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Mexiko · Cancun

Cancun

Cancun ist anders als alles andere an dieser Küste: Während Playa del Carmen und Tulum langsam aus Fischerdörfern gewachsen sind, entstand Cancun am Reißbrett – als schmale Sandbank in Form einer Sieben, die sich zwischen offener Karibik und der stillen Nichupté-Lagune entlangzieht. Genau daraus zieht der Ort seinen Reiz: Auf der einen Seite rollt das Meer gegen breite, blendend helle Strände, auf der anderen liegen Mangroven, Marinas und Sonnenuntergänge, die den ganzen Himmel färben.

Wissenswertes über Cancun

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Dezember bis April
Flugzeit ab Frankfurt ca. 10,5 Stunden
Highlights
  • Puderzuckersand in der Hotelzone
  • Nichupté-Lagune im Rücken
  • Isla Mujeres per Fähre
  • Chichén Itzá als Tagesausflug
Überblick

Über Cancun

Der Sand hier ist eine Klasse für sich. Weil er aus feinem Kalk besteht, bleibt er selbst mittags angenehm kühl unter den Füßen, während das Wasser in Streifen leuchtet: hell am Ufer, aquamarin über den Sandbänken, tiefblau dort, wo der Grund abfällt. Im Norden der Hotelzone, zur Bahía de Mujeres hin, ist die See flach und ruhig – ideal, wenn du mit Kindern reist. Weiter südlich wird die Brandung kräftiger, Wellen und Wind gehören dort zum Tagesprogramm. Achte einfach auf die farbigen Flaggen am Strand, sie sagen dir jeden Morgen, was möglich ist.

Weiterlesen: Cancun entdecken

Wer nur am Pool liegt, verpasst allerdings das Beste. Von Cancun aus erreichst du Isla Mujeres mit der Fähre in kurzer Zeit, die Maya-Stätte El Rey liegt sogar mitten in der Hotelzone, und ins Landesinnere führen Tagesausflüge zu Chichén Itzá, zu Cenoten und in koloniale Städtchen. Eine Cancun Reise lässt sich damit erstaunlich vielseitig planen: vormittags Ruinen und Dschungel, nachmittags Karibik, abends Lagunenrundfahrt. Weil der internationale Flughafen direkt vor der Tür liegt, bist du dabei meist schneller am Ziel als von den ruhigeren Nachbarorten.

Und dann ist da noch Downtown, das viele Gäste nie zu sehen bekommen. Rund um die Avenida Tulum, den Parque Las Palapas und den Mercado 28 kaufen Einheimische ein, essen Tacos im Stehen und treffen sich abends unter Lichterketten – die Preise sind hier ein ganz anderes Kapitel als am Boulevard Kukulcán. Auch die Unterkünfte spiegeln diese zwei Welten: von zentrumsnahen Häusern wie dem Ibis Cancun Centro Hotel oder der Hacienda de Castilla bis zu Adressen direkt an Strand und Lagune. Du entscheidest, ob dein Urlaub laut und lebendig wird oder ruhig und ganz auf das Meer konzentriert – Cancun kann beides, und meistens an ein und demselben Tag.

Anreise

Lage & Anreise

In 10,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 10,5 Stunden bist du da!

Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Playa Delfines und der Mirador

Wenn ein Strand in Cancun als Postkartenmotiv gilt, dann dieser.

