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Malta · Malta

Malta

Malta beginnt für dich vielleicht mit diesem Moment: Du stehst in den Upper Barrakka Gardens hoch über dem Grand Harbour, unter dir gleiten Fähren zwischen honigfarbenen Bastionen, und dann donnert der Salutschuss der Saluting Battery über das Wasser. Der Kalkstein leuchtet warm, der Wind riecht nach Salz, und gegenüber liegen die Three Cities wie eine Kulisse, die jemand für dich aufgebaut hat.

Wissenswertes über Malta

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai, Juni, September und Oktober
Flugzeit ab Frankfurt ca. 2,5 Stunden
Highlights
  • Ritterstadt über dem Grand Harbour
  • Honigfarbener Kalkstein überall
  • Megalithtempel aus der Steinzeit
  • Blaue Lagune vor Comino
Überblick

Über Malta

Der Inselstaat besteht aus Malta, Gozo und dem winzigen Comino, und alles liegt angenehm nah beieinander. Du wohnst in Sliema oder Gzira mit Blick über den Marsamxett Harbour, in San Giljan und Paceville mitten im Trubel rund um die Spinola Bay, oder ruhiger im Norden in St. Paul's Bay, Bugibba, Qawra, Xemxija und Mellieha. Von überall bringen dich Busse und Fähren zu den Highlights, und weil Maltesisch und Englisch beide Amtssprachen sind, wird Verständigung nie zum Thema. Bezahlt wird mit Euro, gefahren wird links – ein charmantes Erbe der britischen Zeit.

Weiterlesen: Malta entdecken

Was Malta so besonders macht, ist die Dichte an Geschichte auf kleinem Raum. Hier stehen megalithische Tempel, die zu den ältesten freistehenden Steinbauten der Welt zählen. Hier bauten die Johanniterritter eine ganze Hauptstadt als Festung, die heute komplett zum UNESCO-Welterbe gehört. In der St. John's Co-Cathedral hängt ein Caravaggio, in Mdina hallen deine Schritte durch stille Gassen, und in Rabat führen Treppen hinab in frühchristliche Katakomben. Du läufst nicht durch ein Museum, du läufst durch Jahrtausende.

Dazu kommt das Meer. Die Küste ist überwiegend felsig, und genau das macht das Wasser so klar: Von den Badeplattformen in Sliema steigst du direkt ins tiefe Blau, in Mellieha Bay wartet feiner Sand für Familien, und die Blaue Lagune vor Comino schimmert in einem Türkis, das fast unwirklich wirkt. Bootstouren zur Blauen Grotte, Tauchgänge an Wracks und Höhlen, Kajaktouren entlang der Klippen – auf einer Malta Reise kommst du dem Mittelmeer sehr nah.

Abends wird es gesellig. In Marsaxlokk servieren Tavernen den Fang des Tages, in den Dörfern duften Bäckereien nach frischen Pastizzi, und auf jeder Karte steht Fenkata, das traditionelle Kaninchengericht. Dazu ein maltesischer Wein, Ftira mit Tomaten und Kapern, ein Kaffee an der Promenade. Wenn du Trubel suchst, ziehst du weiter nach Paceville, wo die Bars bis spät geöffnet haben.

Ein Malta Urlaub passt zu vielen Reisetypen: zu Kulturfans, Tauchern, Familien, Sprachschülern und allen, die im Frühling oder Herbst Sonne tanken wollen, wenn Mitteleuropa längst fröstelt. Kurze Wege, viel Sonne, ein Meer in allen Blautönen – und eine Insel, die dich schneller einnimmt, als dir lieb ist.

Anreise

Lage & Anreise

In 2,5 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Valletta

Maltas Hauptstadt ist eine Festungsstadt, die die Johanniterritter im 16.

