Heraion von Ireon
Am flachen Südufer von Samos, unmittelbar bei dem kleinen Ort Ireon, liegt das Heiligtum der Hera – in der Antike einer der wichtigsten Kultorte der griechischen Welt.
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Heute steht von dem einst gewaltigen Tempel nur noch eine einzelne, unvollständige Säule, doch genau das macht den Ort so eindrücklich: Du gehst über ein weites Feld aus Fundamenten, Altarresten, Säulentrommeln und Mauerzügen, zwischen denen das Gras wächst und das Meer gleich daneben rauscht. Erkennbar sind die Grundrisse mehrerer Tempelbauten, von Altären und von Hallen, in denen Pilger Weihgaben niederlegten. Vom Heiligtum führte die sogenannte Heilige Straße in Richtung der antiken Stadt beim heutigen Pythagorio – die beiden Stätten gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe und wurden immer als Einheit gedacht. Viele der bedeutendsten Funde, darunter ein kolossaler Kouros, befinden sich heute im Archäologischen Museum in Samos-Stadt, sodass sich ein Besuch beider Orte gut ergänzt. Das Gelände ist flach und leicht zu gehen, bietet aber wenig Schatten: Am angenehmsten ist der frühe Morgen oder der späte Nachmittag, wenn das Licht tief steht und die Steine warm leuchten. Wer anschließend ans Wasser möchte, hat es von Ireon aus nicht weit zur Küste.
