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Senegal

Senegal

Senegal ist das Land, in dem der trockene Atem der Sahelzone auf die kühle Brise des Atlantiks trifft – und genau aus diesem Gegensatz entsteht sein Zauber. Während im Hinterland staubige Pisten zwischen mächtigen Baobabs verlaufen, rollt an der Petite Côte eine endlose Brandung über hellen Sand.

Wissenswertes über Senegal

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit November bis Mai
Flugzeit ab Frankfurt ca. 6 Stunden
Highlights
  • Weite Strände der Petite Côte
  • Safari zwischen Baobabs in Bandia
  • Île de Gorée vor Dakar
  • Mangroven im Saloum-Delta
Überblick

Über Senegal

Das Zentrum für Badeurlauber ist die Petite Côte südlich von Dakar. In Saly Portudal reihen sich Hotelanlagen, Restaurants und kleine Läden entlang eines langen Sandstrands, an dem der Atlantik angenehm warm wird. Wer es ruhiger mag, findet in Pointe Sarène ein Fischerdorf mit weitem, fast leerem Strand, in La Somone eine geschützte Lagune hinter den Dünen und in M'bour eine lebendige Küstenstadt, deren Fischmarkt zu den geschäftigsten des Landes gehört. Die Wege zwischen diesen Orten sind kurz – du kannst entspannt in deiner Anlage liegen und doch jeden Tag ein anderes Senegal kennenlernen.

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Hinter der Küste beginnt das zweite Gesicht des Landes. In der Réserve de Bandia ziehen Giraffen, Antilopen und Nashörner zwischen bizarr geformten Affenbrotbäumen umher, im Delta des Saloum verzweigen sich Mangrovenarme zu einem Labyrinth aus Wasser, Vogelschwärmen und Inseln aus Muschelschalen. Weiter nördlich liegen der salzige Lac Rose und vor Dakar die Île de Gorée, deren pastellfarbene Häuser eine der bedrückendsten Kapitel der Weltgeschichte erzählen. Kultur, Natur und Strand liegen hier erstaunlich nah beieinander.

Auch kulinarisch lohnt sich die Neugier: Thieboudienne, der würzige Reis mit Fisch, Yassa mit Zwiebelsauce und frische Mangos vom Markt machen jede Senegal Reise zu einem Geschmackserlebnis. Dazu Trommelrhythmen, Mbalax-Musik aus den Boxen und Stoffe in Farben, die man so kaum ein zweites Mal sieht. Die Flugzeit aus Mitteleuropa ist überschaubar, die Zeitverschiebung minimal – du kommst an und bist sofort im Urlaub, ohne Jetlag. Am besten planst du deine Reise in die Trockenzeit zwischen November und Mai, wenn die Sonne verlässlich scheint und die Luft trocken bleibt. Wer einmal am Abend barfuß durch den warmen Sand der Petite Côte gelaufen ist, während die Pirogen zurückkehren, versteht schnell, warum so viele Gäste wiederkommen.

Anreise

Lage & Anreise

In 6 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 6 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Île de Gorée

Nur eine kurze Fährfahrt von Dakar entfernt liegt die kleine Insel Gorée, die zu den eindrücklichsten Orten des Landes zählt und von der UNESCO als Welterbe geschützt wird.

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Autos gibt es hier nicht, dafür schmale Gassen zwischen pastellfarbenen Kolonialhäusern, Bougainvillea an den Mauern und einen Blick auf den Atlantik, der die Stille fast unwirklich erscheinen lässt. Im Mittelpunkt steht das Maison des Esclaves, das Sklavenhaus, in dem an den transatlantischen Sklavenhandel erinnert wird – ein Besuch, der nachwirkt und bei dem sich eine Führung wirklich lohnt, weil die Geschichten hinter den Räumen erst dadurch greifbar werden. Oben auf der Insel liegt das Castel, eine alte Befestigungsanlage mit weitem Rundumblick auf die Skyline von Dakar. Rund um den Hafen verkaufen Künstlerinnen und Künstler Bilder, Stoffe und Schmuck, kleine Restaurants servieren frischen Fisch unter schattigen Bäumen, und am Sandstrand neben der Anlegestelle springen Kinder ins Wasser. Für Gäste von der Petite Côte ist Gorée ein Tagesausflug, der sich mit einem Stadtbummel in Dakar verbinden lässt. Nimm Bargeld, einen Hut und ausreichend Wasser mit – Schatten gibt es auf den Gassen nur stellenweise, und die Fähren sind besonders am Wochenende gut gefüllt.

