Djemaa el-Fna
Der große Platz im Herzen der Medina ist das schlagende Zentrum der Stadt und verwandelt sich im Tagesverlauf mehrfach komplett.
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Am Vormittag geht es vergleichsweise ruhig zu: Orangensaftstände reihen sich aneinander, Wasserverkäufer in bunten Trachten posieren, Händler bauen ihre Sonnenschirme auf. Am späten Nachmittag füllt sich der Platz mit Musikgruppen, Geschichtenerzählern, Schlangenbeschwörern, Henna-Künstlerinnen und Akrobaten. Sobald die Sonne untergeht, rollen Dutzende Garküchen an, aus denen Rauch und Duft aufsteigen – Grillspieße, Schnecken in würziger Brühe, gedämpfter Schafskopf, frisch gebackenes Brot. Der Platz ist von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit ausgezeichnet, denn hier lebt eine mündliche Erzähltradition weiter, die es in dieser Form kaum noch gibt. Für dich als Gast heißt das vor allem: hinsetzen, schauen, staunen. Die schönste Perspektive hast du von einer der Café-Dachterrassen am Platzrand, wo du bei einem Pfefferminztee das ganze Treiben von oben überblickst und im Hintergrund das beleuchtete Minarett der Koutoubia siehst. Ein paar Regeln erleichtern den Besuch: Fotos von Musikern und Artisten werden in der Regel mit einem kleinen Trinkgeld vergolten, und wer etwas bestellt, klärt den Preis am besten vorher. Wertsachen trägst du im Gedränge dicht am Körper.
