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Griechenland · Kykladen

Paros (Kykladen)

Paros beginnt für viele Gäste mit einem Morgen in Naoussa: Fischer sortieren am kleinen Hafen ihre Netze, ein Oktopus trocknet an der Leine in der Sonne, und aus dem flachen Wasser ragen die Mauerreste des venezianischen Kastells. Zwei Gassen weiter duftet es nach frischem Brot, Katzen dösen auf warmen Marmorstufen, und die weiß gekalkten Häuserwände leuchten so hell, dass du blinzeln musst.

Wissenswertes über Paros (Kykladen)

alles, was du vorher wissen willst ♥
Beste Reisezeit Mai bis Oktober, ideal Juni und September
Flugzeit ab Frankfurt ca. 3 Stunden
Highlights
  • Kykladenweiße Gassen in Naoussa
  • Granitfelsen von Kolymbithres
  • Kitesurfen im Kanal von Pounta
  • Antiker Marmor aus Marathi
Überblick

Über Paros (Kykladen)

Die Insel liegt mitten in den Kykladen und ist deutlich vielseitiger, als ihre überschaubare Größe vermuten lässt. Im Norden schwingen sich bei Kolymbithres bizarre, vom Wind rund geschliffene Granitfelsen ins türkisfarbene Wasser, während Santa Maria und Ambelas ruhige Buchten für lange Badetage bieten. Der Westen punktet mit Parasporos und Glyfades Beach, nur wenige Minuten von Parikia entfernt. Im Osten reihen sich Piso Livadi, Logaras und Drios aneinander – kleine Orte mit Tavernen direkt am Sand, in denen abends die Familien am Nebentisch sitzen. Wer es sportlich mag, fährt nach Pounta: Der Kanal zwischen Paros und Antiparos gilt dank des zuverlässigen Meltemi als eines der besten Kitesurf-Reviere Griechenlands.

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Kultur bekommst du auf einer Paros Reise ganz nebenbei dazu. In Parikia steht mit der Panagia Ekatontapiliani eine der ältesten erhaltenen Kirchen Griechenlands, umgeben von einer Altstadt, deren Gassen sich zu winzigen Plätzen weiten. Im Inselinneren liegt Lefkes, ein Bergdorf aus Marmor und Bougainvillea, von dem ein alter gepflasterter Weg über die Hügel führt. Und der Marmor selbst hat Paros berühmt gemacht: In den antiken Brüchen bei Marathi wurde jener durchscheinende Stein gebrochen, aus dem manche der bekanntesten Skulpturen der Antike entstanden. Abends gehören Ouzo, gegrillter Fisch und Kapernsalat einfach dazu, dazu ein Glas Wein von der Insel.

Praktisch ist Paros unkompliziert: Fähren verbinden die Insel mehrmals täglich mit Piräus und den Nachbarinseln, ein kleiner Flughafen liegt bei Aliki im Süden, und von Pounta setzt du in wenigen Minuten nach Antiparos über. Übernachten kannst du in familiären Studios und kleinen Hotels in Naoussa, Parikia oder Piso Livadi – oft mit Balkon zum Meer und einem Gastgeber, der dir morgens erklärt, welche Bucht heute windgeschützt ist. Ob du einen Paros Urlaub zum Baden, Wandern oder Genießen planst: Die Insel lässt dir das Tempo frei. Wer einmal in Agia Irini unter Palmen im Sand gesessen und den Sonnenuntergang über dem Kanal beobachtet hat, versteht, warum so viele Gäste im nächsten Sommer wiederkommen.

Anreise

Lage & Anreise

In 3 Stunden bist du da! Flugzeit ab Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

01 / 06

Panagia Ekatontapiliani in Parikia

Mitten im Hauptort Parikia, nur wenige Schritte vom Hafen entfernt, steht die Panagia Ekatontapiliani – die "Kirche der hundert Tore".

