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Indien · Maharashtra

Indien – Maharashtra

Maharashtra ist der Bundesstaat Indiens, der sich am wenigsten auf ein einziges Postkartenmotiv reduzieren lässt. Während das benachbarte Goa vor allem für seine Strände steht, spannt sich hier zwischen dem Arabischen Meer und der weiten Hochebene des Dekkan ein ganzer Kosmos auf: Mumbai, die pulsierendste Metropole des Subkontinents, liegt nur wenige Stunden von jahrtausendealten Felsenklöstern entfernt, und dazwischen ziehen sich die Westghats mit ihren nebelverhangenen Kammlinien quer durch das Land.

Wissenswertes über Indien – Maharashtra

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit November bis Februar
Flugzeit ab Frankfurt ca. 8,5 Stunden
Highlights
  • Felsenklöster von Ajanta und Ellora
  • Bollywood-Metropole Mumbai
  • Weingüter rund um Nashik
  • Bergstationen der Westghats
Überblick

Über Indien – Maharashtra

Für die meisten beginnt alles in Mumbai. Die Stadt am Wasser erzählt dir ihre Geschichte in Schichten: viktorianische Bahnhofshallen und Art-déco-Fassaden am Marine Drive, das mächtige Basalttor des Gateway of India, die Filmstudios, die dem indischen Kino seinen Namen gaben, und dazwischen ein Straßenküchen-Kosmos, der nie stillsteht. Wenn dir der Lärm zu viel wird, geht es hinauf in die Berge – nach Lonavla und Khandala, wo während des Monsuns Wasserfälle über die Felsen stürzen, oder ins autofreie Matheran, das du nur zu Fuß, zu Pferd oder mit der Schmalspurbahn erreichst. Auch Alibag an der Konkan-Küste ist von Mumbai aus schnell erreicht.

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Im Landesinneren ändert sich der Ton. Pune, die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates, verbindet Universitätsleben und IT-Viertel wie Pimpri-Chinchwad und Wakad mit dem Erbe der Maratha-Herrscher. Nashik liegt am heiligen Godavari, ist Pilgerort und zugleich Zentrum des indischen Weinbaus. Aurangabad ist das Tor zu den Höhlen von Ajanta und Ellora, Satara und Mahabaleshwar locken mit Erdbeerfeldern und Aussichtspunkten über tiefe Täler, und im Osten bildet Nagpur einen guten Ausgangspunkt für die Tigerreservate der Region. Thane und Ichalkaranji zeigen dir ein Maharashtra abseits der Reiserouten.

Kulinarisch bekommst du auf einer Maharashtra Reise beides: die kokosreiche, fischbetonte Küche der Konkan-Küste und die kräftig gewürzten, oft feurigen Gerichte des Hochlands. Vada Pav, das legendäre Kartoffelbrötchen, isst du für kleines Geld an jeder Straßenecke, dazu süßes Puran Poli oder ein scharfes Misal. Übernachtet wird komfortabel und unkompliziert – von Stadthotels in Pune und Nashik bis zu Resorts im Grünen. Die angenehmste Zeit liegt zwischen November und Februar, wenn die Luft trocken und die Temperaturen mild sind. Wer den Monsun nicht scheut, erlebt die Westghats dagegen in ihrem sattesten Grün. Wir von den Urlaubsagenten stellen dir deine Route so zusammen, dass Metropole, Welterbe und Berge in ein stimmiges Verhältnis kommen.

Anreise

Lage & Anreise

In 8,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 8,5 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Ajanta-Höhlen

In einer hufeisenförmigen Felsschlucht oberhalb des Flusses Waghora hat sich eine der bedeutendsten buddhistischen Klosteranlagen der Welt erhalten.