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Jahrhundert nach der Großen Belagerung auf der Halbinsel zwischen zwei Naturhäfen errichteten – und sie gehört heute komplett zum UNESCO-Welterbe. Du betrittst sie durch das moderne City Gate und stehst sofort in der Republic Street, der Hauptachse, an der sich Cafés, Läden und Palazzi aneinanderreihen. Das absolute Muss ist die St. John's Co-Cathedral: außen streng und wehrhaft, innen ein Rausch aus Gold, Marmorgrabplatten und Deckengemälden. Im Oratorium hängt Caravaggios monumentale „Enthauptung Johannes des Täufers", sein einziges signiertes Werk. Nur wenige Gassen weiter liegen die Upper Barrakka Gardens mit dem berühmten Panorama über den Grand Harbour und die Three Cities Birgu, Senglea und Cospicua; darunter feuert die Saluting Battery ihren traditionellen Salutschuss ab. Fort St. Elmo beherbergt das National War Museum und erzählt von der Belagerung im Zweiten Weltkrieg, für die Malta das George Cross erhielt. Der Großmeisterpalast, das Casa Rocca Piccola und die steilen Treppengassen hinunter zum Wasser runden den Bummel ab. Abends leert sich die Stadt spürbar, die Fassaden mit ihren bunten Holzbalkonen glühen im Licht – und du hast Valletta fast für dich allein.

02 / 06

Mdina und Rabat

Mdina, die „stille Stadt", thront auf einem Plateau im Inselinneren und war über Jahrhunderte Maltas Hauptstadt.

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Hinter dem barocken Hauptportal beginnt eine Welt ohne Autolärm: enge, schattige Gassen, adelige Palazzi mit schweren Türklopfern, blühende Bougainvilleen über honigfarbenem Kalkstein. In der Mitte öffnet sich der Platz vor der St. Paul's Cathedral, deren Kuppel schon von weitem zu sehen ist und deren Marmorboden aus Grabplatten besteht. Von den Bastionen am Rand der Stadt reicht der Blick über halb Malta bis hinunter zum Meer – besonders schön im Abendlicht oder früh am Morgen, bevor die Tagesausflügler kommen. Direkt vor den Toren schließt sich Rabat an, weniger herausgeputzt, dafür sehr lebendig. Hier steigst du in die St. Paul's Catacombs hinab, ein weitverzweigtes frühchristliches Grabsystem aus in den Fels geschlagenen Kammern und Gängen, das eindrucksvoll zeigt, wie tief die Geschichte des Christentums auf der Insel reicht. Dazu kommen die St. Paul's Grotto und einige gemütliche Cafés, in denen du Pastizzi probieren solltest, die typischen Blätterteigtaschen mit Ricotta oder Erbsenpüree. Mdina und Rabat lassen sich gut an einem halben Tag verbinden und sind mit dem Bus von den Küstenorten aus bequem erreichbar.

03 / 06

Sliema, Gzira und San Giljan

Dieser zusammengewachsene Küstenstreifen ist Maltas touristisches Herz und für viele Gäste die Basis ihres Aufenthalts.

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In Sliema führt eine lange Uferpromenade am Wasser entlang, gesäumt von Cafés, Restaurants und den bekanntesten Shoppingadressen der Insel. Sandstrände gibt es hier kaum, dafür die typisch maltesischen Felsplattformen wie an den Exiles, von denen du über Leitern direkt ins glasklare, tiefe Wasser steigst. Von der Fähranlegestelle in Sliema setzt du in wenigen Minuten nach Valletta über – die schönste Art, sich der Hauptstadt zu nähern, weil die Bastionen dabei langsam vor dir aufwachsen. Gzira liegt dazwischen, mit Blick auf die Insel Manoel und ihr Fort, und ist ruhiger und meist günstiger. Weiter nördlich beginnt San Giljan mit der malerischen Spinola Bay, wo bunte Boote vor Fischrestaurants dümpeln, und der Balluta Bay mit ihrer markanten Kirchenfassade. Gleich dahinter liegt Paceville, Maltas Ausgehviertel mit dichter Bar- und Clubszene, sowie Saint George's Bay mit einem kleinen aufgeschütteten Sandstrand. Wer tagsüber Kultur und abends Leben möchte, ist in dieser Ecke goldrichtig – Busse fahren von hier in alle Landesteile.

04 / 06

Marsaxlokk

Das Fischerdorf im Südosten Maltas ist eines der fotogensten Motive der Insel.