02 / 06

Saly Portudal

Saly ist das touristische Herz der Petite Côte und für viele Gäste der Ausgangspunkt ihres Urlaubs.

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Der lange, hell leuchtende Sandstrand fällt flach in den Atlantik ab, der hier über große Teile des Jahres angenehm warm ist, und dahinter reihen sich Hotelanlagen, Gärten voller Palmen und Bougainvillea sowie kleine Strandbars. Zwischen Royam Hotel, Hôtel Palm Beach und den weiteren Häusern des Ortes findest du eine Mischung aus Ruhe und Leben: Morgens gehören Strand und Brandung den Frühaufstehern und den Fischern, abends füllen sich Restaurants und Terrassen, in denen senegalesische Klassiker neben französisch geprägter Küche stehen. Saly ist zudem praktisch, weil sich von hier aus fast alle Ausflüge organisieren lassen – Pirogentouren, Safaris im Hinterland, Märkte, Golf oder Hochseefischen. Im Ort selbst bieten Händler Stoffe, Holzschnitzereien und Schmuck an; Handeln gehört dazu und ist Teil des Erlebnisses. Wer gern aktiv ist, findet Quad- und Reittouren entlang der Küste, wer einfach nur abschalten will, braucht nicht mehr als Liege, Buch und den Blick auf die Wellen. Beachte, dass die Brandung an manchen Abschnitten kräftig sein kann – achte auf die Hinweise deines Hotels, bevor du weit hinausschwimmst.

03 / 06

Réserve de Bandia

Die private Réserve de Bandia liegt im Hinterland der Petite Côte und ist der einfachste Weg, auf einer Senegal Reise große Tiere in freier Natur zu sehen.

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In offenen Geländewagen fährst du mit einem Guide durch trockenen Buschwald, in dem uralte Baobabs wie Skulpturen stehen – manche so mächtig, dass mehrere Menschen sie nicht umfassen können. Unterwegs begegnest du Giraffen, verschiedenen Antilopenarten, Warzenschweinen, Büffeln, Affen und, mit etwas Glück, Nashörnern, die in einem eigenen geschützten Bereich leben. Zahlreiche Vogelarten machen die Fahrt auch für Fernglasfans spannend, von Nashornvögeln bis zu Geiern in den Wipfeln. Ein Höhepunkt ist der Halt an einem Wasserloch, in dem Krokodile und Schildkröten zu beobachten sind, sowie der Blick auf einen hohlen Baobab, der früher als traditionelle Grabstätte diente. Zur Reserve gehört ein Restaurant mit Terrasse über dem Gelände, sodass sich die Tour gut mit einem Mittagessen verbinden lässt. Plane den Ausflug möglichst für den frühen Morgen oder den späten Nachmittag ein, wenn die Tiere aktiver sind und das Licht für Fotos weicher wird. Feste Schuhe, Sonnenschutz und ein Tuch gegen den Staub auf den Pisten machen die Fahrt deutlich angenehmer.

04 / 06

Lagune von La Somone

Wo der kleine Fluss Somone auf den Atlantik trifft, hat sich eine geschützte Lagune gebildet, die als kommunales Naturreservat unter Schutz steht – und die einen wunderbaren Kontrast zum offenen Ozean bildet.