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Rund 30 Höhlen wurden hier über Jahrhunderte hinweg von Hand in den harten Basalt geschlagen – große Gebetshallen mit Stupas an der Stirnseite und Wohnklöster mit schlichten Mönchszellen rund um einen Innenhof. Was Ajanta weltberühmt macht, sind jedoch die Wandmalereien: Auf Putz aufgetragene Szenen aus den Jataka-Erzählungen, den Geschichten früherer Leben Buddhas, füllen ganze Wände mit Fürstenhöfen, Musikerinnen, Tieren und Prozessionen. Die Farbigkeit und die weichen, lebendigen Gesichter gelten als Höhepunkt der altindischen Malerei. Nach dem Niedergang der Anlage geriet sie in Vergessenheit und wurde erst im 19. Jahrhundert von britischen Offizieren bei einer Jagd wiederentdeckt – der dichte Dschungel hatte die Höhlen über Jahrhunderte konserviert. Heute zählt Ajanta zum UNESCO-Welterbe. Für den Besuch solltest du einen halben Tag einplanen, denn die Höhlen liegen entlang eines langen Felsbogens hintereinander und wollen in Ruhe erschlossen werden. Das Licht im Inneren ist bewusst gedämpft, um die empfindlichen Malereien zu schützen; Blitzlicht ist nicht erlaubt. Ausgangspunkt ist in der Regel Aurangabad, von wo aus Tagesausflüge organisiert werden.

02 / 06

Ellora-Höhlen

Rund 34 in den Fels gehauene Höhlen bilden hier eine der außergewöhnlichsten Tempelanlagen Indiens – und ihre Besonderheit liegt in der Vielfalt: Buddhistische, hinduistische und jainistische Heiligtümer stehen unmittelbar nebeneinander und erzählen von einer langen Phase religiöser Koexistenz.

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Das unbestrittene Herzstück ist der Kailasa-Tempel, Höhle 16. Er wurde nicht gebaut, sondern von oben nach unten aus dem massiven Basaltfelsen herausgearbeitet: Türme, Säulenhallen, Elefantenskulpturen in Originalgröße und ein freistehendes Tempelgebäude entstanden, indem Stein für Stein abgetragen wurde – ein Bauwerk, das eher gemeißelt als errichtet wurde. Wenn du auf dem Weg oberhalb der Anlage stehst und in den ausgehöhlten Hof hinabblickst, wird der schiere Aufwand dieser Leistung greifbar. Die buddhistischen Höhlen im südlichen Teil beeindrucken mit mehrstöckigen Klöstern und einer großen Gebetshalle, die jainistischen im Norden mit ihrer feinen, fast filigranen Ornamentik. Auch Ellora gehört zum UNESCO-Welterbe. Anders als in Ajanta stehen hier Skulptur und Architektur im Vordergrund, nicht die Malerei. Viele Reisende kombinieren beide Welterbestätten von Aurangabad aus, planen dafür aber besser zwei getrennte Tage ein – an einem einzigen Tag bleibt für beide zu wenig Zeit.

03 / 06

Gateway of India und Süd-Mumbai

Der wuchtige Torbogen aus gelbem Basalt am Wasser von Colaba ist das Wahrzeichen Mumbais und für viele der erste Eindruck der Stadt.

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In den 1920er-Jahren fertiggestellt, empfing er einst ankommende Schiffe – heute drängen sich davor Familien, Straßenhändler, Fotografen und Reisende, die auf die Fähren zur Insel Elephanta warten. Gegenüber erhebt sich die berühmte Hotelfassade des Taj Mahal Palace, und dahinter beginnt jenes Süd-Mumbai, in dem sich die Geschichte der Stadt am dichtesten ablesen lässt. Zu Fuß erreichst du von hier die Kolonialbauten rund um den Fort-Bezirk, die neugotische Pracht des Bahnhofs Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus, der ebenfalls UNESCO-Welterbe ist, und die einzigartige Ansammlung von Art-déco-Gebäuden entlang des Oval Maidan. Am Abend führt der Weg fast zwangsläufig zum Marine Drive, dessen geschwungene Uferpromenade nach Einbruch der Dunkelheit als leuchtende Kette am Meer liegt. Wer früh aufsteht, erlebt am Dhobi Ghat die riesige offene Wäscherei der Stadt oder besucht den Blumen- und Gewürzmarkt in Crawford. Süd-Mumbai lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden – ein seltener Luxus in einer Metropole dieser Größe.

04 / 06

Elephanta-Höhlen

Eine gute Stunde Bootsfahrt vom Gateway of India entfernt liegt die Insel Gharapuri im Hafenbecken von Mumbai, und mit ihr eine der eindrucksvollsten Höhlentempelanlagen des Landes.

