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Thailand · Nord-Thailand

Nord-Thailand

Nord-Thailand ist die Gegenwelt zum Süden des Landes. Statt Palmenstränden und Inselfähren erwarten dich bewaldete Bergketten, Nebelschwaden über den Tälern und eine eigenständige Kultur, die den Namen Lanna trägt – das alte Königreich, dessen Tempel, Sprache und Küche bis heute den Alltag prägen.

Wissenswertes über Nord-Thailand

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit November bis Februar
Flugzeit ab Frankfurt ca. 10,5 Stunden
Highlights
  • Nebelverhangene Bergketten
  • Lanna-Kultur und Klosterhöfe
  • Kurvige Mae-Hong-Son-Schleife
  • Kühle Nächte im Hochland
Überblick

Über Nord-Thailand

Chiang Mai bildet das Herz der Region: eine quadratische Altstadt hinter Wassergraben und Mauerresten, in der sich über dreißig Klöster drängen, dazu Cafés, Kunsthandwerk und Märkte, die abends die Gassen füllen. Wenige Kilometer weiter beginnt schon das Land – in Hang Dong reihen sich Töpferwerkstätten und Möbelhändler, in Lamphun steht der goldene Chedi von Wat Phra That Hariphunchai, und Lampang hält an seinen Pferdekutschen und Teakholzhäusern fest. Weiter südlich, im unteren Norden, ist Phitsanulok mit seinem verehrten Buddhabildnis Phra Phuttha Chinnarat das Tor zur Region. Eine Nord-Thailand Reise verbindet diese Orte auf kurzen, abwechslungsreichen Strecken.

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Die Berge geben den Takt vor. Von Chiang Mai führt eine Serpentinenstraße hinauf zum Wat Phra That Doi Suthep, dessen goldener Chedi über der Stadt schwebt, und nach Südwesten steigt die Straße zum Doi Inthanon an, dem höchsten Gipfel des Landes. Nach Norden verliert sich die Route nach Pai in Reisfeldern, heißen Quellen und Bambusbungalows, ehe sie in Mae Hong Son endet, wo Nebel und Grenznähe für eine ganz eigene Stimmung sorgen. Ganz im Westen, in der Provinz Tak, liegt die Grenzstadt Mae Sot mit ihrem birmanisch geprägten Markt. Dazwischen: Kochkurse, Nachtmärkte voller Streetfood, Trekkingtouren zu Bergdörfern, Radfahrten durch Longan-Plantagen und Klosterhöfe, in denen junge Mönche gern ihr Englisch üben.

Praktisch ist die Region gut erschlossen: Chiang Mai, Mae Hong Son und Phitsanulok haben Flughäfen mit Inlandsverbindungen, Nachtzüge rollen aus Bangkok heran, und Unterkünfte reichen von einfachen Gästehäusern bis zu ruhigen Resorts im Grünen. Die Preise liegen spürbar unter denen der Inseln, die Wege sind kurz, und ein Roller genügt oft, um am nächsten Morgen in einem anderen Tal aufzuwachen. Wer noch weiter reisen möchte, erreicht von hier aus den Isan – doch der Nordosten rund um Udon Thani, Khon Kaen, Nakhon Ratchasima und Loei ist eine eigene Region mit eigener Sprache und Küche, nicht Teil des Lanna-Nordens. Am schönsten wird es zwischen November und Februar, wenn die Luft klar ist und die abgeernteten Reisfelder in der Sonne liegen. Wenn du Thailand jenseits der Strände suchst – Berge, Tempel, Märkte und Menschen, die sich Zeit nehmen –, findest du hier genau das.

Anreise

Lage & Anreise

In 10,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Altstadt von Chiang Mai

Das Zentrum Nord-Thailands ist ein exaktes Quadrat, umgeben von einem Wassergraben und den Resten einer Ziegelmauer, deren Ecktürme und Tore bis heute stehen.

