimension des Raumes macht deutlich, welchen Rang Old Goa als kirchliches Zentrum einst hatte. Der Besuch ist kostenfrei, und weil die Kathedrale zum selben Welterbe-Ensemble gehört wie die Basilika Bom Jesus, kombinierst du sie am besten mit einem Rundgang über das gesamte Areal. Rundherum liegen weitere Ruinen und Kapellen im Grün verstreut – nimm dir Zeit, denn zwischen den Bauwerken lässt es sich wunderbar unter alten Bäumen pausieren.

03 / 06

Fort Aguada bei Candolim

Am Nordufer der Mündung des Mandovi in die Arabische See erhebt sich Fort Aguada, die eindrucksvollste portugiesische Festungsanlage Goas.

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Der Name geht auf die Süßwasserquellen zurück, an denen Schiffe früher ihre Wasservorräte auffüllten – „água“ steht im Portugiesischen für Wasser. Die Anlage sicherte einst die Zufahrt zum Hafen und zur Hauptstadt und war entsprechend wehrhaft angelegt: Du siehst noch heute mächtige Lateritmauern, einen tiefen Trockengraben und Bastionen, von denen aus du weit über die Küste blickst. Wahrzeichen der Festung ist der freistehende Leuchtturm, einer der ältesten seiner Art in Asien. Vom Plateau aus reicht der Blick über die Flussmündung, die vorgelagerten Strände und die Hügelketten im Hinterland – besonders lohnend am späten Nachmittag, wenn die Sonne über dem Meer steht. Unterhalb der Festung liegt der Strand von Sinquerim, der nahtlos in die langen Sandstreifen von Candolim und Calangute übergeht. Damit ist Fort Aguada von den meisten Hotels im Norden aus in kurzer Zeit erreichbar und eignet sich perfekt für einen Halbtagesausflug. Feste Schuhe sind sinnvoll, denn das Gelände ist uneben, und Schatten gibt es auf den Mauern kaum. Nimm ausreichend Wasser mit.

04 / 06

Fontainhas und die Altstadt von Panaji

Panaji, die Hauptstadt Goas, ist eine der kleinsten und entspanntesten Landeshauptstädte Indiens – und ihr Herzstück ist das Viertel Fontainhas.

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Die engen Gassen des als Kulturerbe geschützten Lateinischen Viertels sind gesäumt von Häusern in Ocker, Indigo, Grün und Rosa, mit weiß abgesetzten Fensterrahmen, schmiedeeisernen Balkonen, Ziegeldächern und Azulejos an den Fassaden. Wer hier spazieren geht, fühlt sich eher nach Südeuropa versetzt als nach Südasien, bis ein Rikschafahrer vorbeiknattert oder Weihrauch aus einer offenen Tür weht. Zwischen den Wohnhäusern findest du kleine Galerien, Antiquitätenläden, Bäckereien mit portugiesisch inspiriertem Gebäck und Cafés, in denen du dem Nachmittag beim Vergehen zusehen kannst. Ein markanter Punkt des Viertels ist die weiße Kapelle St. Sebastian am Ende einer der Hauptgassen. Nur wenige Minuten entfernt thront die Kirche Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis über dem Kirchplatz, deren geschwungene Treppenanlage zu den meistfotografierten Motiven Goas gehört. Ergänzend lohnt ein Bummel über den Markt von Panaji und entlang der Promenade am Mandovi. Für den Besuch solltest du den frühen Morgen oder den späten Nachmittag wählen, wenn das warme Licht die Farben der Häuser besonders leuchten lässt.

05 / 06

Flohmarkt Anjuna und Nachtmarkt Arpora

Märkte gehören zu Goa wie der Strand, und zwei davon sind längst Institutionen.

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Der Flohmarkt von Anjuna findet mittwochs statt und hat seine Wurzeln in der Zeit, als Reisende hier Mitgebrachtes tauschten und verkauften. Heute breitet sich zwischen Palmen und Sandwegen ein weitläufiges Areal aus, auf dem Textilien, Silberschmuck, Lederwaren, Gewürze, Tücher, Musikinstrumente und allerlei Kunsthandwerk aus ganz Indien angeboten werden. Handeln gehört unbedingt dazu und wird von beiden Seiten mit Humor betrieben – nenne ruhig deutlich weniger als den Startpreis und einige dich in der Mitte. Am Samstagabend verlagert sich das Geschehen nach Arpora, wo der Nachtmarkt mit Lichterketten, Livemusik und Dutzenden Essensständen eine ganz eigene Atmosphäre entfaltet. Hier probierst du dich durch indische Currys, gegrillten Fisch, Streetfood und internationale Küche, während auf mehreren Bühnen Bands spielen. Beide Märkte sind saisonal und laufen vor allem in der Trockenzeit zwischen November und dem Frühjahr, in der Monsunzeit ruht der Betrieb weitgehend. Von den Hotels in Baga, Calangute und Candolim sind beide Ziele schnell erreicht, Taxis warten am Abend zahlreich. Nimm Bargeld in kleinen Scheinen mit und achte in dem Gedränge auf deine Wertsachen.

06 / 06

Dudhsagar-Wasserfälle

Im Osten Goas, an der Grenze zum Nachbarstaat Karnataka, stürzt der Mandovi im Bhagwan-Mahavir-Schutzgebiet bei Mollem über mehrere Stufen eine bewaldete Felswand hinab.