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Playa Delfines liegt im südlichen Teil der Hotelzone am Boulevard Kukulcán und ist einer der wenigen großen Strandabschnitte, der nicht von Hotelanlagen gesäumt wird – der Zugang ist frei, es gibt Parkplätze, Duschen und schattige Palapas. Der Strand liegt unterhalb einer leichten Anhöhe, dem sogenannten Mirador, von dem aus du über eine ganze Farbpalette blickst: Türkis in Ufernähe, Aquamarin über den Sandbänken, tiefes Blau dort, wo das Wasser abfällt. Hier steht auch der bunte Cancun-Schriftzug, vor dem sich morgens die Schlangen für das obligatorische Foto bilden. Weil Playa Delfines direkt zum offenen Meer zeigt, ist die Brandung kräftiger als an den geschützten Stränden im Norden – gut für alle, die gern in Wellen springen, weniger geeignet für ganz kleine Kinder. Achte auf die Flaggen: Grün steht für ruhige See, Rot und Schwarz raten vom Baden ab. Am schönsten ist es früh am Morgen, wenn die Sonne über dem Wasser aufgeht und noch kaum jemand da ist. Der feine, helle Kalksand speichert kaum Wärme, sodass du selbst mittags barfuß laufen kannst.

02 / 06

Zona Arqueológica El Rey

Mitten in der Hotelzone, am Boulevard Kukulcán auf Höhe von Playa Delfines, liegt die kleine Maya-Stätte El Rey – und sie ist der beste Beweis dafür, dass Cancun sehr viel älter ist als seine Hochhäuser.

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Die Anlage besteht aus mehreren niedrigen Plattformen, einer zentralen Prozessionsstraße und den Resten von Wohn- und Zeremonialbauten, die einst zu einer Siedlung an der Lagune gehörten. Monumental ist hier nichts, dafür ist die Atmosphäre ungewöhnlich: Zwischen den Steinen sonnen sich Dutzende Leguane, manche beeindruckend groß, die sich von Besuchern kaum stören lassen. Ein Rundgang dauert selten länger als eine Dreiviertelstunde, der Eintritt ist niedrig, und weil das Gelände kaum Schatten bietet, lohnt sich der Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag – Hut, Sonnenschutz und Wasser gehören unbedingt dazu. Für alle, die keinen ganzen Tag für die großen Ruinenstädte im Landesinneren einplanen möchten, ist El Rey der ideale Kompromiss: Du bekommst ein echtes Stück Maya-Geschichte, ohne die Hotelzone verlassen zu müssen. Wer mag, kombiniert den Stopp direkt mit einem Strandnachmittag, denn das Meer liegt nur wenige Schritte auf der anderen Straßenseite.

03 / 06

Isla Mujeres

Die kleine Insel vor der Küste ist der klassische Tapetenwechsel für einen Tag – und für viele der schönste Ausflug überhaupt.

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Fähren fahren mehrmals stündlich vom Hafen nördlich der Innenstadt sowie von einigen Anlegern in der Hotelzone; die Überfahrt dauert nur eine gute Viertelstunde bis halbe Stunde, und schon von Bord aus siehst du, warum das Wasser der Bahía de Mujeres so berühmt ist. Im Norden der Insel liegt Playa Norte, ein flach abfallender, fast windgeschützter Strand, an dem du weit hinauslaufen kannst, ohne dass dir das Wasser über die Hüften reicht. Fortbewegt wird sich am besten mit dem Golfwagen: In gut einer Stunde umrundest du die Insel, vorbei an bunten Häuserzeilen, kleinen Restaurants und Aussichtspunkten. Am Südzipfel, der Punta Sur, brechen sich die Wellen an schroffen Klippen; dort stehen die Reste eines Maya-Heiligtums für die Göttin Ixchel und ein Skulpturenpark am Küstenpfad. Plane den Rückweg nicht zu knapp, denn die letzten Fähren am Abend sind oft voll. Wer Ruhe sucht, fährt unter der Woche und startet möglichst früh am Morgen.

04 / 06

Chichén Itzá

Die berühmteste Maya-Stadt Yucatáns ist von Cancun aus als Tagesausflug erreichbar und gehört für die meisten Gäste fest zum Programm.

