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USA · Nevada

Nevada

Nevada beginnt mit einem Geräusch, das du so schnell nicht vergisst: dem trockenen Knirschen von Wüstensand unter den Schuhen, wenn die Morgensonne über die Felskanten kriecht und die Luft nach warmem Stein und harzigem Kreosotbusch riecht. Es ist still hier draußen, so still, dass du deinen eigenen Atem hörst.

Wissenswertes über Nevada

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit März bis Mai und September bis November
Flugzeit ab Frankfurt ca. 11 Stunden
Highlights
  • Neonlichter am Las Vegas Strip
  • Rote Sandsteinfelsen der Mojave
  • Hoover Dam über dem Colorado
  • Sternenhimmel über der Wüste
Überblick

Über Nevada

Auf der einen Seite steht Las Vegas, die Stadt, die niemals müde wird. Der Strip mit seinen Themenresorts, den Wasserspielen und Leuchtreklamen, dazu Downtown mit dem Lichterdach der Fremont Street und den klassischen Casinohotels. Du findest hier alles, was du dir wünschst: große Shows, Restaurants von der Nudelbar bis zur Sterneküche, Poolanlagen unter Palmen und Hotels für jeden Geschmack – vom pyramidenförmigen Luxor über das Excalibur bis zum ruhigen Alexis Park abseits des Boulevards. Auch Henderson und North Las Vegas gehören zu diesem Ballungsraum und bieten dir entspanntere Basislager mit kurzen Wegen.

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Auf der anderen Seite liegt das andere Nevada: rote Sandsteinwände im Red Rock Canyon, die flammend gemusterten Felsen im Valley of Fire, der Colorado, der am Hoover Dam gestaut wird und den weiten Lake Mead formt. Im Osten erheben sich die Berge des Great Basin, wo uralte Grannenkiefern in dünner Höhenluft stehen. Kleine Wüstenorte wie Beatty oder Mesquite an der Grenze zu Arizona zeigen dir das Nevada zwischen den Highlights – Tankstellen, Diner, ein paar Motels und ringsum nichts als Landschaft. Wer möchte, macht von Beatty aus einen Abstecher zur Geisterstadt Rhyolite mit ihren verfallenen Mauern aus der Zeit des Goldrauschs.

Eine Nevada Reise ist deshalb fast immer eine Reise mit dem Mietwagen. Die Straßen sind gut ausgebaut, die Entfernungen groß und die Aussicht durch die Windschutzscheibe ist Teil des Erlebnisses. Morgens wanderst du durch einen Canyon, mittags schwimmst du im Hotelpool, abends sitzt du bei einer Show oder mit einem Getränk auf einer Dachterrasse. Und wenn du dich nachts ein Stück von den Städten entfernst, siehst du einen Sternenhimmel, wie ihn nur trockene Wüstenluft zulässt.

Ob du für ein verlängertes Wochenende kommst oder Nevada als Teil einer großen Südwest-Rundreise erlebst: Dieses Land gibt dir beides, den Rausch und die Ruhe. Du entscheidest selbst, wie viel von jedem du mitnimmst – und genau darin liegt sein Reiz.

Anreise

Lage & Anreise

In 11 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

In 11 Stunden bist du da!

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Las Vegas Strip

Der Las Vegas Boulevard South, von allen nur der Strip genannt, ist das schlagende Herz jeder Nevada Reise.

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Auf wenigen Kilometern reihen sich Themenresorts aneinander, die ganze Welten nachbauen: die schwarze Glaspyramide des Luxor Hotel & Casino mit ihrem Lichtstrahl in den Nachthimmel, die Zinnen und Türme des Excalibur Hotel & Casino, das rosa leuchtende Flamingo Las Vegas Hotel & Casino, eine der traditionsreichsten Adressen der Stadt. Tagsüber wirkt der Boulevard fast entspannt. Du schlenderst über die Fußgängerbrücken, schaust in Einkaufspassagen, wärmst dich in der Wüstensonne auf und beobachtest, wie sich die Stadt für den Abend vorbereitet. Sobald es dunkel wird, verwandelt sich alles: Vor dem Bellagio steigen die Wasserfontänen zu Musik in den Himmel, Leuchtreklamen färben den Asphalt bunt, und das Riesenrad High Roller dreht sich langsam über der Skyline. Wer es ruhiger mag, wohnt etwas abseits, etwa im Alexis Park Resort, im Serene A Vegas Resort oder im Mardi Gras Hotel & Casino nahe dem Convention Center, und ist trotzdem schnell mitten im Geschehen. Shows und Konzerte, Restaurants von der Streetfood-Theke bis zur Sterneküche, dazu Poolanlagen, die einen ganzen Tag füllen können: Der Strip ist weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als ein eigener Kosmos, den du am besten mehrfach und zu ganz unterschiedlichen Tageszeiten erlebst.

