Mit einem Koffer voller Vorfreude fliegst du nach Bergen, Norwegens heimliche und ehemalige Hauptstadt. Deine Reiseleitung freut sich auf dich und nimmt dich nach der Landung am Flughafen in Empfang. Bergen ist von sieben Fjorden sowie sieben Bergen umgeben. Gemeinsam mit deiner Reiseleitung erkundest du nachmittags zu Fuß das Zentrum der alten Hansestadt. Beim Bummel über den Fischmarkt empfehlen wir dir, die frischen Früchte des Meeres zu probieren. Im Hanseviertel und UNESCO-Weltkulturerbe Bryggen wandelst du inmitten der ehemaligen Handelskontore und Speicherhäuser. Die ideale Einstimmung auf deine Reise durch das Land der Fjorde und Gletscher.
Travel like the locals! Dieses Erlebnis wollen wir dir nicht vorenthalten! In Norwegen reist man nicht nur mit Bus und Bahn, sondern auch mit dem Postschiff oder dem Katamaran. Letzterer gehört zu einer Flotte, der schneller als jedes andere Verkehrsmittel die Küstenstädte miteinander verbindet. Da der Golfstrom den Atlantik nicht zufrieren lässt, kann man die Wasserwege ganzjährig nutzen. Gemeinsam mit deiner Reiseleitung reist du per Katamaran von Bergen entlang der Küste Norwegens, vorbei an zahlreichen Inseln, in den König der Fjorde. Der Sognefjord ist mit 205 Kilometern der längste aller Fjorde Norwegens und mit 1.303 Metern gleichzeitig der tiefste Fjord Europas. Kaum ein Besucher erlebt ihn in seiner Gänze, doch auf dieser Reise besuchst du den Fjord tatsächlich komplett. In Bergen verläuft die Trennlinie zwischen Nordsee und Atlantik. Das Wasser des Sognefjords gehört also zum Atlantik. Die Farben sind faszinierend, Ebbe und Flut ändern permanent den Charakter des Ufers. Den Vormittag verbringst du an Bord des Katamarans, der für die Einheimischen kleine Orte anläuft und nach kurzen, eingespielten Stopps immer weiter in den Fjord vordringt. Die Ufer mit ihren Hügeln und Bergen rücken immer näher. Was vielen Besucherinnen und Besuchern nicht bewusst ist, wenn sie das erste Mal an einen Fjord gelangen: Fjorde sind Teil des Meers und liegen somit auf Höhe null. Umso mächtiger scheinen die alpinen Berge um die Fjorde. In Leikanger wechselst du dann die Perspektive. Per Reiseminibus erlebst du nun den immer enger werdenden Fjord vom Ufer – bis zum schmalen Ende des Sognefjords. Dieser Seitenarm des Sognefjords, der Lustrafjord, stößt am Ende auf die Wand der alpinen Bergwelt Jotunheimens. Der Anblick wird dich staunen lassen.
Nun klettert der Bus die Serpentinen auf gut 1.400 Meter Höhe in die »Alpen Norwegens«. Mag es am Fjord noch geblüht und gedeiht haben, so ragen hier oben in Jotunheimen, dem Land der Riesen, die höchsten Berge des Landes bis knapp 2.500 Meter aus dem Eis. In der nordischen Mythologie ist Jotunheimen der Ort, an dem die Jotner, die Riesen, gelebt haben. Die Panoramastraße Sognefjell ist ein wahrhafter Höhepunkt der Reise. Von Lom führt die Route entlang des malerischen Wildflusses Otta mit Stopp am naturschönen Wasserfall Pollfossen. In der Tundra um Grotli führt die Route auf Serpentinen hinab zum Geirangerfjord, UNESCO-Weltnaturerbe und einer der schönsten Fjorde Norwegens. Umgeben von hohen Klippen und ehemaligen Sommeralmen ist das kleine Dorf Geiranger der Endpunkt des Fjords. Freu dich auf den weltbekannten Aussichtspunkt Flydalsjuvet mit herrlichem Fotomotiv auf Geiranger. Am Ende des Tals liegt unser Übernachtungsort Geiranger. Wer möchte spaziert auf dem Wanderweg Fosseråsa entlang des rauschenden Wasserfalls Storsaeterfossen mit Blick auf den Geirangerfjord.