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Herzstück ist die Stufenpyramide des Kukulkán, von den Spaniern El Castillo genannt: ein Bauwerk, dessen vier Treppen zusammen mit der oberen Plattform die Tage eines Jahres abbilden und das damit gewissermaßen ein steinerner Kalender ist. Rund um die Pyramide erstreckt sich ein weitläufiges Gelände mit dem größten bekannten Ballspielplatz der Maya-Welt, dem Tempel der Krieger mit seinen Säulenreihen, der runden Sternwarte El Caracol und dem Heiligen Cenote, in dem Opfergaben gefunden wurden. Die Anlage ist UNESCO-Welterbe und zählt zu den neuen sieben Weltwundern – entsprechend voll wird es ab dem späten Vormittag, wenn die Busse eintreffen. Wer kann, bricht sehr früh auf oder übernachtet in der Nähe. Das Besteigen der Bauwerke ist nicht mehr erlaubt, was der Wirkung keinen Abbruch tut. Viele Touren kombinieren den Besuch mit einem Bad in einer Cenote und einem Stopp im kolonialen Valladolid. Nimm reichlich Wasser mit, feste Schuhe und Sonnenschutz, denn Schatten ist auf dem Gelände Mangelware.

05 / 06

Laguna Nichupté und die Mangroven

Die Lagune auf der Rückseite der Hotelzone ist das ruhige Gegenstück zur Karibik – und ein eigenes Ökosystem.

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Ausgedehnte Mangrovenwälder säumen ihre Ufer, dazwischen ziehen sich schmale Kanäle, in denen Reiher, Kormorane und Pelikane auf Beute warten. Über Durchlässe steht die Lagune mit dem Meer in Verbindung, weshalb das Wasser brackig und deutlich dunkler ist als vorn am Strand. Für Besucher ist sie vor allem als Wassersportrevier interessant: Von den Marinas am Boulevard Kukulcán starten Kajaktouren, Stand-up-Paddling, geführte Fahrten mit kleinen Motorbooten durch die Mangrovenkanäle sowie Katamaran- und Sunset-Cruises. Genau dafür ist die Westseite bekannt – während im Osten die Sonne aus dem Meer steigt, versinkt sie hier abends hinter dem Festland, und der Himmel über dem Wasser färbt sich minutenlang orange und violett. Etliche Hotels liegen direkt an dieser Seite, etwa das Sotavento Hotel & Yacht Club, sodass du den Sonnenuntergang praktisch vom Zimmer aus mitnimmst. Ein Tipp: Abends Mückenschutz auftragen, denn in der Nähe der Mangroven wird es nach Sonnenuntergang lebhaft.

06 / 06

Downtown Cancun mit Mercado 28 und Parque Las Palapas

Wer Cancun nur als Hotelzone kennt, hat die eigentliche Stadt noch nicht gesehen.

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Das Zentrum liegt auf dem Festland, ist mit dem öffentlichen Bus für kleines Geld erreichbar und funktioniert nach ganz eigenen Regeln. Rund um den Mercado 28 reihen sich Stände mit Hängematten, Silberschmuck, Vanille, Chili und Sombreros; dazwischen liegen einfache Restaurants, in denen mittags vor allem Einheimische essen. Handeln gehört hier dazu, und ein Vergleich lohnt sich fast immer. Ein paar Straßen weiter ist der Parque Las Palapas das Wohnzimmer der Stadt: Am Abend füllt sich der Platz mit Familien, Straßenmusik und Imbissständen, an denen Tacos, Marquesitas und Elote frisch zubereitet werden – zu Preisen, die mit dem Boulevard Kukulcán nichts gemein haben. Die Avenida Tulum als Hauptachse verbindet das alles und ist gesäumt von Läden, Bäckereien und Bushaltestellen. Auch übernachten lässt es sich hier gut und günstig, etwa im Ibis Cancun Centro Hotel oder in der Hacienda de Castilla, von wo aus du in wenigen Minuten mitten im mexikanischen Alltag stehst. Ein Abend downtown ist der beste Ausgleich zu einem Strandtag.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Dezember bis April

