Makrinitsa
Das Dorf klebt wie ein Balkon am Hang über dem Pagasitischen Golf und gilt vielen als das schönste des Pilion.
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Autos bleiben am Ortsrand, weiter geht es nur zu Fuß über Kopfsteinpflaster, das sich zwischen steinernen Herrenhäusern, Schieferdächern und Holzbalkonen den Berg hinaufwindet. Die alten Archontika mit ihren bemalten Decken und schmalen Fenstern erinnern an die Zeit, in der das Pilion mit Seide, Wolle und Handel wohlhabend wurde. Im Zentrum liegt ein kleiner Platz unter mächtigen Platanen: auf der einen Seite die Kirche Agios Ioannis Prodromos, auf der anderen ein Marmorbrunnen mit kaltem Bergwasser und ein Kafenio, dessen Wandbild dem Volksmaler Theophilos zugeschrieben wird. Von der Brüstung fällt der Blick fast senkrecht hinab auf Volos und die Bucht – morgens oft über einem Nebelband, abends über den Lichtern der Stadt. Wer länger bleibt, folgt einem der alten Kalderimia, der gepflasterten Maultierpfade, die Makrinitsa mit den Nachbardörfern verbinden und durch Kastanien- und Walnusswälder führen. In den kleinen Tavernen kommen Spetsofai mit Landwurst und Paprika, Pilz- und Kräutergerichte sowie Löffelsüßigkeiten aus Quitte und Kirsche auf den Tisch. Für viele Gäste ist Makrinitsa der Ort, an dem eine Pilion Reise ihren ruhigsten und schönsten Nachmittag bekommt.