Vom Aussichtspunkt Ørnesvingen (Adlerkurve) bietet sich dir ein fantastischer Blick zurück auf den Geirangerfjord sowie die rauschenden Wasserfälle »die sieben Schwestern«. Im weiteren Verlauf folgt die bekannteste Serpentinenstraße des Landes. Der Aussichtspunkt Trollstigen bietet grandiose Blicke in das Istratal. Fjorde bedingen ungewöhnliche Straßenführungen. Nach der Überquerung des Moldefjords beginnt dann das Abenteuer einer besonderen Panoramastraße. Der Atlanterhavsvegen, die Atlantikstraße, schmiegt sich mit Kurven und geschwungenen Brückenbauwerken an die wilde Küste an. Bei hohem Wellengang schleudert die Gischt über die ganze Straße. Aussicht und Verlauf haben diese Straße berühmt gemacht. Ein Seetunnel führt abschließend in das Herz der Seestadt Kristiansund.
Am frühen Morgen verabschiedest du dich von deiner Fahrerin bzw. deinem Fahrer und gehst erneut an Bord eines Katamarans für eine spannende Fahrt nach Trondheim. Trondheim ist mittelalterliche Stadt, Pilgerstätte und Hauptstadt der Technologie zugleich. Die drittgrößte Stadt des Landes liegt am Trondheimfjord, der die natürliche Grenze zwischen Nord- und Südnorwegen bildet. Trondheim lebt von seiner Atmosphäre, einer Mischung aus Geschichte, dem Meer und der Universität mit ihren zahlreichen Studenten. Gemeinsam mit deiner Reiseleitung spazierst du am Fluss Nidelva entlang durch die Speicherstadt sowie das historische Viertel Bakklandet mit seinen bunten Holzhäusern. Die idyllische Holzhäusersiedlung war ursprünglich Behausung der Arbeiter. Erbaut im 17. Jahrhundert, wurde sie unter schwedischer Besetzung mehrmalig zerstört und besitzt heute, nach einigen Restaurierungsarbeiten, eine einzigartige, romantische Atmosphäre und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die Festung Kristiansten wurde nach dem großen Stadtbrand von 1681 erbaut und bietet dir eine einzigartige Aussicht auf die Stadt, den Fjord und die Umgebung. Highlight der Stadtführung ist der imposante Nidarosdom, die nördlichste mittelalterliche Kathedrale der Welt und gotisches Meisterwerk gleichermaßen. Im Mittelalter sowie im 19. Jahrhundert wurden hier sämtliche Krönungszeremonien ausgeführt. Im Oktogon an der Ostseite des Doms werden die Überreste von König Olav Haraldsson, dem Schutzpatron des Landes, aufbewahrt.