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In der geschützten Bucht schaukeln Dutzende Luzzus, die traditionellen maltesischen Fischerboote in Rot, Blau, Gelb und Grün, an deren Bug das gemalte Auge des Osiris die Besatzung vor Unheil bewahren soll. Entlang der Uferpromenade reiht sich eine Taverne an die nächste, und der Fisch, den du hier bestellst, ist oft am selben Morgen angelandet worden – Lampuki im Herbst, Schwertfisch, Doraden, Oktopus in Tomatensauce. Berühmt ist Marsaxlokk vor allem für seinen Sonntagsmarkt: Dann füllt sich die gesamte Promenade mit Ständen für Fisch, Obst, Gemüse, Gewürze, Honig, Nougat und maltesische Souvenirs, und das Dorf ist entsprechend voll. Unter der Woche geht es deutlich entspannter zu, dann sitzt du in Ruhe am Wasser und schaust den Fischern bei der Netzarbeit zu. In der Umgebung lohnt ein Abstecher zum Naturpool St. Peter's Pool, einem in den Fels gewaschenen Badebecken mit intensiv blauem Wasser, in das Mutige von den Felskanten springen. Marsaxlokk zeigt eine ruhigere, bodenständigere Seite Maltas, die sich wohltuend vom Trubel der Hotelorte im Norden unterscheidet.

05 / 06

Blaue Grotte und die Tempel von Hagar Qim und Mnajdra

Die Südküste Maltas fällt in hohen Klippen ins Meer ab – und dort liegen zwei ihrer größten Attraktionen dicht beieinander.

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Vom kleinen Hafen Wied iz-Zurrieq starten die Boote zur Blauen Grotte, einem System aus Meereshöhlen, in denen das einfallende Licht das Wasser in leuchtendem Blau, Türkis und Silber schimmern lässt. Am eindrucksvollsten ist die Fahrt am Vormittag, wenn die Sonne günstig steht; bei starkem Wind fällt sie allerdings aus. Vom Aussichtspunkt an der Straße darüber siehst du den Felsbogen auch von oben. Nur ein Stück weiter westlich thronen die prähistorischen Tempelanlagen Hagar Qim und Mnajdra über dem Meer. Diese megalithischen Bauten aus riesigen Kalksteinblöcken zählen zum UNESCO-Welterbe und gehören zu den ältesten freistehenden Steinbauwerken der Welt – sie sind älter als die ägyptischen Pyramiden. Schützende Membrandächer bewahren sie heute vor Wind und Regen. Mnajdra liegt spektakulär auf einer Terrasse direkt oberhalb der Klippen mit Blick auf das unbewohnte Inselchen Filfla, und seine Ausrichtung auf Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen fasziniert Besucher bis heute. Ein Besucherzentrum erklärt Fundstücke und Bauweise, bevor du über den Pfad hinunter zu den Tempeln gehst.

06 / 06

Gozo und Comino

Ein Tag oder besser mehrere Tage auf den Schwesterinseln gehören zu jedem Malta Urlaub.

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Von Cirkewwa an der Nordspitze bringt dich die Autofähre nach Mgarr auf Gozo – eine kurze Überfahrt in eine spürbar andere Welt. Gozo ist grüner, hügeliger und ländlicher, mit terrassierten Feldern, Steinmauern und Dörfern, in denen das Leben um die Pfarrkirche kreist. In der Hauptstadt Victoria erhebt sich die Zitadelle über der Insel; von ihren Wällen überblickst du fast ganz Gozo. Im Norden liegt Ggantija, eine megalithische Tempelanlage und UNESCO-Welterbe, deren Steinblöcke von gewaltigen Ausmaßen sind. Dazu kommen die Salzpfannen bei Marsalforn, der rote Sand der Ramla Bay, die Bucht von Xlendi und der Inland Sea bei Dwejra. Comino zwischen beiden Inseln ist winzig, nahezu unbewohnt und berühmt für die Blaue Lagune, deren flaches Wasser über hellem Grund in einem unwirklichen Türkis leuchtet – im Hochsommer allerdings sehr gut besucht, weshalb sich frühe Boote oder die Nebensaison lohnen. Wanderwege führen über karge Hänge zum Santa-Marija-Turm. Viele Anbieter kombinieren beide Inseln zu einer Tagestour mit Badestopps.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai, Juni, September und Oktober

