Vikos-Schlucht und die Zagori-Dörfer
Im Norden von Epirus schneidet der Vikos eine der tiefsten Schluchten Europas in das Pindos-Gebirge, und schon der erste Blick von einem der Aussichtspunkte über Monodendri oder aus Richtung Papingo lässt dich verstummen: Hunderte Meter fallen graue Kalkwände ab, tief unten schimmert das Flussbett, und über allem kreisen Greifvögel.
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Rund um die Schlucht liegen die Zagorochoria, jene Dörfer aus Naturstein, deren Häuser, Kirchen und Plätze fast vollständig aus dem gleichen grauen Schiefer gebaut sind wie die Berge dahinter. Papingo, unterteilt in Megalo und Mikro Papingo, ist der bekannteste Ausgangspunkt: Von hier starten Wanderungen zu den Drakolimni-Bergseen und hinauf Richtung Astraka-Massiv, dessen senkrechte Wände direkt über den Dächern aufragen. In den Naturbecken der Ovires bei Papingo kannst du dich nach der Tour in eiskaltem, glasklarem Wasser abkühlen. Verbunden werden die Dörfer von alten Saumpfaden und den charakteristischen einbogigen und mehrbogigen Steinbrücken, die früher Handelswege über die Wildbäche führten. Wer nicht wandern möchte, fährt einfach von Dorf zu Dorf, trinkt Bergtee auf einem schattigen Platz unter Platanen und isst Pita – die herzhaften Blätterteigkuchen mit Wildkräutern, Käse oder Kürbis, für die die Region berühmt ist.