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Der Name Dudhsagar bedeutet übersetzt „Meer aus Milch“ und beschreibt das weiß aufschäumende Wasser, das aus großer Höhe in ein Becken fällt. Über die Felswand führt eine Eisenbahnstrecke, sodass Züge mitten durch das Postkartenmotiv fahren – ein Bild, das kaum ein Besucher vergisst. Die Fälle liegen mitten im Dschungel der Westghats, einer der artenreichsten Regionen Indiens: Auf dem Weg begegnest du mit etwas Glück Affen, Hornvögeln und Schmetterlingen in erstaunlicher Vielfalt. Der Zugang erfolgt üblicherweise per geführter Jeep-Safari ab Kulem über eine holprige Piste, danach folgt ein kurzer Fußweg über Steine und durch flaches Wasser – wasserfeste Schuhe und Wechselkleidung sind sehr zu empfehlen. Am spektakulärsten sind die Fälle direkt nach dem Monsun, wenn die Wassermenge am größten ist; während der stärksten Regenzeit bleibt der Zugang aus Sicherheitsgründen gesperrt. Von den Küstenorten aus ist der Ausflug ein voller Tagestrip, den du am besten früh am Morgen startest. Kombinieren lässt er sich gut mit dem Besuch einer der Gewürzplantagen im Landesinneren.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

November bis März

Die beste Reisezeit für Goa liegt zwischen November und März. In diesen Monaten ist es trocken und sonnig, die Luftfeuchtigkeit ist im Vergleich zum Rest des Jahres angenehm niedrig, und die Tagestemperaturen bewegen sich meist zwischen 29 und 32 Grad. Das Meer erreicht rund 27 bis 28 Grad und ist ruhig genug zum Baden. Gleichzeitig läuft die Saison an den Stränden auf Hochtouren: Die Strandschacks sind geöffnet, die Märkte in Anjuna und Arpora finden regelmäßig statt, und Bootstouren sowie Ausflüge ins Hinterland werden täglich angeboten. Dezember und Januar sind die beliebtesten und teuersten Wochen, rund um Weihnachten und Silvester solltest du früh buchen. November und März sind gute Alternativen mit ähnlich zuverlässigem Wetter und moderateren Preisen. April und Mai sind sehr heiß und schwül, von Juni bis September prägt der Monsun mit kräftigen Regenfällen und rauer See das Wetter – dann ist es zwar günstig und leuchtend grün, viele Schacks und Wassersportangebote pausieren jedoch.

Frühling

Von März bis Mai wird es in Goa spürbar heißer und schwüler.

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Die Tageswerte steigen von rund 32 Grad im März auf 33 bis 35 Grad im Mai, nachts kühlt es kaum unter 25 Grad ab. Regen fällt zunächst kaum, gegen Ende Mai kündigen erste Gewitter und schwüle Luft den nahenden Monsun an. Das Meer erwärmt sich auf etwa 29 bis 30 Grad und bietet kaum Abkühlung. März ist noch gut bereisbar, ab April empfiehlt sich ein Hotel mit Klimaanlage und Pool sowie eine lange Mittagspause im Schatten.

Sommer

Von Juni bis August herrscht in Goa Monsunzeit.

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Die Temperaturen sinken auf angenehmere 26 bis 30 Grad, dafür fallen kräftige, oft stundenlange Regengüsse, und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Die Landschaft verwandelt sich in ein sattes Grün, Reisfelder und Wasserfälle im Hinterland führen reichlich Wasser. Das Meer ist rau, es gibt starke Strömungen, und Baden ist an vielen Abschnitten gesperrt. Zahlreiche Strandschacks und Wassersportanbieter schließen in dieser Zeit. Wer den Monsun mag, findet dafür niedrige Preise, wenig Trubel und eine sehr intensive Naturkulisse.

Herbst

Im September klingt der Monsun allmählich ab, die Regenfälle werden kürzer und seltener, bei Temperaturen um 29 bis 31 Grad.

Mehr zum Herbst

Der Oktober ist ein Übergangsmonat mit viel Sonne, noch hoher Luftfeuchtigkeit und gelegentlichen Schauern. Spätestens im November setzt die Trockenzeit ein: Es wird sonnig und stabil bei rund 32 Grad am Tag und milden 22 bis 24 Grad in der Nacht. Die Landschaft ist noch vom Monsun grün, die Wasserfälle führen viel Wasser, und die Saison an den Stränden startet. Oktober und November zählen damit zu den attraktivsten Reisemonaten.

Winter

Von Dezember bis Februar herrscht in Goa die beste Reisezeit.

Mehr zum Winter

Es bleibt nahezu durchgehend trocken und sonnig, tagsüber werden 30 bis 32 Grad erreicht, nachts kühlt es auf angenehme 19 bis 23 Grad ab. Die Luftfeuchtigkeit ist deutlich geringer als im Rest des Jahres, ein leichter Wind vom Meer macht die Wärme gut erträglich. Die Wassertemperatur der Arabischen See liegt bei etwa 27 bis 28 Grad, die See ist ruhig. Diese Monate sind ideal für Strandtage, Ausflüge nach Old Goa und Panaji sowie für Touren ins Hinterland.

Unterwegs

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