Die angenehmste Zeit für eine Malta Reise sind das späte Frühjahr und der Frühherbst. Im Mai und Juni ist es warm, aber noch nicht drückend, die Insel ist grün und das Meer bereits gut zum Baden temperiert. September und Oktober gelten als Geheimtipp: Das Mittelmeer hat den ganzen Sommer über Wärme gespeichert und lädt bis weit in den Oktober hinein zum Schwimmen ein, während die Menschenmengen an Orten wie der Blauen Lagune spürbar abnehmen. Juli und August sind die heißesten und vollsten Monate – ideal, wenn du Strandleben und Nachtleben in Paceville suchst, weniger geeignet für lange Besichtigungen ohne Schatten. Wer vor allem Kultur, Wandern und Sightseeing plant, reist am besten im März, April oder November, dann ist es mild und die Preise sind niedriger. Selbst der Winter hat seinen Reiz: Malta gilt als eines der mildesten Ziele Europas und ist beliebt bei Sprachschülern und Langzeiturlaubern. Beachte, dass Bootstouren zur Blauen Grotte und Fähren nach Comino bei starkem Wind kurzfristig ausfallen können – plane solche Ausflüge lieber früh in deinem Aufenthalt ein.

Frühling

Von März bis Mai steigen die Tageswerte von etwa 17 auf 24 Grad, nachts wird es mit 10 bis 16 Grad noch frisch.

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Die Insel zeigt sich so grün wie sonst nie, Wildblumen blühen entlang der Küstenpfade, und die Sonne scheint bereits viele Stunden am Tag. Regen fällt vor allem im März noch gelegentlich, ab Mai sind Schauer selten. Das Meer erwärmt sich langsam von rund 15 auf 19 Grad – zum Baden ist es im März und April eher etwas für Abgehärtete, im Mai wird es angenehm. Perfekte Bedingungen für Wanderungen an den Klippen von Dingli, Stadtbummel in Valletta und Mdina sowie Ausflüge nach Gozo, ohne dass die Hitze zum Thema wird.

Sommer

Juni bis August ist heiß und praktisch niederschlagsfrei.

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Die Tageshöchstwerte liegen meist zwischen 28 und 33 Grad, in Hitzewellen mit Wind aus der Sahara auch darüber; nachts kühlt es nur auf 21 bis 25 Grad ab, was durch die hohe Luftfeuchtigkeit schwül wirken kann. Die Sonne scheint bis zu zwölf Stunden täglich, Wolken sind die Ausnahme. Das Mittelmeer erreicht badewannenwarme 25 bis 27 Grad – ideal für Schnorcheln, Tauchen und lange Bootstage. Ein Sonnenhut, viel Wasser und eine Siesta in den Mittagsstunden sind Pflicht, denn Schatten ist auf der kargen Insel rar. Am Abend wird es lebendig: Promenaden, Strandbars und die zahlreichen Dorffeste, die Festi, prägen die Sommernächte.

Herbst

Der September fühlt sich noch komplett sommerlich an, mit etwa 28 Grad am Tag und einem Meer, das mit rund 26 Grad seinen Wärmehöhepunkt erreicht – für viele die schönste Badezeit des Jahres.

Mehr zum Herbst

Im Oktober sinken die Werte auf angenehme 24 Grad, das Wasser bleibt mit etwa 23 Grad weiterhin bestens zum Schwimmen geeignet. Im November wird es mit rund 19 bis 20 Grad milder und deutlich wechselhafter, die ersten kräftigen Regenschauer und Gewitter ziehen durch, meist kurz und heftig. Der Wind nimmt zu, wodurch Bootsausflüge häufiger ausfallen können. Insgesamt eine entspannte Reisezeit mit weniger Trubel, günstigeren Preisen und immer noch reichlich Sonnenstunden.

Winter

Malta gehört zu den mildesten Ecken Europas.

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Von Dezember bis Februar liegen die Tageswerte bei etwa 15 bis 17 Grad, nachts bei 10 bis 12 Grad; Frost und Schnee gibt es nicht. Dafür ist es die feuchteste Zeit des Jahres: Regentage kommen regelmäßig vor, oft in Form kurzer, kräftiger Schauer zwischen sonnigen Abschnitten, dazu weht häufig ein böiger Wind. Das Meer kühlt auf rund 15 bis 16 Grad ab, Baden ist damit nur etwas für Hartgesottene. Zum Wandern, für Städtetouren und für lange Museumsbesuche ist der Winter jedoch ideal – ohne Hitze, ohne Warteschlangen und mit günstigen Hotelpreisen. Weihnachten und Karneval in Valletta sorgen für zusätzliche Stimmung.

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