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Hinter einer schmalen Sandbank liegt ruhiges, flaches Wasser, gesäumt von Mangroven, deren Wurzeln bei Ebbe freiliegen. Am besten erkundest du das Gebiet in einer Piroge: Lautlos gleitest du zwischen den grünen Inseln hindurch, während Reiher, Pelikane, Seeschwalben, Löffler und Eisvögel auf den Sandbänken stehen oder dicht über dem Wasser entlangfliegen. Für Vogelbeobachtung ist die Lagune einer der dankbarsten Orte der Petite Côte, weil die Tiere hier erstaunlich nahe herankommen. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann am Strand entlang bis zur Mündung laufen und zusehen, wie Fischer ihre Netze sortieren. Der Ort La Somone selbst ist ruhiger als Saly, mit kleinen Hotels, Restaurants am Wasser und einem entspannten Rhythmus, der vor allem Gäste anzieht, die Erholung suchen. Nachmittags färbt die untergehende Sonne Wasser und Mangroven in warme Töne – der Grund, warum viele Bootstouren bewusst spät starten. Mückenschutz ist in der Nähe der Mangroven am Abend keine schlechte Idee.

05 / 06

Delta du Saloum

Südlich der Petite Côte verzweigt sich der Saloum in ein riesiges Delta aus Flussarmen, Mangrovenwäldern, Sandbänken und Inseln, das von der UNESCO als Welterbe anerkannt ist.

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Das Gebiet ist ein Paradies für Vögel: Pelikane, Flamingos, Seeschwalben und zahllose Watvögel nutzen die Untiefen als Brut- und Rastplatz, und auf den stillen Wasserwegen begegnen dir Fischer in schmalen Pirogen, die ihre Netze auslegen. Besonders eigen ist Joal-Fadiouth, wo eine ganze Insel aus unzähligen Muschelschalen besteht – selbst die Wege und der gemeinsame Friedhof von Christen und Muslimen sind davon bedeckt. Eine Holzbrücke verbindet die beiden Ortsteile und bietet einen schönen Blick über das Wasser. Typisch für die Region sind außerdem die Muschelbänke, die traditionelle Austernfischerei und kleine Dörfer, in denen das Leben noch stark vom Gezeitenrhythmus bestimmt wird. Vom Küstenort Pointe Sarène oder von M'bour aus lässt sich das Delta gut als Tagesausflug erreichen, oft in Kombination mit einer Bootsfahrt und einem Mittagessen mit frischem Fisch. Nimm Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung und ein Fernglas mit – auf dem offenen Wasser gibt es kaum Schatten, dafür aber ständig etwas zu entdecken.

06 / 06

Lac Rose (Lac Retba)

Nordöstlich von Dakar liegt ein Salzsee, der unter bestimmten Bedingungen in einem rosa bis violetten Ton schimmert und dem Ort seinen Namen gegeben hat: Lac Rose, der Rosa See.

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Verantwortlich dafür sind salzliebende Mikroorganismen im extrem salzhaltigen Wasser; wie intensiv die Färbung ausfällt, hängt von Jahreszeit, Sonnenstand und Wind ab – am stärksten zeigt sie sich meist mittags in der Trockenzeit. Mindestens so eindrucksvoll wie die Farbe ist die Arbeit am See: Salzgewinner stehen bis zur Hüfte im Wasser, lösen mit Stangen das Salz vom Grund und schaufeln es in flache Boote, um es anschließend zu hohen weißen Haufen am Ufer aufzuschütten. Zum Schutz der Haut reiben sie sich mit Shea- oder Palmfett ein. Der hohe Salzgehalt macht das Wasser außerdem so dicht, dass man darin fast von allein an der Oberfläche bleibt. Rund um den See gibt es kleine Stände mit Kunsthandwerk, einfache Restaurants und Anbieter von Fahrten durch die angrenzenden Dünenlandschaften bis zum Atlantik. Der Ausflug lässt sich gut mit Dakar verbinden, erfordert von der Petite Côte aus aber einen längeren Fahrtag – plane ihn entspannt und starte am Morgen.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