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Sie gilt als eine der ältesten erhaltenen und bedeutendsten byzantinischen Kirchen Griechenlands und ist bis heute das spirituelle Herz der Insel. Von außen wirkt der Bau schlicht: hohe weiße Mauern, ein ruhiger Innenhof mit Arkaden, Zypressen und ein paar Bänken im Schatten. Drinnen empfängt dich kühle Stille, dicke Steinpfeiler, dunkles Holz, Ikonen im Kerzenschein und ein Marmorboden, der von Jahrhunderten an Pilgerschritten glatt poliert ist. Der Legende nach sind neunundneunzig Tore sichtbar, das hundertste bleibt verborgen – eine Geschichte, die jeder Inselbewohner anders erzählt. Zum Komplex gehören außerdem eine Taufkapelle mit kreuzförmigem Taufbecken und ein kleines Museum mit Ikonen und liturgischem Gerät. Plane ruhig eine Stunde ein und komme am besten am Vormittag oder gegen Abend, wenn das Licht durch die hohen Fenster fällt und weniger Besucher unterwegs sind. Bitte achte auf angemessene Kleidung – Schultern und Knie bedeckt. Danach lohnt ein Bummel durch die anschließenden Marmorgassen der Altstadt von Parikia mit ihren Cafés, kleinen Läden und der Kastro-Anhöhe, in deren Mauern antike Bausteine verbaut wurden.

02 / 06

Hafen und Altstadt von Naoussa

Naoussa im Norden der Insel ist für viele Gäste der schönste Ort auf Paros.

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Rund um das winzige Fischerhafenbecken liegen bunte Kaikia vertäut, Fischer flicken am Vormittag ihre Netze, und aus dem flachen Wasser ragen die Ruinen eines venezianischen Kastells, das teilweise im Meer versunken ist. Bei ruhiger See kannst du über die Mole bis zu den Mauerresten laufen – ein Fotomotiv, das kurz vor Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll wirkt. Hinter dem Hafen beginnt ein Labyrinth aus weiß gekalkten Gassen mit blauen Türen, Bougainvillea an den Wänden und Treppen, die scheinbar ins Nichts führen. Tagsüber ist Naoussa entspannt: Bäckereien, kleine Boutiquen, Kunsthandwerk und schattige Kaffeehäuser. Abends verwandelt sich der Ort in das gesellige Zentrum der Insel, mit Tavernen direkt am Wasser, Fischtellern, Meze und Bars, in denen es bis spät lebhaft zugeht – ohne den Trubel größerer Partyinseln. Von Naoussa aus erreichst du außerdem bequem die Strände im Norden wie Kolymbithres, Santa Maria und Ambelas, teils per Auto, teils mit kleinen Ausflugsbooten, die vom Hafen ablegen. Wer hier wohnt, hat Strand, Restaurants und Inselatmosphäre in Gehweite und braucht nicht einmal zwingend einen Mietwagen.

03 / 06

Kolymbithres bei Naoussa

Kolymbithres liegt gegenüber von Naoussa an der Bucht von Naoussa und ist der wohl ungewöhnlichste Strand der Insel.

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Statt einer durchgehenden Sandbank findest du hier eine Reihe kleiner Sandnischen, die von riesigen, glatt geschliffenen Granitformationen voneinander getrennt werden. Wind und Wasser haben den Fels über sehr lange Zeiträume zu weichen, fast skulpturalen Formen modelliert – manche erinnern an liegende Tiere, andere an geschmolzene Wachsbrocken. Zwischen den Felsen entstehen dadurch kleine, geschützte Badebecken mit klarem, flachem Wasser, das schnell warm wird. Genau das macht Kolymbithres auch für Familien mit Kindern attraktiv. Du kannst dir eine Nische suchen, in der du fast für dich bist, oder dich im organisierten Bereich mit Liegen, Schirmen und Strandtaverne niederlassen. Zum Schnorcheln lohnt der Bereich an den Felskanten, wo Fische zwischen den Steinen stehen. Erreichbar ist Kolymbithres mit dem Auto oder Roller über die Straße rund um die Bucht, am entspanntesten aber mit einem der kleinen Boote, die im Sommer regelmäßig vom Hafen in Naoussa übersetzen – die Überfahrt selbst ist schon ein Erlebnis. Bring Badeschuhe mit, denn zwischen den Felsen ist der Untergrund stellenweise steinig.

04 / 06

Bergdorf Lefkes

Lefkes liegt im gebirgigen Inselinneren und war lange Zeit der Hauptort von Paros – die Bewohner zogen sich hierher zurück, um vor Piratenüberfällen an der Küste sicher zu sein.