Taiga, Tundra, Fjorde. Mit der Nordlandbahn brichst du frühmorgens zu einer spannenden Zugreise durch Norwegens wilde Landschaftswelt auf. Nicht nur der Straßenbau ist eine Herausforderung in der norwegischen Geologie. Auch Bahnstrecken sind aufgrund der landschaftlichen Beschaffenheit selten unspektakulär. Das zeigt auch die Nordlandbahn, die Trondheim mit dem Norden und der Stadt Bodø verbindet. Wälder, wilde Flüsse und Seen begleiten dich auf dem ersten Teil der Strecke. Im weiteren Verlauf ist die Nordlandbahn eine Fjordstrecke. Der 68 Kilometer lange Ranfjord begleitet uns nach Mo i Rana. Danach wird es auf andere Weise spektakulär. Das Hochland, die Tundra um die Gletscherwelt des Svartisen und der Polarkreis führen dich in die Arktis Europas. Diese Bezeichnung mag ungewohnt klingen, doch mit der Passage des Polarkreises befindest du dich in der Arktis. Der Polarkreis wird in anderen Sprachen zurecht als »Arktischer Kreis« bezeichnet. Er beschreibt die Grenze zwischen Polartag und Polarnacht. Während im Winterhalbjahr die Sonne einige Tage lang nicht über den Horizont kommt, sinkt sie im Sommerhalbjahr eine Zeit lang nicht unter den Horizont. Dieses Phänomen verstärkt sich mit jedem Kilometer in Richtung Norden. Auf den Lofoten, die wir morgen erreichen, spricht man von den Hundert Tagen ohne Nacht, denn die Sonne macht hier tatsächlich Überstunden und geht viele Wochen nicht unter. Die letzte Etappe deiner Zugfahrt führt am Skjerstadfjord entlang nach Bodø, dem nördlichen Endpunkt der Nordlandbahn.
In der Nähe von Bodø befindet sich der Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Wenn es die Gezeiten und der Tagesablauf erlauben, erlebst du dieses Naturschauspiel genau dann, wenn die Strömung besonders eindrucksvoll anzieht. In Bodø nehmen wir die Fähre nach Moskenes auf der Lofoteninsel Moskenesøy, im Süden der Lofoten. Dort angekommen erwarten dich – je nach Wind und Wetter – verschiedene Stopps an besonders schönen Aussichtspunkten. Ein Höhepunkt ist dabei der Blick auf den Reinebringen bei Reine: Die markante Bergkulisse gilt als eines der bekanntesten Fotomotive der Lofoten. Im weiteren Verlauf entdeckst du immer wieder kleine Stichstrecken und Lieblingsplätze, etwa die weiten Strände von Ramberg und Valberg. Schließlich erreichst du Svolvær, das Herz der Lofoten. Halte Ausschau nach dem Berg Svolvaergeita: Die zwei wie Ziegenhörner geformten Felsen sind das Wahrzeichen der Stadt.
Heute warten die Lofoten auf dich. Die etwa 80 Inseln liegen vor der Küste Nordnorwegens und sind der Inbegriff für monumentale Landschaften, unberührte Natur, schroffe Felswände und abgelegene Fischerdörfchen. Am Vormittag hast du Zeit für eigene Erkundungen in Svolvær. Am Nachmittag geht es nach Henningsvaer, einem schmucken pittoresken Fischer- und Künstlerort im Meer. Unterwegs kannst du immer wieder die majestätischen Gipfel der Lofoten bestaunen.
Von Svolvær fährst du heute nach Stokmarknes, dem Geburtsort der Hurtigruten. Dort besuchst du das Hurtigruten‑Museum, das in einem modernen Glaskubus rund um das alte Postschiff MS Finnmarken gebaut wurde. Du erfährst, wie die legendäre Küstenroute vor über 130 Jahren entstanden ist und welchen Unterschied sie für die Menschen entlang der norwegischen Küste machte. An Bord der original erhaltenen Finnmarken kannst du durch Maschinenraum, Kabinen und Decks gehen und spürst ein Stück echter Seefahrtsgeschichte – inklusive einiger überraschender Anekdoten über frühe Postrouten, raue Winterstürme und das Leben der Crew. Im Anschluss geht es weiter nach Harstad. Der restliche Tag steht dir frei für einen Spaziergang am Hafen oder eigene Erkundungen.
