Ajanta-Höhlen
In einer hufeisenförmigen Felsschlucht oberhalb des Flusses Waghora hat sich eine der bedeutendsten buddhistischen Klosteranlagen der Welt erhalten.
Mehr erfahren
Rund 30 Höhlen wurden hier über Jahrhunderte hinweg von Hand in den harten Basalt geschlagen – große Gebetshallen mit Stupas an der Stirnseite und Wohnklöster mit schlichten Mönchszellen rund um einen Innenhof. Was Ajanta weltberühmt macht, sind jedoch die Wandmalereien: Auf Putz aufgetragene Szenen aus den Jataka-Erzählungen, den Geschichten früherer Leben Buddhas, füllen ganze Wände mit Fürstenhöfen, Musikerinnen, Tieren und Prozessionen. Die Farbigkeit und die weichen, lebendigen Gesichter gelten als Höhepunkt der altindischen Malerei. Nach dem Niedergang der Anlage geriet sie in Vergessenheit und wurde erst im 19. Jahrhundert von britischen Offizieren bei einer Jagd wiederentdeckt – der dichte Dschungel hatte die Höhlen über Jahrhunderte konserviert. Heute zählt Ajanta zum UNESCO-Welterbe. Für den Besuch solltest du einen halben Tag einplanen, denn die Höhlen liegen entlang eines langen Felsbogens hintereinander und wollen in Ruhe erschlossen werden. Das Licht im Inneren ist bewusst gedämpft, um die empfindlichen Malereien zu schützen; Blitzlicht ist nicht erlaubt. Ausgangspunkt ist in der Regel Aurangabad, von wo aus Tagesausflüge organisiert werden.