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Vom Anleger führt ein Treppenweg, gesäumt von Ständen mit Tüchern, Schmuck und Getränken, hinauf zum Eingang – begleitet von Affen, die es auf unbeaufsichtigte Taschen abgesehen haben. Oben öffnet sich die Haupthöhle als weite, von massiven Säulen getragene Halle, die dem Gott Shiva geweiht ist. Ihr berühmtestes Bildwerk ist die Trimurti, eine mehrere Meter hohe dreiköpfige Darstellung Shivas, deren Gesichter Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung verkörpern. Der in Stein gehauene Ausdruck dieser Skulptur – ruhig, streng und zugleich zurückgenommen – gilt als Meisterwerk der indischen Bildhauerei. Weitere Reliefs zeigen Shiva als kosmischen Tänzer und Szenen aus der Mythologie; einige wurden im Lauf der Jahrhunderte beschädigt, wirken aber gerade dadurch besonders eindringlich. Die Anlage gehört zum UNESCO-Welterbe. Als Halbtagesausflug ab Mumbai ist Elephanta ideal: früh am Morgen starten, bevor Hitze und Besucherandrang zunehmen. Während der Monsunmonate kann der Fährbetrieb bei rauer See eingeschränkt sein.

05 / 06

Mahabaleshwar

Hoch oben in den Westghats, im Distrikt Satara, liegt auf rund 1.300 Metern die bekannteste Bergstation Maharashtras.

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Schon zur Kolonialzeit floh man vor der Hitze der Ebene hierher, und noch heute empfängt dich in Mahabaleshwar eine deutlich kühlere, würzige Luft. Der Ort ist umgeben von dichtem Wald und einer Reihe von Aussichtspunkten, die über die steil abfallenden Ränder des Plateaus hinausragen – der bekannteste, Arthur's Seat, blickt auf ein tief eingeschnittenes Tal, in dem morgens oft Wolken hängen. Am Venna Lake kannst du Boot fahren oder am Ufer entlangbummeln, umringt von Ständen mit Maiskolben und frischem Saft. Berühmt ist die Region für ihre Erdbeeren: Rund um den Ort erstrecken sich Felder, deren Ernte als Marmelade, Sirup oder Erdbeeren mit Sahne verkauft wird. In der Nähe erhebt sich die Festung Pratapgarh, eng verbunden mit der Geschichte der Maratha unter Shivaji, und das benachbarte Panchgani bietet weitere Panoramen. Am schönsten ist Mahabaleshwar zwischen Oktober und Februar; während des Monsuns ist es hier extrem regenreich, dafür leuchtet die Landschaft in tiefem Grün. Von Pune aus erreichst du den Ort bequem im Rahmen einer kurzen Rundreise.

06 / 06

Nashik und die Weinregion

Nashik liegt am Oberlauf des Godavari, eines der heiligsten Flüsse Indiens, und vereint zwei sehr unterschiedliche Gesichter.

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Am Ramkund, den Stufen am Flussufer, spielt sich das religiöse Leben der Stadt ab: Pilger nehmen rituelle Bäder, Priester sitzen unter Schirmen, Blumen treiben auf dem Wasser. Alle zwölf Jahre wird Nashik zum Schauplatz der Kumbh Mela, eines der größten religiösen Feste der Welt, zu dem Millionen Menschen anreisen. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Trimbakeshwar, ein bedeutender Shiva-Tempel und eines der Jyotirlinga-Heiligtümer, am Fuß der Berge, in denen der Godavari entspringt. Das zweite Gesicht der Stadt ist jünger: Die Hügel rund um Nashik gelten als Zentrum des indischen Weinbaus. Auf dem vulkanischen Boden des Dekkan und in der Höhenlage gedeihen Reben erstaunlich gut, und mehrere Weingüter – das bekannteste ist Sula – bieten Führungen, Verkostungen und Restaurants mit Blick über die Rebzeilen an. Ein Nachmittag zwischen Weinbergen, gefolgt von einem Abend an den Ghats, macht den besonderen Reiz dieser Stadt aus. Nashik eignet sich gut als Zwischenstopp zwischen Mumbai und dem Landesinneren und bietet eine solide Auswahl an Hotels.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