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Das Tha-Phae-Tor im Osten ist der bekannteste Zugang und abends Treffpunkt für Straßenmusiker, Taubenfütterer und Reisende. Innerhalb der Mauern drängen sich Dutzende Klöster: Wat Phra Singh mit seiner vergoldeten Versammlungshalle und den fein gearbeiteten Wandmalereien im Lai-Kham-Viharn, Wat Chedi Luang mit dem gewaltigen, teils eingestürzten Backsteinchedi, dessen Elefantenreliefs noch erkennbar sind, dazu kleine Nachbarschaftstempel, in denen kaum ein Besucher steht. Zwischen den Klöstern verläuft ein Netz aus schmalen Soi mit Röstereien, Buchläden, Schneidern und Massagesalons. Sonntags wird die Ratchadamnoen Road zur Fußgängerzone: Kunsthandwerk aus den Bergdörfern, Silberschmuck aus dem Wualai-Viertel, Papierschirme aus Bo Sang und Garküchen in den Tempelhöfen. Wer lieber tagsüber unterwegs ist, findet auf dem Warorot-Markt am Fluss die alltäglichere Seite – Trockenfleisch, Chilipasten, Nordwurst Sai Ua und Blumengirlanden. Die Altstadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden, und weil sie klein ist, verlaufen sich auch Erstbesucher kaum. Für viele Gäste ist sie Standquartier für die gesamte Region, weil Busse, Minivans und Flughafen in wenigen Minuten erreichbar sind.

02 / 06

Wat Phra That Doi Suthep

Hoch über Chiang Mai, am Hang des gleichnamigen Berges, steht das wichtigste Heiligtum Nord-Thailands.

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Von der Stadt schraubt sich eine kurvige Bergstraße durch dichten Wald hinauf; oben führt eine von zwei steinernen Nagaschlangen gesäumte Treppe mit gut dreihundert Stufen zum Klosterhof, für Gehbehinderte gibt es alternativ eine Standseilbahn. Herzstück ist der vollständig vergoldete Chedi, um den Gläubige mit Lotusblüten, Räucherstäbchen und Kerzen dreimal im Uhrzeigersinn schreiten. Rundherum reihen sich Buddhastatuen, Glocken, die man beim Vorbeigehen anschlägt, und schattige Wandelgänge mit Wandmalereien. Von der Aussichtsterrasse fällt der Blick über das Ping-Tal, die Landebahn des Flughafens und die Dächer der Altstadt – am klarsten in der kühlen Jahreszeit, wenn der Dunst fehlt. Am frühen Morgen ist es hier am ruhigsten: Dann sind vor allem Mönche und thailändische Pilger unterwegs, und der Nebel steht noch in den Tälern. Wer möchte, kombiniert den Besuch mit dem weiter oben gelegenen Bhubing-Palastgarten oder wandert auf dem alten Pilgerpfad durch den Nationalpark bergauf. Für den Tempelbesuch gelten die üblichen Regeln: Schultern und Knie bedeckt, Schuhe vor dem Betreten der Hallen ausziehen, und beim Fotografieren Rücksicht auf Betende nehmen.

03 / 06

Doi Inthanon

Der höchste Berg Thailands liegt südwestlich von Chiang Mai und gibt dem umgebenden Nationalpark seinen Namen.

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Eine asphaltierte Straße führt bis kurz unter den Gipfel, wo eine schlichte Markierung die höchste Stelle des Landes ausweist – spektakuläre Fernsicht gibt es dort oben allerdings nicht, denn der Punkt steckt in dichtem, moosbehangenem Nebelwald. Genau der ist die eigentliche Attraktion: Über den kurzen Ang-Ka-Bohlenweg gehst du durch eine feuchte, von Farnen, Flechten und Rhododendren geprägte Welt, wie sie sonst nirgendwo in Thailand vorkommt. Wenige Kilometer unterhalb stehen die beiden Chedis Phra Mahathat Naphamethanidon und Naphaphonphumisiri auf einem Bergrücken, umgeben von terrassierten Blumengärten und mit weitem Blick über die Bergketten. Auf dem Weg nach oben passierst du Wasserfälle wie den kraftvollen Wachirathan und den hohen Mae Ya, dazu Dörfer der Karen und Hmong, in denen im Rahmen der Königlichen Projekte Kaffee, Erdbeeren und Gemüse angebaut werden. In Ban Mae Klang Luang ziehen sich Reisterrassen den Hang hinunter, morgens oft unter einer Nebeldecke. Zieh dich warm an: Am Gipfel bleibt es ganzjährig kühl, in der kalten Jahreszeit fallen die Werte nachts nahe an den Gefrierpunkt, gelegentlich mit Raureif am Morgen.

04 / 06

Pai und die Bergstraße 1095

Rund vier Stunden nordwestlich von Chiang Mai liegt Pai, ein Ort im Talkessel, der aus einer Handvoll Holzhäuser eine der entspanntesten Adressen Nord-Thailands gemacht hat.

