Olympos
Hoch auf einem Bergkamm im Norden der Insel klebt Olympos an den Hängen und gilt als eines der ursprünglichsten Dörfer Griechenlands.
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Die Häuser stapeln sich über- und nebeneinander, dazwischen führen Gassen, die für Autos viel zu schmal sind. Auf dem Kamm darüber stehen die alten Windmühlen, von denen einige bis heute Getreide mahlen. Ältere Frauen tragen hier im Alltag die traditionelle Tracht mit besticktem Schurz, Kopftuch und hohen Stiefeln, und im Dialekt der Bewohner haben sich altgriechische Wörter gehalten, die anderswo längst verschwunden sind. In den Backhäusern kommt das Brot noch aus dem Holzofen, in den kleinen Tavernen am Dorfplatz stehen Makarounes auf der Karte, die handgerollte Nudelspezialität der Insel. Wer Olympos besuchen möchte, hat zwei Möglichkeiten: die kurvenreiche Bergstraße von Karpathos-Stadt durch die Nordhälfte der Insel oder das Ausflugsboot nach Diafani, von wo ein Shuttle die letzten Kilometer bergauf übernimmt. Beides lohnt sich, denn der Weg gehört zum Erlebnis. Von den Terrassen des Dorfes fällt der Blick über kahle Hänge bis aufs offene Meer, meist begleitet von kräftigem Wind. Am späten Nachmittag, wenn die Tagesgäste wieder abgereist sind, wird es still – dann zeigt sich Olympos von seiner schönsten Seite.