02 / 06

Fremont Street Experience

Downtown Las Vegas ist das alte Vegas, und die Fremont Street ist seine Hauptbühne.

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Hier stehen die Casinohotels der ersten Stunde, darunter das Four Queens Casino & Hotel und das Golden Nugget, die dir zentrale Übernachtungen mitten im historischen Kern ermöglichen. Über mehrere Blocks spannt sich ein riesiges LED-Dach über die autofreie Straße, das nach Einbruch der Dunkelheit zur Leinwand wird: Bilder, Animationen und Konzertvisuals rauschen über deinen Kopf hinweg, während unten Livebands auf offenen Bühnen spielen. Die Atmosphäre ist rauer, lauter und ehrlicher als am Strip, und genau das macht den Reiz aus. Straßenkünstler, Cover-Bands, Cocktailbars mit offenen Fronten, dazwischen die klassischen Neonschilder, die Las Vegas berühmt gemacht haben. Wer Nervenkitzel sucht, saust mit der Seilrutsche SlotZilla direkt unter dem Lichterdach hindurch über die Menge hinweg. Tagsüber lohnt sich ein Bummel durch die angrenzenden Viertel mit ihren Bars, kleinen Galerien und bunten Wandbildern, die dem Bezirk ein junges, kreatives Gesicht geben. Ein Abend in der Fremont Street gehört zu jedem Nevada Urlaub dazu, weil du hier spürst, woher die Faszination dieser Stadt ursprünglich kommt.

03 / 06

Hoover Dam und Lake Mead

Der Hoover Dam gehört zu den beeindruckendsten Bauwerken der Vereinigten Staaten und ist der klassische Tagesausflug von Las Vegas oder Henderson aus.

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Die gewaltige Betonbogenmauer riegelt den Colorado River in der engen Black Canyon Schlucht ab und markiert zugleich die Grenze zwischen Nevada und Arizona. Wenn du oben auf der Krone stehst und in die Tiefe blickst, wirken die Fahrzeuge am Fuß der Mauer winzig. Führungen bringen dich hinunter in das Innere des Damms, zu den Turbinenhallen und Tunneln, in denen es kühl und laut ist und du die Kraft des Wassers regelrecht spürst. Direkt daneben überspannt die Mike O Callaghan Pat Tillman Memorial Bridge die Schlucht, ein eleganter Bogen mit einem Fußweg, von dem aus du den besten Gesamtblick auf den Damm hast. Hinter der Mauer erstreckt sich der Lake Mead, der größte Stausee der USA und Zentrum eines eigenen Erholungsgebiets. Hier kannst du Boot fahren, angeln, baden oder einfach an den Aussichtspunkten entlangfahren, wo tiefblaues Wasser auf helle, kahle Wüstenberge trifft. Das benachbarte Boulder City, eigens für die Arbeiter des Damms angelegt, ist ein ruhiger Ort mit kleinem historischen Ortskern und lädt zu einer Pause ein.

04 / 06

Red Rock Canyon National Conservation Area

Nur eine kurze Fahrt westlich von Las Vegas endet die Stadt abrupt und die Mojave-Wüste beginnt.