November bis Mai

Die beste Zeit für einen Senegal Urlaub liegt in der Trockenzeit von November bis Mai. Dann scheint die Sonne nahezu verlässlich, die Luftfeuchtigkeit bleibt niedrig und Regen ist kaum zu erwarten – ideal für Strandtage an der Petite Côte und für Ausflüge ins Hinterland. November bis Februar bringt angenehm warme Tage und frische, teils kühle Nächte; das Meer ist in dieser Phase erfrischend und für empfindliche Badegäste manchmal etwas kühl. März bis Mai wird es spürbar wärmer, das Wasser ebenfalls, und die Tage sind lang und klar. Vogelbeobachter kommen besonders in den Wintermonaten auf ihre Kosten, wenn Zugvögel in den Lagunen und im Saloum-Delta rasten. Von Juni bis Oktober herrscht die Regenzeit, der sogenannte Hivernage: Dann wird es heiß und schwül, kräftige Schauer und Gewitter sind möglich, dafür ist die Landschaft grün und es sind deutlich weniger Gäste unterwegs. Wer in dieser Zeit reist, sollte Mückenschutz und flexible Planung einkalkulieren.

Frühling

März bis Mai gehören noch zur Trockenzeit und zählen zu den angenehmsten Monaten.

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Tagsüber liegen die Temperaturen an der Küste meist bei 27 bis 31 Grad, nachts kühlt es auf etwa 19 bis 23 Grad ab. Regen fällt praktisch nicht, der Himmel ist überwiegend klar, und ein beständiger Seewind mildert die Hitze am Strand. Das Meerwasser erwärmt sich im Laufe des Frühlings merklich und wird für längere Badetage komfortabel. Im Hinterland ist es trockener und heißer als an der Küste – für Safaris und Touren eignen sich deshalb die Morgen- und Abendstunden am besten.

Sommer

Juni bis August markiert den Beginn der Regenzeit.

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Die Temperaturen steigen tagsüber auf rund 30 bis 33 Grad, nachts bleibt es mit 24 bis 27 Grad warm, und die Luftfeuchtigkeit nimmt deutlich zu. Typisch sind kräftige, aber meist kurze Schauer und Gewitter, oft am Nachmittag oder in der Nacht, zwischen denen die Sonne wieder durchkommt. Das Meer erreicht jetzt seine wärmsten Werte. Die Landschaft wird grün, Staub verschwindet von den Pisten, allerdings nehmen Mücken zu – ein guter Insektenschutz und leichte, luftige Kleidung sind in dieser Zeit wichtig.

Herbst

September und Oktober sind die feuchtesten Monate des Jahres, bevor im Laufe des Novembers die Trockenzeit einsetzt.

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Tagsüber werden meist 30 bis 32 Grad erreicht, nachts bleibt es bei etwa 24 bis 26 Grad schwülwarm. Regenschauer können intensiv ausfallen, dauern aber oft nur kurz, und zwischen den Wolken gibt es viele sonnige Phasen. Das Wasser des Atlantiks ist jetzt besonders warm und einladend. Ende Oktober und im November wird die Luft spürbar trockener, die Vegetation steht noch in frischem Grün – eine reizvolle Kombination für Natur- und Fotofreunde.

Winter

Dezember bis Februar ist die trockenste und für viele Gäste angenehmste Reisezeit.

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Die Tagestemperaturen liegen an der Petite Côte bei etwa 26 bis 29 Grad, nachts kühlt es auf rund 17 bis 20 Grad ab, sodass ein leichter Pullover für den Abend nützlich ist. Regen fällt so gut wie nie, die Sonne scheint fast täglich, und der Wind vom Atlantik sorgt für eine frische Brise. Das Meerwasser ist in diesen Monaten am kühlsten und wirkt beim Baden erfrischend. Vom Landesinneren kann gelegentlich trockener, staubiger Harmattan-Wind die Sicht etwas trüben.

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