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Schon die Anfahrt ist Programm: Die Route 1095 windet sich in unzähligen Kurven durch Bergwald – wer zu Reiseübelkeit neigt, sollte vorsorgen oder das Flugzeug nehmen. Im Ort selbst reihen sich Cafés, Bäckereien, Livemusikbars und die abendliche Walking Street, während in den Reisfeldern ringsum Bambusbungalows und kleine Resorts stehen. Zu den Zielen im Umland gehören der Pai Canyon mit seinen schmalen, ausgewaschenen Erdgraten und einem Sonnenuntergangsblick, die heißen Quellen von Tha Pai, die Wasserfälle Mo Paeng und Pam Bok, die weiße Buddhastatue von Wat Phra That Mae Yen über dem Tal sowie die alte Memorial Bridge über den Pai-Fluss. In den umliegenden Dörfern leben Shan und Bergvölker; Trekkingtouren, Bambusflossfahrten und Besuche bei Kaffeebauern lassen sich vor Ort organisieren. Morgens hängt oft eine geschlossene Nebeldecke im Tal, die von den Aussichtspunkten aus wie ein Meer aussieht. Zwischen November und Februar wird es nachts empfindlich kühl – eine Fleecejacke gehört ins Gepäck, auch wenn tagsüber T-Shirt-Wetter herrscht.

05 / 06

Mae Hong Son

Die Provinzhauptstadt im äußersten Nordwesten, direkt an der Grenze zu Myanmar, ist der abgelegenste Ort der Region und trägt den Beinamen Stadt der drei Nebel.

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Ihr Zentrum bildet der kleine See Nong Chong Kham, an dessen Ufer die Zwillingstempel Wat Chong Kham und Wat Chong Klang stehen – beide im birmanisch-Shan-Stil mit gestaffelten Blechdächern, weißem Stuck und Glasmalereien, die sich abends im Wasser spiegeln. Über der Stadt thront Wat Phra That Doi Kong Mu auf einem Hügel; von dort überblickst du das enge Tal und die Bergketten, die sich Richtung Grenze staffeln. Am Morgen füllt sich der Markt mit Shan-Frauen, die Reisnudelsuppen, fermentierten Tee und Bohnenküchlein verkaufen. Im Umland liegen die Fischerhöhle Tham Pla, das Bergdorf Ban Rak Thai mit Teeplantagen und yunnanesischer Küche direkt an der Grenze sowie mehrere Siedlungen der Kayan, deren Frauen die bekannten Halsringe tragen – ein Besuch will hier bewusst und respektvoll gewählt werden. Erreichbar ist Mae Hong Son über die spektakuläre Schleife via Pai oder südlich über Mae Sariang; beide Strecken zählen zu den kurvenreichsten des Landes. Alternativ verbinden kleine Propellermaschinen die Stadt mit Chiang Mai.

06 / 06

Lampang und Lamphun

Zwei alte Städte südlich von Chiang Mai, die den Trubel der Metropole hinter sich lassen.

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Lampang gilt als eine der ursprünglichsten Städte Nord-Thailands: Am Wang-Fluss stehen Teakholzhäuser mit verzierten Giebeln, im Zentrum warten Pferdekutschen auf Fahrgäste – eine Tradition, die sich sonst nirgendwo im Land erhalten hat. Sehenswert sind das Herrenhaus Baan Sao Nak mit seinen zahllosen Teakpfeilern, die burmesisch geprägten Stadttempel und, wenige Kilometer außerhalb, Wat Phra That Lampang Luang: eine ummauerte Klosteranlage auf einem Hügel, deren offene Holzhalle mit dem goldenen Chedi zu den eindrucksvollsten Bauwerken des Lanna-Stils zählt. Bekannt ist Lampang außerdem für Keramik, vor allem die Schüsseln mit dem gemalten Hahn, und für das Elefanten-Schutzzentrum in der Nähe. Lamphun, noch näher an Chiang Mai, war Hauptstadt des Mon-Königreichs Hariphunchai und damit älter als Chiang Mai selbst. Im Zentrum erhebt sich Wat Phra That Hariphunchai mit vergoldetem Chedi, alter Bronzeglocke und weitem Innenhof; wenige Straßen weiter steht der ungewöhnliche Stufenchedi von Wat Chamathewi. Rundherum ziehen sich Longan-Plantagen, deren Ernte im Sommer die ganze Gegend prägt. Beide Städte eignen sich gut als ruhiger Tagesausflug.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