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Der Red Rock Canyon ist das nächstgelegene große Naturerlebnis und für viele die schönste Überraschung ihres Nevada Urlaubs. Namensgeber sind die Calico Hills, deren Aztec-Sandstein in kräftigen Rot-, Orange- und Cremetönen leuchtet, weil eisenhaltige Minerale das Gestein gefärbt haben. Eine Panoramastraße als Einbahnschleife führt dich an den wichtigsten Aussichtspunkten vorbei, von denen jeweils Wanderwege abzweigen: kurze Spaziergänge zu Felsformationen und Bohrlöchern im Stein ebenso wie längere Touren in schattige Schluchten, in denen nach Regenfällen kleine Wasserfälle rauschen. Kletterer aus aller Welt kommen wegen der langen, griffigen Sandsteinrouten hierher, und mit etwas Glück begegnen dir Wildesel oder Dickhornschafe an den Hängen. Am schönsten ist der Canyon früh am Morgen, wenn die Luft noch kühl ist, oder in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das Gestein regelrecht zu glühen scheint und die Schatten lang werden. Ein Besucherzentrum informiert über Geologie, Pflanzen und Tiere der Wüste. Nimm auf jeden Fall reichlich Wasser mit, denn Schatten gibt es unterwegs kaum und die trockene Luft täuscht über den Flüssigkeitsverlust hinweg.

05 / 06

Valley of Fire State Park

Nordöstlich von Las Vegas, nahe dem Lake Mead, liegt der älteste State Park Nevadas und einer der farbenprächtigsten Orte des ganzen Südwestens.

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Der Name ist Programm: Bei tiefstehender Sonne wirken die knallroten Sandsteinformationen, als würden sie von innen brennen. Die Straße durch den Park führt an bizarr geformten Felsen vorbei, darunter der bekannte Elephant Rock, dessen Bogen tatsächlich an einen Rüssel erinnert. Ein Höhepunkt ist die Fire Wave, eine gewellte Gesteinsfläche mit rot-weißen Streifen, die du über einen kurzen, aber in der Hitze fordernden Weg erreichst. Am Atlatl Rock führt eine Metalltreppe zu Felszeichnungen hinauf, die von den früheren indigenen Bewohnern der Region stammen und Jäger, Tiere und geometrische Muster zeigen. Weitere Wege führen zu Mouses Tank, einer natürlichen Wasserstelle in einer engen Schlucht, und zu leuchtenden Sandsteinkuppeln in Pastelltönen. Kontrastreicher könnte die Landschaft kaum sein: rotes Gestein, weißer Sand, hellgrüne Wüstenpflanzen und darüber ein oft wolkenloser Himmel. Plane den Besuch möglichst für die Morgen- oder Abendstunden, denn im Hochsommer wird es hier extrem heiß. Wer fotografiert, findet im Valley of Fire die wohl dankbarsten Motive der gesamten Region.

06 / 06

Great Basin National Park

Ganz im Osten Nevadas, weit weg vom Trubel der Städte, liegt einer der am wenigsten besuchten Nationalparks der USA und genau darin liegt sein Zauber.

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Der Great Basin National Park schützt eine Bergwelt, die sich schroff aus der umliegenden Hochwüste erhebt und vom Wheeler Peak überragt wird, dem höchsten Gipfel, der vollständig in Nevada liegt. Eine Panoramastraße bringt dich in kurzer Zeit von trockenem Salbeibusch hinauf in kühle Wälder aus Espen und Nadelbäumen, in denen die Luft nach Harz duftet. Von den Wanderwegen an der Baumgrenze erreichst du Haine uralter Grannenkiefern, knorriger Bäume, die zu den langlebigsten Lebewesen der Erde zählen und deren verdrehte Stämme vom jahrhundertelangen Kampf gegen Wind und Eis erzählen. Unter der Erde warten die Lehman Caves, ein reich geschmücktes Höhlensystem mit Tropfsteinen, Säulen und filigranen Schildformationen, das du nur mit Führung betreten darfst. Weil es hier kaum künstliches Licht gibt, ist der Park zugleich ein ausgezeichnetes Ziel für Sternenbeobachtung: In klaren Nächten spannt sich die Milchstraße von Horizont zu Horizont. Die Anfahrt ist lang und einsam, doch wer Weite, Stille und Natur sucht, wird hier reich belohnt.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