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Genau diese Lage macht den Reiz aus: Das Dorf klebt an einem Hang zwischen Olivenhainen und Zypressen, die Gassen sind so schmal und verwinkelt, dass Autos außen bleiben müssen, und aus jeder zweiten Ecke öffnet sich ein Blick über die Hügel bis zum Meer. Über den weißen Häusern erhebt sich die Kirche Agia Triada mit ihren markanten Doppeltürmen, gebaut aus dem Marmor der Insel. Rund um den Dorfplatz laden traditionelle Kafenia zu griechischem Kaffee und Löffelsüßigkeiten ein, dazu gibt es Werkstätten und kleine Läden mit Keramik, Textilien und lokalen Produkten. In Lefkes beginnt außerdem der alte, mit Marmorplatten gepflasterte byzantinische Weg, der über die Hügel Richtung Prodromos führt – eine der beliebtesten Wanderungen auf Paros, gut markiert und auch für ungeübte Wanderer machbar, wenn du früh am Morgen oder am späten Nachmittag startest und ausreichend Wasser dabeihast. Für einen halben Tag abseits der Strände ist Lefkes das ideale Ziel, gerade an windigen Tagen, an denen es am Meer ungemütlich wird.

05 / 06

Antike Marmorbrüche von Marathi

Wenige Kilometer östlich von Parikia, bei der Ortschaft Marathi, liegen die antiken Marmorbrüche, denen Paros seinen historischen Ruhm verdankt.

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Der hier gewonnene parische Marmor war in der Antike der begehrteste Werkstoff der griechischen Welt: fein kristallin, hell und so lichtdurchlässig, dass Bildhauer damit Hauttöne und feine Faltenwürfe darstellen konnten. Der Stein wurde nicht nur an der Oberfläche abgebaut, sondern in Stollen tief in den Hang getrieben – die dunklen Eingänge und Abbauspuren am Fels sind bis heute sichtbar. Es handelt sich um ein unbewachtes, weitgehend naturbelassenes Gelände ohne große Besucherinfrastruktur: keine Kassenhäuschen, keine Souvenirstände, dafür Ruhe, Marmorschutt zwischen wilden Kräutern und das Gefühl, an einem Ort zu stehen, der Kunstgeschichte geschrieben hat. Genau das macht den Besuch für viele spannender als jedes Museum. Feste Schuhe sind Pflicht, und in die Stollen selbst solltest du nicht ohne Ortskenntnis hineingehen. Am besten verbindest du den Abstecher mit einer Inselrundfahrt Richtung Lefkes oder Kostos. Wer danach die weißen Marmorstufen in den Dörfern sieht oder in Parikia antike Bausteine in Mauern entdeckt, betrachtet die Insel mit ganz anderen Augen.

06 / 06

Antiparos und die Tropfsteinhöhle

Direkt vor der Westküste liegt die kleine Schwesterinsel Antiparos, die du von Pounta aus mit einer kurzen Autofähre erreichst – die Überfahrt dauert nur wenige Minuten und läuft im Sommer sehr häufig, sodass sich der Ausflug auch spontan planen lässt.

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Alternativ fahren Ausflugsboote ab Parikia. Antiparos ist deutlich ruhiger und kleiner als Paros: ein hübscher Hauptort mit weißen Gassen, einem mittelalterlichen Kastro-Kern, Cafés unter Bougainvillea und einer Handvoll Strände mit sehr klarem Wasser. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel ist die große Tropfsteinhöhle im Süden, die über eine lange Treppe in die Tiefe erschlossen ist. Im Inneren erwarten dich mächtige Stalaktiten und Stalagmiten, kühle Luft und eine kleine Kapelle am Eingangsbereich; über die Jahrhunderte haben zahlreiche Besucher hier Inschriften hinterlassen. Der Abstieg ist gut gesichert, verlangt aber Trittsicherheit und feste Schuhe – bei Hitze ist die Höhle eine willkommene Abkühlung. Plane für Antiparos am besten einen ganzen Tag ein: vormittags die Höhle, mittags ein Bad an einer der Buchten, nachmittags ein Bummel durch den Ort und ein später Kaffee am Hafen, bevor die Fähre dich zurück nach Paros bringt.