November bis Februar

Die angenehmste Zeit für einen Maharashtra Urlaub liegt zwischen November und Februar. Dann ist der Monsun vorüber, die Luft trocken und klar, und die Temperaturen bewegen sich tagsüber meist zwischen 25 und 32 Grad – ideal für Städtetouren in Mumbai und Pune, für die Höhlen von Ajanta und Ellora und für Wanderungen in den Westghats. In den Bergstationen wie Mahabaleshwar und Matheran kann es nachts empfindlich kühl werden, ein Pullover gehört ins Gepäck. März bis Mai sind die heißesten Monate; im Landesinneren rund um Nagpur und Aurangabad klettert das Thermometer regelmäßig über 40 Grad, was Besichtigungen anstrengend macht. Von Juni bis September bestimmt der Südwestmonsun das Wetter, an der Konkan-Küste und in den Westghats fällt dann sehr viel Regen. Diese Zeit hat trotzdem ihre Anhänger: Die Landschaft rund um Lonavla, Khandala und Matheran ist dann sattgrün, unzählige Wasserfälle stürzen über die Felsen, und die Preise sind niedriger. Wer die Weinregion um Nashik besuchen möchte, findet zwischen Januar und März die schönste Zeit, denn dann laufen Ernte und Weinfeste. Oktober gilt als Übergangsmonat mit noch hoher Luftfeuchtigkeit, ist aber bereits deutlich trockener.

Frühling

März bis Mai sind in Maharashtra die heißesten Monate des Jahres.

Mehr zum Frühling

Im Landesinneren, etwa rund um Aurangabad, Nagpur und Satara, steigen die Tageswerte häufig auf 38 bis 42 Grad, nachts kühlt es auf etwa 22 bis 26 Grad ab. An der Küste bei Mumbai und Alibag bleiben die Temperaturen mit 32 bis 35 Grad etwas niedriger, dafür ist die Luftfeuchtigkeit spürbar höher und die Hitze wirkt schwüler. Regen fällt kaum, der Himmel ist oft dunstig. In den Bergstationen der Westghats wie Mahabaleshwar oder Matheran ist es mit 25 bis 30 Grad deutlich erträglicher – genau deshalb entstanden diese Orte einst als Sommerfrische. Besichtigungen planst du in dieser Zeit am besten in die frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden.

Sommer

Von Juni bis September bestimmt der Südwestmonsun das Wetter.

Mehr zum Sommer

Die Temperaturen sinken auf angenehmere 25 bis 32 Grad, dafür fällt vor allem im Juli und August sehr viel Regen. An der Konkan-Küste und im Steilanstieg der Westghats – etwa bei Lonavla, Khandala und Matheran – gehören diese Monate zu den regenreichsten Indiens; kräftige Schauer wechseln sich mit bedecktem Himmel ab. Im östlichen Landesinneren um Nagpur fällt deutlich weniger Niederschlag. Die Luftfeuchtigkeit ist durchweg hoch. Landschaftlich ist das die spektakulärste Zeit: Alles leuchtet grün, Wasserfälle stürzen die Hänge hinab, die Reisfelder stehen unter Wasser. Fährverbindungen wie die nach Elephanta können bei rauer See eingeschränkt sein, und Bergstraßen sind bisweilen rutschig.

Herbst

Im Oktober klingt der Monsun aus, und Maharashtra zeigt sich von einer besonders schönen Seite.

Mehr zum Herbst

Die Tageswerte liegen bei 30 bis 34 Grad, nachts bei etwa 20 bis 24 Grad. Anfangs ist die Luftfeuchtigkeit noch hoch und es kann vereinzelt nachregnen, doch bereits im November stellt sich trockenes, klares Wetter ein und die Temperaturen pendeln sich bei angenehmen 28 bis 32 Grad ein. Die Landschaft ist noch vom Monsun gesättigt und grün, während die Wege wieder gut begehbar sind – ideal für Ausflüge in die Westghats, zu den Weingütern bei Nashik oder zu den Felsentempeln. In den Bergen wird es abends bereits frisch, mit Werten um 15 Grad. Der Herbst leitet die Hauptreisezeit ein.

Winter

Dezember bis Februar sind die angenehmsten Monate für eine Maharashtra Reise.

Mehr zum Winter

Tagsüber werden meist 26 bis 32 Grad erreicht, bei trockener Luft, viel Sonne und nur seltenem Regen. Die Nächte sind mild bis kühl: An der Küste um Mumbai bleibt es bei 16 bis 20 Grad, im Landesinneren rund um Pune und Nashik sinkt das Thermometer auf 10 bis 14 Grad. In den Höhenlagen von Mahabaleshwar und Matheran kann es nachts auf 8 Grad oder weniger abkühlen, morgens liegt oft Nebel über den Tälern. Warme Kleidung für den Abend ist in den Bergen deshalb wirklich nötig. Für Städtetouren, Höhlenbesuche und Wanderungen bietet der Winter die besten Bedingungen des ganzen Jahres.

Unterwegs

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