November bis Februar

Die beste Reisezeit für Nord-Thailand liegt in der kühlen Trockenzeit von November bis Februar: klare Luft, viel Sonne, angenehme 25 bis 30 Grad am Tag und frische Nächte, in denen in Pai oder Mae Hong Son auch mal einstellige Werte erreicht werden. Das ist die Zeit für Bergstraßen, Trekking und Tempeltouren – und für Feste wie Loi Krathong und Yi Peng, die meist im November stattfinden. Dezember und Januar sind Hochsaison, entsprechend früh solltest du Unterkünfte in Chiang Mai buchen. März bis Mai wird es sehr heiß, und in dieser Phase brennen im Norden vielerorts Felder und Waldunterholz ab, wodurch die Luftqualität deutlich leidet und die Fernsicht verschwindet – für einen Nord-Thailand Urlaub eher ungünstig. Von Juni bis Oktober fällt Monsunregen, meist als kräftiger Nachmittagsschauer statt als Dauerregen. Dafür ist alles sattgrün, die Reisterrassen stehen im Wasser, die Wasserfälle führen viel, und Preise wie Besucherzahlen fallen spürbar. September und Oktober sind die nassesten Monate; einzelne Bergstraßen können dann durch Erdrutsche kurzzeitig gesperrt sein. Wer die Nebelmeere über den Tälern erleben möchte, reist am besten im Dezember oder Januar und steht früh auf – dann liegt der Dunst noch zwischen den Bergrücken.

Frühling

März bis Mai ist die heißeste Zeit im Norden.

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Die Tageswerte klettern von rund 34 Grad im März auf 36 bis 38 Grad im April, in den Flusstälern gelegentlich darüber; nachts kühlt es kaum unter 22 bis 25 Grad ab. Regen fällt selten, dafür ist die Luft in dieser Phase durch die landwirtschaftlichen Feuer im Umland oft diesig und die Fernsicht eingeschränkt. Im Mai bringen erste Gewitterschauer Abkühlung, die Landschaft ergrünt, und in den Höhenlagen etwa am Doi Inthanon bleibt es spürbar milder als in der Ebene.

Sommer

Juni bis August steht im Zeichen des Südwestmonsuns.

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Die Temperaturen liegen tagsüber bei 30 bis 33 Grad, nachts um 23 bis 25 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Der Regen kommt meist als kräftiger, kurzer Nachmittags- oder Abendschauer, dazwischen scheint häufig die Sonne – Dauerregen über Tage ist die Ausnahme. Die Berge sind jetzt sattgrün, die Reisfelder stehen unter Wasser und die Wasserfälle führen kräftig. Für Wanderungen empfiehlt sich früher Aufbruch, festes Schuhwerk und ein Regenponcho im Tagesrucksack.

Herbst

September und Oktober sind die niederschlagsreichsten Monate des Jahres, mit häufigen und teils ausdauernden Schauern bei 30 bis 32 Grad am Tag.

Mehr zum Herbst

Einzelne Bergstraßen können durch Erdrutsche vorübergehend beeinträchtigt sein, dafür ist die Landschaft auf ihrem grünsten Höhepunkt und die Region angenehm leer. Gegen Ende Oktober zieht sich der Monsun zurück, die Luft wird klarer und trockener. Der November gilt bereits als einer der schönsten Monate: rund 30 Grad, viel Sonne, kaum Regen und Nächte, die im Bergland auf 15 bis 18 Grad abkühlen.

Winter

Dezember bis Februar bringt die kühle Trockenzeit und damit das beste Reisewetter.

Mehr zum Winter

Tagsüber sind es angenehme 25 bis 30 Grad bei viel Sonne und geringer Luftfeuchtigkeit, nachts fallen die Werte in Chiang Mai auf 13 bis 17 Grad, in den Bergtälern von Pai und Mae Hong Son auf einstellige Zahlen. Auf dem Doi Inthanon kann es morgens nahe an den Gefrierpunkt gehen. Regen fällt fast keiner, die Fernsicht ist klar, und über den Tälern hängt früh oft eine dichte Nebeldecke. Warme Kleidung für Abende und Bergfahrten gehört ins Gepäck.

Unterwegs

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