Reisezeit

Beste Reisezeit & Klima

Mai bis Oktober, ideal Juni und September

Die beste Reisezeit für Paros liegt zwischen Mai und Oktober. Im Mai und Juni ist die Insel noch grün, die Temperaturen sind angenehm und die Strände leer – perfekt zum Wandern in Lefkes und für Sightseeing in Parikia. Juli und August sind die heißesten und lebhaftesten Monate mit Badetemperaturen um die 25 Grad im Meer; in dieser Zeit weht oft der Meltemi, ein kräftiger Nordwind, der die Hitze erträglich macht und Pounta zum Kitesurf-Revier werden lässt. Am ausgewogensten ist September: warmes Meer, ruhigeres Wetter, milde Abende und spürbar entspanntere Orte. Auch der Oktober eignet sich noch gut für Badeurlaub mit Kulturprogramm, allerdings schließen gegen Monatsende viele Betriebe. Von November bis März ist Paros eine ruhige Winterinsel mit stark reduziertem Fährfahrplan und wenig geöffneter Gastronomie.

Frühling

Im März liegen die Tagestemperaturen bei etwa 15 bis 17 Grad, im April bei 18 bis 20 Grad und im Mai bereits bei 22 bis 25 Grad.

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Die Nächte bleiben mit 10 bis 15 Grad frisch, eine leichte Jacke gehört ins Gepäck. Regentage werden von März bis Mai deutlich seltener, die Sonnenstunden nehmen kontinuierlich zu. Die Insel ist jetzt grün, Mohn und wilde Kräuter blühen, und die Luft riecht nach Thymian. Das Meer hat mit rund 17 bis 19 Grad noch Frischecharakter – zum Baden gewöhnungsbedürftig, ab Ende Mai aber durchaus machbar. Ideale Zeit zum Wandern, für Dorftouren und für die antiken Marmorbrüche.

Sommer

Von Juni bis August herrscht trockenes, sonnenverwöhntes Kykladenwetter mit Tageswerten um 27 bis 31 Grad, in Hitzeperioden auch darüber.

Mehr zum Sommer

Regen fällt praktisch nicht, die Sonne scheint bis zu zwölf Stunden am Tag, und die Nächte bleiben mit 21 bis 24 Grad angenehm lau. Charakteristisch ist der Meltemi, ein trockener Nordwind, der vor allem im Juli und August tagelang kräftig blasen kann: Er senkt die gefühlte Temperatur, sorgt aber an den Nordstränden für Wellen und kann Fährverbindungen verzögern. Windgeschützte Buchten findest du dann eher im Süden und Osten, etwa bei Logaras oder Piso Livadi. Das Meer erreicht 23 bis 26 Grad – Badetemperatur ohne Kompromisse.

Herbst

Der September ist auf Paros noch ein vollwertiger Sommermonat mit 25 bis 28 Grad am Tag, viel Sonne und einem Meer, das mit rund 24 Grad seine wärmsten Werte hält.

Mehr zum Herbst

Der Meltemi lässt spürbar nach, die Abende sind mild und lassen sich lange draußen verbringen. Im Oktober sinken die Temperaturen auf 21 bis 24 Grad, das Wasser bleibt mit etwa 22 Grad badetauglich, erste Regenschauer ziehen durch. Der November bringt mit 17 bis 19 Grad kühlere, wechselhaftere Tage und deutlich mehr Niederschlag. Wer Ruhe, günstige Preise und trotzdem Badewetter sucht, ist von Mitte September bis Mitte Oktober goldrichtig unterwegs.

Winter

Von Dezember bis Februar ist es auf Paros mild, aber feucht und windig.

Mehr zum Winter

Die Tageswerte liegen bei 12 bis 15 Grad, nachts kühlt es auf 8 bis 10 Grad ab; Frost und Schnee sind sehr selten. Die meisten Niederschläge des Jahres fallen in diesen Monaten, oft als kräftige, aber kurze Schauer zwischen sonnigen Abschnitten. Stürme aus Nord und Süd können den Fährverkehr zeitweise einschränken. Die Insel gehört jetzt wieder den Einheimischen: Viele Hotels, Strandtavernen und Läden in Naoussa und Parikia sind geschlossen, dafür erlebst du das ursprüngliche Inselleben, grüne Hügel und leere Kirchen. Badeurlaub ist in dieser Zeit nicht möglich.

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