Die beste Reisezeit für Cancun liegt zwischen Dezember und April. In diesen Monaten herrscht Trockenzeit: Es fällt wenig Regen, die Luftfeuchtigkeit ist erträglich, und die Temperaturen liegen tagsüber angenehm bei rund 27 bis 30 Grad. Das Meer hat auch im Winter noch etwa 25 bis 26 Grad und lädt ganzjährig zum Baden ein. Von Dezember bis Anfang Januar sowie zu Ostern ist Hochsaison mit entsprechend höheren Preisen und vollen Stränden – wer flexibel ist, reist im Januar nach den Feiertagen oder im Mai, wenn es noch trocken, aber deutlich ruhiger ist. Von Juni bis November fällt mehr Regen, meist als kurzer, kräftiger Nachmittagsschauer, danach kommt die Sonne wieder heraus. Die offizielle Hurrikansaison läuft von Juni bis November mit statistischem Schwerpunkt im September und Oktober; in diesen Wochen sind Unterkünfte am günstigsten, das Wetterrisiko ist dafür am höchsten. Zwischen Frühjahr und Sommer kann außerdem Sargassum, eine Braunalge, an die Strände treiben – die Hotels räumen täglich, das Ausmaß schwankt aber von Jahr zu Jahr und von Tag zu Tag.

Frühling

Von März bis Mai wird es spürbar wärmer, ohne dass der Regen schon einsetzt.

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Die Tageswerte steigen von rund 29 Grad im März auf 32 bis 33 Grad im Mai, nachts kühlt es auf angenehme 20 bis 23 Grad ab. Es ist die trockenste und sonnenreichste Phase des Jahres mit acht bis neun Sonnenstunden pro Tag und nur vereinzelten Schauern. Das Meer erwärmt sich von etwa 26 auf 28 Grad. Ab April nimmt die Schwüle langsam zu, im Mai kündigen erste kurze Gewitter am späten Nachmittag die Regenzeit an.

Sommer

Juni bis August sind heiß und feucht. Tagsüber werden 32 bis 34 Grad erreicht, nachts bleibt es mit 24 bis 26 Grad schwül.

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Das Karibische Meer erwärmt sich auf 29 bis 30 Grad und fühlt sich fast wie eine Badewanne an. Die Regenzeit hat begonnen: Typisch sind kurze, kräftige Schauer und Gewitter am Nachmittag, die die Luft für ein paar Stunden abkühlen, während der Vormittag meist sonnig bleibt. Dauerregen über ganze Tage ist die Ausnahme. Mit dem Juni beginnt offiziell auch die Hurrikansaison, die Wahrscheinlichkeit tropischer Stürme ist in diesen Monaten aber noch gering.

Herbst

September bis November ist die feuchteste Zeit des Jahres.

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Die Temperaturen bleiben mit 30 bis 32 Grad im September und noch 28 bis 29 Grad im November hoch, das Wasser liegt bei rund 28 bis 29 Grad. September und Oktober bringen die höchsten Niederschlagsmengen und gelten als Höhepunkt der Hurrikansaison – tropische Stürme sind möglich, treffen aber längst nicht jedes Jahr auf die Küste. Ab Mitte November lässt der Regen deutlich nach, die Luftfeuchtigkeit sinkt und die ersten klaren, trockenen Tage der beginnenden Hochsaison stellen sich ein.

Winter

Dezember bis Februar ist die angenehmste Zeit für einen Aufenthalt.

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Tagsüber liegen die Werte bei 26 bis 29 Grad, nachts bei milden 18 bis 21 Grad. Es regnet wenig, die Sonne scheint sieben bis acht Stunden täglich, und die Luftfeuchtigkeit ist deutlich niedriger als im Sommer. Das Meer hat immer noch etwa 25 bis 26 Grad. Gelegentlich ziehen die sogenannten Nortes durch: kühlere Nordwinde, die für ein bis drei Tage bewölkten Himmel, kräftigen Wind und Temperaturen um 22 bis 24 Grad bringen. Danach kehrt das gewohnte Postkartenwetter zurück.

Unterwegs

Mietwagen für Cancun

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