Pamukkale und Hierapolis
Die weißen Kalksinterterrassen von Pamukkale bei Denizli gehören zu den bekanntesten Naturwundern der Türkei und stehen gemeinsam mit der antiken Stadt Hierapolis auf der UNESCO-Welterbeliste.
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Kalkhaltiges Thermalwasser tritt am Rand des Hochplateaus aus dem Boden, fließt über die Hangkante und hat dort über sehr lange Zeiträume Becken, Stufen und Wülste aus leuchtend weißem Kalk geformt – der türkische Name bedeutet wörtlich „Baumwollburg". Barfuß wanderst du über die vorgegebenen Wege durch das flache, körperwarme Wasser und blickst über die Ebene von Denizli. Oberhalb der Terrassen liegt Hierapolis, eine griechisch-römische Kurstadt, die genau wegen dieser Quellen gegründet wurde. Erhalten sind ein großes Theater, die Reste von Thermenanlagen, eine breite Säulenstraße, Stadttore und eine der umfangreichsten Nekropolen Kleinasiens mit Sarkophagen und Grabbauten entlang der Zufahrt. Im sogenannten Antiken Pool kannst du zwischen umgestürzten Säulentrommeln im warmen, sprudelnden Mineralwasser schwimmen. Ein kleines Museum in den ehemaligen Thermen zeigt Skulpturen und Fundstücke aus der Umgebung. Plane genug Zeit ein: Der Besuch verbindet Naturerlebnis, Archäologie und Badekultur an einem einzigen Ort, und besonders im frühen Morgenlicht oder kurz vor Sonnenuntergang leuchten die Terrassen eindrucksvoll.