Zwar hast du bereits einige bekannte Höhepunkte einer Norwegenreise erlebt, doch die Perle Nordnorwegens steht erst heute auf dem Programm. Wir begeben uns auf eine stark maritim geprägte Route. Per Fjordfähre geht es nach Rollsnes und auf einer Route des Inselhüpfens nach Finnsnes, dem Sprungbrett auf die Insel Senja. Wir fahren noch das letzte Stück über die zauberhafte Insel, dann erreichst du deinen Übernachtungsort Hamn. Überrascht ist man, wenn man von Senja die Insel Rollsnes sieht, nur etwa 40 Kilometer Luftlinie entfernt. Allerdings müsste man 160 Kilometer fahren, um die zerklüftete Küste zu umrunden. In dieser Fjordlandschaft bei Stongland leben zahlreiche Seeadler, aber auch eine Vielzahl von anderen Seevögeln wie Eiderenten, Kormorane, Papageientaucher und Kanadagänse. Im Sommer läuft das Leben aller Seevögel auf Hochtouren.
Heute erlebst du eine Inselrundfahrt. Senja ist ein wahres Juwel unter den norwegischen Landschaften. Die zweitgrößte Insel Norwegens befindet sich gut 350 Kilometer nördlich des Polarkreises. Wie eine Hand mit ihren Fingern liegt das Eiland im Meer und jede Bucht bietet einen anderen Charakter. Die Buchten sind mit Tunneln verbunden. Nach jeder Tunneldurchfahrt befindest du dich in einem anderen Landschaftsbild. Dazu gehören Dünen, türkisfarbenes Wasser, schroffe alpine Bergprofile, spitze Bergkuppen und mächtige Felswände. Höhepunkt Senjas ist die Panoramastraße auf der Nordseite mit den Aussichtspunkten Bergsbotn und Senjahopen. Vor der Überfahrt auf die Nachbarinsel ist ein Stopp auf der Insel Husøy ein Muss. Jeder Quadratmeter dieser kleinen Insel scheint mit Häusern bebaut zu sein. Wie ein Schiff voller Holzhäuser liegt der Fischerort in der Meeresbucht. Husøy bedeutet nicht ohne Grund »Häuserinsel«. Eine etwa zweistündige Wanderung im ruhigen Takt führt dich am Nachmittag in die Natur. Wer möchte, erkundet die Gegend auf eigene Faust oder entspannt sich im Hotel. Vom Aussichtspunkt hinter deiner Unterkunft hast du einen herrlichen Blick. Bergfreunde können sich auf eine Wanderung auf den Hausberg Sukkertoppen begeben. Deine Reiseleitung hält verschiedene Empfehlungen für dich bereit.
Von Senja geht es über Botnhamn mit der Fähre in Richtung Kvaløya, auf Deutsch »Walinsel«. Eine weitere Atlantikinsel zeigt wiederum ein etwas anderes Gesicht. Gemeinsam mit deiner Reiseleitung begibst du dich auf der Insel Sommarøy auf einen kleinen Spaziergang, vorbei an kleinen Buchten mit Stränden. Wir verweilen anschließend am Sandstrand von Sommarøy mit Blick auf das türkisfarbene Meer. Wer Lust hat, geht mit den Füßen ins Wasser. Von Westen kommend erreichst du am Nachmittag die Nordmeermetropole Tromsø. Tromsø ist eine lebendige Universitätsstadt am Nördlichen Eismeer und gehört zu den absolut sehenswerten Städten der nordskandinavischen Halbinsel. Von hier starteten in kalten Wintern legendäre Expeditionen in das ewige Eis. Das Polarmuseum und das Tromsø-Universitätsmuseum berichten von dieser Zeit. Der historische Stadtkern mit dem Dom zu Tromsø liegt auf der gleichnamigen Insel mitten in der Meerenge. Die Sami besiedelten übrigens schon lange bevor skandinavische Völker den Norden für sich entdeckten die Küsten als Fischer und das Binnenland als Rentierhirten. Löchere während eines Rundgangs durch die Stadt deine Reiseleitung gern mit Fragen.
Nach dem Frühstück hast du noch Zeit für eigene Erkundungen. Dann wirst du zum Flughafen Tromsø gebracht. Mit einem Koffer voller Erinnerungen an deine kontrastreiche Reise fliegst du zurück nach Hause.
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