März bis Mai und September bis November

Die angenehmste Zeit für einen Nevada Urlaub sind das Frühjahr von März bis Mai und der Herbst von September bis November. Dann liegen die Tagestemperaturen im Süden meist zwischen 20 und 30 Grad, die Luft ist trocken und klar, und du kannst Wanderungen im Red Rock Canyon oder im Valley of Fire ohne Hitzestress unternehmen. Im Frühjahr blüht die Wüste nach feuchten Wintern, im Herbst färben sich die Espen in den Bergen golden. Der Hochsommer von Juni bis August ist mit Temperaturen weit über 40 Grad extrem heiß und eignet sich vor allem für Pool-, Show- und Casinotage in Las Vegas, während Aktivitäten im Freien auf den frühen Morgen beschränkt bleiben sollten. Der Winter ist mild und günstig, ideal für Städtetrips und Sightseeing, allerdings sind die Abende kühl und höher gelegene Regionen wie der Great Basin National Park können verschneit und teilweise nicht befahrbar sein. Wer Nationalparks im Südwesten kombinieren möchte, fährt am besten im April, Mai oder Oktober.

Frühling

Der Frühling gehört zu den schönsten Jahreszeiten in Nevada.

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Im März steigen die Tageswerte im Süden rund um Las Vegas, Henderson und Mesquite meist auf 20 bis 24 Grad, im April auf 25 bis 29 Grad und im Mai bereits auf 30 bis 34 Grad. Die Nächte bleiben mit 8 bis 16 Grad angenehm frisch, sodass du einen Pullover oder eine leichte Jacke einpacken solltest. Regen fällt kaum, die Sonne scheint fast täglich, und die Sicht über die Wüste ist außergewöhnlich klar. Zeitweise kann es kräftig windig werden, was Staub aufwirbelt, aber die Hitze angenehm dämpft. In höheren Lagen wie dem Great Basin liegt im März und April oft noch Schnee, dort beginnt der Frühling erst im Mai oder Juni. Ideal für Wanderungen, Rundreisen und lange Tage im Freien.

Sommer

Der Sommer im Süden Nevadas ist extrem heiß und sehr trocken.

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Von Juni bis August erreichen die Tageswerte in Las Vegas, North Las Vegas und Beatty regelmäßig 38 bis 43 Grad, in Hitzewellen auch darüber. Selbst nachts kühlt es oft nur auf 25 bis 30 Grad ab. Die Luft ist so trocken, dass du das Schwitzen kaum bemerkst – umso wichtiger ist es, ständig zu trinken. Regen ist selten, doch im Spätsommer bringen gelegentliche Gewitter kurze, heftige Schauer und die Gefahr von Sturzfluten in Canyons. Aktivitäten im Freien verlegst du am besten auf die frühen Morgenstunden, tagsüber sind klimatisierte Hotels, Shows und Poolanlagen die bessere Wahl. In den Bergen des Great Basin bleibt es mit 20 bis 27 Grad deutlich angenehmer.

Herbst

Der Herbst ist neben dem Frühling die beste Reisezeit.

Mehr zum Herbst

Im September ist es mit 33 bis 37 Grad noch hochsommerlich warm, im Oktober fallen die Werte auf angenehme 25 bis 29 Grad, im November auf 17 bis 21 Grad. Die Nächte werden spürbar kühler und liegen im November oft nur noch bei 5 bis 10 Grad. Der Himmel ist meist wolkenlos, die Luft klar und die Lichtstimmungen über den roten Felsen im Valley of Fire und im Red Rock Canyon besonders schön. Niederschlag bleibt die Ausnahme. In den Bergen leuchten die Espen im Oktober goldgelb, während es auf über 3.000 Metern schon erste Schneefälle geben kann. Ideal für Wanderungen, Fotografie und Rundreisen durch den Südwesten.

Winter

Der Winter ist im Süden Nevadas mild und sonnig.

Mehr zum Winter

Von Dezember bis Februar liegen die Tageswerte in Las Vegas und Umgebung meist zwischen 13 und 18 Grad, nachts sinken sie auf 2 bis 7 Grad, gelegentlich auch knapp unter den Gefrierpunkt. Es ist die feuchteste Zeit des Jahres, doch selbst dann fallen nur wenige Regentage pro Monat an, und die Sonne scheint überwiegend. Für Städtereisen, Shows und Sightseeing ist das eine sehr angenehme Zeit, zumal die Preise oft niedriger sind. Warme Kleidung für die Abende gehört ins Gepäck. In den höheren Regionen Nevadas, etwa im Great Basin National Park, herrscht dagegen echter Winter mit Schnee, Frost und zeitweise gesperrten Panoramastraßen.

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